Teilreisewarnung Kolumbien 10.08.2026

Aktuelle Sicherheitshinweise und Reisewarnungen.

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Birgitt
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Teilreisewarnung Kolumbien 10.08.2026

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 08.06.2015

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Am 22. Mai 2015 erklärte die Guerillagruppe FARC den seit Dezember 2014 geltenden einseitigen Waffenstillstand für beendet. Seitdem kam es zu mehreren Anschlägen, u.a. in den Departamentos Nariño, Cauca, Valle del Cauca und Caquetá. Auf der Panamericana-Straße zwischen den Städten Popayán und Pasto wurde am 28. Mai 2015 ein Bombenanschlag verübt. Ähnliche Taten können für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Überlandfahrten in den Binnenkonfliktregionen (s.u.) sollten aufgrund der aktuell allgemein erhöhten Gefährdungslage vermieden werden.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Im südlichen Stadtgebiet von Bogotá ereigneten sich seit Jahresbeginn mehrere kleine Sprengstoffanschläge auf örtliche Polizeistationen, bei denen nur geringer Sachschaden entstand. Dagegen wurden bei einem größeren Anschlag auf eine Polizeikolonne am 12. März 2015 im Stadtviertel Quiroga südwestlich der Altstadt von Bogotá sieben Polizisten verletzt. Ähnliche Taten können für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

Entführungen
Im Departamento Norte de Santander (Region Catatumbo), im Süden des Departamentos Bolivar und im Departamento Guajira wurden 2012 und 2013 ausländische Staatsangehörige entführt. Insbesondere in der Grenzregion zu Venezuela ist auch weiterhin von einem hohen Entführungsrisiko auch für ausländische Staatsangehörige auszugehen.

Naturkatastrophen
Für die Vulkane Galeras, Nevado del Huila und Nevado del Ruiz gilt Warnstufe „Gelb III - Änderung der vulkanischen Aktivitäten". Von Reisen zu den vorgenannten Vulkanen und in ihre Umgebung wird abgeraten. Anweisungen der örtlichen Behörden und Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden.
Bezüglich vulkanischer Aktivitäten stellt das staatlich geologische Institut Ingeominas unter http://www.ingeominas.gov.co/ Informationen zur Verfügung.

Nach schweren Regenfällen muss mit regionalen Überschwemmungen und Erdrutschen gerechnet werden.
Aktuelle Informationen können der Website der kolumbianischen Behörde für nationalen Katastrophenschutz (http://www.sigpad.gov.co) entnommen werden.

Kriminalität/ Terrorismus/ Sicherheit
Die Sicherheitslage in Kolumbien hat sich seit 2002 kontinuierlich verbessert. Sie ist in den meisten Metropolen (insbesondere in Bogotá) mit der anderer lateinamerikanischer Großstädte durchaus vergleichbar. Es kommt jedoch weiterhin zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen staatlichen Sicherheitskräften und illegalen Gewaltgruppen - hauptsächlich in entlegenen Landesteilen und vor allem im Südwesten des Landes. Hieran hat sich auch durch die seit Oktober 2012 laufenden Gespräche zwischen Regierung und der Guerillagruppe FARC nichts geändert.
In der Regel gelten die größeren Anschläge und Angriffe staatlichen Einrichtungen. Anschläge der FARC auf zivile (touristische) Ziele sind daher nicht sehr wahrscheinlich, können allerdings auch nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden.

Das Auswärtige Amt rät gegenwärtig insbesondere von Reisen in die Grenzregionen zu Venezuela, Ecuador, Peru und Panamá sowie in alle vom Binnenkonflikt und der Drogenökonomie (Anbau, Schmuggel) betroffenen Regionen ab. Dazu zählen insbesondere (aber nicht nur) die gesamte Pazifikküste, die Departements Chocó, Cauca, Putumayo, Nariño, Arauca, Córdoba, Caquetá,einzelne Gebiete im Department Norte de Santander und der Nordosten und Nordwesten des Departements Antioquia sowie der Süden des Landes.

Touristisch organisierte Reisen nach San Agustín im Departament Huila und zu der Ciudad Perdída im Departament Magdalena sind tagsüber mit einer örtlichen Reiseleitung und auf den durch das kolumbianische Militär gesicherten Hauptanreisewegen durchführbar. Die unten genannten Verhaltens- und Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden. Ein Restrisiko für die persönliche Sicherheit kann aufgrund der hohen Allgemeinkriminalität und bestehender Gefahren durch terroristische Gruppierungen nicht ausgeschlossen werden.

Im Grenzgebiet zu Venezuela kann es zu Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung kommen. Mehrere Grenzübergänge wurden wiederholt gesperrt. Es wird daher von Grenzübertritten nach Venezuela auf dem Landwege abgeraten.

Wie in der Mehrzahl der lateinamerikanischen Staaten sind auch in Kolumbien landesweit die Kriminalitätsrate (insbesondere Straßendiebstähle und Wohnungseinbrüche) und die allgemeine Gewaltbereitschaft - im Vergleich zu Europa - sehr hoch. Hiervon sind auch Viertel der Hauptstadt Bogotá und Touristenzentren betroffen, in denen sich Ausländer üblicherweise bewegen.

Die Gefahr, Opfer eines Verbrechens zu werden, kann durch Beachtung der üblichen Verhaltensregeln und Vorsichtsmaßnahmen sowie der nachfolgenden Hinweise gesenkt werden:
  • Leisten Sie auf keinen Fall Widerstand, wenn es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem bewaffneten Überfall kommt.
  • Achten Sie bei Menschenansammlungen wie z. B. in Einkaufzentren, auf Märkten, an Flughäfen oder Busbahnhöfen besonders gut auf Ihre Wertgegenstände und Ihr Gepäck.
  • Vermeiden Sie bei Dunkelheit einsame Viertel und Straßen, Vorsicht ist nachts auch in der Altstadt von Bogotá angebracht. Seien Sie abseits der Touristenzentren nicht allein unterwegs, insbesondere wenn Sie keine Ortskenntnis besitzen.
  • Vermeiden Sie einsame Haltestellen bei Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Auf Fahrten als Anhalter sollten Sie unbedingt verzichten. Auch sollten Anhalter grundsätzlich nie mitgenommen werden.
  • Verzichten Sie auf auffälligen (auch Mode-)Schmuck und nehmen Sie Geld und Wertsachen nur im erforderlichen Umfang mit.
  • Lassen Sie Ihr aufzugebendes Gepäck vor der Rückreise am Flughafen in Plastikfolie einschweißen – dies schützt vor Diebstählen aus Ihrem Gepäck und vor unbewusstem Drogenschmuggel. Verschlossene Koffer werden von den kolumbianischen Behörden bei Drogenverdacht aufgebrochen. Auch daher empfiehlt es sich, die Koffer am Flughafen unverschlossen mit Plastikfolie umwickeln zu lassen. Allerdings haben einige Fluglinien bei Flügen nach Europa oder in die USA in letzter Zeit die Mitnahme von eingeschweißten Koffern abgelehnt. Informieren Sie sich daher bitte bei Ihrer Fluggesellschaft.
  • Verzichten Sie auf Reisen, bei denen Reiserouten, Übernachtungsmöglichkeiten und Transportmittel nicht im Voraus geplant wurden.
  • Vorsicht an Geldautomaten: Ziehen Sie Geld möglichst nur tagsüber in Begleitung und achten Sie auf auffällige Personen in Ihrer unmittelbaren Umgebung.
  • Wichtige Dokumente (Reisepass, Flugticket, etc.) sollten im Hotelsafe deponiert werden. Eine Passkopie sollten Sie aber immer bei sich führen. Es empfiehlt sich, einen Scan aller wichtigen Dokumente beispielsweise in einem E-Mail-Fach zu deponieren, um jederzeit darauf zugreifen zu können, falls die Originale abhanden kommen. Dies erleichtert die Neubeschaffung erheblich.
  • Fahrzeuge sollten nur auf bewachten Parkplätzen abgestellt werden. Legen Sie keine Taschen etc. sichtbar auf die Autositze, sondern verstauen Sie diese unter den Sitzen oder im Kofferraum.
  • Nehmen Sie möglichst keine Getränke, Esswaren, Süßigkeiten oder Zigaretten von Fremden an. Immer wieder wird berichtet, dass auf diesem Wege Opfern sog. „K.O.-Tropfen“ wie Scopolamin oder ähnliche Mittel verabreicht werden.
  • Lassen Sie Essen/Getränke im Restaurant nicht unbeaufsichtigt, wenn Sie deren späteren Verzehr noch beabsichtigen. Auch hier droht Gefahr durch sog. „K.O.-Tropfen“ wie Scopolamin oder ähnliche Mittel.
  • Für Taxifahrten gilt unbedingt folgende Grundregel: Benutzen Sie stets den Telefonservice, um ein Taxi zu bestellen oder benutzen Sie autorisierte Taxis an den kenntlich gemachten autorisierten Taxiständen (i.d.R erkennen Sie diese am mit offizieller Kleidung kenntlich gemachten Personal, welches vor Abfahrt Ihren Namen und die Nummer des Taxis notiert). Andernfalls laufen Sie Gefahr, Opfer einer Kurzzeitentführung zu werden, bei der die Täter in der Regel Kreditkarten samt PIN-Nummern abpressen, um an Geldautomaten Bargeld vom Konto des Opfers abzuheben.
Reisen über Land
Die kolumbianischen Sicherheitsbehörden haben in den vergangenen fünf Jahren enorme logistische und personalintensive Anstrengungen unternommen, um die Sicherheit der Straßenverbindungen zwischen den wichtigsten Städten des Landes zu gewährleisten (insbesondere an den wichtigsten Feiertagen und an den Wochenenden werden die Hauptrouten gesichert). Die Hauptrouten zwischen den wichtigsten Städten des Landes können daher in der Regel befahren werden. Allerdings sollten auch diese Strecken nur tagsüber und möglichst an Wochenenden oder Feiertagen befahren werden. Ausflüge in der Umgebung von Bogotá und (mit Einschränkungen) in den Umgebungen anderer Städte sind ebenfalls möglich. Benutzen Sie möglichst unauffällige Fahrzeuge. Ein persönliches Restrisiko (Überfälle, Entführungen, hohe Zahl von Unfällen) kann allerdings nicht mit hundertprozentiger Sicherheit ausgeschlossen werden. Von Nachtfahrten (auch mit Bussen) wird wegen der erhöhten Unfall- und Überfallgefahr im ganzen Land dringend abgeraten.

