Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 16.04.2026

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Birgitt
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Reisehinweis / Ausreiseaufruf Guinea 26.01.2015

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea:
Stand 26.01.2015
(Unverändert gültig seit: 26.01.2015)

Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise
- Medizinische Hinweise


Aktuelle Hinweise
In Westafrika breitet sich ausgehend von Guinea seit Dezember 2013 eine Ebola-Epidemie aus. Betroffen sind Guinea, Sierra Leone und Liberia. In anderen Ländern Westafrikas gibt es zur Zeit keine Ebolainfektionen.
Dank nationaler und internationaler Bemühungen ist die Zahl der Neuerkrankungen in allen drei betroffenen Ländern 2015 stark rückläufig. Betroffen sind vor allem noch die Hauptstädte und benachbarte Regionen sowie Gebiete im Grenzbereich zu den anderen betroffenen Ländern, es werden aber auch vor allem in Guinea Neuinfektionen in zuvor aktuell nicht betroffenen Regionen registriert.
Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt durch Kontakt zu Körperflüssigkeiten Erkrankter oder Verstorbener. Ein Ansteckungsrisiko besteht daher insbesondere für die lokale Bevölkerung mit sehr engem Kontakt zu symptomatisch Erkrankten oder an Ebola Verstorbenen (Beerdigungsrituale). Daneben besteht ein hohes Übertragungsrisiko im Rahmen der Patientenversorgung für Mitarbeiter des Gesundheitswesens. Ohne solche engen Kontakte zu Erkrankten oder Verstorbenen ist das Übertragungsrisiko als sehr gering einzuschätzen.
Grundsätzlich ist auch die Infektion über den Verzehr von Bushmeat denkbar. Darauf sollte in den betroffenen Regionen verzichtet werden. (siehe Ebola Merkblatt unter www.diplo.de/reisemedizin).
Reiserückkehrer finden Informationen über Ebola in einem Merkblatt des Robert-Koch-Instituts, das unter www.rki.de/rueckkehrer-aus-ebolalaendern abgerufen werden kann.
Grenzen können geschlossen und das Reisen erheblich beeinträchtigt sein.
Auch an den Grenzen und Flughäfen anderer westafrikanischer Staaten ist mit verstärkten Kontrollen zu rechnen.
Bei medizinischen Auffälligkeiten (insbesondere erhöhte Körpertemperatur) im Rahmen solcher Kontrollen sind Probleme bei Ein- bzw. Ausreise bis hin zu z.B. Zwangsquarantänemaßnahmen nicht auszuschließen.
Der Flugverkehr in und aus den betroffenen Ländern wurde stark eingeschränkt.
Reisenden wird geraten, auf aktuelle Informationen der Fluggesellschaften zu achten.
Die WHO schätzt das Risiko, sich während eines Fluges an einem Mitreisenden mit Ebola zu infizieren, als sehr gering ein und sieht bisher keine Notwendigkeit für internationale Reisebeschränkungen.
Medizinische Evakuierungen von Erkrankten zur Versorgung z.B. in Deutschland können erschwert, verzögert oder sogar unmöglich sein. Auf entsprechenden Versicherungsschutz ist daher nur eingeschränkt Verlass.
Aufgrund der Epidemie ist die ohnehin defizitäre medizinische Versorgung in allen betroffenen Ländern derzeit erheblich eingeschränkt.Da in Krankenhäusern ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht, sollten sie möglichst gemieden werden.
Aufgrund der für den Großteil der Bevölkerung desolaten wirtschaftlichen Lage und vor allem wegen der zur Zeit extremen Problemen bei der Stromversorgung in vielen Stadtteilen gibt es in Conakry, aber auch im Landesinneren immer öfter Akte des Vandalismus und Straßenblockaden. Auch bandenmäßige Gewaltkriminalität ist zunehmend verbreitet; nachts werden häufig Überfälle auf Passanten, Wohnhäuser und Geschäfte verübt. Die Anzahl gemeldeter Raubmorde, teilweise durch bewaffnete Täter in Uniformen, hat zugenommen.
Die Sicherheitskräfte, sofern rechtzeitig vor Ort, versuchen diese schwere Kriminalität ihrerseits mit Einsatz von Feuerwaffen einzudämmen, wodurch die Gefahr steigt, von verirrten Kugeln getroffen zu werden. Es wird davon abgeraten, folgende Stadtteile Conakrys zu besuchen: Bambeto, Hamdallaye, Matoto, Cosa, Koloma, Simbaya, Wanidara. Insgesamt sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.
Reisende ins Landesinnere sollten sich bewusst sein, dass gewaltsame Konflikte zwischen verschiedenen Familienclans oder ethnischen Gruppen jederzeit auftreten können. Reisende sollten sich daher stets über die aktuelle Sicherheitslage informiert halten.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Guinea ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Grundsätzlich ist die Impfung für alle Reisenden empfohlen, auch wenn bei direkter Einreise aus Europa keine Impfung vorgeschrieben ist. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist jedoch vorgeschrieben für alle Reisenden, die aus einem Gelbfiebergebiet kommen, ausgenommen sind Kinder unter einem Jahr (www.who.int). In der Praxis wird bei der Einreisekontrolle jedoch häufig nicht differenziert und der Impfnachweis von allen Einreisenden unabhängig der Herkunft verlangt.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe www.rki.de).Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen Tetanus, Diptherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Meningokokken-Krankheit (ACWY), Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
Gelbfieber
In den vergangenen Jahren wurden zwischen 10-20 Gelbfieberfälle pro Jahr bestätigt, meist aus dem Grenzgebiet zur Elfenbeinküste.
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Guinea. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes, ganzjähriges Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) wird empfohlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente/Medikamentenkombinationen (Atovaquon/Proguanil, Mefloquin und off-label Doxycyclin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • tagsüber (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria),
  • Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV / AIDS
2010 waren in Guinea 1,3 % der erwachsenen Bevölkerung, ca. 4 % der Schwangeren und ca. 30 % der Prostituierten HIV-positiv. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit hunderten bis mehreren tausend Fällen pro Jahr auf. 2012 auch in der Hauptstadt Conakry. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.
Weitere Infektionskrankheiten
Dengue-Fieber
kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. Todesfolge auf. Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in Mückenschutzmassnahmen (s.o.).
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser ist daher grundsätzlich nicht empfohlen
Lassa-Fieber
In Guinea -genauer in Waldguinea- kommen immer wieder Lassa-Fieber-Infektionen vor. Pro Jahr werden ca. 10 Fälle erfasst, wobei von einer höheren Dunkelziffer ausgegangen wird. Der Übertragungsweg auf den Menschen ist der orale oder inhalative Kontakt mit durch Nagerurin (Feldmäuse) kontaminierten Lebensmitteln oder Aerosole. Besonders bei Reisen im Landesinneren unter einfachen Bedingungen ist Vorsicht geboten.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die ärztliche Versorgung in Conakry ist begrenzt. Französisch sprechende Fachärzte der wichtigen Fachrichtungen sind vorhanden, einzelne davon sprechen auch deutsch.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den Notfall kommen nur zwei Privatkliniken in Betracht, die auch begrenzt intensivmedizinische Behandlungen gewährleisten können. Eine Privatklinik unterhält auch einen Ambulanzdienst, auf den bei Unfällen im Stadtgebiet zurückgegriffen werden kann.
Das Mitbringen von Medikamenten ist für Personen zu empfehlen, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Guinea haben ein begrenztes Sortiment wichtiger Standardmedikamente häufig europäischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Die wenigen Touristen, die nach Guinea kommen, sollten über einen ausreichenden auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Guinea durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen (z.B. www.dtg.org oder www.frm-web.de)
Auswärtiges Amt

