Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 06.06.2025

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 06.06.2025

Beitrag von Alexander »

MODERATOR-NOTE:   Da die Reise-/Sicherheitshinweise für Liberia seitens AA vollständig überarbeitet wurden, haben wir diesen neuen Thread gestartet. Die Hinweise vom 13.01.2006 - 20.04.2011 findet ihr unter: Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 13.01.2006 - 20.04.2011

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Liberia:
Stand 21.04.2011

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Auch acht Jahre nach Ende des Bürgerkriegs ist die Sicherheitslage in Liberia vor allem dank der VN-Friedenstruppe UNMIL unter Kontrolle, aber weiterhin fragil. Die Anwesenheit von mehr als 140.000 ivorischen Flüchtlingen in der Grenzregion stellt eine starke humanitäre Belastung und ein potentielles zusätzliches Sicherheitsrisiko dar. Bei Reisen nach Liberia wird daher zur Vorsicht geraten.
Reisen über Land, Infrastruktur
Reisen in das Landesinnere sollten wegen der während des Bürgerkrieges weitgehend zerstörten Infrastruktur nur in Absprache mit den in Liberia vertretenen Hilfsorganisationen und/oder der deutschen Botschaft erfolgen. Nicht im Rahmen von Hilfs- oder Entwicklungshilfeprojekten geplante individuelle Reisen ins Landesinnere sollten bei der Deutschen Botschaft in Monrovia angezeigt bzw. mit dieser abgestimmt werden.

Allgemeine Reiseinformationen
In Monrovia gibt es wieder eine Deutsche Botschaft, die jedoch, außer reiner Nothilfe, keine Rechts- und Konsularaufgaben wahrnehmen kann. Visaanträge zur Einreise nach Deutschland sowie sämtliche Fragen zu sonstigen Rechts- und Konsularangelegenheiten sind direkt an die Deutsche Botschaft in Accra/Ghana zu richten.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum/ Reisedokumente
Reisende benötigen einen gültigen Reisepass und ein gültiges Visum zur Einreise der zuständigen liberianischen Auslandsvertretung. Bei Einreise muss der Reisepass noch eine Gültigkeitsdauer von mindestens 6 Monaten haben.
Eine Gelbfieberimpfung ist nachzuweisen, Näheres finden Sie in den „Medizinischen Hinweisen“.
Die Einreisebestimmungen befinden sich noch im Aufbau und können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt davon zeitnah erfährt. Es wird empfohlen, sich auf alle Fälle bei der zuständigen liberianischen Auslandsvertretung zu informieren.

