Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 06.06.2025

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 20.11.2015

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Liberia:
Stand 20.11.2015
(Unverändert gültig seit: 20.11.2015)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise


Aktueller Hinweis[
Nachdem Liberia am 03. September 2015 für ebolafrei erklärt worden war, ist am 20. November 2015 eine Ebolainfektion bei einem Jungen in Paynesville, einem Stadtteil der Hauptstadt Monrovia, bestätigt worden. Es ist nicht auszuschließen, dass es zu weiteren Infektionen kommt.
Reisenden wird deshalb dringend geraten, die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen, sich von sichtbar Kranken fernzuhalten und bei Reisen ins Landesinnere besondere Vorsicht walten zu lassen.
Weitere Informationen zur Ebolainfektion sind unter www.diplo.de/reisemedizin eingestellt.
Die Symptome einer Malaria gleichen denen der Ebolainfektion. Ein Patient mit einer fieberhaften Erkrankung muss damit rechnen, isoliert zu werden. Eine wirksame Behandlung kann sich dadurch verzögern. Die Durchführung einer medikamentösen Malariaprophylaxe ist deshalb sinnvoll.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 26.11.2015

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Liberia:
Stand 26.11.2015
(Unverändert gültig seit: 26.11.2015)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise


Aktueller Hinweis[
Nachdem Liberia am 03. September 2015 für ebolafrei erklärt worden war, sind am 19. November 2015 mehrere Fälle von Ebolainfektionen, ausgehend von einem Jungen in Paynesville, einem Stadtteil der Hauptstadt Monrovia, bestätigt worden. Mehr als 150 Kontaktpersonen müssen beobachtet werden. Es ist nicht auszuschließen, dass es zu weiteren Infektionen kommt.
Reisenden wird deshalb dringend geraten, die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen, sich von sichtbar Kranken fernzuhalten und bei Reisen ins Landesinnere besondere Vorsicht walten zu lassen.
Weitere Informationen zur Ebolainfektion sind unter www.diplo.de/reisemedizin eingestellt.
Die Symptome einer Malaria gleichen denen der Ebolainfektion. Ein Patient mit einer fieberhaften Erkrankung muss damit rechnen, isoliert zu werden. Eine wirksame Behandlung kann sich dadurch verzögern. Die Durchführung einer medikamentösen Malariaprophylaxe ist deshalb sinnvoll.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 15.02.2016

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Liberia:

Stand 15.02.2016 (Unverändert gültig seit: 15.02.2016)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Medizinische Hinweise

Aktuelle Hinweise

Am 14.01.2016 wurde Liberia von der Weltgesundheitsorganisation WHO als ebolafrei erklärt. Der letzte Infektionsfall war im November 2015 gemeldet worden.

Da Neuerkrankungen allerdings nicht ausgeschlossen werden können, wird Reisenden dringend geraten, die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen, sich von sichtbar Kranken fernzuhalten und bei Reisen besondere Vorsicht walten zu lassen.
Weitere Informationen zur Ebolainfektion sind unter www.diplo.de/reisemedizin eingestellt.

Die Symptome einer Malaria gleichen denen der Ebolainfektion. Ein Patient mit einer fieberhaften Erkrankung muss damit rechnen, isoliert zu werden. Eine wirksame Behandlung kann sich dadurch verzögern. Die Durchführung einer medikamentösen Malariaprophylaxe ist deshalb sinnvoll.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Reisepass: Ja
Vorläufiger Reisepass: Nicht bekannt
Personalausweis: Nicht bekannt
Vorläufiger Personalausweis: Nicht bekannt
Kinderreisepass: Nicht bekannt

Anmerkungen:
Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum
Reisende benötigen ein gültiges Visum zur Einreise, ausgestellt von der der zuständigen liberianischen Auslandsvertretung.
Eine Gelbfieberimpfung ist nachzuweisen, Näheres finden Sie in den „Medizinischen Hinweisen“.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den noch im Aufbau befindlichen Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Medizinische Hinweise

Impfschutz
Liberia ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine Impfung innerhalb der letzten zehn Jahre gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr – siehe auch www.who.int.
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis, ggf. Polio, Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Gelbfieber (s. o.), Hepatitis A und Hirnhautentzündung durch Meningokokken (ACWY), bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Cholera empfohlen.

Gelbfieber
Jährlich werden einzelne Gelbfieberfälle, in Abständen auch regionale Ausbrüche gemeldet. Übertragung erfolgt durch Mückenstich.

Malaria
Hinsichtlich Häufigkeit und Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Liberia. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (fast 100 % der Fälle in Liberia!) bei nicht-immunen Europäern in der Regel tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Es besteht ein hohes, ganzjähriges Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige Medikamente/Medikamentenkombinationen (Atovaquon/Proguanil, Mefloquin und Doxycyclin,) in lokalen Apotheken nur z. T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der Infektionsrisiken durch Stechmücken wird allen Reisenden empfohlen,

• Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• unter einem Moskitonetz zu schlafen

HIV / AIDS
Nach WHO Schätzungen sind ca. 5% der Bevölkerung mit HIV infiziert und es gibt ca. 2.000 Todesfälle durch AIDS pro Jahr. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder vor allem im urbanen Großraum Monrovia auf. In den letzten Jahren jedoch seltener. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders auch Cholera vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.

Weitere Infektionskrankheiten

Dengue-Fieber
Dengue wird durch tagaktive Mücke übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen kommt es insbesondere bei Kindern zu Blutungen (Dengue-Hämorhagisches-Fieber = DHF) mit zum Teil schwerwiegenden Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge. Bei Reisenden tritt DHF extrem selten auf. Bisher werden wenige Fälle aus Liberia gemeldet, was vermutlich auf die nichtvorhandenen diagnostischen Mittel zurückzuführen ist.

Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen, z.B. lange, bedeckende Kleidung und Auftragen von Repellentien auf unbedeckte Hautpartien.

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.