Auf den großen Hauptverkehrswegen des Landes kann es durch unangekündigte Streiks verschiedener Berufsgruppen immer wieder zu Straßenblockaden kommen, die Überlandfahrten aufgrund fehlender Ausweichrouten erheblich beeinträchtigen können.

Insbesondere in den Departamentos Cauca und Nariño besteht für die Panamericana-Straße eine anhaltende Gefahr terroristischer Anschläge. Auf dem Streckenabschnitt zwischen den Städten Popayan und Pasto 2014 zwei Anschläge verübt.
Die Entscheidung zu einer Überlandfahrt sollte nur nach sorgfältiger Prüfung des Sicherheitsrisikos getroffen werden.

Drogen
Gelegentlich werden Touristen gegen ihren Willen und in Unkenntnis als „Drogenschmuggler" eingesetzt. Nehmen Sie daher kein Gepäck für Fremde mit und kontrollieren Sie ab und zu den Inhalt Ihres eigenen Gepäcks.
Reisende und ihr Gepäck werden in Einzelfällen sehr genau kontrolliert. Passagiere werden gelegentlich stichprobenartig einer Röntgenkontrolle unterzogen. Ziel ist dabei die Überprüfung, ob Drogen im Körperinneren befördert werden. Sollte die Polizei Ihr Gepäck wegen Drogenverdachts durchsuchen, achten Sie darauf, dass ein unabhängiger Zeuge dabei ist. Wer wegen Drogenbesitzes verurteilt wird, muss mit hohen Strafen rechnen, die im kolumbianischen Strafvollzug verbracht werden müssen. Die Haftbedingungen sind wesentlich härter als in Deutschland.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:
http://www.auswaertiges-amt.de

Allgemeine Reiseinformationen
Sprache

Grundkenntnisse im Spanischen sind empfehlenswert bis notwendig, Englischkenntnisse sind abseits der Städte wenig verbreitet.

Geld / Kreditkarten
In Kolumbiens Städten kann problemlos mit allen gängigen Kreditkarten bezahlt werden. US-Dollars und Euro werden bei Banken, guten Hotels oder in Wechselstuben eingetauscht. Kreditkarten sollten jedoch niemals aus der Hand gegeben werden und bei der Benutzung des Geldautomaten sollte dieser daraufhin überprüft werden, ob möglicherweise „Präparierungen“ zum illegalen Auslesen der Karte angebracht worden sind. Ansonsten gilt für die Benutzung von Geldautomaten: Geld nur tagsüber in belebten Straßen, großen Banken oder Einkaufszentren abheben.

Ausreise per Flugzeug
Um die Wartezeiten am Flughafen zu verkürzen, empfiehlt es sich, falls möglich schon am Vortag des Fluges online einzuchecken.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja
  • Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt): Ja
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen sich in gutem Zustand befinden und mindestens für sechs Monate nach Einreise gültig sein. Bei der Einreise kann die Vorlage eines Rück- bzw. Weiterflugtickets verlangt werden.

Deutsch-kolumbianische Doppelstaater müssen mit einem kolumbianischen Pass ein- und ausreisen. Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument. Für Kinder, die (auch) kolumbianische Staatsangehörige sind (z.B. deutsch-kolumbianische Doppelstaater) ist die Ausreise nur mit schriftlicher, notarieller Einverständniserklärung der nicht mitreisenden Eltern bzw. des nicht mitreisenden Elternteils möglich.

Bei der Einreise nach Kolumbien müssen Reisende derzeit am Flughafen mit stichprobenartigen Befragungen der kolumbianischen Behörden zur Ebola-Krankheit rechnen. Abgefragt werden könnten beispielsweise Voraufenthalte in afrikanischen Ländern.

Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für einen rein touristischen Aufenthalt in Kolumbien kein Visum. An den Grenzübergangsstellen bzw. auf den internationalen Flughäfen wird von der neugeschaffenen Immigrationsbehörde „Migración Colombia“ (http://www.migracioncolombia.gov.co) - vormals „Departamento Administrativo de Seguridad (DAS)“ per Stempel im Reisepass die Aufenthaltsdauer festgelegt. Reisende sollten daher bei der Einreisekontrolle durch Vorlage von Einladungsschreiben, Flugtickets o.ä. die Grenzbeamten bitten, eine Aufenthaltsdauer zu genehmigen, die den angestrebten Aufenthaltszeitraum abdeckt, was in der Regel auch erfolgt. Die maximale Aufenthaltsdauer beträgt 180 Tage.

Überschreitet der Aufenthaltszeitraum die genehmigte Aufenthaltsdauer, muss rechtzeitig bei der Migración Colombia eine Verlängerung beantragt werden, die gebührenpflichtig ist. Die Migración Colombia hat in der Regel die Immigrations-Dienststellen des aufgelösten DAS übernommen und ist in allen größeren Städten des Landes vertreten.

Sofern der Aufenthalt nicht ausschließlich touristischen Zwecken dient, kontaktieren Sie bitte die Botschaft der Republik Kolumbien in Berlin mit der Frage, ob ein Visum für Ihren Aufenthalt in Kolumbien erforderlich ist. Das jeweils zuständige Konsulat finden Sie auf der Internetseite der kolumbianischen Botschaft unter http://www.botschaft-kolumbien.de.

Für alle Arten von Visa ist eine persönliche Vorsprache der Antragsteller erforderlich.

Bei der Einreise auf dem Landweg sollte darauf geachtet werden, dass man am Grenzübergang einen Einreisestempel erhält. Dies gilt insbesondere für Einreisen zur Nachtzeit.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften
Das Ausführen von kolumbianischen Original-Kulturgütern ist untersagt.
Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden. Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls http://www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften
Dem Auswärtigen Amt liegen keine Hinweise auf besondere strafrechtliche Vorschriften vor.

Medizinische Hinweise
Gelbfieber

Kolumbien verlangt bei der direkten Einreise aus Deutschland zwar keinen Nachweis einer Gelbfieberimpfung, dennoch wird die Impfung allen Reisenden dringend empfohlen, bevor sie in Kolumbien in ein Gebiet reisen, in dem Gelbfieber vorkommt.
Hierzu gehören Gebiete unterhalb 2.300m in den Departments von Amazonas, Antioquia, Arauca, Atlántico, Bolivar, Boyacá, Caldas, Caquetá, Casanare, Cauca, Cesar, Córdoba, Cundinamarca, Guainía, Guaviare, Huila, Magdalena, Meta, Norte de Santander, Putumayo, Quindio, Riasaralda, San Andrés, Providencia, Santander, Sucre, Tolima, Vaupés und Vichada; den Städten von Acandí, Juradó, Riosucio und Unguía im Department Choco, den Städten von Albania, Barrancas, Dibulla, Distracción, El Molino, Fonseca, Hatonuevo, La Jagua del Pilar, Maicao, Manaure, Riohacha, San Juan del Cesar, Urumita und Villanueva im La Guajira Department.
Ein niedriges Expositionspotential existiert für Gelbfieber auch in den Departments von Cauca, Nariño und Valle de Cauca, dem zentralen und südlichen Choco Department und den Städten von Barranquilla, Cali, Cartagena und Medellín.
Gelbfieber wird nicht übertragen in Gebieten oberhalb von 2.300m, inkl. den Stadtgebieten von Bogotá und Uribia im La Guajira Department.

Genereller Impfschutz
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe http://www.rki.de.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Chikungunya
Seit September werden für Kolumbien wie auch zuvor schon in anderen Gebieten der Karibik und den angrenzenden Ländern erste bestätigte Erkrankungsfälle von Chikungunya gemeldet.

Chikungunya zeigt ähnliche Symptome wie das Dengue-Fieber (s.u.) und wird ebenfalls über Aedes-Mücken übertragen, so dass in jedem Fall die u.g. persönlichen Mückenschutzmaßnahmen beachtet werden sollten.

Dengue
Dengue wird in weiten Teilen des Landes durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes aegypti übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s.u.).

Malaria
Ein geringes Risiko für Malaria besteht im ganzen Land unterhalb von 1.600m Höhe, ein sehr geringes Risiko in den ländlichen Gebieten im Norden.
Als Malaria-frei gelten die großen Städte, S. Andres und Providencia.
Die Übertragung erfolgt durch den Stich abend- und nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die Malaria tropica nicht selten tödlich. Die Malaria-Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Je nach Reiseprofil kann im Einzelfall eine Chemoprophylaxe bzw. Standby-Medikation sinnvoll sein, deren Auswahl unbedingt vor der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden sollte.

Aufgrund der o. g. Infektionsrisiken durch Mückenstiche wird allen Reisenden empfohlen:
  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • tagsüber (Dengue!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
Durchfallerkrankungen
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Dies ist besonders wichtig in ländlichen Gebieten.

HIV/AIDS
Durch ungeschützte sexuelle Kontakte, bei Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen und Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Medizinische Versorgung
Das medizinische Versorgungsangebot ist in den größeren Städten in der Regel mit dem in Europa zu vergleichen. Sie ist auf dem Lande jedoch vielfach technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen.
Vor einer Reise nach Kolumbien wird eine individuelle Beratung durch Tropen- bzw. Reisemediziner empfohlen; zu Beratungsstellen siehe auch http://www.dtg.org
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 08.07.2015

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 08.07.2015

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
In Bogotá kam es am 2. Juli 2015 in einem Finanz- und einem Industrieviertel in Folge von Bombenanschlägen zu zwei größeren Explosionen. Mindestens zehn Personen erlitten Verletzungen. Unmittelbar nach den Anschlägen mobilisierte das Militär 2000 Soldaten für Objektschutzaufgaben und die Polizei errichtete an allen Zufahrtsstraßen zur Stadt Sonderkontrollposten. Ähnliche Taten können auch für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Reisende sollten die Berichterstattung in den Medien verfolgen.