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen ist verboten. Es gibt auch Beschränkungen für die Einfuhr von Geld.
Die Zollvorschriften befinden sich noch im Aufbau und können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt davon zeitnah erfährt.
Es wird empfohlen, sich auf alle Fälle bei der zuständigen liberianischen Auslandsvertretung zu informieren.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Liberia ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr – siehe auch http://www.who.int
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes http://www.rki.de für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis, ggf. auch gegen Polio, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B Tollwut, Meningokken-Krankheit (ACWY) und Typhus empfohlen.
Gelbfieber
Jährlich werden einzelne Gelbfieberfälle, in Abständen auch regionale Ausbrüche gemeldet. Übertragung erfolgt über Mückenstich.
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Liberia. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (> 90 % der Fälle in Liberia!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes, ganzjähriges Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
.
HIV / AIDS
Es gibt ca. 35.000 Menschen in Liberia die HIV infiziert sind und ca. 2.300 Todesfälle durch AIDS pro Jahr (2007). Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen,
• Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen.
• unter einem Moskitonetz schlafen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit bis zu mehreren tausend Fällen pro Jahr auf. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders auch Cholera vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen. Eine Schluckimpfung gegen Cholera ist grundsätzlich erhältlich.
Weitere Infektionskrankheiten
Dengue-Fieber
Dengue wird landesweit durch tagaktive Mücke übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher.
In seltenen Fällen kommt es insbesondere bei Kindern zu Blutungen (Dengue-Hämorhagisches-Fieber = DHF) mit zum Teil schwerwiegenden Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge. Bei Reisenden tritt DHF extrem selten auf.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen, z.B. lange, bedeckende Kleidung und Auftragen von Repellentien auf unbedeckte Hautpartien."
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Lassa-Fieber
Liberia ist eines der wenigen Länder, in denen das Lassa-Fieber immer wieder vorkommt, vor allem im Westen des Landes, zuletzt mit knapp 100 gemeldeten Erkrankungen im Jahr 2007. Der Übertragungsweg auf den Menschen ist der orale oder inhalative Kontakt mit durch Rattenurin kontaminierten Lebensmitteln oder Aerosole. Häufiger noch sind Infektionen bei Angehörigen und dem Pflegepersonal durch direkten Kontakt mit dem Infizierten. Besonders bei Reisen im Landesinneren unter einfachen Bedingungen ist Vorsicht geboten.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die ärztliche Versorgung in Monrovia ist aufgrund des Mangels an Fachärzten sehr begrenzt. Zugang zu den UN-Kliniken hat grundsätzlich nur UN-Personal. Die Ärzte sprechen in der Regel nur Englisch. Deutschsprachige Ärzte sind nicht bekannt.
Operationen sollten nur in Europa oder notfalls in einem zumutbaren Krankenhaus in einem näher gelegenen Land durchgeführt werden.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine gut ausgestattete Hausapotheke ist erforderlich, insbesondere für Personen, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Es gibt in Monrovia nur wenige Apotheken, die akzeptabel sind. Sie führen ein sehr begrenztes Sortiment wichtiger Standardmedikamente u. a. europäischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Die wenigen Reisenden, die nach Liberia kommen, sollten über einen ausreichenden auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Liberia durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe auch http://www.dtg.org oder http://www.frm-web.de
Auswärtige Amt
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 07.10.2011

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Liberia:
Stand 07.10.2011

Letzte Änderung:
Kapitel Landesspezifische Sicherheitshinweise


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Auch acht Jahre nach Ende des Bürgerkriegs ist die Sicherheitslage in Liberia vor allem dank der VN-Friedenstruppe UNMIL unter Kontrolle, aber weiterhin fragil. Die Anwesenheit von mehr als 140.000 ivorischen Flüchtlingen in der Grenzregion stellt eine starke humanitäre Belastung und ein potentielles zusätzliches Sicherheitsrisiko dar. Bei Reisen nach Liberia wird daher zur Vorsicht geraten.
Am 11. Oktober 2011 finden in Liberia Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt (eventuelle Nachwahlen dann im November). In den Monaten Oktober und November 2011 sollte daher von Reisen nach Liberia, die nicht unbedingt notwendig sind, nach Möglichkeit abgesehen werden.
Reisen über Land, Infrastruktur
Reisen in das Landesinnere sollten wegen der während des Bürgerkrieges weitgehend zerstörten Infrastruktur nur in Absprache mit den in Liberia vertretenen Hilfsorganisationen und/oder der deutschen Botschaft erfolgen. Nicht im Rahmen von Hilfs- oder Entwicklungshilfeprojekten geplante individuelle Reisen ins Landesinnere sollten bei der Deutschen Botschaft in Monrovia angezeigt bzw. mit dieser abgestimmt werden.

Allgemeine Reiseinformationen
In Monrovia gibt es wieder eine Deutsche Botschaft, die jedoch, außer reiner Nothilfe, keine Rechts- und Konsularaufgaben wahrnehmen kann. Visaanträge zur Einreise nach Deutschland sowie sämtliche Fragen zu sonstigen Rechts- und Konsularangelegenheiten sind direkt an die Deutsche Botschaft in Accra/Ghana zu richten.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Visum/ Reisedokumente
Reisende benötigen einen gültigen Reisepass und ein gültiges Visum zur Einreise der zuständigen liberianischen Auslandsvertretung. Bei Einreise muss der Reisepass noch eine Gültigkeitsdauer von mindestens 6 Monaten haben.
Eine Gelbfieberimpfung ist nachzuweisen, Näheres finden Sie in den „Medizinischen Hinweisen“.
Die Einreisebestimmungen befinden sich noch im Aufbau und können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt davon zeitnah erfährt. Es wird empfohlen, sich auf alle Fälle bei der zuständigen liberianischen Auslandsvertretung zu informieren.

Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von Waffen ist verboten. Es gibt auch Beschränkungen für die Einfuhr von Geld.
Die Zollvorschriften befinden sich noch im Aufbau und können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt davon zeitnah erfährt.
Es wird empfohlen, sich auf alle Fälle bei der zuständigen liberianischen Auslandsvertretung zu informieren.

Medizinische Hinweise
Impfschutz
Liberia ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr – siehe auch http://www.who.int
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes http://www.rki.de für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis, ggf. auch gegen Polio, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B Tollwut, Meningokken-Krankheit (ACWY) und Typhus empfohlen.
Gelbfieber
Jährlich werden einzelne Gelbfieberfälle, in Abständen auch regionale Ausbrüche gemeldet. Übertragung erfolgt über Mückenstich.
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Liberia. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (> 90 % der Fälle in Liberia!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes, ganzjähriges Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
  • Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
  • unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS
Es gibt ca. 35.000 Menschen in Liberia die HIV infiziert sind und ca. 2.300 Todesfälle durch AIDS pro Jahr (2007). Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit bis zu mehreren tausend Fällen pro Jahr auf. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders auch Cholera vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen. Eine Schluckimpfung gegen Cholera ist grundsätzlich erhältlich.
Weitere Infektionskrankheiten
Dengue-Fieber
Dengue wird landesweit durch tagaktive Mücke übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher.
In seltenen Fällen kommt es insbesondere bei Kindern zu Blutungen (Dengue-Hämorhagisches-Fieber = DHF) mit zum Teil schwerwiegenden Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge. Bei Reisenden tritt DHF extrem selten auf.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen, z.B. lange, bedeckende Kleidung und Auftragen von Repellentien auf unbedeckte Hautpartien."
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Lassa-Fieber
Liberia ist eines der wenigen Länder, in denen das Lassa-Fieber immer wieder vorkommt, vor allem im Westen des Landes, zuletzt mit knapp 100 gemeldeten Erkrankungen im Jahr 2007. Der Übertragungsweg auf den Menschen ist der orale oder inhalative Kontakt mit durch Rattenurin kontaminierten Lebensmitteln oder Aerosole. Häufiger noch sind Infektionen bei Angehörigen und dem Pflegepersonal durch direkten Kontakt mit dem Infizierten. Besonders bei Reisen im Landesinneren unter einfachen Bedingungen ist Vorsicht geboten.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die ärztliche Versorgung in Monrovia ist aufgrund des Mangels an Fachärzten sehr begrenzt. Zugang zu den UN-Kliniken hat grundsätzlich nur UN-Personal. Die Ärzte sprechen in der Regel nur Englisch. Deutschsprachige Ärzte sind nicht bekannt.
Operationen sollten nur in Europa oder notfalls in einem zumutbaren Krankenhaus in einem näher gelegenen Land durchgeführt werden.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine gut ausgestattete Hausapotheke ist erforderlich, insbesondere für Personen, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Es gibt in Monrovia nur wenige Apotheken, die akzeptabel sind. Sie führen ein sehr begrenztes Sortiment wichtiger Standardmedikamente u. a. europäischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Die wenigen Reisenden, die nach Liberia kommen, sollten über einen ausreichenden auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Liberia durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe auch http://www.dtg.org oder http://www.frm-web.de
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 12.04.2012

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Liberia:
Stand 12.04.2012 (Unverändert gültig seit: 12.04.2012)

Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise


Auch acht Jahre nach Ende des Bürgerkriegs ist die Sicherheitslage in Liberia vor allem dank der VN-Friedenstruppe UNMIL unter Kontrolle, aber weiterhin fragil. Die Anwesenheit von immer noch 70.000 ivorischen Flüchtlingen in der Grenzregion stellt auch weiterhin eine starke humanitäre Belastung und ein potentielles zusätzliches Sicherheitsrisiko dar. Bei Reisen nach Liberia wird daher generell zur Vorsicht geraten.
Reisen über Land, Infrastruktur
Reisen in das Landesinnere sollten wegen der während des Bürgerkrieges weitgehend zerstörten Infrastruktur nur in Absprache mit den in Liberia vertretenen Hilfsorganisationen und/oder der deutschen Botschaft erfolgen. Nicht im Rahmen von Hilfs- oder Entwicklungshilfeprojekten geplante individuelle Reisen ins Landesinnere sollten bei der Deutschen Botschaft in Monrovia angezeigt bzw. mit dieser abgestimmt werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 29.05.2012

Beitrag von Alexander »

Liberia:
Stand 29.05.2012 (Unverändert gültig seit: 29.05.2012)
Letzte Änderung: Medizinische Hinweise
Impfschutz
Liberia ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr – siehe auch Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.who.int
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Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis, ggf. auch gegen Polio, Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut, Meningokken-Krankheit (ACWY) und Typhus empfohlen.
Gelbfieber
Jährlich werden einzelne Gelbfieberfälle, in Abständen auch regionale Ausbrüche gemeldet. Übertragung erfolgt über Mückenstich.
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Liberia. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (> 90 % der Fälle in Liberia!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes, ganzjähriges Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone®, Doxycyclin, Lariam®) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
• Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS
Nach WHO Schätzungen sind ca. 5% der Bevölkerung mit HIV infiziert und es gibt ca. 2.000 Todesfälle durch AIDS pro Jahr. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer immer wieder vor allem im urbanen Grossraum Monrovia auf. In den letzten Jahren jedoch seltener. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders auch Cholera vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.
Weitere Infektionskrankheiten
Dengue-Fieber
Dengue wird durch tagaktive Mücke übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen kommt es insbesondere bei Kindern zu Blutungen (Dengue-Hämorhagisches-Fieber = DHF) mit zum Teil schwerwiegenden Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge. Bei Reisenden tritt DHF extrem selten auf. Bisher werden wenige Fälle aus Liberia gemeldet, was vermutlich auf die nichtvorhandenen diagnostischen Mittel zurückzuführen ist.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen, z.B. lange, bedeckende Kleidung und Auftragen von Repellentien auf unbedeckte Hautpartien."
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Lassa-Fieber
Liberia ist eines der wenigen Länder, in denen das Lassa-Fieber immer wieder vorkommt, vor allem im Westen des Landes. Der Übertragungsweg auf den Menschen ist der orale oder inhalative Kontakt mit durch Rattenurin kontaminierten Lebensmitteln oder Aerosole. Häufiger noch sind Infektionen bei Angehörigen und dem Pflegepersonal durch direkten Kontakt mit dem Infizierten. Besonders bei Reisen im Landesinneren unter einfachen Bedingungen ist Vorsicht geboten.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die ärztliche Versorgung in Monrovia ist aufgrund des Mangels an Fachärzten sehr begrenzt. Zugang zu den UN-Kliniken hat grundsätzlich nur UN-Personal. Die Ärzte sprechen in der Regel nur Englisch. Deutschsprachige Ärzte sind nicht bekannt.
Operationen sollten nur in Europa oder notfalls in einem zumutbaren Krankenhaus in einem näher gelegenen Land durchgeführt werden.
Das Mitbringen von Medikamenten für eine gut ausgestattete Hausapotheke ist erforderlich, insbesondere für Personen, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Es gibt in Monrovia nur wenige Apotheken, die akzeptabel sind. Sie führen ein sehr begrenztes Sortiment wichtiger Standardmedikamente u. a. europäischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Die wenigen Reisenden, die nach Liberia kommen, sollten über einen ausreichenden auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Liberia durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe auch Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.dtg.org oder Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.frm-web.de[/quote]
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 15.06.2012

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Liberia:
Stand 15.06.2012
(Unverändert gültig seit: 15.06.2012)

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Landesspezifische Sicherheitshinweise - Reisen über Land