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Birgitt
Alexander
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Reisehinweis / Ausreiseaufruf Guinea 17.04.2015

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Guinea:

Stand 17.04.2015 (Unverändert gültig seit: 17.04.2015)

Letzte Änderung: Aktuelle Hinweise
Landesspezifische Sicherheitshinweise

Ausreiseaufruf
Das Auswärtige Amt rät angesichts der aktuellen Lage dringend von Reisen nach Guinea ab und ruft zur Ausreise auf. Dringend benötigtes medizinisches, humanitäres oder technisches Personal im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Ebola-Epidemie ist hiervon ausgenommen.

Es ist nicht auszuschließen, dass Ausreisemöglichkeiten aus Guinea weiter beschränkt werden.

Aktuelle Hinweise

Seit dem 13. April 2015 kam es in Conakry mehrfach zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen oppositionellen Demonstranten einerseits und mit Polizeikräften andererseits, wobei zahlreiche Menschen verletzt und zumindest eine Person getötet wurden. Es muss weiterhin mit einem Anstieg von politisch motivierten Demonstrationen und damit einhergehenden gewaltsamen Ausschreitungen gerechnet werden.

Generell ist daher bei Reisen nach Guinea erhöhte Wachsamkeit geboten, insbesondere sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.

In Westafrika breitet sich ausgehend von Guinea seit Dezember 2013 eine Ebola-Epidemie aus. Betroffen sind Guinea, Sierra Leone und Liberia. In anderen Ländern Westafrikas gibt es zur Zeit keine Ebolainfektionen.
Dank nationaler und internationaler Bemühungen ist die Zahl der Neuerkrankungen in allen drei betroffenen Ländern 2015 stark rückläufig. Betroffen sind vor allem noch die Hauptstädte und benachbarte Regionen sowie Gebiete im Grenzbereich zu den anderen betroffenen Ländern, es werden aber auch vor allem in Guinea Neuinfektionen in zuvor aktuell nicht betroffenen Regionen registriert.

Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt durch Kontakt zu Körperflüssigkeiten Erkrankter oder Verstorbener. Ein Ansteckungsrisiko besteht daher insbesondere für die lokale Bevölkerung mit sehr engem Kontakt zu symptomatisch Erkrankten oder an Ebola Verstorbenen (Beerdigungsrituale). Daneben besteht ein hohes Übertragungsrisiko im Rahmen der Patientenversorgung für Mitarbeiter des Gesundheitswesens. Ohne solche engen Kontakte zu Erkrankten oder Verstorbenen ist das Übertragungsrisiko als sehr gering einzuschätzen.
Grundsätzlich ist auch die Infektion über den Verzehr von Bushmeat denkbar. Darauf sollte in den betroffenen Regionen verzichtet werden. (siehe Ebola Merkblatt unter http://www.diplo.de/reisemedizin).
Reiserückkehrer finden Informationen über Ebola in einem Merkblatt des Robert-Koch-Instituts, das unter http://www.rki.de/rueckkehrer-aus-ebolalaendern abgerufen werden kann.
Grenzen können geschlossen und das Reisen erheblich beeinträchtigt sein.
Auch an den Grenzen und Flughäfen anderer westafrikanischer Staaten ist mit verstärkten Kontrollen zu rechnen.
Bei medizinischen Auffälligkeiten (insbesondere erhöhte Körpertemperatur) im Rahmen solcher Kontrollen sind Probleme bei Ein- bzw. Ausreise bis hin zu z.B. Zwangsquarantänemaßnahmen nicht auszuschließen.
Der Flugverkehr in und aus den betroffenen Ländern wurde stark eingeschränkt.
Reisenden wird geraten, auf aktuelle Informationen der Fluggesellschaften zu achten.
Die WHO schätzt das Risiko, sich während eines Fluges an einem Mitreisenden mit Ebola zu infizieren, als sehr gering ein und sieht bisher keine Notwendigkeit für internationale Reisebeschränkungen.
Medizinische Evakuierungen von Erkrankten zur Versorgung z.B. in Deutschland können erschwert, verzögert oder sogar unmöglich sein. Auf entsprechenden Versicherungsschutz ist daher nur eingeschränkt Verlass.
Aufgrund der Epidemie ist die ohnehin defizitäre medizinische Versorgung in allen betroffenen Ländern derzeit erheblich eingeschränkt.Da in Krankenhäusern ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht, sollten sie möglichst gemieden werden.
Aufgrund der für den Großteil der Bevölkerung desolaten wirtschaftlichen Lage und vor allem wegen der zur Zeit extremen Problemen bei der Stromversorgung in vielen Stadtteilen gibt es in Conakry, aber auch im Landesinneren immer öfter Akte des Vandalismus und Straßenblockaden. Auch bandenmäßige Gewaltkriminalität ist zunehmend verbreitet; nachts werden häufig Überfälle auf Passanten, Wohnhäuser und Geschäfte verübt. Die Anzahl gemeldeter Raubmorde, teilweise durch bewaffnete Täter in Uniformen, hat zugenommen.
Die Sicherheitskräfte, sofern rechtzeitig vor Ort, versuchen diese schwere Kriminalität ihrerseits mit Einsatz von Feuerwaffen einzudämmen, wodurch die Gefahr steigt, von verirrten Kugeln getroffen zu werden. Es wird davon abgeraten, folgende Stadtteile Conakrys zu besuchen: Bambeto, Hamdallaye, Matoto, Cosa, Koloma, Simbaya, Wanidara. Insgesamt sollten größere Menschenansammlungen gemieden werden.
Reisende ins Landesinnere sollten sich bewusst sein, dass gewaltsame Konflikte zwischen verschiedenen Familienclans oder ethnischen Gruppen jederzeit auftreten können. Reisende sollten sich daher stets über die aktuelle Sicherheitslage informiert halten.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Nachdem 2014 innenpolitische Konflikte angesichts der Ebola-Epidemie weitestgehend ausgeblieben waren, führt der seit Jahresbeginn aufgeflammte Streit zwischen Opposition und Regierung zu erhöhter Gefahr für Stabilität und Sicherheit im Land. Die umstrittene Reihenfolge der ab Oktober vorgesehenen landesweiten Wahlen des Staatspräsidenten sowie der Kommunal- und Regionalvertretungen bergen ein hohes Konfliktpotenzial in sich.
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Alexander
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Reisehinweis / Ausreiseaufruf Guinea 05.05.2015