Lassa-Fieber
Liberia ist eines der wenigen Länder, in denen das Lassa-Fieber immer wieder vorkommt, vor allem im Westen des Landes. Der Übertragungsweg auf den Menschen ist der orale oder inhalative Kontakt mit durch Rattenurin kontaminierten Lebensmitteln oder Aerosole. Häufiger noch sind Infektionen bei Angehörigen und dem Pflegepersonal durch direkten Kontakt mit dem Infizierten. Besonders bei Reisen im Landesinneren unter einfachen Bedingungen ist Vorsicht geboten.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Die ärztliche Versorgung auch in Monrovia ist aufgrund des Mangels an Fachärzten begrenzt. Zugang zu den UN-Kliniken hat grundsätzlich nur UN-Personal. Aspenmedical Liberia (Mitgliedschaft erforderlich, auch für kurzen Zeitraum möglich) bietet eine gute Notfallversorgung in Monrovia und Zugang zur Evakuierung auf dem Land- und Luftweg innerhalb Westafrikas.

Notfalloperationen können in einigen Krankenhäusern durchgeführt werden (z. B. Firestone Hospital, Hope for Women Hospital, St. Joseph’s Catholic Hospital, John F. Kennedy Memorial Hospital – ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Gewähr).

Das Mitbringen von Medikamenten für eine gut ausgestattete Hausapotheke ist erforderlich, insbesondere für Personen, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Es gibt in Monrovia nur wenige Apotheken, die akzeptabel sind. Sie führen ein sehr begrenztes Sortiment wichtiger Standardmedikamente u. a. europäischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.

Reisende, die nach Liberia kommen, sollten über einen ausreichenden auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Liberia durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe auch www.dtg.org oder www.frm-web.de
Auswärtige Amt
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 19.02.2016

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Liberia:

Stand 19.02.2016 (Unverändert gültig seit: 19.02.2016)

Letzte Änderung:
Medizinische Hinweise


Impfschutz

Gelbfieber
Liberia ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine Impfung innerhalb der letzten zehn Jahre gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr – siehe auch http://www.who.int.
Jährlich werden einzelne Gelbfieberfälle, in Abständen auch regionale Ausbrüche gemeldet. Die Übertragung erfolgt durch tagaktive Mücken.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes http://www.rki.de für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis, ggf. Polio, Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Meningokokken-Krankheit empfohlen.

Dengue-Fieber
Dengue wird durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen kommt es insbesondere bei Kindern zu Blutungen (Dengue-Hämorhagisches-Fieber = DHF) mit zum Teil schwerwiegenden Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge. Bei Reisenden tritt DHF extrem selten auf. Bisher werden wenige Fälle aus Liberia gemeldet, was vermutlich auf die nichtvorhandenen diagnostischen Mittel zurückzuführen ist.

Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s.u.)

Malaria
Hinsichtlich Häufigkeit und Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Liberia. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (fast 100 % der Fälle in Liberia!) bei nicht-immunen Europäern in der Regel tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Es besteht ein hohes, ganzjähriges Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige Medikamente/Medikamentenkombinationen (Atovaquon/Proguanil, Mefloquin und Doxycyclin) erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,

• Körper bedeckende (ggf. imprägnierte) Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue) und in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen

HIV/AIDS
Nach WHO Schätzungen sind ca. 5% der Bevölkerung mit HIV infiziert und es gibt ca. 2.000 Todesfälle durch AIDS pro Jahr. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder vor allem im urbanen Großraum Monrovia auf. In den letzten Jahren jedoch seltener. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden. . Bei relevanter Exposition (z. B.: Arb eit in Krankenhäusern, Flüchtlingslagern, u. a.) wird eine Cholera-Schluckimpfung empfohlen. Nähere Informationen zur Erkrankung, Übertragung und Vorbeugung der Cholera finden sich im entsprechenden Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts: http://www.auswaertiges-amt.de/cae/serv ... kblatt.pdf

Weitere Infektionskrankheiten

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.

Lassa-Fieber
Liberia ist eines der wenigen Länder, in denen das Lassa-Fieber immer wieder vorkommt, vor allem im Westen des Landes. Der Übertragungsweg auf den Menschen ist der orale oder inhalative Kontakt mit durch Rattenurin kontaminierten Lebensmitteln oder Aerosole. Häufiger noch sind Infektionen bei Angehörigen und dem Pflegepersonal durch direkten Kontakt mit dem Infizierten. Besonders bei Reisen im Landesinneren unter einfachen Bedingungen ist Vorsicht geboten.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Die ärztliche Versorgung auch in Monrovia ist aufgrund des Mangels an Fachärzten begrenzt. Zugang zu den UN-Kliniken hat grundsätzlich nur UN-Personal. Aspenmedical Liberia (Mitgliedschaft erforderlich, auch für kurzen Zeitraum möglich) bietet eine gute Notfallversorgung in Monrovia und Zugang zur Evakuierung auf dem Land- und Luftweg innerhalb Westafrikas.

Notfalloperationen können in einigen Krankenhäusern durchgeführt werden (z. B. Firestone Hospital, Hope for Women Hospital, St. Joseph’s Catholic Hospital, John F. Kennedy Memorial Hospital – ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Gewähr).

Das Mitbringen von Medikamenten für eine gut ausgestattete Hausapotheke ist erforderlich, insbesondere für Personen, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Es gibt in Monrovia nur wenige Apotheken, die akzeptabel sind. Sie führen ein sehr begrenztes Sortiment wichtiger Standardmedikamente u. a. europäischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.

Reisende, die nach Liberia kommen, sollten über einen ausreichenden auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.