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen über Land, Infrastruktur
Reisen in das Landesinnere sollten wegen der während des Bürgerkrieges weitgehend zerstörten Infrastruktur nur in Absprache mit den in Liberia vertretenen Hilfsorganisationen und/oder der deutschen Botschaft erfolgen. Nicht im Rahmen von Hilfs- oder Entwicklungshilfeprojekten geplante individuelle Reisen ins Landesinnere sollten bei der Deutschen Botschaft in Monrovia angezeigt bzw. mit dieser abgestimmt werden.
Es wird darauf hingewiesen, daß nach einem tödlichen Überfall auf VN Soldaten in der Côte d´Ivoire am 8. Juni 2012 die liberianische Regierung vorsorglich die Grenze zur Côte d´Ivoire bis auf weiteres für geschlossen erklärt hat.
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Gruß
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 31.10.2012

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Liberia:
Stand 31.10.2012
(Unverändert gültig seit: 31.10.2012)

Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Auch neun Jahre nach Ende des Bürgerkriegs ist die Sicherheitslage in Liberia vor allem dank der VN-Friedenstruppe UNMIL unter Kontrolle, aber weiterhin fragil. Die Anwesenheit von immer noch mehr als 50.000 ivorischen Flüchtlingen in der Grenzregion stellt auch weiterhin eine starke humanitäre Belastung und ein potentielles zusätzliches Sicherheitsrisiko dar. Bei Reisen nach Liberia wird daher generell zur Vorsicht geraten.
Reisen über Land, Infrastruktur
Reisen in das Landesinnere sollten wegen der während des Bürgerkrieges weitgehend zerstörten Infrastruktur nur in Absprache mit den in Liberia vertretenen Hilfsorganisationen und/oder der deutschen Botschaft erfolgen. Nicht im Rahmen von Hilfs- oder Entwicklungshilfeprojekten geplante individuelle Reisen ins Landesinnere sollten bei der Deutschen Botschaft in Monrovia angezeigt bzw. mit dieser abgestimmt werden.
Es wird darauf hingewiesen, daß nach einem tödlichen Überfall auf VN Soldaten in der Côte d´Ivoire am 8. Juni 2012 die liberianische Regierung die Grenze zur Côte d´Ivoire bis auf weiteres weitgehend für geschlossen erklärt hat. Ob und ggf. welche Grenzübergänge unter welchen Bedingungen doch geöffnet sind, sollte vor Reiseantritt mit der liberianischen Botschaft in Berlin aktuell abgeklärt werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 22.03.2013

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben: Liberia:
Stand 22.03.2013 (Unverändert gültig seit: 22.03.2013)
Letzte Änderung: Landesspezifische Sicherheitshinweise - Allgemeine Reiseinformationen
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Auch neun Jahre nach Ende des Bürgerkriegs ist die Sicherheitslage in Liberia vor allem dank der VN-Friedenstruppe UNMIL zwar unter Kontrolle, aber weiterhin fragil. Die Anwesenheit von immer noch mehr als 50.000 ivorischen Flüchtlingen in der Grenzregion stellt auch weiterhin eine starke humanitäre Belastung und ein potentielles zusätzliches Sicherheitsrisiko dar. Bei Reisen nach Liberia wird daher generell zur Vorsicht geraten.
Reisen über Land, Infrastruktur
Reisen in das Landesinnere sollten wegen der während des Bürgerkrieges weitgehend zerstörten Infrastruktur nur in Absprache mit den in Liberia vertretenen Hilfsorganisationen und/oder der deutschen Botschaft erfolgen. Nicht im Rahmen von Hilfs- oder Entwicklungshilfeprojekten geplante individuelle Reisen ins Landesinnere sollten bei der Deutschen Botschaft in Monrovia angezeigt bzw. mit dieser abgestimmt werden.
Es wird darauf hingewiesen, dass nach einem tödlichen Überfall auf VN Soldaten in der Côte d´Ivoire am 8. Juni 2012 die liberianische Regierung die Grenze zur Côte d´Ivoire für geschlossen erklärt hat. Eine Öffnung ist bislang offiziell nur im County Maryland erfolgt. Ob und ggf. welche Grenzübergänge unter welchen Bedingungen geöffnet sind, sollte vor Reiseantritt mit der liberianischen Botschaft in Berlin aktuell abgeklärt werden.