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Guinea:

Stand 05.05.2015 (Unverändert gültig seit: 05.05.2015)

Letzte Änderung: Aktuelle Hinweise
Westafrika wird seit Dezember 2013 von einer Ebolaepidemie heimgesucht, die hauptsächlich Liberia, Sierra Leone und Guinea betroffen hat. Die Fallzahlen sind inzwischen rückläufig, in Guinea werden aber wöchentlich noch einige ca 20 Neuerkrankungen registriert (betroffen ist der Westen des Landes). Die Dunkelziffer an neuen Infektionen ist wahrscheinlich höher, da immer noch neue Übertragungsketten entdeckt werden.

Es wird daher dringend angeraten, die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen und sich von sichtbar Kranken fernzuhalten und bei Reisen ins Land besondere Vorsicht walten zu lassen..

Durch die Ebolaepidemie ist das Gesundheitswesen in Guinea nachhaltig beeinträchtigt worden, so daß eine medizinische Versorgung nur eingeschränkt möglich ist. Medizinische Evakuierungen können erschwert sein.

Zur Einnahme einer medikamentösen Malariaprophylaxe wird dringend geraten.

Darüber hinaus sollten Reisende ihren Impfschutz gegen Masern und Meningokokken der Serogruppen ACWY überprüfen, da diese impfpräventablen Erkrankungen in der Folge der Epidemie vermehrt auftreten.
Auswärtige Amt
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 19.08.2015

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea:
Stand 19.08.2015
(Unverändert gültig seit: 19.08.2015)

Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise


Aktuelle Hinweise
Das Auswärtige Amt rät wegen der – trotz hoffnungsvoller Anzeichen – nach wie vor nicht gebannten Ebolaepidemie weiterhin von Reisen nach Guinea ab. Dringend benötigtes medizinisches, humanitäres oder technisches Personal sowie Mitarbeiter der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit sind hiervon ausgenommen.
Im Vorfeld der für den 11. Oktober 2015 anberaumten Präsidentschaftswahlen kann es zudem zu verschiedenen Aktionen von Interessengruppen kommen. Straßenblockaden, aber auch gewaltsame Zusammenstöße sind in der Vergangenheit nicht ausgeblieben. Bei Reisen nach Guinea ist daher auch zum Schutz vor Gewalt erhöhte Wachsamkeit geboten, größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden.
Westafrika wird seit Dezember 2013 von einer Ebolaepidemie heimgesucht, die hauptsächlich Liberia, Sierra Leone und Guinea betroffen hat. Die Fallzahlen sind inzwischen rückläufig, in Guinea werden aber wöchentlich noch einzelne Neuerkrankungen registriert. Betroffen ist die Hauptstadt Conakry und der Südwesten des Landes.
Es wird daher dringend geraten, die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen, sich von sichtbar Kranken fernzuhalten und bei Reisen ins Land besondere Vorsicht walten zu lassen.
Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt durch Kontakt zu Körperflüssigkeiten Erkrankter oder Verstorbener. Ein Ansteckungsrisiko besteht daher insbesondere für die lokale Bevölkerung mit sehr engem Kontakt zu symptomatisch Erkrankten oder an Ebola Verstorbenen (Beerdigungsrituale). Daneben besteht ein hohes Übertragungsrisiko im Rahmen der Patientenversorgung für Mitarbeiter des Gesundheitswesens. Ohne solche engen Kontakte zu Erkrankten oder Verstorbenen ist das Übertragungsrisiko als sehr gering einzuschätzen.
Grundsätzlich ist auch die Infektion über den Verzehr von Bushmeat denkbar. Darauf sollte in den betroffenen Regionen verzichtet werden. (siehe Ebola Merkblatt unter www.diplo.de/reisemedizin).
Reiserückkehrer finden Informationen über Ebola in einem Merkblatt des Robert-Koch-Instituts, das unter www.rki.de/rueckkehrer-aus-ebolalaendern abgerufen werden kann
Grenzen können geschlossen und das Reisen beeinträchtigt sein. Auch an den Grenzen und Flughäfen anderer westafrikanischer Staaten ist mit verstärkten Kontrollen zu rechnen. Bei medizinischen Auffälligkeiten (insbesondere erhöhte Körpertemperatur) im Rahmen solcher Kontrollen sind Probleme bei Ein- bzw. Ausreise bis hin zu z.B. Zwangsquarantänemaßnahmen nicht auszuschließen.
Der Flugverkehr in und aus Guinea hat sich zwar wieder normalisiert, kann aber, je nach weiterer Entwicklung kurzfristig wieder eingeschränkt werden. Reisenden wird geraten, auf aktuelle Informationen der Fluggesellschaften zu achten. Die WHO schätzt das Risiko, sich während eines Fluges an einem Mitreisenden mit Ebola zu infizieren, als sehr gering ein und sieht bisher keine Notwendigkeit für internationale Reisebeschränkungen.
Medizinische Evakuierungen von Erkrankten zur Versorgung z.B. in Deutschland können erschwert, verzögert oder sogar unmöglich sein. Auf entsprechenden Versicherungsschutz ist daher nur eingeschränkt Verlass. Aufgrund der Ebolaepidemie ist das Gesundheitswesen in Guinea nachhaltig beeinträchtigt worden, so dass eine medizinische Versorgung nur eingeschränkt möglich ist. Da in Krankenhäusern ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht, sollten sie möglichst gemieden werden.
Zur Einnahme einer medikamentösen Malariaprophylaxe wird dringend geraten. Darüber hinaus sollten Reisende ihren Impfschutz gegen Masern und Meningokokken der Serogruppen ACWY überprüfen, da diese impfpräventablen Erkrankungen in der Folge der Epidemie vermehrt auftreten.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Nachdem 2014 innenpolitische Konflikte angesichts der Ebola-Epidemie weitestgehend ausgeblieben waren, führt der seit Jahresbeginn aufgeflammte Streit zwischen Opposition und Regierung zu erhöhter Gefahr für Stabilität und Sicherheit im Land. Im Vorfeld der Wahlen des Staatspräsidenten sowie der Kommunal- und Regionalvertretungen kann es weiterhin zu gewaltsamen Zusammenstößen kommen.
Reisende ins Landesinnere sollten sich bewusst sein, dass gewaltsame Konflikte zwischen verschiedenen Familienclans oder ethnischen Gruppen jederzeit auftreten können. Reisende sollten sich daher stets über die aktuelle Sicherheitslage informiert halten.
Aufgrund der für den Großteil der Bevölkerung desolaten wirtschaftlichen Lage und vor allem wegen der Probleme bei der Stromversorgung in vielen Stadtteilen gibt es in Conakry, aber auch im Landesinneren immer öfter Akte des Vandalismus und Straßenblockaden.
Auch bandenmäßige Gewaltkriminalität ist zunehmend verbreitet; nachts werden häufig Überfälle auf Passanten, Wohnhäuser und Geschäfte verübt. Die Anzahl gemeldeter Raubmorde, teilweise durch bewaffnete Täter in Uniformen, hat zugenommen.Die Sicherheitskräfte, sofern rechtzeitig vor Ort, versuchen diese schwere Kriminalität ihrerseits mit Einsatz von Feuerwaffen einzudämmen, wodurch die Gefahr steigt, von verirrten Kugeln getroffen zu werden. Es wird davon abgeraten, folgende Stadtteile Conakrys zu besuchen: Bambeto, Hamdallaye, Matoto, Cosa, Koloma, Simbaya, Wanidara.
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Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 10.09.2015