Lassen Sie sich vor einer Reise nach Liberia durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe auch http://www.dtg.org oder http://www.frm-web.de
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 22.03.2016

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Liberia:
Stand 22.03.2016
(Unverändert gültig seit: 22.03.2016)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Nach der Bestätigung zweier neuer Ebola-Fälle am 17.03.2016 in Koropara, Guinea, Subpräfektur von Nzerekore, welche direkt an Liberia angrenzt, hat die liberianische Regierung am 19.03.2016 die offiziellen Grenzübergänge nach Guinea bis auf Weiteres geschlossen.
Liberia war im Januar von der WHO als ebolafrei erklärt worden. Da Neuerkrankungen auch in Liberia nicht ausgeschlossen werden können, wird Reisenden dringend geraten, die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen, sich von sichtbar Kranken fernzuhalten und bei Reisen besondere Vorsicht walten zu lassen.
Weitere Informationen zur Ebolainfektion sind unter www.diplo.de/reisemedizin eingestellt.
Die Symptome einer Malaria gleichen denen der Ebolainfektion. Ein Patient mit einer fieberhaften Erkrankung muss damit rechnen, isoliert zu werden. Eine wirksame Behandlung kann sich dadurch verzögern. Die Durchführung einer medikamentösen Malariaprophylaxe ist deshalb sinnvoll.
Auswärtiges Amt

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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 29.03.2016

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Liberia:
Stand 29.03.2016
(Unverändert gültig seit: 29.03.2016)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Nach der Bestätigung neuer Ebola-Fälle am 17.03.2016 in Koropara, Guinea, Subpräfektur von Nzerekore, welche direkt an Liberia angrenzt, hatte die liberianische Regierung am 19.03.2016 die offiziellen Grenzübergänge nach Guinea zwischenzeitlich geschlossen. Die Grenzübergänge sind wieder geöffnet, es finden Ebola-Kontrollen statt (Fiebermessen und Fragebögen für alle Reisenden).
Liberia ist im Januar von der WHO als ebolafrei erklärt worden. Da Neuerkrankungen auch in Liberia nicht ausgeschlossen werden können, wird Reisenden dringend geraten, die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen, sich von sichtbar Kranken fernzuhalten und bei Reisen besondere Vorsicht walten zu lassen.
Weitere Informationen zur Ebolainfektion sind unter www.diplo.de/reisemedizin eingestellt.
Weitere Informationen zur Ebolainfektion sind unter www.diplo.de/reisemedizin eingestellt.
Die Symptome einer Malaria gleichen denen der Ebolainfektion. Ein Patient mit einer fieberhaften Erkrankung muss damit rechnen, isoliert zu werden. Eine wirksame Behandlung kann sich dadurch verzögern. Die Durchführung einer medikamentösen Malariaprophylaxe ist deshalb sinnvoll.
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 05.04.2016

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Liberia:

Stand 05.04.2016 (Unverändert gültig seit: 05.04.2016)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise
Medizinische Hinweise

Aktuelle Hinweise

Am 1. April 2016 wurden die Ebolainfektion und der Tod einer jungen Frau, die aus Guinea eingereist war und sich außerhalb Monrovias aufgehalten hatte, bekanntgegeben. Zwischenzeitlich ist auch ein Kind erkrankt. Kontaktpersonen werden nachverfolgt.

Reisenden nach Liberia wird geraten, die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen und sich von sichtbar Kranken fernzuhalten. Arzt- und Krankenhausbesuche in betroffenen Gebieten sind wenn irgend möglich zu vermeiden. Die Einnahme einer medikamentösen Malariaprophylaxe wird empfohlen

Weitere Informationen zur Ebolainfektion sind unter http://www.diplo.de/reisemedizin eingestellt.

Medizinische Hinweise

Impfschutz
Gelbfieber
Liberia ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine Impfung innerhalb der letzten zehn Jahre gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr – siehe auch http://www.who.int.
Jährlich werden einzelne Gelbfieberfälle, in Abständen auch regionale Ausbrüche, gemeldet. Die Übertragung erfolgt durch tagaktive Mücken.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes http://www.rki.de für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis, ggf. Polio, Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Meningokokken-Krankheit empfohlen.
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 23.05.2016

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Liberia:

Stand 23.05.2016 (Unverändert gültig seit: 23.05.2016)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise
Medizinische Hinweise

Aktuelle Hinweise


In Liberia sind derzeit keine Ebolainfektionen bekannt.

Grundsätzlich ist ein erneutes Auftreten von Ebolainfektionen in Westafrika nicht auszuschließen. Es wird deshalb dazu geraten, die Nachrichtenlage zu verfolgen, allgemeine Hygienemaßnahmen einzuhalten und sich von sichtbar Kranken fernzuhalten.

Ein Merkblatt zu Ebola finden Sie unter www.diplo.de/reisemedizin.

Weitere Informationen zur Ebolainfektion sind unter www.diplo.de/reisemedizin eingestellt.

Medizinische Hinweise

Impfschutz
Liberia ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine Impfung innerhalb der letzten zehn Jahre gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr – siehe auch www.who.int.

Jährlich werden einzelne Gelbfieberfälle, in Abständen auch regionale Ausbrüche, gemeldet. Die Übertragung erfolgt durch tagaktive Mücken.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.

Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis, ggf. Polio, Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Meningokokken-Krankheit empfohlen.

Dengue-Fieber
Dengue wird landesweit durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen kommt es insbesondere bei Kindern zu Blutungen (Dengue-Hämorhagisches-Fieber = DHF) mit zum Teil schwerwiegenden Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge. Bei Reisenden tritt DHF extrem selten auf. Bisher werden wenige Fälle aus Liberia gemeldet, was vermutlich auf die nichtvorhandenen diagnostischen Mittel zurückzuführen ist.

Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s.u.)

Malaria
Hinsichtlich Häufigkeit und Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Liberia. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (fast 100 % der Fälle in Liberia!) bei nicht-immunen Europäern in der Regel tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Es besteht ein hohes, ganzjähriges Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige Medikamente/Medikamentenkombinationen (Atovaquon/Proguanil, Mefloquin und Doxycyclin) erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,

• Körper bedeckende (ggf. imprägnierte) Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue) und in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen

HIV/AIDS
Die Prävalenz von HIV in der Altersgruppe der 15 bis 49 jährigen beträgt etwa 1,5% (UNAIDS 2014). Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder vor allem im urbanen Großraum Monrovia auf, in den letzten Jahren jedoch seltener. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden. Bei relevanter Exposition (z. B.: Arbe it in Krankenhäusern, Flüchtlingslagern, u. a.) wird eine Cholera-Schluckimpfung empfohlen. Nähere Informationen zur Erkrankung, Übertragung und Vorbeugung der Cholera finden sich im entsprechenden Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts: http://www.auswaertiges-amt.de/cae/serv ... kblatt.pdf

Weitere Infektionskrankheiten

Ebola
Ebola ist eine von Mensch zu Mensch übertragbare hochansteckende Viruserkrankung, die häufig zum Tode führt.
Von März 2014 bis April 2016 sind in Liberia im ganzen Land mehr als 10.600 Ebola(verdachts)fälle aufgetreten (hohe Dunkelziffer). Nähere Informationen zur Ebolainfektion finden Sie unter www.diplo.de/reisemedizin

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.