Seit Ende Mai 2015 ist - nach Monaten relativer Ruhe - eine Eskalation des Binnenkonflikts in Form gewaltsamer Auseinandersetzungen zwischen der Guerillagruppe FARC und den kolumbianischen Streitkräften zu beobachten. Es kam zu zahlreichen schweren Anschlägen, u.a. in den Departamentos Nariño, Cauca, Valle del Cauca, Caquetá und Norte de Santander. Auf der Panamericana-Straße zwischen den Städten Popayán und Pasto wurden mehrere Bombenanschläge verübt. Ähnliche Taten können für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Überlandfahrten in den Binnenkonfliktregionen (s.u.) sollten aufgrund der aktuell erhöhten Gefährdungslage vermieden werden.
Auswärtiges Amt

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Birgitt
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Re: Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 08.07.2015

Beitrag von Albrecht(Vorname...) »

bin heut von 3 wochen backpack-urlaub in kolumbien zurückgekommen; im vergleich zu vor 25 jahren deutliche verbesserung der sicherheitslage (die no-go areas sollte man aktuell erfragen, die vom aa genannten provinzen sind seit jahrzehnten unruheherde; weite teile des landes lassen sich gut bereisen).
nachts fährt eh kein vernünftiger mensch dort...ausser in überlandbussen.
aktuell gibts stockungen in den friedensverhandlungen mit der guerilla, was der wesentliche grund für die jüngsten machtdemonstrationen der guerilla ist. die leute, mit denen ich gesprochen habe, sind durchaus besorgt.
für reisende wichtiger ist vielleicht die tatsache, dass die kleinkriminalität weniger stark in erscheinung tritt. nur vor den mitbackpackern in den hostels muss man sich wie überall auf der welt in acht nehmen!

barichara, camino real
barichara, camino real

cu
albrecht
Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 27.08.2015

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 27.08.2015

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise


Aktuelle Hinweise
Das Nachbarland Venezuela hat am 21.08.2015 den Ausnahmezustand in den fünf grenznahen Gemeinden Bolívar, Ureña, Junín, Libertad und Independencia im Bundesstaat Táchira verhängt. Die Maßnahme wurde zunächst auf 60 Tage befristet. Der dortige Grenzübergang bei Cucutá wurde geschlossen.

Von der Ausreise über den Landweg von und nach Venezuela wird dringend abgeraten.
Von Reisen in die Grenzregion zu Venezuela wird abgeraten.

In Bogotá ereigneten sich am 02. Juli 2015 zwei größere Bombenanschläge, die der Guerillagruppe ELN zugeschrieben werden. Ähnliche Taten können auch für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Im südlichen Stadtgebiet von Bogotá ereigneten sich seit Jahresbeginn mehrere kleine Sprengstoffanschläge auf örtliche Polizeistationen, bei denen nur geringer Sachschaden entstand. Dagegen wurden bei einem größeren Anschlag auf eine Polizeikolonne am 12. März 2015 im Stadtviertel Quiroga südwestlich der Altstadt von Bogotá sieben Polizisten verletzt. Ähnliche Taten können für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

Entführungen
Im Departamento Norte de Santander (Region Catatumbo), im Süden des Departamentos Bolivar und im Departamento Guajira wurden 2012 und 2013 ausländische Staatsangehörige entführt. Insbesondere in der Grenzregion zu Venezuela ist auch weiterhin von einem hohen Entführungsrisiko auch für ausländische Staatsangehörige auszugehen.

Naturkatastrophen
Für die Vulkane Galeras, Nevado del Huila und Nevado del Ruiz gilt Warnstufe „Gelb III - Änderung der vulkanischen Aktivitäten". Von Reisen zu den vorgenannten Vulkanen und in ihre Umgebung wird abgeraten. Anweisungen der örtlichen Behörden und Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden.
Bezüglich vulkanischer Aktivitäten stellt das staatlich geologische Institut Ingeominas unter http://www.ingeominas.gov.co/ Informationen zur Verfügung.

Nach schweren Regenfällen muss mit regionalen Überschwemmungen und Erdrutschen gerechnet werden.
Aktuelle Informationen können der Website der kolumbianischen Behörde für nationalen Katastrophenschutz (http://www.sigpad.gov.co) entnommen werden.

Kriminalität/Terrorismus/Sicherheit
Die Sicherheitslage in Kolumbien hat sich seit 2002 kontinuierlich verbessert. Sie ist in den meisten Metropolen (insbesondere in Bogotá) mit der anderer lateinamerikanischer Großstädte vergleichbar. Es kommt jedoch weiterhin zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen staatlichen Sicherheitskräften und illegalen Gewaltgruppen - hauptsächlich in entlegenen Landesteilen und vor allem im Südwesten des Landes. Hieran hat sich auch durch die seit Oktober 2012 laufenden Gespräche zwischen Regierung und der Guerillagruppe FARC grundsätzlich nichts geändert.
In der Regel gelten die größeren Anschläge und Angriffe staatlichen Einrichtungen. Anschläge der FARC auf zivile (touristische) Ziele sind daher nicht sehr wahrscheinlich, können allerdings auch nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden.

Das Auswärtige Amt rät gegenwärtig insbesondere von Reisen in die Grenzregionen zu Venezuela, Ecuador, Peru und Panamá sowie in alle vom Binnenkonflikt und der Drogenökonomie (Anbau, Schmuggel) betroffenen Regionen ab. Dazu zählen insbesondere (aber nicht nur) die gesamte Pazifikküste, die Departements Chocó, Cauca, Putumayo, Nariño, Arauca, Córdoba, Caquetá, einzelne Gebiete im Department Norte de Santander und der Nordosten und Nordwesten des Departements Antioquia sowie der Süden des Landes.

Touristisch organisierte Reisen nach San Agustín im Departament Huila und zu der Ciudad Perdída im Departament Magdalena sind tagsüber mit einer örtlichen Reiseleitung und auf den durch das kolumbianische Militär gesicherten Hauptanreisewegen durchführbar. Die unten genannten Verhaltens- und Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden. Ein Restrisiko für die persönliche Sicherheit kann aufgrund der hohen Allgemeinkriminalität und bestehender Gefahren durch terroristische Gruppierungen nicht ausgeschlossen werden.

Wie in der Mehrzahl der lateinamerikanischen Staaten sind auch in Kolumbien landesweit die Kriminalitätsrate (insbesondere Straßendiebstähle und Wohnungseinbrüche) und die allgemeine Gewaltbereitschaft - im Vergleich zu Europa - sehr hoch. Hiervon sind auch Viertel der Hauptstadt Bogotá und Touristenzentren betroffen, in denen sich Ausländer üblicherweise bewegen.

Die Gefahr, Opfer eines Verbrechens zu werden, kann durch Beachtung der üblichen Verhaltensregeln und Vorsichtsmaßnahmen sowie der nachfolgenden Hinweise gesenkt werden:
  • Leisten Sie auf keinen Fall Widerstand, wenn es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem bewaffneten Überfall kommt.
  • Achten Sie bei Menschenansammlungen wie z. B. in Einkaufzentren, auf Märkten, an Flughäfen oder Busbahnhöfen besonders gut auf Ihre Wertgegenstände und Ihr Gepäck.
  • Vermeiden Sie bei Dunkelheit einsame Viertel und Straßen, Vorsicht ist nachts auch in der Altstadt von Bogotá angebracht. Seien Sie abseits der Touristenzentren nicht allein unterwegs, insbesondere wenn Sie keine Ortskenntnis besitzen.
  • Vermeiden Sie einsame Haltestellen bei Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Auf Fahrten als Anhalter sollten Sie unbedingt verzichten. Auch sollten Anhalter grundsätzlich nie mitgenommen werden.
  • Verzichten Sie auf auffälligen (auch Mode-)Schmuck und nehmen Sie Geld und Wertsachen nur im erforderlichen Umfang mit.
  • Lassen Sie Ihr aufzugebendes Gepäck vor der Rückreise am Flughafen in Plastikfolie einschweißen – dies schützt vor Diebstählen aus Ihrem Gepäck und vor unbewusstem Drogenschmuggel. Verschlossene Koffer werden von den kolumbianischen Behörden bei Drogenverdacht aufgebrochen. Auch daher empfiehlt es sich, die Koffer am Flughafen unverschlossen mit Plastikfolie umwickeln zu lassen. Allerdings haben einige Fluglinien bei Flügen nach Europa oder in die USA in letzter Zeit die Mitnahme von eingeschweißten Koffern abgelehnt. Informieren Sie sich daher bitte bei Ihrer Fluggesellschaft.
  • Verzichten Sie auf Reisen, bei denen Reiserouten, Übernachtungsmöglichkeiten und Transportmittel nicht im Voraus geplant wurden.
  • Vorsicht an Geldautomaten: Ziehen Sie Geld möglichst nur tagsüber in Begleitung und achten Sie auf auffällige Personen in Ihrer unmittelbaren Umgebung.
  • Wichtige Dokumente (Reisepass, Flugticket, etc.) sollten im Hotelsafe deponiert werden. Eine Passkopie sollten Sie aber immer bei sich führen. Es empfiehlt sich, einen Scan aller wichtigen Dokumente beispielsweise in einem E-Mail-Fach zu deponieren, um jederzeit darauf zugreifen zu können, falls die Originale abhanden kommen. Dies erleichtert die Neubeschaffung erheblich.
  • Fahrzeuge sollten nur auf bewachten Parkplätzen abgestellt werden. Legen Sie keine Taschen etc. sichtbar auf die Autositze, sondern verstauen Sie diese unter den Sitzen oder im Kofferraum.
  • Nehmen Sie möglichst keine Getränke, Esswaren, Süßigkeiten oder Zigaretten von Fremden an. Immer wieder wird berichtet, dass auf diesem Wege Opfern sog. „K.O.-Tropfen“ wie Scopolamin oder ähnliche Mittel verabreicht werden.
  • Lassen Sie Essen/Getränke im Restaurant nicht unbeaufsichtigt, wenn Sie deren späteren Verzehr noch beabsichtigen. Auch hier droht Gefahr durch sog. „K.O.-Tropfen“ wie Scopolamin oder ähnliche Mittel.
  • Für Taxifahrten gilt unbedingt folgende Grundregel: Benutzen Sie stets den Telefonservice, um ein Taxi zu bestellen oder benutzen Sie autorisierte Taxis an den kenntlich gemachten autorisierten Taxiständen (i.d.R erkennen Sie diese am mit offizieller Kleidung kenntlich gemachten Personal, welches vor Abfahrt Ihren Namen und die Nummer des Taxis notiert). Andernfalls laufen Sie Gefahr, Opfer einer Kurzzeitentführung zu werden, bei der die Täter in der Regel Kreditkarten samt PIN-Nummern abpressen, um an Geldautomaten Bargeld vom Konto des Opfers abzuheben.
Reisen über Land
Die kolumbianischen Sicherheitsbehörden haben in den vergangenen fünf Jahren enorme logistische und personalintensive Anstrengungen unternommen, um die Sicherheit der Straßenverbindungen zwischen den wichtigsten Städten des Landes zu gewährleisten (insbesondere an den wichtigsten Feiertagen und an den Wochenenden werden die Hauptrouten gesichert). Die Hauptrouten zwischen den wichtigsten Städten des Landes können daher in der Regel befahren werden. Allerdings sollten auch diese Strecken nur tagsüber und möglichst an Wochenenden oder Feiertagen befahren werden. Ausflüge in der Umgebung von Bogotá und (mit Einschränkungen) in den Umgebungen anderer Städte sind ebenfalls möglich. Benutzen Sie möglichst unauffällige Fahrzeuge. Ein persönliches Restrisiko (Überfälle, Entführungen, hohe Zahl von Unfällen) kann allerdings nicht mit hundertprozentiger Sicherheit ausgeschlossen werden. Von Nachtfahrten (auch mit Bussen) wird wegen der erhöhten Unfa ll- und Überfallgefahr im ganzen Land dringend abgeraten.