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea:
Stand 10.09.2015
(Unverändert gültig seit: 10.09.2015)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Das Auswärtige Amt rät wegen der – trotz hoffnungsvoller Anzeichen – nach wie vor nicht gebannten Ebolaepidemie weiterhin von Reisen nach Guinea ab. Dringend benötigtes medizinisches, humanitäres oder technisches Personal sowie Mitarbeiter der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit sind hiervon ausgenommen. Die seit Ende 2013 vorherrschende Ebola-Epidemie in Westafrika konnte trotz internationaler Hilfe noch nicht vollständig unter Kontrolle gebracht werden. In Guinea, Sierra Leone und Liberia gibt es bislang immer wieder neue Fälle. Es wird dringend geraten, die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen, sich von sichtbar Kranken fernzuhalten und bei Reisen innerhalb der Länder besondere Vorsicht walten zu lassen. Zur Einnahme einer medikamentösen Malariaprophylaxe wird geraten. Aufgrund von Kontrollen an Grenzen und Flughäfen kann es zu einer Behinderung des Reiseverkehrs kommen.
Weitere Informationen zur Ebolainfektion finden Sie unter: www.diplo.de/reisemedizin
Der Flugverkehr in und aus Guinea hat sich zwar wieder normalisiert, kann aber, je nach weiterer Entwicklung kurzfristig wieder eingeschränkt werden. Reisenden wird geraten, auf aktuelle Informationen der Fluggesellschaften zu achten. Die WHO schätzt das Risiko, sich während eines Fluges an einem Mitreisenden mit Ebola zu infizieren, als sehr gering ein und sieht bisher keine Notwendigkeit für internationale Reisebeschränkungen.
Im Vorfeld der für den 11. Oktober 2015 anberaumten Präsidentschaftswahlen kann es zudem zu verschiedenen Aktionen von Interessengruppen kommen. Straßenblockaden, aber auch gewaltsame Zusammenstöße sind in der Vergangenheit nicht ausgeblieben. Bei Reisen nach Guinea ist daher auch zum Schutz vor Gewalt erhöhte Wachsamkeit geboten, größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden.
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Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Guinea:

Stand 10.10.2015 (Unverändert gültig seit: 10.10.2015)

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Aktuelle Hinweise


Im Vorfeld der für den 11. Oktober 2015 anberaumten Präsidentschaftswahlen kann es zudem zu verschiedenen Aktionen von Interessengruppen kommen. Straßenblockaden, aber auch gewaltsame Zusammenstöße sind in der Vergangenheit nicht ausgeblieben. Bei Reisen nach Guinea ist daher auch zum Schutz vor Gewalt erhöhte Wachsamkeit geboten, größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden.

Am 11. 10. 2015 (ganztätig) und 12.10.2015 (bis 06.00 Uhr) sind die Landgrenzen von Guinea geschlossen. Tagsüber besteht im Land allgemeines Fahrverbot.