Lassa-Fieber
Liberia ist eines der wenigen Länder, in denen das Lassa-Fieber immer wieder vorkommt, vor allem im Westen des Landes. Der Übertragungsweg auf den Menschen ist der orale oder inhalative Kontakt mit durch Rattenurin kontaminierten Lebensmitteln oder Aerosole. Häufiger noch sind Infektionen bei Angehörigen und dem Pflegepersonal durch direkten Kontakt mit dem Infizierten. Besonders bei Reisen im Landesinneren unter einfachen Bedingungen ist Vorsicht geboten. Nähere Informationen zur Erkrankung, Übertragung und Vorbeugung des Lassa-Fiebers finden sich im entsprechenden Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts: http://www.auswaertiges-amt.de/cae/serv ... ssaFieberM erkblatt.pdf

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Die ärztliche Versorgung auch in Monrovia ist aufgrund des Mangels an Fachärzten begrenzt. Zugang zu den UN-Kliniken hat grundsätzlich nur UN-Personal. Aspenmedical Liberia (Mitgliedschaft erforderlich, auch für kurzen Zeitraum möglich) bietet eine gute Notfallversorgung in Monrovia und Zugang zur Evakuierung auf dem Land- und Luftweg innerhalb Westafrikas.

Notfalloperationen können in einigen Krankenhäusern durchgeführt werden (z. B. Firestone Hospital, Hope for Women Hospital, St. Joseph’s Catholic Hospital, John F. Kennedy Memorial Hospital – ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Gewähr).

Das Mitbringen von Medikamenten für eine gut ausgestattete Hausapotheke ist erforderlich, insbesondere für Personen, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Nur wenige Apotheken führen ein sehr begrenztes Sortiment wichtiger Standardmedikamente u. a. europäischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.

Reisende, die nach Liberia kommen, sollten über einen ausreichenden auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.

Lassen Sie sich vor einer Reise nach Liberia durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben, siehe auch www.dtg.org oder www.frm-web.de
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 20.03.2017

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Liberia:
Stand 20.03.2017
(Unverändert gültig seit: 20.03.2017)

Letzte Änderungen:
- Landesspezifische Sicherheitshinweise
- Medizinische Hinweise


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Auch zehn Jahre nach Ende des Bürgerkriegs ist die Sicherheitslage in Liberia vor allem dank der VN-Friedenstruppe UNMIL zwar unter Kontrolle, aber weiterhin fragil. Die Anwesenheit von immer noch mehr als 50.000 ivorischen Flüchtlingen in der Grenzregion stellt auch weiterhin eine starke humanitäre Belastung und ein potentielles zusätzliches Sicherheitsrisiko dar. Bei Reisen nach Liberia wird daher generell zur Vorsicht geraten.
Reisen über Land, Infrastruktur
Individuelle Reisen ins Landesinnere sollten bei der Deutschen Botschaft in Monrovia angezeigt bzw. mit dieser abgestimmt werden.
In der Regenzeit (ca. Mitte Mai – Mitte November) sind nicht alle Straßen im Landesinneren immer passierbar. Das betrifft insbesondere die nicht asphaltierten Straßen.
Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Medizinische Hinweise
Aktuelle medizinische Hinweise
In Liberia sind derzeit keine Ebolainfektionen bekannt. Von März 2014 bis Mai 2016 sind in Liberia im ganzen Land mehr als 10.600 Ebola(verdachts)fälle aufgetreten (hohe Dunkelziffer). Grundsätzlich ist ein erneutes Auftreten von Ebolainfektionen in Westafrika nicht auszuschließen. Es wird deshalb dazu geraten, die Nachrichtenlage zu verfolgen, allgemeine Hygienemaßnahmen einzuhalten und sich von sichtbar Kranken fernzuhalten. Ebola ist eine von Mensch zu Mensch übertragbare hochansteckende Viruserkrankung, die häufig zum Tode führt. Ein Merkblatt zu Ebola finden Sie unter www.diplo.de/reisemedizin.
Impfschutz
Liberia ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr – siehe auch www.who.int/ith/countries/en/index.html. Es ist nicht auszuschließen, dass abweichend von der WHO-Vorgabe bei Einreise ein Gelbfiebernachweis verlangt wird, der nicht älter als 10 Jahre ist. Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis, Mumps, Masern, Röteln, ggf. gegen Polio, Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Impfungen gegen Hepatitis B, Meningokokken ACWY, Tollwut und Typhus empfohlen.

Dengue-Fieber
Dengue wird landesweit durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen kommt es insbesondere bei Kindern zu Blutungen (Dengue-Hämorhagisches-Fieber = DHF) mit zum Teil schwerwiegenden Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge. Bei Reisenden tritt DHF extrem selten auf. Bisher werden wenige Fälle aus Liberia gemeldet, was vermutlich auf die nichtvorhandenen diagnostischen Mittel zurückzuführen ist.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s.u.)
Malaria
Hinsichtlich Häufigkeit und Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Liberia. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (fast 100 % der Fälle in Liberia!) bei nicht-immunen Europäern in der Regel tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes, ganzjähriges Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige Medikamente/Medikamentenkombinationen (Atovaquon/Proguanil, Mefloquin und Doxycyclin) erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
  • Körper bedeckende (ggf. imprägnierte) Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig (Dengue) und in den Abendstunden und nachts (Malaria) bei Aufenthalt im Freien Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
  • unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
Die Prävalenz von HIV in der Altersgruppe der 15 bis 49 jährigen beträgt etwa 1,5% (UNAIDS 2014). Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder vor allem im urbanen Großraum Monrovia auf, in den letzten Jahren jedoch seltener. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden. Bei relevanter Exposition (z. B.: Arbeit in Krankenhäusern, Flüchtlingslagern, u. a.) wird eine Cholera-Schluckimpfung empfohlen. Nähere Informationen zur Erkrankung, Übertragung und Vorbeugung der Cholera finden sich im entsprechenden Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts: http://www.auswaertiges-amt.de/cae/serv ... kblatt.pdf
Weitere Infektionskrankheiten