Auf den großen Hauptverkehrswegen des Landes kann es durch unangekündigte Streiks verschiedener Berufsgruppen immer wieder zu Straßenblockaden kommen, die Überlandfahrten aufgrund fehlender Ausweichrouten erheblich beeinträchtigen können.

Insbesondere in den Departamentos Cauca und Nariño besteht für die Panamericana-Straße eine anhaltende Gefahr terroristischer Anschläge.
Die Entscheidung zu einer Überlandfahrt sollte nur nach sorgfältiger Prüfung des Sicherheitsrisikos getroffen werden.

Drogen
Gelegentlich werden Touristen gegen ihren Willen und in Unkenntnis als „Drogenschmuggler" eingesetzt. Nehmen Sie daher kein Gepäck für Fremde mit und kontrollieren Sie ab und zu den Inhalt Ihres eigenen Gepäcks.
Reisende und ihr Gepäck werden in Einzelfällen sehr genau kontrolliert. Passagiere werden gelegentlich stichprobenartig einer Röntgenkontrolle unterzogen. Ziel ist dabei die Überprüfung, ob Drogen im Körperinneren befördert werden. Sollte die Polizei Ihr Gepäck wegen Drogenverdachts durchsuchen, achten Sie darauf, dass ein unabhängiger Zeuge dabei ist. Wer wegen Drogenbesitzes verurteilt wird, muss mit hohen Strafen rechnen, die im kolumbianischen Strafvollzug verbracht werden müssen. Die Haftbedingungen sind wesentlich härter als in Deutschland.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:
www.auswaertiges-amt.de
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
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Beiträge: 35280
Registriert: Di 2. Aug 2005, 22:52
Wohnort: NRW / Südl. Rheinland
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 12.11.2015

Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 12.11.2015

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise
- Landesspezifische Sicherheitshinweise
- Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
- Medizinische Hinweise


Aktuelle Hinweise
Von Reisen in die Grenzregion zu Venezuela wird aufgrund des anhaltenden Grenzkonflikts abgeraten. Die Ein- und Ausreise über den Landweg von und nach Venezuela ist nicht möglich. Alle Grenzübergänge sind weiterhin geschlossen (Ausnahmen zur Grenzüberquerung bestehen nur für Schulbusse).

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Im südlichen Stadtgebiet von Bogotá ereigneten sich seit Jahresbeginn mehrere kleine Sprengstoffanschläge auf örtliche Polizeistationen, bei denen nur geringer Sachschaden entstand. Dagegen wurden bei einem größeren Anschlag auf eine Polizeikolonne am 12. März 2015 im Stadtviertel Quiroga südwestlich der Altstadt sieben Polizisten verletzt. Am 02. Juni 2015 ereigneten sich in Bogotá zwei größere Bombenanschläge, die der Guerillagruppe ELN zugeschrieben werden. Ähnliche Taten können für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

Entführungen
Im Departamento Norte de Santander (Region Catatumbo), im Süden des Departamentos Bolivar und im Departamento Guajira wurden 2012 und 2013 ausländische Staatsangehörige entführt. Insbesondere in der Grenzregion zu Venezuela ist auch weiterhin von einem hohen Entführungsrisiko auch für ausländische Staatsangehörige auszugehen.

Naturkatastrophen
Für die Vulkane Galeras, Nevado del Huila und Nevado del Ruiz gilt Warnstufe „Gelb III - Änderung der vulkanischen Aktivitäten". Von Reisen zu den vorgenannten Vulkanen und in ihre Umgebung wird abgeraten. Anweisungen der örtlichen Behörden und Sicherheitskräfte sollte unbedingt Folge geleistet werden.
Bezüglich vulkanischer Aktivitäten stellt das staatlich geologische Institut Ingeominas unter http://www.ingeominas.gov.co/ Informationen zur Verfügung.

Nach schweren Regenfällen muss mit regionalen Überschwemmungen und Erdrutschen gerechnet werden.
Aktuelle Informationen können der Website der kolumbianischen Behörde für nationalen Katastrophenschutz (http://www.sigpad.gov.co) entnommen werden.

Kriminalität/Terrorismus/Sicherheit
Die Sicherheitslage in Kolumbien hat sich seit 2002 kontinuierlich verbessert. Sie ist in den meisten Metropolen (insbesondere in Bogotá) mit der anderer lateinamerikanischer Großstädte vergleichbar. Es kommt jedoch weiterhin zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen staatlichen Sicherheitskräften und illegalen Gewaltgruppen - hauptsächlich in entlegenen Landesteilen und vor allem im Südwesten des Landes. Hieran hat sich auch durch die seit Oktober 2012 laufenden Gespräche zwischen Regierung und der Guerillagruppe FARC grundsätzlich nichts geändert.
In der Regel gelten die größeren Anschläge und Angriffe staatlichen Einrichtungen. Anschläge der FARC auf zivile (touristische) Ziele sind daher nicht sehr wahrscheinlich, können allerdings auch nicht ausgeschlossen werden.

Das Auswärtige Amt rät gegenwärtig insbesondere von Reisen in die Grenzregionen zu Venezuela, Ecuador, Peru und Panamá sowie in alle vom Binnenkonflikt und der Drogenökonomie (Anbau, Schmuggel) betroffenen Regionen ab. Dazu zählen insbesondere (aber nicht nur) die gesamte Pazifikküste, die Departements Chocó, Cauca, Putumayo, Nariño, Arauca, Córdoba, Caquetá,einzelne Gebiete im Department Norte de Santander und der Nordosten und Nordwesten des Departements Antioquia sowie der Süden des Landes.

Touristisch organisierte Reisen nach San Agustín im Departament Huila und zu der Ciudad Perdída im Departament Magdalena sind tagsüber mit einer örtlichen Reiseleitung und auf den durch das kolumbianische Militär gesicherten Hauptanreisewegen durchführbar. Die unten genannten Verhaltens- und Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden. Ein Restrisiko für die persönliche Sicherheit kann aufgrund der hohen Allgemeinkriminalität und bestehender Gefahren durch terroristische Gruppierungen nicht ausgeschlossen werden.

Die Kriminalitätsrate (insbesondere Straßendiebstähle und Wohnungseinbrüche) und die allgemeine Gewaltbereitschaft sind - im Vergleich zu Europa - hoch. Hiervon sind auch Stadtviertel der Hauptstadt Bogotá und Touristenzentren betroffen, in denen sich Ausländer üblicherweise bewegen. Tagsüber sollten sich Reisende vor Trickdiebstahl bzw. Taschendieben schützen. Nach Einbruch der Dämmerung muss vermehrt mit Überfällen unter Androhung von Gewalt gerechnet werden.