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Nach den Präsidentschaftswahlen vom 11.10.2015 kann es im Zusammenhang mit der Bekanntgabe des Ergebnisses zu Demonstrationen und weiteren Aktionen von politischen Gruppen kommen. Im Zuge der Auseinandersetzungen zwischen Regierung und Opposition sind Straßenblockaden, aber auch gewaltsame Zusammenstöße, in der Vergangenheit nicht ausgeblieben. Bei Reisen nach Guinea ist daher auch zum Schutz vor Gewalt erhöhte Wachsamkeit geboten, größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden.
Das Auswärtige Amt rät wegen der – trotz hoffnungsvoller Anzeichen – nach wie vor nicht gebannten Ebolaepidemie weiterhin von Reisen nach Guinea ab. Dringend benötigtes medizinisches, humanitäres oder technisches Personal sowie Mitarbeiter der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit sind hiervon ausgenommen. Die seit Ende 2013 vorherrschende Ebola-Epidemie in Westafrika konnte trotz internationaler Hilfe noch nicht vollständig unter Kontrolle gebracht werden. In Guinea, Sierra Leone und Liberia gibt es bislang immer wieder neue Fälle. Es wird dringend geraten, die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen, sich von sichtbar Kranken fernzuhalten und bei Reisen innerhalb der Länder besondere Vorsicht walten zu lassen. Zur Einnahme einer medikamentösen Malariaprophylaxe wird geraten. Aufgrund von Kontrollen an Grenzen und Flughäfen kann es zu einer Behinderung des Reiseverkehrs kommen.
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Der Flugverkehr in und aus Guinea hat sich zwar wieder normalisiert, kann aber, je nach weiterer Entwicklung kurzfristig wieder eingeschränkt werden. Reisenden wird geraten, auf aktuelle Informationen der Fluggesellschaften zu achten. Die WHO schätzt das Risiko, sich während eines Fluges an einem Mitreisenden mit Ebola zu infizieren, als sehr gering ein und sieht bisher keine Notwendigkeit für internationale Reisebeschränkungen.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Nachdem 2014 innenpolitische Konflikte angesichts der Ebola-Epidemie weitestgehend ausgeblieben waren, führt die Auseinandersetzung zwischen Opposition und Regierung um die Präsidentschaftswahlen 2015 zu Beeinträchtigungen der Sicherheit im Land.
Reisende ins Landesinnere sollten sich bewusst sein, dass gewaltsame Konflikte zwischen verschiedenen Familienclans oder ethnischen Gruppen jederzeit auftreten können. Reisende sollten sich daher stets über die aktuelle Sicherheitslage informiert halten.
Aufgrund der für den Großteil der Bevölkerung sehr schwierigen wirtschaftlichen Lage gibt es in Conakry, aber auch im Landesinneren, immer wieder Akte des Vandalismus und Straßenblockaden.
Auch bandenmäßige Gewaltkriminalität ist zunehmend verbreitet; nachts werden häufig Überfälle auf Passanten, Wohnhäuser und Geschäfte verübt. Die Anzahl gemeldeter Raubmorde, teilweise durch bewaffnete Täter in Uniformen, hat zugenommen. Die Sicherheitskräfte versuchen diese schwere Kriminalität ihrerseits mit Einsatz von Feuerwaffen einzudämmen, wodurch die Gefahr steigt, von verirrten Kugeln getroffen zu werden. Es wird zu besonderer Vorsicht beim Besuch der folgenden Stadtteile Conakrys geraten: Bambeto, Hamdallaye, Matoto, Cosa, Koloma, Simbaya, Wanidara.
Weltweiter Sicherheitshinweis:
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:
www.auswaertiges-amt.de
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Auswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea:
Stand 12.11.2015
(Unverändert gültig seit: 12.11.2015)

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- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise


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Das Auswärtige Amt rät wegen der – trotz hoffnungsvoller Anzeichen – nach wie vor nicht gebannten Ebolaepidemie weiterhin von Reisen nach Guinea ab. Dringend benötigtes medizinisches, humanitäres oder technisches Personal sowie Mitarbeiter der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit sind hiervon ausgenommen. Die seit Ende 2013 vorherrschende Ebola-Epidemie in Westafrika konnte trotz internationaler Hilfe noch nicht vollständig unter Kontrolle gebracht werden. In Guinea, Sierra Leone und Liberia gibt es bislang immer wieder neue Fälle. Es wird dringend geraten, die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen, sich von sichtbar Kranken fernzuhalten und bei Reisen innerhalb der Länder besondere Vorsicht walten zu lassen. Zur Einnahme einer medikamentösen Malariaprophylaxe wird geraten. Aufgrund von Kontrollen an Grenzen und Flughäfen kann es zu einer Behinderung des Reiseverkehrs kommen.
Weitere Informationen zur Ebolainfektion finden Sie unter: www.diplo.de/reisemedizin
Der Flugverkehr in und aus Guinea hat sich zwar wieder normalisiert, kann aber, je nach weiterer Entwicklung kurzfristig wieder eingeschränkt werden. Reisenden wird geraten, auf aktuelle Informationen der Fluggesellschaften zu achten. Die WHO schätzt das Risiko, sich während eines Fluges an einem Mitreisenden mit Ebola zu infizieren, als sehr gering ein und sieht bisher keine Notwendigkeit für internationale Reisebeschränkungen.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisende ins Landesinnere sollten sich bewusst sein, dass gewaltsame Konflikte zwischen verschiedenen Familienclans oder ethnischen Gruppen jederzeit auftreten können. Reisende sollten sich daher stets über die aktuelle Sicherheitslage informiert halten.
Aufgrund der für den Großteil der Bevölkerung sehr schwierigen wirtschaftlichen Lage gibt es in Conakry, aber auch im Landesinneren, immer wieder Akte des Vandalismus und Straßenblockaden.
Auch bandenmäßige Gewaltkriminalität ist zunehmend verbreitet; nachts werden häufig Überfälle auf Passanten, Wohnhäuser und Geschäfte verübt. Die Anzahl gemeldeter Raubmorde, teilweise durch bewaffnete Täter in Uniformen, hat zugenommen. Die Sicherheitskräfte versuchen diese schwere Kriminalität ihrerseits mit Einsatz von Feuerwaffen einzudämmen, wodurch die Gefahr steigt, von verirrten Kugeln getroffen zu werden. Es wird zu besonderer Vorsicht beim Besuch der folgenden Stadtteile Conakrys geraten: Bambeto, Hamdallaye, Matoto, Cosa, Koloma, Simbaya, Wanidara.
Weltweiter Sicherheitshinweis: Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:
www.auswaertiges-amt.de
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 19.11.2015

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea:
Stand 19.11.2015
(Unverändert gültig seit: 19.11.2015)

Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise
- Medizinische Hinweise


Aktuelle Hinweise
Das Auswärtige Amt rät wegen der nach wie vor nicht gebannten Ebolaepidemie weiterhin von Reisen nach Guinea ab. Dringend benötigtes medizinisches, humanitäres oder technisches Personal sowie Mitarbeiter der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit sind hiervon ausgenommen. Die seit Ende 2013 vorherrschende Ebola-Epidemie in Westafrika konnte trotz internationaler Hilfe noch nicht vollständig unter Kontrolle gebracht werden. In Guinea, gibt es bislang immer wieder neue Fälle. Es wird dringend geraten, die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen, sich von sichtbar Kranken fernzuhalten und bei Reisen ins Landesinnere besondere Vorsicht walten zu lassen.
Zur Einnahme einer medikamentösen Malariaprophylaxe wird geraten.
Aufgrund von Kontrollen an Grenzen und Flughäfen kann es zu einer Behinderung des Reiseverkehrs kommen.
Weitere Informationen zur Ebolainfektion finden Sie unter www.diplo.de/reisemedizin
Der Flugverkehr in und aus Guinea hat sich zwar wieder normalisiert, kann aber, je nach weiterer Entwicklung kurzfristig wieder eingeschränkt werden. Die WHO schätzt das Risiko, sich während eines Fluges an einem Mitreisenden mit Ebola zu infizieren, als sehr gering ein und sieht keine Notwendigkeit für internationale Reisebeschränkungen.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Guinea ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Grundsätzlich ist die Impfung für alle Reisenden empfohlen, auch wenn bei direkter Einreise aus Europa keine Impfung vorgeschrieben ist. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist jedoch vorgeschrieben für alle Reisenden, die aus einem Gelbfiebergebiet kommen, ausgenommen sind Kinder unter einem Jahr (www.who.int). In der Praxis wird bei der Einreisekontrolle jedoch häufig nicht differenziert und der Impfnachweis von allen Einreisenden unabhängig der Herkunft verlangt.
Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe www.rki.de).Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen Tetanus, Diptherie, Pertussis (Keuchhusten), Masern und ggf. Influenza. Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, Polio (Kinderlähmung) und Meningokokken ACWY, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.
Gelbfieber
In den vergangenen Jahren wurden zwischen 10-20 Gelbfieberfälle pro Jahr bestätigt, meist aus dem Grenzgebiet zur Elfenbeinküste.
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Guinea. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht immunen Menschen in der Regel tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes, ganzjähriges Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) wird empfohlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente/Medikamentenkombinationen (Atovaquon/Proguanil, Mefloquin und off-label Doxycyclin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
  • Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • tagsüber (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria),
  • Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • unter einem Moskitonetz zu schlafen.
HIV / AIDS
2010 waren in Guinea 1,3 % der erwachsenen Bevölkerung, ca. 4 % der Schwangeren und ca. 30 % der Prostituierten HIV-positiv. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit hunderten bis mehreren tausend Fällen pro Jahr auf. 2012 auch in der Hauptstadt Conakry. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.
Weitere Infektionskrankheiten
Dengue-Fieber
kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. Todesfolge auf. Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in Mückenschutzmassnahmen (s.o.).
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser ist daher grundsätzlich nicht empfohlen
Lassa-Fieber
In Guinea -genauer in Waldguinea- kommen immer wieder Lassa-Fieber-Infektionen vor. Pro Jahr werden ca. 10 Fälle erfasst, wobei von einer höheren Dunkelziffer ausgegangen wird. Der Übertragungsweg auf den Menschen ist der orale oder inhalative Kontakt mit durch Nagerurin (Feldmäuse) kontaminierten Lebensmitteln oder Aerosole. Besonders bei Reisen im Landesinneren unter einfachen Bedingungen ist Vorsicht geboten.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die ärztliche Versorgung in Conakry ist begrenzt. Französisch sprechende Fachärzte der wichtigen Fachrichtungen sind vorhanden, einzelne davon sprechen auch deutsch.
Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den Notfall kommen nur zwei Privatkliniken in Betracht, die auch begrenzt intensivmedizinische Behandlungen gewährleisten können. Eine Privatklinik unterhält auch einen Ambulanzdienst, auf den bei Unfällen im Stadtgebiet zurückgegriffen werden kann.
Das Mitbringen von Medikamenten ist für Personen zu empfehlen, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Guinea haben ein begrenztes Sortiment wichtiger Standardmedikamente häufig europäischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Die wenigen Touristen, die nach Guinea kommen, sollten über einen ausreichenden auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Guinea durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen (z.B. www.dtg.org oder www.frm-web.de)
Auswärtiges Amt

Gruß
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 30.12.2015

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Guinea:

Stand 30.12.2015 (Unverändert gültig seit: 30.12.2015)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise
Medizinische Hinweise

Aktuelle Hinweise


Seit dem 29.12.2015 wurde Guinea von der Weltgesundheitsorganisation WHO als ebolafrei erklärt. Der letzte Infektionsfall war Ende Oktober 2015 gemeldet worden.

Da Neuerkrankungen allerdings nicht ausgeschlossen werden können, wird Reisenden dringend geraten, die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen, sich von sichtbar Kranken fernzuhalten und bei Reisen besondere Vorsicht walten zu lassen.
Weitere Informationen zur Ebolainfektion sind unter http://www.diplo.de/reisemedizin eingestellt.

Die Symptome einer Malaria gleichen denen der Ebolainfektion. Ein Patient mit einer fieberhaften Erkrankung muss auch jetzt noch damit rechnen, isoliert zu werden. Eine wirksame Behandlung kann sich dadurch verzögern. Die Durchführung einer medikamentösen Malariaprophylaxe ist deshalb sehr wichtig (s.u).

Medizinische Hinweise

Impfschutz
Guinea ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. In den vergangenen Jahren wurden zwischen 10 - 20 Gelbfieberfälle pro Jahr bestätigt, meist aus dem Grenzgebiet zur Elfenbeinküste.

Grundsätzlich ist die Impfung daher für alle Reisenden empfohlen, auch wenn bei direkter Einreise aus Europa keine Impfung vorgeschrieben ist. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist jedoch vorgeschrieben für alle Reisenden, die aus einem Gelbfiebergebiet kommen, ausgenommen sind Kinder unter 1 Jahr (http://www.who.int). In der Praxis wird bei der Einreisekontrolle jedoch häufig nicht differenziert und der Impfnachweis von allen Einreisenden unabhängig der Herkunft verlangt.

Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de). Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Masern und ggf. Influenza und Pneumokokken.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, Polio (Kinderlähmung) und Meningokokken ACWY, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Guinea. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht immunen Menschen in der Regel tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Es besteht ein hohes, ganzjähriges Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) wird empfohlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige

Medikamente/Medikamentenkombinationen (Atovaquon/Proguanil, Mefloquin und off-label Doxycyclin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

• Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• tagsüber (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria),
• Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• unter einem Moskitonetz zu schlafen.