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Lassa-Fieber
Liberia ist eines der wenigen Länder, in denen das Lassa-Fieber immer wieder vorkommt, vor allem im Westen des Landes. Auch im Februar 2016 wurden mehrere Fälle von Lassa-Fieber in Nimby County gemeldet. Der Übertragungsweg auf den Menschen ist der orale oder inhalative Kontakt mit durch Rattenurin kontaminierten Lebensmitteln oder Aerosole. Häufiger noch sind Infektionen bei Angehörigen und dem Pflegepersonal durch direkten Kontakt mit dem Infizierten. Besonders bei Reisen im Landesinneren unter einfachen Bedingungen ist Vorsicht geboten. Nähere Informationen zur Erkrankung, Übertragung und Vorbeugung des Lassa-Fiebers finden sich im entsprechenden Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts: http://www.auswae rtiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/730628/publicationFile/214985/LassaFieberMerkblatt.pdf
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Die ärztliche Versorgung auch in Monrovia ist aufgrund des Mangels an Fachärzten begrenzt. Aspenmedical Liberia (Mitgliedschaft erforderlich, auch für kurzen Zeitraum möglich) bietet eine gute Notfallversorgung in Monrovia und Zugang zur Evakuierung auf dem Land- und Luftweg innerhalb Westafrikas.
Notfalloperationen können in einigen Krankenhäusern durchgeführt werden (z. B. Firestone Hospital, Hope for Women Hospital, St. Joseph’s Catholic Hospital, John F. Kennedy Memorial Hospital – ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Gewähr).
Das Mitbringen von Medikamenten für eine gut ausgestattete Hausapotheke ist erforderlich, insbesondere für Personen, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Nur wenige Apotheken führen ein sehr begrenztes Sortiment wichtiger Standardmedikamente u. a. europäischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Reisende, die nach Liberia kommen, sollten über einen ausreichenden auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Liberia durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben, siehe auch www.dtg.org oder www.frm-web.de
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 29.03.2017

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Liberia:

Stand 29.03.2017 (Unverändert gültig seit: 29.03.2017)

Letzte Änderungen:
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Allgemeine Reiseinformationen
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Besondere Zollvorschriften
Medizinische Hinweise


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Bei Reisen nach Liberia wird weiter generell zu Um- und Vorsicht geraten. Auch 14 Jahre nach Ende des Bürgerkriegs und seit dem Übergang der Sicherheitsverantwortung an die nationalen Behörden im Juli 2016 ist die Sicherheitslage in Liberia zwar unter Kontrolle, aber weiterhin fragil. Die VN Friedenstruppe UNMIL ist noch bis Ende März 2018, wenn auch ressourcenmäßig weiter reduziert und primär als Unterstützer für einen evtl. Krisenfall vor Ort. Die Anwesenheit von immer noch mehr als 18.000 ivorischen Flüchtlingen in der Grenzregion stellt auch weiterhin eine starke humanitäre Belastung und ein potentielles zusätzliches Sicherheitsrisiko dar.

Reisen über Land, Infrastruktur
In der Regenzeit (ca. Mitte Mai – Mitte November) sind nicht alle Straßen im Landesinneren immer passierbar. Das betrifft insbesondere die nicht asphaltierten Straßen.

Von nächtlichen Überlandfahrten sollte Abstand genommen werden.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen
Die Deutsche Botschaft in Monrovia kann außer reiner Nothilfe keine Rechts- und Konsularaufgaben wahrnehmen. Visaanträge zur Einreise nach Deutschland sowie sämtliche Fragen zu sonstigen Rechts- und Konsularangelegenheiten sind direkt an die Deutsche Botschaft in Accra/Ghana zu richten.

Vom Schwimmen im offenen Meer (Atlantik) wird aufgrund starker ablandiger Strömungen (rip currents) dringend abgeraten.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
Reisepass: Ja
Vorläufiger Reisepass: nein
Personalausweis: nein
Vorläufiger Personalausweis: nein
Kinderreisepass: nein

Anmerkungen:
Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Visum
Reisende benötigen ein gültiges Visum zur Einreise, ausgestellt von der der zuständigen liberianischen Auslandsvertretung.
Eine Gelbfieberimpfung ist nachzuweisen, Näheres finden Sie in den „Medizinischen Hinweisen“.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den noch im Aufbau befindlichen Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Die Einfuhr von Waffen ist verboten.
Die Einfuhr von mehr als US-$ 10.000,- (oder Gegenwert in anderen Währungen) ist im Zollformular zu deklarieren.
Die Zollvorschriften können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt davon zeitnah erfährt.
Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls einsehen oder telefonisch erfragen.

Medizinische Hinweise
Aktuelle medizinische Hinweise

In Liberia sind derzeit keine Ebolainfektionen bekannt. Von März 2014 bis Mai 2016 sind in Liberia im ganzen Land mehr als 10.600 Ebola(verdachts)fälle aufgetreten (hohe Dunkelziffer). Grundsätzlich ist ein erneutes Auftreten von Ebolainfektionen in Westafrika nicht auszuschließen. Es wird deshalb dazu geraten, die Nachrichtenlage zu verfolgen, allgemeine Hygienemaßnahmen einzuhalten und sich von sichtbar Kranken fernzuhalten. Ebola ist eine von Mensch zu Mensch übertragbare hochansteckende Viruserkrankung, die häufig zum Tode führt. Ein Merkblatt zu Ebola finden Sie unter www.diplo.de/reisemedizin.