Allgemeine Reiseinformationen
In Monrovia gibt es wieder eine Deutsche Botschaft, die jedoch, außer reiner Nothilfe, keine Rechts- und Konsularaufgaben wahrnehmen kann. Visaanträge zur Einreise nach Deutschland sowie sämtliche Fragen zu sonstigen Rechts- und Konsularangelegenheiten sind direkt an die Deutsche Botschaft in Accra/Ghana zu richten.
Vom Schwimmen im offenen Meer (Atlantik) muss aufgrund starker Strömungen dringend abgeraten werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 30.05.2013

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Liberia:
Stand 30.05.2013
(Unverändert gültig seit: 30.05.2013)

Letzte Änderung:
Landesspezifische Sicherheitshinweise - Reisen über Land


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Auch zehn Jahre nach Ende des Bürgerkriegs ist die Sicherheitslage in Liberia vor allem dank der VN-Friedenstruppe UNMIL zwar unter Kontrolle, aber weiterhin fragil. Die Anwesenheit von immer noch mehr als 50.000 ivorischen Flüchtlingen in der Grenzregion stellt auch weiterhin eine starke humanitäre Belastung und ein potentielles zusätzliches Sicherheitsrisiko dar. Bei Reisen nach Liberia wird daher generell zur Vorsicht geraten.
Reisen über Land, Infrastruktur
Nicht im Rahmen von Hilfs- oder Entwicklungshilfeprojekten geplante individuelle Reisen ins Landesinnere sollten bei der Deutschen Botschaft in Monrovia angezeigt bzw. mit dieser abgestimmt werden.
Die nach einem tödlichen Überfall auf VN Soldaten in der Côte d´Ivoire am 8. Juni 2012 von der liberianischen Regierung geschlossene Grenze zur Côte d´Ivoire ist inzwischen wieder vollständig als offen erklärt worden.
In der Regenzeit (ca. Mitte Mai – Mitte Oktober) muss man damit rechnen, dass nicht alle Straßen im Landesinneren immer passierbar sind. Das betrifft insbesondere die nicht asphaltierten Straßen.
Auswärtiges Amt

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Birgitt
Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 30.01.2014

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Liberia:

Stand 30.01.2014 (Unverändert gültig seit: 30.01.2014)

Letzte Änderung: Medizinische Hinweise

Impfschutz
Liberia ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden vorgeschrieben, ausgenommen Kinder unter 1 Jahr – siehe auch http://www.who.int
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes http://www.rki.de für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis, Mumps, Masern, Röteln (MMR) und ggf. Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Gelbfieber (s. o.), Polio, Hepatitis A und Hirnhautentzündung durch Meningokokken (ACWY), bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Cholera empfohlen.

Gelbfieber
Jährlich werden einzelne Gelbfieberfälle, in Abständen auch regionale Ausbrüche gemeldet. Übertragung erfolgt durch Mückenstich.

Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Liberia. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (> 90 % der Fälle in Liberia!) bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.

Es besteht ein hohes, ganzjähriges Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene, in Deutschland verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil (Malarone, Doxycyclin (off label use), Mefloquin (Lariam) in lokalen Apotheken nur z.T. erhältlich. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.

Aufgrund der Infektionsrisiken durch Stechmücken wird allen Reisenden empfohlen,
• Körper bedeckende Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
• unter einem Moskitonetz zu schlafen

HIV / AIDS
Nach WHO Schätzungen sind ca. 5% der Bevölkerung mit HIV infiziert und es gibt ca. 2.000 Todesfälle durch AIDS pro Jahr. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder vor allem im urbanen Großraum Monrovia auf. In den letzten Jahren jedoch seltener. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders auch Cholera vermeiden. Wenn Sie ihr Wohlbefinden während des Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie die entsprechenden Merkblätter mit den einschlägigen Verhaltens- und Hygiene-Hinweisen.
Weitere Infektionskrankheiten

Dengue-Fieber
Dengue wird durch tagaktive Mücke übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen kommt es insbesondere bei Kindern zu Blutungen (Dengue-Hämorhagisches-Fieber = DHF) mit zum Teil schwerwiegenden Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge. Bei Reisenden tritt DHF extrem selten auf. Bisher werden wenige Fälle aus Liberia gemeldet, was vermutlich auf die nichtvorhandenen diagnostischen Mittel zurückzuführen ist.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen, z.B. lange, bedeckende Kleidung und Auftragen von Repellentien auf unbedeckte Hautpartien.

Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.

Lassa-Fieber
Liberia ist eines der wenigen Länder, in denen das Lassa-Fieber immer wieder vorkommt, vor allem im Westen des Landes. Der Übertragungsweg auf den Menschen ist der orale oder inhalative Kontakt mit durch Rattenurin kontaminierten Lebensmitteln oder Aerosole. Häufiger noch sind Infektionen bei Angehörigen und dem Pflegepersonal durch direkten Kontakt mit dem Infizierten. Besonders bei Reisen im Landesinneren unter einfachen Bedingungen ist Vorsicht geboten.
Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Die ärztliche Versorgung in Monrovia ist aufgrund des Mangels an Fachärzten sehr begrenzt. Zugang zu den UN-Kliniken hat grundsätzlich nur UN-Personal. Die Ärzte sprechen in der Regel nur Englisch. Deutschsprachige Ärzte sind nicht bekannt.
Operationen sollten nur in Europa oder notfalls in einem zumutbaren Krankenhaus in einem näher gelegenen Land durchgeführt werden.

Das Mitbringen von Medikamenten für eine gut ausgestattete Hausapotheke ist erforderlich, insbesondere für Personen, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Es gibt in Monrovia nur wenige Apotheken, die akzeptabel sind. Sie führen ein sehr begrenztes Sortiment wichtiger Standardmedikamente u. a. europäischer Herkunft. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.

Die wenigen Reisenden, die nach Liberia kommen, sollten über einen ausreichenden auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Liberia durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe auch http://www.dtg.org oder http://www.frm-web.de
Auswärtige Amt
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 21.03.2014

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Liberia:

Stand 21.03.2014 (Unverändert gültig seit: 21.03.2014)

Letzte Änderung: Aktuelle Hinweise - Fieberepidemie
Nach Ausbruch einer Fieberepidemie in der Republik Guinea in der Region Macenta, d. h. an der Grenze zu Liberia, welche bereits zahlreiche Todesopfer gefordert hat, ist noch unklar, um welchen Virus es sich ggfls. handelt. Von Reisen in diese Region wird zum jetzigen Zeitpunkt abgeraten.
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 24.03.2014

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Liberia:
Stand 24.03.2014
(Unverändert gültig seit: 24.03.2014)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Seit einigen Wochen werden zunehmend Fälle eines hämorrhagischen Fiebers mit bisher mehr als 50 Todesopfern aus der Region Macenta (Waldguinea) gemeldet. Mittlerweile wurde bestätigt, dass es sich um das hochinfektiöse Zaire-Ebola-Virus handelt. Von Reisen in die Grenzregion zu Guinea wird zum jetzigen Zeitpunkt dringend abgeraten, da eine Ausbreitung der Epidemie nicht auszuschließen ist.
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Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Liberia:
Stand 25.03.2014
(Unverändert gültig seit: 25.03.2014)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise - Link zu Merkblatt


Aktuelle Hinweise
Seit einigen Wochen werden zunehmend Fälle eines hämorrhagischen Fiebers mit bisher mehr als 50 Todesopfern aus der Region Macenta (Waldguinea) gemeldet. Mittlerweile wurde bestätigt, dass es sich um das hochinfektiöse Zaire-Ebola-Virus handelt. Von Reisen in die Grenzregion zu Guinea wird zum jetzigen Zeitpunkt dringend abgeraten, da eine Ausbreitung der Epidemie nicht auszuschließen ist. Ein Merkblatt zu Ebola finden Sie unter www.diplo.de/reisemedizin.
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 28.03.2014

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Liberia:
Stand 28.03.2014
(Unverändert gültig seit: 28.03.2014)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise – Ebola