Die Gefahr, Opfer eines Verbrechens zu werden, kann durch Beachtung der üblichen Verhaltensregeln und Vorsichtsmaßnahmen sowie der nachfolgenden Hinweise gesenkt werden:
  • Leisten Sie auf keinen Fall Widerstand, wenn es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem bewaffneten Überfall kommt.
  • Achten Sie bei Menschenansammlungen wie z. B. in Einkaufzentren, auf Märkten, an Flughäfen oder Busbahnhöfen besonders gut auf Ihre Wertgegenstände und Ihr Gepäck.
  • Vermeiden Sie bei Dunkelheit einsame Viertel und Straßen, Vorsicht ist nachts auch in der Altstadt von Bogotá angebracht. Seien Sie abseits der Touristenzentren nicht allein unterwegs, insbesondere wenn Sie keine Ortskenntnis besitzen.
  • Vermeiden Sie einsame Haltestellen bei Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Auf Fahrten als Anhalter sollten Sie unbedingt verzichten. Auch sollten Anhalter grundsätzlich nie mitgenommen werden.
  • Verzichten Sie auf auffälligen (auch Mode-)Schmuck und nehmen Sie Geld und Wertsachen nur im erforderlichen Umfang mit.
  • Lassen Sie Ihr aufzugebendes Gepäck vor der Rückreise am Flughafen in Plastikfolie einschweißen – dies schützt vor Diebstählen aus Ihrem Gepäck und vor unbewusstem Drogenschmuggel. Verschlossene Koffer werden von den kolumbianischen Behörden bei Drogenverdacht aufgebrochen. Auch daher empfiehlt es sich, die Koffer am Flughafen unverschlossen mit Plastikfolie umwickeln zu lassen. Allerdings haben einige Fluglinien bei Flügen nach Europa oder in die USA in letzter Zeit die Mitnahme von eingeschweißten Koffern abgelehnt. Informieren Sie sich daher bitte bei Ihrer Fluggesellschaft.
  • Verzichten Sie auf Reisen, bei denen Reiserouten, Übernachtungsmöglichkeiten und Transportmittel nicht im Voraus geplant wurden.
  • Vorsicht an Geldautomaten: Ziehen Sie Geld möglichst nur tagsüber in Begleitung und achten Sie auf auffällige Personen in Ihrer unmittelbaren Umgebung.
  • Wichtige Dokumente (Reisepass, Flugticket, etc.) sollten im Hotelsafe deponiert werden. Eine Passkopie sollten Sie aber immer bei sich führen. Es empfiehlt sich, einen Scan aller wichtigen Dokumente beispielsweise in einem E-Mail-Fach zu deponieren, um jederzeit darauf zugreifen zu können, falls die Originale abhanden kommen. Dies erleichtert die Neubeschaffung erheblich.
  • Fahrzeuge sollten nur auf bewachten Parkplätzen abgestellt werden. Legen Sie keine Taschen etc. sichtbar auf die Autositze, sondern verstauen Sie diese unter den Sitzen oder im Kofferraum.
  • Nehmen Sie möglichst keine Getränke, Esswaren, Süßigkeiten oder Zigaretten von Fremden an. Immer wieder wird berichtet, dass auf diesem Wege Opfern sog. „K.O.-Tropfen“ wie Scopolamin oder ähnliche Mittel verabreicht werden.
  • Lassen Sie Essen/Getränke im Restaurant nicht unbeaufsichtigt, wenn Sie deren späteren Verzehr noch beabsichtigen. Auch hier droht Gefahr durch sog. „K.O.-Tropfen“ wie Scopolamin oder ähnliche Mittel.
  • Für Taxifahrten gilt unbedingt folgende Grundregel: Benutzen Sie stets den Telefonservice, um ein Taxi zu bestellen oder benutzen Sie autorisierte Taxis an den kenntlich gemachten autorisierten Taxiständen (i.d.R erkennen Sie diese am mit offizieller Kleidung kenntlich gemachten Personal, welches vor Abfahrt Ihren Namen und die Nummer des Taxis notiert). Andernfalls laufen Sie Gefahr, Opfer einer Kurzzeitentführung zu werden, bei der die Täter in der Regel Kreditkarten samt PIN-Nummern abpressen, um an Geldautomaten Bargeld vom Konto des Opfers abzuheben.
Reisen über Land
Die kolumbianischen Sicherheitsbehörden haben in den vergangenen fünf Jahren enorme logistische und personalintensive Anstrengungen unternommen, um die Sicherheit der Straßenverbindungen zwischen den wichtigsten Städten des Landes zu gewährleisten (insbesondere an den wichtigsten Feiertagen und an den Wochenenden werden die Hauptrouten gesichert). Die Hauptrouten zwischen den wichtigsten Städten des Landes können daher in der Regel befahren werden. Allerdings sollten auch diese Strecken nur tagsüber und möglichst an Wochenenden oder Feiertagen befahren werden. Ausflüge in der Umgebung von Bogotá und (mit Einschränkungen) in den Umgebungen anderer Städte sind ebenfalls möglich. Benutzen Sie möglichst unauffällige Fahrzeuge. Ein persönliches Restrisiko (Überfälle, Entführungen, hohe Zahl von Unfällen) kann allerdings nicht mit hundertprozentiger Sicherheit ausgeschlossen werden. Von Nachtfahrten (auch mit Bussen) wird wegen der erhöhten Unfa ll- und Überfallgefahr im ganzen Land dringend abgeraten.

Auf den großen Hauptverkehrswegen des Landes kann es durch unangekündigte Streiks verschiedener Berufsgruppen immer wieder zu Straßenblockaden kommen, die Überlandfahrten aufgrund fehlender Ausweichrouten erheblich beeinträchtigen können.

Insbesondere in den Departamentos Cauca und Nariño besteht für die Panamericana-Straße eine anhaltende Gefahr terroristischer Anschläge.
Die Entscheidung zu einer Überlandfahrt sollte nur nach sorgfältiger Prüfung des Sicherheitsrisikos getroffen werden.

Drogen
Gelegentlich werden Touristen gegen ihren Willen und in Unkenntnis als „Drogenschmuggler" eingesetzt. Nehmen Sie daher kein Gepäck für Fremde mit und kontrollieren Sie ab und zu den Inhalt Ihres eigenen Gepäcks.
Reisende und ihr Gepäck werden in Einzelfällen sehr genau kontrolliert. Passagiere werden gelegentlich stichprobenartig einer Röntgenkontrolle unterzogen. Ziel ist dabei die Überprüfung, ob Drogen im Körperinneren befördert werden. Sollte die Polizei Ihr Gepäck wegen Drogenverdachts durchsuchen, achten Sie darauf, dass ein unabhängiger Zeuge dabei ist. Wer wegen Drogenbesitzes verurteilt wird, muss mit hohen Strafen rechnen, die im kolumbianischen Strafvollzug verbracht werden müssen. Die Haftbedingungen sind wesentlich härter als in Deutschland.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:
www.auswaertiges-amt.de

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja
  • Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt): Ja
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen sich in gutem Zustand befinden und noch mindestens für die vorgesehene Aufenthaltsdauer gültig sein. Bei der Einreise kann die Vorlage eines Rück- bzw. Weiterflugtickets verlangt werden.

Deutsch-kolumbianische Doppelstaater müssen mit einem kolumbianischen Pass ein- und ausreisen. Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument. Für Kinder, die (auch) kolumbianische Staatsangehörige sind (z.B. deutsch-kolumbianische Doppelstaater) ist die Ausreise nur mit schriftlicher, notarieller Einverständniserklärung der nicht mitreisenden Eltern bzw. des nicht mitreisenden Elternteils möglich.

Bei der Einreise nach Kolumbien müssen Reisende derzeit am Flughafen mit stichprobenartigen Befragungen der kolumbianischen Behörden zur Ebola-Krankheit rechnen. Abgefragt werden könnten beispielsweise Voraufenthalte in afrikanischen Ländern.

Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für einen rein touristischen Aufenthalt in Kolumbien kein Visum. An den Grenzübergangsstellen bzw. auf den internationalen Flughäfen wird von der neugeschaffenen Immigrationsbehörde „Migración Colombia“ (http://www.migracioncolombia.gov.co) - vormals „Departamento Administrativo de Seguridad (DAS)“ per Stempel im Reisepass die Aufenthaltsdauer festgelegt. Reisende sollten daher bei der Einreisekontrolle durch Vorlage von Einladungsschreiben, Flugtickets o.ä. die Grenzbeamten bitten, eine Aufenthaltsdauer zu genehmigen, die den angestrebten Aufenthaltszeitraum abdeckt, was in der Regel auch erfolgt. Die maximale Aufenthaltsdauer beträgt 180 Tage.

Überschreitet der Aufenthaltszeitraum die genehmigte Aufenthaltsdauer, muss rechtzeitig bei der Migración Colombia eine Verlängerung beantragt werden, die gebührenpflichtig ist. Die Migración Colombia hat in der Regel die Immigrations-Dienststellen des aufgelösten DAS übernommen und ist in allen größeren Städten des Landes vertreten.

Sofern der Aufenthalt nicht ausschließlich touristischen Zwecken dient, kontaktieren Sie bitte die Botschaft der Republik Kolumbien in Berlin mit der Frage, ob ein Visum für Ihren Aufenthalt in Kolumbien erforderlich ist. Das jeweils zuständige Konsulat finden Sie auf der Internetseite der kolumbianischen Botschaft unter www.botschaft-kolumbien.de.

Für alle Arten von Visa ist eine persönliche Vorsprache der Antragsteller erforderlich.

Bei der Einreise auf dem Landweg sollte darauf geachtet werden, dass man am Grenzübergang einen Einreisestempel erhält. Dies gilt insbesondere für Einreisen zur Nachtzeit.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Medizinische Hinweise
Zika Virus

Seit Oktober 2015 wurden von Brasilien ausgehend in Kolumbien vermehrt Zika-Virus Infektionen bestätigt (bislang Cartagena und Turbaco). Dieses Flavivirus ist verwandt mit den ebenfalls in Südamerika vorkommenden Erregern von Dengue und Gelbfieber. Dabei ähnelt auch die Symptomatik der Zikavirus-Erkrankung der des Denguefiebers. Die Inkubationszeit dieser von Stechmücken der Gattung Aedes übertragenen Krankheit, liegt bei wenigen Tagen. Die Symptomatik ist in der Regel vergleichsweise milde mit Kopf- und Gelenkschmerzen, Fieber, Erschöpfung und einem Hautausschlag. Bei Männern scheint es häufiger zu einer Prostatitis zu kommen. Anders als bei Dengue oder Gelbfieber kommt es nicht zu Blutungen. Wie bei Dengue ist die Behandlung rein symptomatisch, eine Impfung existiert nicht. Ein effektiver Mückenschutz ist somit entscheidend.

Gelbfieber
Kolumbien verlangt bei der direkten Einreise aus Deutschland zwar keinen Nachweis einer Gelbfieberimpfung, dennoch wird die Impfung allen Reisenden dringend empfohlen, bevor sie in Kolumbien in ein Gebiet reisen, in dem Gelbfieber vorkommt.
Hierzu gehören Gebiete unterhalb 2.300m in den Departments von Amazonas, Antioquia, Arauca, Atlántico, Bolivar, Boyacá, Caldas, Caquetá, Casanare, Cauca, Cesar, Córdoba, Cundinamarca, Guainía, Guaviare, Huila, Magdalena, Meta, Norte de Santander, Putumayo, Quindio, Riasaralda, San Andrés, Providencia, Santander, Sucre, Tolima, Vaupés und Vichada; den Städten von Acandí, Juradó, Riosucio und Unguía im Department Choco, den Städten von Albania, Barrancas, Dibulla, Distracción, El Molino, Fonseca, Hatonuevo, La Jagua del Pilar, Maicao, Manaure, Riohacha, San Juan del Cesar, Urumita und Villanueva im La Guajira Department.
Ein niedriges Expositionspotential existiert für Gelbfieber auch in den Departments von Cauca, Nariño und Valle de Cauca, dem zentralen und südlichen Choco Department und den Städten von Barranquilla, Cali, Cartagena und Medellín.
Gelbfieber wird nicht übertragen in Gebieten oberhalb von 2.300m, inkl. den Stadtgebieten von Bogotá und Uribia im La Guajira Department.