Impfschutz
Liberia ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr – siehe auch www.who.int/ith/countries/en/index.html. Es ist nicht auszuschließen, dass abweichend von der WHO-Vorgabe bei Einreise ein Gelbfiebernachweis verlangt wird, der nicht älter als 10 Jahre ist. Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis, Mumps, Masern, Röteln, ggf. gegen Polio, Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Impfungen gegen Hepatitis B, Meningokokken ACWY, Tollwut und Typhus empfohlen.

Dengue-Fieber
Dengue wird landesweit durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen kommt es insbesondere bei Kindern zu Blutungen (Dengue-Hämorhagisches-Fieber = DHF) mit zum Teil schwerwiegenden Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge. Bei Reisenden tritt DHF extrem selten auf. Bisher werden wenige Fälle aus Liberia gemeldet, was vermutlich auf die nichtvorhandenen diagnostischen Mittel zurückzuführen ist.

Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s.u.)

Malaria
Hinsichtlich Häufigkeit und Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Liberia. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (fast 100 % der Fälle in Liberia!) bei nicht-immunen Europäern in der Regel tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Es besteht ein hohes, ganzjähriges Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige Medikamente/Medikamentenkombinationen (Atovaquon/Proguanil, Mefloquin und Doxycyclin) erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,

• Körper bedeckende (ggf. imprägnierte) Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue) und in den Abendstunden und nachts (Malaria) bei Aufenthalt im Freien Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen

HIV/AIDS
Die Prävalenz von HIV in der Altersgruppe der 15 bis 49 jährigen beträgt etwa 1,5% (UNAIDS 2014). Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder vor allem im urbanen Großraum Monrovia auf,in den letzten Jahren jedoch seltener. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden. Bei relevanter Exposition (z. B.: Arbeit in Kr ankenhäusern, Flüchtlingslagern, u. a.) wird eine Cholera-Schluckimpfung empfohlen. Nähere Informationen zur Erkrankung, Übertragung und Vorbeugung der Cholera finden sich im entsprechenden Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts.

Weitere Infektionskrankheiten

Ebola
Ebola ist eine von Mensch zu Mensch übertragbare hochansteckende Viruserkrankung, die häufig zum Tode führt.Von März 2014 bis Mai 2016 sind in Liberia im ganzen Land mehr als 10.600 Ebola(verdachts)fälle aufgetreten (hohe Dunkelziffer). Nähere Informationen zur Ebolainfektion finden Sie unter www.diplo.de/reisemedizin.

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.

Lassa-Fieber
Liberia ist eines der wenigen Länder, in denen das Lassa-Fieber immer wieder vorkommt, vor allem im Westen des Landes. Auch im Februar 2016 wurden mehrere Fälle von Lassa-Fieber in Nimby County gemeldet. Der Übertragungsweg auf den Menschen ist der orale oder inhalative Kontakt mit durch Rattenurin kontaminierten Lebensmitteln oder Aerosole. Häufiger noch sind Infektionen bei Angehörigen und dem Pflegepersonal durch direkten Kontakt mit dem Infizierten. Besonders bei Reisen im Landesinneren unter einfachen Bedingungen ist Vorsicht geboten. Nähere Informationen zur Erkrankung, Übertragung und Vorbeugung des Lassa-Fiebers finden sich im entsprechenden Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Die ärztliche Versorgung auch in Monrovia ist aufgrund des Mangels an Fachärzten begrenzt. Aspenmedical Liberia (Mitgliedschaft erforderlich, auch für kurzen Zeitraum möglich) bietet eine gute Notfallversorgung in Monrovia und Zugang zur Evakuierung auf dem Land- und Luftweg innerhalb Westafrikas.

Notfalloperationen können in einigen Krankenhäusern durchgeführt werden (z. B. Firestone Hospital, Hope for Women Hospital, St. Joseph’s Catholic Hospital, John F. Kennedy Memorial Hospital – ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Gewähr).

Das Mitbringen von Medikamenten für eine gut ausgestattete Hausapotheke ist erforderlich, insbesondere für Personen, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Nur wenige Apotheken führen ein sehr begrenztes Sortiment wichtiger Standardmedikamente u. a. europäischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Reisende, die nach Liberia kommen, sollten über einen ausreichenden auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.

Lassen Sie sich vor einer Reise nach Liberia durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben, siehe auch www.dtg.org oder www.frm-web.de
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 13.03.2018

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Liberia:
Stand 13.03.2018
(Unverändert gültig seit: 13.03.2018)

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise (Entfall)
- Medizinische Hinweise


Medizinische Hinweise
Aktuelle medizinische Hinweise
Lassa-Fieber
Seit März 2018 werden Fälle von Lassafieber in Liberia gemeldet.
Dieses hämorrhagische (Blutungen verursachende) Fieber kommt in Westafrika endemisch vor, mit immer wiederkehrenden, bisher lokal begrenzten Ausbrüchen. Betroffen ist meist die Landbevölkerung. Die Virusinfektion erfolgt durch den Kontakt mit Ausscheidungen von infizierten Nagetieren (einer bestimmten Spezies von Feldratten) in Form von hauptsächlich zerstäubten, aber auch zum Teil bereits eingetrockneten Rattenurin im Bereich der Rattenbiotope über die verletzte Haut und die intakte Schleimhaut. Auch eine Aufnahme als Aerosol über die Atemwege ist möglich. Eine Ansteckung kann auch über die Nahrungszubereitung (die Ratte wird lokal gegessen) oder durch kontaminierte Nahrungsmittel erfolgen. Die Inkubationszeit beläuft sich auf etwa 3 Wochen.
Erkrankte Personen sind über alle Körperflüssigkeiten (Rachensekret, Speichel, Urin, Blut, Sperma) infektiös. Bei engem Krankenkontakt ist eine Ansteckung auch auf aerogenem Wege möglich, weshalb Erkrankte in Spezialeinheiten von Krankenhäusern isoliert werden sollen. Infizierte mit einer hohen Viruslast im Blut, wie es bei Schwangeren beobachtet wird, sind über ihre Körperflüssigkeiten besonders infektiös.
Der größte Teil der Infektionen verläuft jedoch ohne klinische Symptome (asymptomatisch) oder ähnlich einer Halsentzündung. Eine Behandlung kann in der frühen Phase der Erkrankung mit speziellen antiviralen, lokal aber meist nicht verfügbaren Medikamenten erfolgen (Ribavirin). Eine Impfung existiert nicht.
Vorsicht ist somit bei Reisen unter einfachen Bedingungen in den Ausbruchsgebieten geboten. Es sollte insbesondere der Kontakt zu medizinischen Einrichtungen gemieden und eine effiziente Unterkunfts- und Nahrungsmittelhygiene beachtet werden.