Aktuelle Hinweise
Aus den Grenzregionen zu Waldguinea im Lofa County / Distrikt Foya wurden einige Verdachtsfälle von hämorrhagischem Ebola-Fieber gemeldet. Der Ausbruch in Guinea begann vor einigen Wochen und forderte dort bisher über 60 Todesopfer. Es wird in Liberia noch mit einer Zunahme der bisher bekannten Fälle gerechnet, da die Grenze zwischen Guinea und Liberia von der lokalen Bevölkerung stark frequentiert wird und ebenso Gesundheitseinrichtungen auf liberianischer Seite genutzt werden. Ein importierter Fall wird laut offizieller Aussage nun in der Hauptstadt Monrovia isoliert behandelt.
Nach wissenschaftlicher Einschätzung und offiziellen Berichten besteht derzeit aber keine Gefahr für die Allgemeinheit. Die Übertragung kann durch direkten Kontakt zu Erkrankten oder durch Verzehr von sogenanntem Bushmeat erfolgen (siehe Ebola Merkblatt unter www.diplo.de/reisemedizin ).

Das Auswärtige Amt rät jedoch von Reisen in die betreffende Region, d.h. ins Grenzgebiet zu Guinea zum jetzigen Zeitpunkt dringend ab.
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 04.04.2014

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:
Liberia:

Stand 04.04.2014 (Unverändert gültig seit: 04.04.2014)

Letzte Änderung: Aktuelle Hinweise - Ebola

Aus den Grenzregionen zu Waldguinea im Lofa County / Distrikt Foya wurden einige Fälle von hämorrhagischem Ebola-Fieber gemeldet. Ebenso gibt es Verdachtsfälle in der Umgebung von Monrovia. Der Ausbruch in Guinea begann vor einigen Wochen und forderte dort bisher über 80 Todesopfer. Es wird in Liberia noch mit einer Zunahme der bisher bekannten Fälle gerechnet, da die Grenze zwischen Guinea und Liberia von der lokalen Bevölkerung stark frequentiert wird und ebenso Gesundheitseinrichtungen auf liberianischer Seite genutzt werden. Nach wissenschaftlicher Einschätzung und offiziellen Berichten besteht derzeit aber keine Gefahr für die Allgemeinheit. Die Übertragung kann durch direkten Kontakt zu Erkrankten oder durch Verzehr von sogenanntem Bushmeat erfolgen (siehe Ebola Merkblatt unter http://www.diplo.de/reisemedizin ).

Das Auswärtige Amt rät jedoch von Reisen in die betreffende Region, d.h. ins Grenzgebiet zu Guinea zum jetzigen Zeitpunkt dringend ab.
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Reise-/Sicherheitshinweis Liberia 10.04.2014

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Liberia:
Stand 10.04.2014
(Unverändert gültig seit: 10.04.2014)

Letzte Änderung:
Aktuelle Hinweise – Ebola


Aktuelle Hinweise
Aus den Grenzregionen zu Waldguinea im Lofa County wurden mittlerweile über 20 Krankheitsfälle von Ebola Hämorrhagischem Fieber gemeldet. Ebenso wurden Einzelfälle aus anderen Landesteilen auch aus der Nähe von Monrovia bekannt. Die Epidemie im benachbarten Guinea begann vor einigen Wochen und forderte dort bisher über 100 Todesopfer. Es wird in Liberia noch mit einer Zunahme der Fälle gerechnet, da die Grenze zwischen Guinea und Liberia von der lokalen Bevölkerung stark frequentiert wird und ebenso Gesundheitseinrichtungen auf liberianischer Seite genutzt werden. Nach wissenschaftlicher Einschätzung und offiziellen Berichten besteht derzeit aber keine Gefahr für die Allgemeinheit. Die Übertragung kann durch direkten Kontakt zu Erkrankten oder durch Verzehr von sogenanntem Bushmeat erfolgen (siehe Ebola Merkblatt unter www.diplo.de/reisemedizin ).

Das Auswärtige Amt rät jedoch von Reisen in die betreffende Region, d.h. ins Grenzgebiet zu Guinea zum jetzigen Zeitpunkt dringend ab.
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