Genereller Impfschutz
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Chikungunya
Seit September werden für Kolumbien wie auch zuvor schon in anderen Gebieten der Karibik und den angrenzenden Ländern erste bestätigte Erkrankungsfälle von Chikungunya gemeldet.

Chikungunya zeigt ähnliche Symptome wie das Dengue-Fieber (s.u.) und wird ebenfalls über Aedes-Mücken übertragen, so dass in jedem Fall die u.g. persönlichen Mückenschutzmaßnahmen beachtet werden sollten

Dengue
Dengue wird in weiten Teilen des Landes durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes aegypti übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s.u.).

Malaria
Ein geringes Risiko für Malaria besteht im ganzen Land unterhalb von 1.600m Höhe, ein sehr geringes Risiko in den ländlichen Gebieten im Norden.
Als Malaria-frei gelten die großen Städte, S. Andres und Providencia.
Die Übertragung erfolgt durch den Stich abend- und nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die Malaria tropica nicht selten tödlich. Die Malaria-Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Je nach Reiseprofil kann im Einzelfall eine Chemoprophylaxe bzw. Standby-Medikation sinnvoll sein, deren Auswahl unbedingt vor der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden sollte.
Aufgrund der o. g. Infektionsrisiken durch Mückenstiche wird allen Reisenden empfohlen:
  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • tagsüber (Dengue!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.
Durchfallerkrankungen
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Dies ist besonders wichtig in ländlichen Gebieten.

HIV/AIDS
Durch ungeschützte sexuelle Kontakte, bei Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen und Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Medizinische Versorgung
Das medizinische Versorgungsangebot ist in den größeren Städten in der Regel mit dem in Europa zu vergleichen. Sie ist auf dem Lande jedoch vielfach technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen.

Vor einer Reise nach Kolumbien wird eine individuelle Beratung durch Tropen- bzw. Reisemediziner empfohlen; zu Beratungsstellen siehe auch www.dtg.org
Auswärtiges Amt

Gruß
Birgitt
Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 22.12.2015

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 22.12.2015

Letzte Änderungen:
- Medizinische Hinweise (Aktuelle Hinweise: Zika-Virus-Infektionen)


Medizinische Hinweise
Aktuelle Hinweise: Zika-Virus-Infektion

In der Region inkl. Kolumbien wird aktuell eine Zunahme von durch Mücken übertragbare Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die ähnlich wie Dengue-Fieber verlaufen, allerdings insbesondere für schwangere Reisende eine Gefahr darstellen können.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Zika-Viren gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Infektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen (s.u.). Schwangere sollten generell von vermeidbaren Reisen in Zika-Endemie-Gebiete absehen.

Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion finden Sie auf folgendem Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts (http://www.auswaertiges-amt.de/cae/serv ... -Virus.pdf).
Auswärtiges Amt
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 01.02.2016

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 01.02.2016

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise (gelöscht)
- Landesspezifische Sicherheitshinweise
- Allgemeine Reiseinformationen
- Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
- Besondere Zollvorschriften


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Von Reisen in die Grenzregion zu Venezuela wird aufgrund des anhaltenden Grenzkonflikts weiterhin abgeraten. Die Ein- und Ausreise über den Landweg von und nach Venezuela ist nicht möglich. Alle Grenzübergänge sind weiterhin geschlossen. Ausnahmen zur Grenzüberquerung bestehen nur für Schulbusse.

Entführungen
Ein Entführungsrisiko für ausländische Staatsangehörige besteht weiter, insbesondere in den Grenzregionen zu Venezuela.

Naturkatastrophen
Bei Reisen in die unmittelbare Umgebung von Vulkanen sollten die Anweisungen der örtlichen Behörden und Sicherheitskräfte beachtet werden.

Hinweise zu vulkanischen Aktivitäten gibt das staatlich geologische Institut Ingeominas unter http://www.ingeominas.gov.co/Observator ... gicos.aspx .

Aktuelle Informationen zu regionalen Überschwemmungen und Erdrutschen nach schweren Regenfällen werden auf der Website der kolumbianischen Behörde für nationalen Katastrophenschutz (http://www.sigpad.gov.co) eingestellt.

Kriminalität/ Terrorismus/ Sicherheit
Die Sicherheitslage in Kolumbien hat sich seit 2002 kontinuierlich verbessert. Sie ist in den meisten Großstädten (insbesondere in Bogotá) mit der anderer lateinamerikanischer Metropolen vergleichbar. Es kommt jedoch weiterhin zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen staatlichen Sicherheitskräften und illegalen Gewaltgruppen - hauptsächlich in entlegenen Landesteilen, u.a. im Südwesten des Landes.

Seit dem einseitig verkündeten Waffenstillstand der Guerillagruppe FARC im Juli 2015 sind deren Aktivitäten deutlich zurückgegangen. Die Guerillagruppe ELN sowie andere illegale Gruppen aus dem Bereich der organisierten Kriminalität verüben weiterhin Anschläge. Terroristische Anschläge auf touristische Ziele sind in den letzten Jahren nicht vorgekommen. Der mögliche Friedensschluss mit der FRAC sollte nicht dazu verleiten, die dann noch bestehenden Gefahren außerhalb der Großstädte zu unterschätzen.

Von Aufenthalten in den Grenzregionen, insbesondere zu Venezuela, Ecuador, Peru und Panamá sowie in allen vom Binnenkonflikt und der Drogenökonomie (Anbau, Schmuggel) betroffenen Regionen, wird abgeraten. Dazu zählen insbesondere die gesamte Pazifikküste, die Departements Chocó, Cauca, Putumayo, Nariño, Arauca, Córdoba, Caquetá,einzelne Gebiete in Norte de Santander, der Nordosten und Nordwesten von Antioquia sowie der Süden von Bolivar.

Touristisch organisierte Reisen nach San Agustín im Departement Huila und zu Ciudad Perdída im Departement Magdalena sollten nur tagsüber mit einer örtlichen Reiseleitung und auf den durch das kolumbianische Militär gesicherten Hauptanreisewegen durchgeführt werden. Aufgrund der hohen Allgemeinkriminalität und der Gefahr terroristischer Anschläge bleibt ein Restrisiko für die persönliche Sicherheit bestehen.

Bitte beachten Sie die unten genannten Verhaltens- und Vorsichtsmaßnahmen.

Die Kriminalitätsrate (insbesondere Straßendiebstähle und Wohnungseinbrüche) und die allgemeine Gewaltbereitschaft sind hoch. Dies gilt sowohl für landschaftlich reizvolle Gegenden/Wanderwege als auch für die Hauptstadt Bogotá und Touristenzentren. Selbst tagsüber muss mit Raubüberfällen und Trickdiebstahl gerechnet werden. Mit Einbruch der Dämmerung besteht bei Überfällen eine erhöhte Gefahr der Gewaltanwendung.

Reisende können die Gefahr, Opfer von Straftaten zu werden, verringern, wenn sie die nachfolgenden Verhaltenshinweise beachten::
  • Leisten Sie auf keinen Fall Widerstand, wenn es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem bewaffneten Überfall kommt.
  • Achten Sie bei Menschenansammlungen wie z.B. in Einkaufzentren, auf Märkten, an Flughäfen oder Busbahnhöfen besonders gut auf Ihre Wertgegenstände und Ihr Gepäck.
  • Vermeiden Sie bei Dunkelheit einsame Viertel und Straßen, Vorsicht ist nachts auch in der Altstadt von Bogotá angebracht. Seien Sie abseits der Touristenzentren nicht allein unterwegs, insbesondere wenn Sie keine Ortskenntnis besitzen.
  • Vermeiden Sie einsame Haltestellen bei Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Auf Fahrten als Anhalter sollten Sie unbedingt verzichten. Auch sollten Anhalter grundsätzlich nie mitgenommen werden.
  • Verzichten Sie auf auffälligen (auch Mode-)Schmuck und nehmen Sie Geld und Wertsachen nur im erforderlichen Umfang mit.
  • Verzichten Sie auf Reisen, bei denen Reiserouten, Übernachtungsmöglichkeiten und Tran sportmittel nicht im Voraus fest stehen.
  • Vorsicht an Geldautomaten: Ziehen Sie Geld möglichst nur tagsüber in Begleitung und achten Sie auf auffällige Personen in Ihrer unmittelbaren Umgebung.
  • Wichtige Dokumente (Reisepass, Flugticket, etc.) sollten im Hotelsafe deponiert werden. Eine Passkopie sollten Sie aber immer bei sich führen. Es empfiehlt sich, einen Scan aller wichtigen Dokumente beispielsweise in einem E-Mail-Fach zu deponieren, um jederzeit darauf zugreifen zu können, falls die Originale abhandenkommen. Dies erleichtert die Neubeschaffung erheblich.
  • Fahrzeuge sollten nur auf bewachten Parkplätzen abgestellt werden. Legen Sie keine Taschen etc. sichtbar auf die Autositze, sondern verstauen Sie diese unter den Sitzen oder im Kofferraum.
  • Nehmen Sie möglichst keine Getränke, Esswaren, Süßigkeiten oder Zigaretten von Fremden an und lassen Sie Essen/Getränke im Restaurant nicht unbeaufsichtigt. Auf diese Weise wurden Opfern sog . „K.O.-Tropfen“ wie Scopolamin oder ähnliche Mittel verabreicht.
  • Reisende sollten keine Taxis am Straßenrand heranwinken sondern stets einen Telefon- oder Internetservice benutzen, um ein Taxi zu bestellen (z.B. die Taxi-App TAPPSI), oder autorisierte Taxis an den kenntlich gemachten autorisierten Taxiständen benutzen (i.d.R. erkennen Sie diese am mit offizieller Kleidung kenntlich gemachten Personal, welches vor Abfahrt Ihren Namen und die Nummer des Taxis notiert). Andernfalls laufen Sie Gefahr, Opfer einer Kurzzeitentführung zu werden, bei der die Täter in der Regel Kreditkarten samt PIN-Nummern abpressen, um an Geldautomaten Bargeld vom Konto des Opfers abzuheben.
  • Kreditkarten sollten niemals aus der Hand gegeben werden. Bei der Benutzung eines Geldautomaten sollte dieser auf mögliche Präparierungen zum illegalen Auslesen der Karte überprüft werden. Geld sollte generell nur tagsüber in belebten Straßen, großen Banken oder Einkaufszentren abgehoben werden.
Reisen über Land
Die kolumbianischen Sicherheitsbehörden haben in den vergangenen Jahren erhebliche logistische und personalintensive Anstrengungen unternommen, um die Sicherheit der Straßenverbindungen zwischen den wichtigsten Städten des Landes zu gewährleisten (insbesondere an den wichtigsten Feiertagen und an den Wochenenden werden die Hauptrouten gesichert). Die Hauptrouten zwischen den wichtigsten Städten des Landes können daher in der Regel befahren werden, jedoch nur tagsüber und möglichst an Wochenenden oder Feiertagen. Ausflüge in der Umgebung von Bogotá und (mit Einschränkungen) in den Umgebungen anderer Städte sind ebenfalls möglich. Benutzen Sie möglichst unauffällige Fahrzeuge. Ein persönliches Restrisiko (Überfälle, Entführungen, hohe Zahl von Unfällen) bleibt. Wegen der erhöhten Unfall- und Überfallgefahr sollten Nachtfahrten (auch mit Bussen) im ganzen Land vermieden werden.