Impfschutz
Liberia ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben und auch medizinisch sinnvoll, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr – siehe auch www.who.int .
Es ist nicht auszuschließen, dass abweichend von den auch von Liberia ratifizierten, Internationalen Gesundheitsvorschriften - bei Einreise ein Gelbfiebernachweis verlangt wird, der nicht älter als 10 Jahre ist. Reisende sollten mit Hinweis auf die geltende Rechtslage Sanktionen zurückweisen (siehe Neues zur Gelbfieberimpfung).
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie,Pertussis, Mumps, Masern und Röteln, ggf. gegen Polio, Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Impfungen gegen Hepatitis B, Meningokokken ACWY, Tollwut und Typhus empfohlen.

Dengue-Fieber
Dengue wird landesweit durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen kommt es insbesondere bei Kindern zu Blutungen (Dengue-Hämorrhagisches-Fieber = DHF) mit zum Teil schwerwiegenden Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge. Bei Reisenden tritt DHF extrem selten auf. Bisher werden wenige Fälle aus Liberia gemeldet, was vermutlich auf die nichtvorhandenen diagnostischen Mittel zurückzuführen ist.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s.u.)

Malaria
Hinsichtlich Häufigkeit und Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Liberia. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (fast 100 % der Fälle in Liberia!) bei nicht-immunen Europäern in der Regel tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes, ganzjähriges Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige Medikamente/Medikamentenkombinationen (Atovaquon/Proguanil, Mefloquin und Doxycyclin) erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
  • Körper bedeckende (ggf. imprägnierte) Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig (Dengue) und in den Abendstunden und nachts (Malaria) bei Aufenthalt im Freien Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
  • unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen
HIV/AIDS
Die Prävalenz von HIV in der Altersgruppe der 15 bis 49 jährigen beträgt etwa 1,5% (UNAIDS 2014). Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder vor allem im urbanen Großraum Monrovia auf,in den letzten Jahren jedoch seltener. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden. Bei relevanter Exposition (z. B. Arbeit in Krankenhäusern, Flüchtlingslagern, u. a.) kann eine Cholera-Schluckimpfung sinnvoll sein. Nähere Informationen zur Erkrankung, Übertragung und Vorbeugung der Cholera finden sich im entsprechenden Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts.

Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.

Meningitis
Vor allem während der Trockenzeit (Dezember bis April) kommt es in den Ländern des afrikanischen Meningitisgürtels regelmäßig zu Meningitis-Epidemien.
Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen und geht häufig von asymptomatischen Trägern aus, in deren Rachen Meningokokken nachweisbar sind. Bei Erkrankung ist eine sofortige antibiotische Behandlung erforderlich. Durch Einnahme bestimmter Antibiotika kann eine enge Kontaktperson geschützt werden. Reisende in die Region sollten sich bei besonderer Exposition, wie z.B. engem Kontakt zur Bevölkerung gegen Meningokokken der Serogruppen ACWY impfen lassen.

Ebola
Es besteht derzeit kein Anhalt für das Vorkommen dieses hämorrhagischen Fiebers. Liberia gilt als ebolafrei. Von März 2014 bis Mai 2016 waren in Liberia im ganzen Land mehr als 10.600 Ebolafälle aufgetreten (hohe Dunkelziffer). Grundsätzlich ist ein erneutes Auftreten von Ebolainfektionen in Westafrika nicht auszuschließen. Es wird deshalb dazu geraten, die Nachrichtenlage zu verfolgen, allgemeine Hygienemaßnahmen einzuhalten und sich von sichtbar Kranken fernzuhalten. Ebola ist eine von Mensch zu Mensch übertragbare hochansteckende Viruserkrankung, die häufig zum Tode führt. Näheres zu Ebola finden Sie im Merkblatt Ebola-Virus.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Die ärztliche Versorgung auch in Monrovia ist aufgrund des Mangels an Fachärzten begrenzt. Aspenmedical Liberia (Mitgliedschaft erforderlich, auch für kurzen Zeitraum möglich) bietet eine gute Notfallversorgung in Monrovia und Zugang zur Evakuierung auf dem Land- und Luftweg innerhalb Westafrikas.
Notfalloperationen können in einigen Krankenhäusern durchgeführt werden (z. B. Firestone Hospital, Hope for Women Hospital, St. Joseph’s Catholic Hospital, John F. Kennedy Memorial Hospital – ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Gewähr).
Das Mitbringen von Medikamenten für eine gut ausgestattete Hausapotheke ist erforderlich, insbesondere für Personen, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Nur wenige Apotheken führen ein sehr begrenztes Sortiment wichtiger Standardmedikamente u. a. europäischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Reisende, die nach Liberia kommen, sollten über einen ausreichenden auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Liberia durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben, siehe auch www.dtg.org oder www.frm-web.de
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 17.04.2018

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Liberia:

Stand: 17.04.2018 (Unverändert gültig seit: 17.04.2018)

Letzte Änderungen:
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Allgemeine Reiseinformationen
Besondere strafrechtliche Vorschriften

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Bei Reisen nach Liberia wird weiter generell zu Um- und Vorsicht geraten. Auch 14 Jahre nach Ende des Bürgerkriegs und seit dem Übergang der Sicherheitsverantwortung an die nationalen Behörden im Juli 2016 ist die Sicherheitslage in Liberia zwar unter Kontrolle, aber weiterhin fragil. Das Mandat der VN Mission UNMIL endete Ende März 2018, der laufende Abzug nach fast 15 Jahren vor Ort wird zu Ende Juni 2018 abgeschlossen sein.
Insbesondere im Grenzgebiet zu Côte d`Ivoire mit immer noch fast 12.000 ivorischen Flüchtlingen kam es zu Zusammenstößen von bewaffneten Banden. Unzureichende Sicherheitskräfte erhöhen dort die Gefahr für Reisende.
Größere Menschenansammlungen in der Öffentlichkeit und Demonstrationen sollten grundsätzlich gemieden werden.