HIV / AIDS
2010 waren in Guinea 1,3 % der erwachsenen Bevölkerung, ca. 4 % der Schwangeren und ca. 30 % der Prostituierten HIV-positiv. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit hunderten bis mehreren tausend Fällen pro Jahr auf. 2012 auch in der Hauptstadt Conakry. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.

Weitere Infektionskrankheiten

Dengue-Fieber
kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. Todesfolge auf. Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in Mückenschutzmassnahmen (s.o.).

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser ist daher grundsätzlich nicht empfohlen

Lassa-Fieber
In Guinea -genauer in Waldguinea- kommen immer wieder Lassa-Fieber-Infektionen vor. Pro Jahr werden ca. 10 Fälle erfasst, wobei von einer höheren Dunkelziffer ausgegangen wird. Der Übertragungsweg auf den Menschen ist der orale oder inhalative Kontakt mit durch Nagerurin (Feldmäuse) kontaminierten Lebensmitteln oder Aerosole. Besonders bei Reisen im Landesinneren unter einfachen Bedingungen ist Vorsicht geboten.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die ärztliche Versorgung in Conakry ist begrenzt. Französisch sprechende Fachärzte der wichtigen Fachrichtungen sind vorhanden, einzelne davon sprechen auch deutsch.

Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den Notfall kommen nur zwei Privatkliniken in Betracht, die auch begrenzt intensivmedizinische Behandlungen gewährleisten können. Eine Privatklinik unterhält auch einen Ambulanzdienst, auf den bei Unfällen im Stadtgebiet zurückgegriffen werden kann.

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Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Guinea:

Stand 15.02.2016 (Unverändert gültig seit: 15.02.2016)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Aktuelle Hinweise

Aufgrund eines am 15. Februar 2016 ausgerufenen Generalstreiks von noch unbekannter Dauer kann es zu Versorgungsengpässen und Teuerungen kommen.

Seit dem Dezember 2015 wurde Guinea von der Weltgesundheitsorganisation WHO als ebolafrei erklärt. Der letzte Infektionsfall war Ende Oktober 2015 gemeldet worden.

Da Neuerkrankungen allerdings nicht ausgeschlossen werden können, wird Reisenden dringend geraten, die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen, sich von sichtbar Kranken fernzuhalten und bei Reisen besondere Vorsicht walten zu lassen.
Weitere Informationen zur Ebolainfektion sind unter www.diplo.de/reisemedizin eingestellt.

Die Symptome einer Malaria gleichen denen der Ebolainfektion. Ein Patient mit einer fieberhaften Erkrankung muss auch jetzt noch damit rechnen, isoliert zu werden. Eine wirksame Behandlung kann sich dadurch verzögern. Die Durchführung einer medikamentösen Malariaprophylaxe ist deshalb sehr wichtig (s.u).

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Reisepass: Ja
Vorläufiger Reisepass: Ja
Personalausweis: Nein
Vorläufiger Personalausweis: Nein
Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum
Für die Einreise nach Guinea ist ein Visum erforderlich, ebenso Impfpass mit Nachweis der Gelbfieberimpfung.

Hinweise für die Einreise von Minderjährigen
Alleinreisende Kinder/Jugendliche sollten eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten in französischer Sprachfassung, die sog. „Autorisation Parentale“ bei sich führen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

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Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Guinea:

Stand 26.02.2016 (Unverändert gültig seit: 26.02.2016)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise (gelöscht)
Medizinische Hinweise

Medizinische Hinweise


Impfschutz

Gelbfieber
Guinea ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Grundsätzlich ist die Impfung für alle Reisenden empfohlen, auch wenn bei direkter Einreise aus Europa keine Impfung vorgeschrieben ist. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist jedoch vorgeschrieben für alle Reisenden, die aus einem Gelbfiebergebiet kommen, ausgenommen sind Kinder unter 1 Jahr (www.who.int). In der Praxis wird bei der Einreisekontrolle jedoch häufig nicht differenziert und der Impfnachweis von allen Einreisenden unabhängig der Herkunft verlangt.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe www.rki.de). Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphterie und Pertussis (Keuchhusten), ggf. Polio, Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, und Meningokokken ACWY, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Guinea. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht immunen Menschen in der Regel tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Es besteht ein hohes ganzjähriges Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) wird empfohlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige
Medikamente/Medikamentenkombinationen (Atovaquon/Proguanil, Mefloquin und off-label Doxycyclin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

• Körper bedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• tagsüber (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria),
• Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• unter einem (imprägnierten) Moskitonetz zu schlafen.

HIV/AIDS
2010 waren in Guinea 1,6 % der 15 - 49-Jährigen HIV-infiziert. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit hunderten bis mehreren tausend Fällen pro Jahr auf. 2012 auch in der Hauptstadt Conakry. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.

Weitere Infektionskrankheiten

Dengue-Fieber
kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. Todesfolge auf. Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in Mückenschutzmassnahmen (s.o.).

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser ist daher grundsätzlich nicht empfohlen

Lassa-Fieber
In Guinea, genauer in Waldguinea, kommen immer wieder Lassa-Fieber-Infektionen vor. Pro Jahr werden ca. 10 Fälle erfasst, wobei von einer höheren Dunkelziffer ausgegangen wird. Der Übertragungsweg auf den Menschen ist der orale oder inhalative Kontakt mit durch Nagerurin (Feldmäuse) kontaminierten Lebensmitteln oder Aerosole. Besonders bei Reisen im Landesinneren unter einfachen Bedingungen ist Vorsicht geboten.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die ärztliche Versorgung in Conakry ist begrenzt. Französisch sprechende Fachärzte der wichtigen Fachrichtungen sind vorhanden, einzelne davon sprechen auch deutsch.

Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den Notfall kommen nur zwei Privatkliniken in Betracht, die auch begrenzt intensivmedizinische Behandlungen gewährleisten können. Eine Privatklinik unterhält auch einen Ambulanzdienst, auf den bei Unfällen im Stadtgebiet zurückgegriffen werden kann.

Das Mitbringen von Medikamenten ist für Personen zu empfehlen, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Guinea haben ein begrenztes Sortiment wichtiger Standardmedikamente häufig europäischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.

Die wenigen Touristen, die nach Guinea kommen, sollten über einen ausreichenden auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.