Auf den großen Hauptverkehrswegen des Landes kann es durch unangekündigte Streiks zu Straßenblockaden kommen, die Überlandfahrten mangels Ausweichrouten erheblich beeinträchtigen können.

Drogen
Gelegentlich werden Touristen gegen ihren Willen und in Unkenntnis als „Drogenschmuggler" missbraucht. Reisende sollten daher kein Gepäck für Fremde mitnehmen und den Inhalt des eigenen Gepäcks kontrollieren.
Reisende müssen an den Flughäfen mit eingehenden Kontrollen des Gepäcks und mit körperlichen Durchsuchungen rechnen. Bei Gepäckdurchsuchungen wegen Drogenverdachts sollte unbedingt ein unabhängiger Zeuge hinzugezogen werden. Drogenbesitz führt zu hohen Strafen in kolumbianischen Gefängnissen.

Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:
http://www.auswaertiges-amt.de

Allgemeine Reiseinformationen
Sprache

Grundkenntnisse der spanischen Sprache sind empfehlenswert, Fremdsprachenkenntnisse sind außerhalb der Touristenzentren wenig verbreitet.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen sich in gutem Zustand befinden und noch mindestens für die vorgesehene Aufenthaltsdauer gültig sein.

Bei der Einreise kann die Vorlage eines Rück- bzw. Weiterflugtickets verlangt werden.

Reisende, die ihren aktuellen Pass jemals als verloren oder gestohlen gemeldet haben, sollten sich vor der Abreise vergewissern, dass die Meldung in der Interpol-Datei vollständig gelöscht ist. Andernfalls kann es zu Einreiseproblemen kommen.

Deutsch-kolumbianische Doppelstaater müssen mit einem kolumbianischen Pass ein- und ausreisen. Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument. Für Kinder, die (auch) kolumbianische Staatsangehörige sind (z.B. deutsch-kolumbianische Doppelstaater) ist die Ausreise nur mit schriftlicher, notarieller Einverständniserklärung der nicht mitreisenden Eltern bzw. des nicht mitreisenden Elternteils möglich.

Bei der Einreise nach Kolumbien müssen Reisende derzeit am Flughafen mit stichprobenartigen Befragungen der kolumbianischen Behörden zur Ebola-Krankheit rechnen. Abgefragt werden könnten beispielsweise Voraufenthalte in afrikanischen Ländern.

Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für einen rein touristischen Aufenthalt in Kolumbien kein Visum. An den Grenzübergangsstellen bzw. auf den internationalen Flughäfen wird von der Immigrationsbehörde „Migración Colombia“ (http://www.migracioncolombia.gov.co ) per Stempel im Reisepass die Aufenthaltsdauer festgelegt. Reisende sollten daher bei der Einreisekontrolle durch Vorlage von Einladungsschreiben, Flugtickets o. ä. die Grenzbeamten bitten, eine Aufenthaltsdauer zu genehmigen, die den angestrebten Aufenthaltszeitraum abdeckt, was in der Regel auch erfolgt. Die zunächst maximale Aufenthaltsdauer beträgt 90 Tage, verlängerbar um weitere 90 Tage.

Reisende, die über die genehmigte Aufenthaltsdauer hinaus im Land bleiben wollen, müssen rechtzeitig vor Ablauf des bereits genehmigten Zeitraums bei der Migración Colombia eine (gebührenpflichtige) Verlängerung beantragen. Migración Colombia ist in allen größeren Städten des Landes vertreten.

Sofern der Aufenthalt nicht ausschließlich touristischen Zwecken dient, kontaktieren Sie bitte die Botschaft der Republik Kolumbien in Berlin mit der Frage, ob ein Visum für Ihren Aufenthalt in Kolumbien erforderlich ist. Das jeweils zuständige Konsulat finden Sie auf der Internetseite der kolumbianischen Botschaft http://www.botschaft-kolumbien.de

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften
Das Ausführen von kolumbianischen Kulturgütern ist untersagt.
Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden. Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls http://www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.
Auswärtiges Amt
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 08.02.2016

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 08.02.2016

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise
- Medizinische Hinweise (Aktuelle HInweise: Zika-Virus-Infektionen)


Aktuelle Hinweise
In der Region, inklusive Kolumbien wird aktuell eine deutliche Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellen können.
Schwangeren wird daher empfohlen, von vermeidbaren Reisen in ZIKA-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen. (Näheres siehe Medizinische Hinweise).

Medizinische Hinweise
Aktuelle Hinweise: Zika-Virus-Infektion

In der Region inklusive Kolumbien wird aktuell eine deutliche Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber verlaufen, allerdings für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellen können. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung.

Das Auswärtige Amt empfiehlt daher Schwangeren (in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) und dem Robert-Koch-Institut) von vermeidbaren Reisen in ZIKA-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen, da das Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau derzeit nicht ausgeschlossen werden kann.

Bei unvermeidbaren Reisen muss auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Mückenstichen geachtet werden, siehe auch: http://www.auswaertiges-amt.de/cae/serv ... stiche.pdf

Eine sexuelle Übertragbarkeit erscheint nicht ausgeschlossen. Der Gebrauch von Kondomen bis 28 Tage nach einer möglichen Exposition stellt bis zur wissenschaftlichen Klärung eine sinnvolle Vorsorgemaßnahme dar.

Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion finden Sie auf folgendem Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts (http://www.auswaertiges-amt.de/cae/serv ... -Virus.pdf
Auswärtiges Amt
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Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 04.04.2016

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- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Im Norden Antioquias sowie in Teilen von Choco, Sucre und Cordoba kommt es aktuell zu bewaffneten Streiks. Von Reisen in diese Regionen wird dringend abgeraten.

In der Region, inklusive Kolumbien wird aktuell eine deutliche Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellen können.
Schwangeren wird daher empfohlen, von vermeidbaren Reisen in ZIKA-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen. (Näheres siehe Medizinische Hinweise).
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Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 03.05.2016

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- Aktuelle Hinweise
- Medizinische Hinweise


Aktuelle Hinweise
Im Norden Antioquias sowie in Teilen von Choco, Sucre und Cordoba kommt es aktuell zu bewaffneten Streiks. Von Reisen in diese Regionen wird dringend abgeraten.

Medizinische Hinweise
Aktuelle Hinweise: Zika-Virus-Infektion

In der Region wird aktuell eine deutliche Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber verlaufen, allerdings für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellt. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung.
Das Auswärtige Amt empfiehlt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) sowie dem Robert-Koch-Institut von vermeidbaren Reisen in Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.
Bei unvermeidbaren Reisen muss auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vorbeugung von Mückenstichen geachtet werden, siehe auch: Schutzmaßnahmen Mückenstiche
Da eine sexuelle Übertragbarkeit möglich ist, wird nach einer möglichen Exposition in den Ausbruchgebieten bei Sexualverkehr mit Schwangeren und Frauen, die schwanger werden können, Kondomgebrauch für 6 Monate empfohlen. Es ist darüber hinaus zu überlegen, ob die Dauer des Aufenthaltes und das persönliche Risikoprofil vor Ort es rechtfertigen, ggf. nach Rückkehr generell seinen Sexualpartner für den o.g. Zeitraum durch Kondomgebrauch zu schützen. Weitere Informationen zur Zika-Virus-Infektion finden Sie auf dem Merkblatt des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts Merkblatt Zika-Virus-Infektion.

Impfschutz
Kolumbien verlangt bei der direkten Einreise aus Deutschland zwar keinen Nachweis einer Gelbfieberimpfung, dennoch wird die Impfung allen Reisenden dringend empfohlen, bevor sie in Kolumbien in ein Gebiet reisen, in dem Gelbfieber vorkommt.
Hierzu gehören Gebiete unterhalb 2.300m in den Departments von Amazonas, Antioquia, Arauca, Atlántico, Bolivar, Boyacá, Caldas, Caquetá, Casanare, Cauca, Cesar, Córdoba, Cundinamarca, Guainía, Guaviare, Huila, Magdalena, Meta, Norte de Santander, Putumayo, Quindio, Riasaralda, San Andrés, Providencia, Santander, Sucre, Tolima, Vaupés und Vichada; den Städten von Acandí, Juradó, Riosucio und Unguía im Department Choco, den Städten von Albania, Barrancas, Dibulla, Distracción, El Molino, Fonseca, Hatonuevo, La Jagua del Pilar, Maicao, Manaure, Riohacha, San Juan del Cesar, Urumita und Villanueva im La Guajira Department.
Ein niedriges Expositionspotential existiert für Gelbfieber auch in den Departments von Cauca, Nariño und Valle de Cauca, dem zentralen und südlichen Choco Department und den Städten von Barranquilla, Cali, Cartagena und Medellín.
Gelbfieber wird nicht übertragen in Gebieten oberhalb von 2.300m, inkl. den Stadtgebieten von Bogotá und Uribia im La Guajira Department.
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de.
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Mumps, Masern Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

Chikungunya
Seit September werden für Kolumbien wie auch zuvor schon in anderen Gebieten der Karibik und den angrenzenden Ländern erste bestätigte Erkrankungsfälle von Chikungunya gemeldet.
Chikungunya zeigt ähnliche Symptome wie das Dengue-Fieber (s.u.) und wird ebenfalls über Aedes-Mücken übertragen, so dass in jedem Fall die u.g. persönlichen Mückenschutzmaßnahmen beachtet werden sollten.