Kriminalität
Die Kriminalität ist in Monrovia und in geringerem Maße auch in anderen Städten Liberias hoch, es kommt zu Diebstählen und zu bewaffneten Überfällen.
Reisenden wird empfohlen, keine nächtlichen Spaziergänge in der Stadt zu unternehmen und auch am Tage keine sichtbaren Wertgegenstände mitzuführen. Handtaschen können das Ziel von Diebstahls- oder Raubversuchen werden (oft durch Motorradfahrer),
Besondere Vorsicht gilt auf Fahrten von und zum Roberts International Airport, der außerhalb von Monrovia liegt: Ankommende Fluggäste sollten ihre Abholung möglichst vorher arrangieren und nur tagsüber planen. Von der Nutzung wartender Taxis zu nächtlicher Stunde wird abgeraten.
Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen werden häufig gemeldet. Frauen sollten im Land daher möglichst nicht allein reisen.

Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird dringend empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen, um in einem Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Zuständige Auslandsvertretung
Die deutsche Botschaft in Monrovia kann außer reiner Nothilfe keine Rechts- und Konsularaufgaben wahrnehmen. Visaanträge zur Einreise nach Deutschland sowie sämtliche Fragen zu sonstigen Rechts- und Konsularangelegenheiten sind direkt an die deutsche Botschaft in Accra/Ghana zu richten.


Reisen über Land, Infrastruktur
Es besteht vielerorts eine Minengefahr.
Die meisten Straßen außerhalb Monrovias sind nicht asphaltiert. In der Regenzeit (ca. Mitte Mai bis Mitte November) sind daher nicht alle Straßen im Landesinneren immer passierbar.
Von nächtlichen Überlandfahrten sollte Abstand genommen werden, Fahrten abseits der Hauptstraßen nur in Begleitung ortskundiger Führer unternommen werden.
Gleiches gilt für den Besuch der Nationalparks (z.B. Nimba; Grebo-Sapo); hier ist die Begleitung durch ausgebildete Park Ranger ohnehin vorgeschrieben.
Auf schwierigen Straßenabschnitten empfiehlt sich für den Fall einer Panne (auch Steckenbleiben im Schlamm) die Fahrt möglichst mit zwei Fahrzeugen durchzuführen.
Motorräder (oft auch als Taxi unterwegs), sind überdurchschnittlich oft an Unfällen beteiligt. Die Mitfahrt auf einem Motorradtaxi ist nicht empfehlenswert.

Baden im Meer
Vom Schwimmen im offenen Meer (Atlantik) wird aufgrund starker ablandiger Strömungen (rip currents) dringend abgeraten.

Versorgung im Notfall
Reisende sollten auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz achten, der im Notfall auch einen Rettungsflug nach Deutschland abdeckt, siehe auch Medizinische Versorgung.
Besondere strafrechtliche Vorschriften

Polizisten und Soldaten sowie polizeiliche und militärische Einrichtungen dürfen nicht fotografiert werden. Zuwiderhandlungen führen meist zu vorläufiger Festnahme, Verhör und einer Geldstrafe.
Auswärtige Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 31.05.2019

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Liberia:

Stand: 31.05.2019 (Unverändert gültig seit: 31.05.2019)

Letzte Änderungen:
Landesspezifische Sicherheitshinweise (Innenpolitische Lage)

Innenpolitische Lage
Bei Reisen nach Liberia wird weiter generell zu besonderer Vorsicht geraten. Nach Ende des Bürgerkriegs im Jahr 2003 und seit dem Übergang der Sicherheitsverantwortung an die nationalen Behörden im Juli 2016 ist die Sicherheitslage in Liberia zwar unter Kontrolle, aber weiterhin fragil. Das Mandat der VN Mission UNMIL endete Ende März 2018, der Abzug wurde Anfang Juli 2018 abgeschlossen.

Insbesondere im Grenzgebiet zu Côte d`Ivoire mit immer noch fast 9.000 ivorischen Flüchtlingen kam es zu Zusammenstößen von bewaffneten Banden. Unzureichende Sicherheitskräfte erhöhen dort die Gefahr für Reisende.
Oppositionelle Gruppen haben für den 7. Juni 2019 zu landesweiten Demonstrationen aufgerufen.
Reisende werden gebeten, die lokalen Medien zu verfolgen, größere Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden und Anweisungen von Sicherheitskräften stets Folge zu leisten.
Auswärtige Amt
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 07.06.2019

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Liberia:

Stand: 07.06.2019 (Unverändert gültig seit: 07.06.2019)

Letzte Änderungen:
Aktuelle Hinweise

Am 7. Juni 2019 haben oppositionelle Gruppen zu landesweiten Demonstrationen aufgerufen.
Reisende werden gebeten, die lokalen Medien zu verfolgen, größere Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden und Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge zu leisten.
Auswärtige Amt
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 13.06.2019

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Liberia:

Stand: 13.06.2019 (Unverändert gültig seit: 13.06.2019)

Letzte Änderungen:
Landesspezifische Sicherheitshinweise (Innenpolitische Lage)

Innenpolitische Lage
Bei Reisen nach Liberia wird generell zu besonderer Vorsicht geraten. Nach Ende des Bürgerkriegs im Jahr 2003 und seit dem Übergang der Sicherheitsverantwortung an die nationalen Behörden im Juli 2016 ist die Sicherheitslage in Liberia zwar unter Kontrolle, aber weiterhin fragil. Das Mandat der VN Mission UNMIL endete Ende März 2018, der Abzug wurde Anfang Juli 2018 abgeschlossen.

Am 7. Juni 2019 hatten oppositionelle Gruppen zu landesweiten Demonstrationen aufgerufen, die geordnet und ruhig verliefen. Reisende sollten gleichwohl die lokalen Medien aufmerksam verfolgen, größere Menschenansammlungen meiden und Anweisungen von Sicherheitskräften stets Folge leisten.
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