Lassen Sie sich vor einer Reise nach Guinea durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen (z.B. www.dtg.org oder www.frm-web.de)
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 21.03.2016

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Guinea:

Stand 21.03.2016 (Unverändert gültig seit: 21.03.2016)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise

Am 17.03.2016 meldete die Regierung Guineas das erneute Auftreten von einzelnen Ebola-Infektionsfällen in der Präfektur Nzérékouré (Waldguinea).


Der letzte Infektionsfall in Guinea war zuvor Ende Oktober 2015 registriert worden, seit dem 29.12.2015 galt Guinea für die Weltgesundheitsorganisation WHO als ebolafrei.

Reisenden nach Guinea wird geraten, die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen. Reisenden in die Region Waldguinea wird dringend geraten, die betroffene Sub-Präfektur Koropara zu meiden, sich von sichtbar Kranken fernzuhalten und besondere Vorsicht walten zu lassen. Krankenhaus- und Arztbesuche vor allem in betroffenen Gebieten sind wenn irgend möglich zu vermeiden.

Die Einnahme einer medikamentösen Malariaprophylaxe ist empfohlen.
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 22.03.2016

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Guinea:

Stand 22.03.2016 (Unverändert gültig seit: 22.03.2016)

Letzte Änderungen:
Medizinische Hinweise


Impfschutz
Gelbfieber

Guinea ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist jedoch vorgeschrieben für alle Reisenden, die aus einem Gelbfiebergebiet kommen, ausgenommen sind Kinder unter 1 Jahr (www.who.int). In der Praxis wird bei der Einreisekontrolle jedoch häufig nicht differenziert und der Impfnachweis von allen Einreisenden unabhängig der Herkunft verlangt. Grundsätzlich ist die Impfung für alle Reisenden empfohlen, auch wenn bei direkter Einreise aus Europa keine Impfung vorgeschrieben ist. In den vergangenen Jahren wurden zwischen 10-20 Gelbfieberfälle pro Jahr bestätigt, meist aus dem Grenzgebiet zur Elfenbeinküste.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe www.rki.de).Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis (Keuchhusten), ggf. Polio, Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken ACWY und Typhus empfohlen.

Dengue-Fieber
kommt vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. Todesfolge auf. Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in Mückenschutzmaßnahmen (s.u.).
Malaria

Es besteht ein hohes ganzjähriges Malariarisiko im ganzen Land. Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Guinea. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht immunen Menschen in der Regel tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) wird empfohlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (Atovaquon/Proguanil, Mefloquin und Doxycyclin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:

• Körper bedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• tagsüber (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria),
• Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• unter einem (imprägnierten) Moskitonetz zu schlafen.

Ebola
Ebola ist eine von Mensch zu Mensch übertragbare hochansteckende Viruserkrankung, die häufig zum Tode führt. Von Dezember 2013 bis Oktober 2015 sind in Guinea im ganzen Land mehr als 3800 Ebolafälle (3351 davon bestätigt) mit 2536 Todesfällen (2083 davon bestätigt) aufgetreten. Am 29.12.15 erklärte die WHO Guinea für ebolafrei. Im März 2016 sind erneut Einzelfälle aufgetreten, siehe aktuellen Hinweis.

Nähere Informationen zur Ebolainfektion finden Sie unter www.diplo.de/reisemedizin

HIV/AIDS
2010 waren in Guinea 1,6 % der 15 - 49-Jährigen HIV-infiziert. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit hunderten bis mehreren tausend Fällen pro Jahr auf. 2012 auch in der Hauptstadt Conakry. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion wo angebracht durchführen, Einmalhandtücher verwenden.

Eine Choleraschutzimpfung steht zur Verfügung. Bei größeren Epidemien oder besonderer beruflicher Exposition kann diese Impfung vor Ausreise sinnvoll sein.

Weitere Infektionskrankheiten

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser ist daher grundsätzlich nicht empfohlen

Lassa-Fieber
In Waldguinea, kommen immer wieder Lassa-Fieber-Infektionen vor. Pro Jahr werden ca. 10 Fälle erfasst, wobei von einer höheren Dunkelziffer ausgegangen wird. Der Übertragungsweg auf den Menschen ist der orale oder inhalative Kontakt mit durch Nagerurin (Feldmäuse) kontaminierten Lebensmitteln oder Aerosole. Besonders bei Reisen im Landesinneren unter einfachen Bedingungen ist Vorsicht geboten. Siehe auch Merkblatt des Gesundheitsdienstes dazu.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die ärztliche Versorgung in Conakry ist begrenzt. Französisch sprechende Fachärzte der wichtigen Fachrichtungen sind vorhanden, einzelne davon sprechen auch deutsch.

Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den Notfall kommen nur zwei Privatkliniken in Betracht, die auch begrenzt intensivmedizinische Behandlungen gewährleisten können. Eine Privatklinik unterhält auch einen Ambulanzdienst, auf den bei Unfällen im Stadtgebiet zurückgegriffen werden kann.

Das Mitbringen von Medikamenten ist für Personen zu empfehlen, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Die Apotheken in Guinea haben ein begrenztes Sortiment wichtiger Standardmedikamente häufig europäischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.

Touristen und sonstige Reisende, sollten über einen ausreichenden auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.

Lassen Sie sich vor einer Reise nach Guinea durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen (z.B. www.dtg.org oder www.frm-web.de)
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Guinea 29.03.2016

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Guinea:
Stand 29.03.2016
(Unverändert gültig seit: 29.03.2016)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Am 17.03.2016 meldete die Regierung Guineas das erneute Auftreten von einzelnen Ebola-Infektionsfällen in der Präfektur Nzérékouré (Waldguinea).
Der letzte Infektionsfall in Guinea war zuvor Ende Oktober 2015 registriert worden, seit dem 29.12.2015 galt Guinea für die Weltgesundheitsorganisation WHO als ebolafrei.
Reisenden nach Guinea wird geraten, die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen. Bei Reisen in die Region Waldguinea wird dringend geraten, die betroffene Sub-Präfekturen Koropara und Kouankan zu meiden, sich von sichtbar Kranken fernzuhalten und besondere Vorsicht walten zu lassen. Krankenhaus- und Arztbesuche vor allem in betroffenen Gebieten sind, wenn irgend möglich, zu vermeiden. Die Einnahme einer medikamentösen Malariaprophylaxe ist empfohlen.
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
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