Dengue
Dengue wird in weiten Teilen des Landes durch den Stich der tagaktiven Mücke Aedes aegypti übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Maßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s.u.).

Malaria
Ein geringes Risiko für Malaria besteht im ganzen Land unterhalb von 1.600m Höhe, ein sehr geringes Risiko in den ländlichen Gebieten im Norden.
Als Malaria-frei gelten die großen Städte, S. Andres und Providencia.
Die Übertragung erfolgt durch den Stich abend- und nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die Malaria tropica nicht selten tödlich. Die Malaria-Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet an den behandelnden Arzt notwendig.
Je nach Reiseprofil kann im Einzelfall eine Chemoprophylaxe bzw. Standby-Medikation sinnvoll sein, deren Auswahl unbedingt vor der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden sollte.
Aufgrund der o.g. Infektionsrisiken durch Mückenstiche wird allen Reisenden empfohlen:
  • körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
  • tagsüber (Dengue!) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
  • ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.
Durchfallerkrankungen
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Dies ist besonders wichtig in ländlichen Gebieten. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden.

HIV/AIDS
Durch ungeschützte sexuelle Kontakte, bei Drogenmissbrauch (unsaubere Spritzen und Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich das Risiko einer lebensgefährlichen HIV-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere aber bei Gelegenheitsbekanntschaften, empfohlen.

Medizinische Versorgung
Das medizinische Versorgungsangebot ist in den größeren Städten in der Regel mit dem in Europa zu vergleichen. Sie ist auf dem Lande jedoch vielfach technisch, apparativ und hygienisch problematisch. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen.
Vor einer Reise nach Kolumbien wird eine individuelle Beratung durch Tropen- bzw. Reisemediziner empfohlen; zu Beratungsstellen siehe auch www.dtg.org
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Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 03.06.2016

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- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Seit dem 28. Mai 2016 finden landesweite Streiks von Landwirten statt. Der Verkehr auf Überlandstraßen ist stark beeinträchtigt, vielerorts völlig blockiert. Besonders betroffen sind die Departements Boyacá, Chocó, Cesar, Cauca und Nariño. Hier sollten Überlandfahrten nur vorgenommen werden, wenn diese zwingend erforderlich sind.
Auf der Panamericana zwischen Cali und Popayan werden immer wieder Blockaden errichtet, die den Straßenverkehr erheblich beeinträchtigen. Ein Ende der Proteste ist bislang nicht absehbar.
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Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 06.06.2016

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- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Am 28. Mai 2016 wurde von der Polizei das in der Nähe des Präsidentenpalastes gelegene Viertel “El Bronx“ geräumt. Ca. 5000 Einwohner des Viertels leben seitdem in improvisierten Lagern im gesamten Innenstadtbereich. In den vergangenen Tagen wurden hier vermehrt Raubüberfälle registriert. Zu beobachten sind dabei auch gezielte Überfälle auf Passanten, die als Racheakte der Bronx-Bewohner bezeichnet werden. Der Bereich außerhalb des touristischen Kerns des Plaza Bolivar sollte bis auf weiteres auch tagsüber unbedingt gemieden werden.

Seit Ende Mai 2016 finden landesweite Streiks von Landwirten statt. Der Verkehr auf Überlandstraßen ist stark beeinträchtigt, vielerorts völlig blockiert. Besonders betroffen sind die Departements Boyacá, Chocó, Cesar, Cauca und Nariño. Hier sollten Überlandfahrten nur vorgenommen werden, wenn diese zwingend erforderlich sind.
Auf der Panamericana zwischen Cali und Popayan werden immer wieder Blockaden errichtet, die den Straßenverkehr erheblich beeinträchtigen. Ein Ende der Proteste ist bislang nicht absehbar.
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Beitrag von Birgitt »

Auswärtiges Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 21.06.2016

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- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Am 28. Mai 2016 wurde von der Polizei das in der Nähe des Präsidentenpalastes gelegene Viertel “El Bronx“ geräumt. Ca.5000 Einwohner des Viertels leben seitdem in improvisierten Lagern im gesamten Innenstadtbereich; das größte befindet sich auf der Plaza Espana, unweit des Präsidentenpalastes. Außerhalb des touristischen Kerns der Plaza Bolivar wurden in den vergangenen Wochen vermehrt Raubüberfälle registriert – vermutlich stehen diese im Zusammenhang mit der aktuellen Situation der ehemaligen BRONX-Bewohner. Insbesondere zur Nachtzeit sollte der Bereich gemieden werden.

Seit Anfang Juni finden landesweite Streiks der Transportwirtschaft statt. Der Verkehr auf Überlandstraßen ist stark beeinträchtigt, vielerorts völlig blockiert. Besonders betroffen sind die Departements Chocó, Cesar, Cauca und Nariño. Hier sollten Überlandfahrten nur vorgenommen werden, wenn diese zwingend erforderlich sind. Auf der Panamericana zwischen Cali und Popayan werden immer wieder Blockaden errichtet, die den Straßenverkehr erheblich beeinträchtigen. Ein Ende der Proteste ist bislang nicht absehbar.
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 27.07.2016

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 27.07.2016

Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise


Aktuelle Hinweise
Ende Mai 2016 wurde von der Polizei das in der Nähe des Präsidentenpalastes gelegene Viertel “El Bronx“ geräumt. Ca. 5000 Menschen leben seitdem in improvisierten Lagern im gesamten Innenstadtbereich; das größte befindet sich auf der Plaza Espana, unweit des Präsidentenpalastes. Außerhalb des touristischen Kerns der Plaza Bolivar wurden in den vergangenen Wochen vermehrt Raubüberfälle registriert. Insbesondere zur Nachtzeit sollte der Bereich gemieden werden.
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Reise-/Sicherheitshinweis Kolumbien 20.09.2016

Beitrag von Alexander »

Das Auswärtige Amt hat geschrieben:Kolumbien:
Stand 20.09.2016

Letzte Änderungen:
- Landesspezifische Sicherheitshinweise


Landesspezifische Sicherheitshinweise
Von Aufenthalten in den Grenzregionen Kolumbiens, insbesondere zu Venezuela und Panama sowie in allen vom Binnenkonflikt und der Drogenökonomie (Anbau, Schmuggel) betroffenen Regionen wird abgeraten. Dazu zählen insbesondere die gesamte Pazifikküste, die Departements Chocó, Cauca, Putumayo, Nariño, Arauca, Córdoba, Caquetá, einzelne Gebiete in Norte de Santander, der Nordosten und Nordwesten von Antioquia sowie der Süden von Bolivar.

Grenzgebiet zu Venezuela
Die Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela ist seit August 2016 an den Hauptübergangsstellen für Fußgänger tagsüber wieder geöffnet. Gleichwohl bleibt bei Reisen in die Grenzregion zu Venezuela weiterhin Vorsicht geboten. Vorübergehende Schließungen der wieder eröffneten Grenze zu Kolumbien können jederzeit kurzfristig verfügt werden.

Entführungen
Ein Entführungsrisiko für ausländische Staatsangehörige besteht weiter, insbesondere in den Grenzregionen zu Venezuela.

Naturkatastrophen
Bei Reisen in die unmittelbare Umgebung von Vulkanen sollten die Anweisungen der örtlichen Behörden und Sicherheitskräfte beachtet werden.
Hinweise zu vulkanischen Aktivitäten gibt das staatlich geologische Institut Ingeominas unter Observatorios-Vulcanologicos

Aktuelle Informationen zu regionalen Überschwemmungen und Erdrutschen nach schweren Regenfällen werden auf der Website der kolumbianischen Behörde für nationalen Katastrophenschutz (http://www.sigpad.gov.co) eingestellt.

Kriminalität/Terrorismus/Sicherheit
Die Sicherheitslage in Kolumbien hat sich seit 2002 kontinuierlich verbessert. Sie ist in den meisten Großstädten (insbesondere in Bogotá) mit der in anderen lateinamerikanischen Metropolen vergleichbar. Es kommt jedoch weiterhin zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen staatlichen Sicherheitskräften und illegalen Gewaltgruppen - hauptsächlich in entlegenen Landesteilen, u.a. im Südwesten des Landes.

Seit dem einseitig verkündeten Waffenstillstand der Guerillagruppe FARC im Juli 2015 sind deren Aktivitäten deutlich zurückgegangen. Die Guerillagruppe ELN sowie andere illegale Gruppen aus dem Bereich der organisierten Kriminalität verüben weiterhin Anschläge. Terroristische Anschläge auf touristische Ziele sind in den letzten Jahren nicht vorgekommen. Der bevorstehende Friedensschluss mit der FARC sollte nicht dazu verleiten, die weiterhin bestehenden Gefahren außerhalb der Großstädte zu unterschätzen.

Neben dem Gewaltpotential geht Gefahr von Landminen aus. Befestigte Straßen (=Teerstraßen, regelmäßig befahrene Schotterpisten) sollten daher außerhalb von Ortschaften nicht verlassen werden. Schon wenige Schritte neben der Piste besteht die Gefahr, auf eine Mine zu treten. Informationen zur Verteilung der verminten Gebiete finden sich z.B. unter accioncontraminas.gov.co

Touristisch organisierte Reisen nach San Agustín im Departement Huila und zu Ciudad Perdída im Departement Magdalena sollten nur tagsüber mit einer örtlichen Reiseleitung und auf den durch das kolumbianische Militär gesicherten Hauptanreisewegen durchgeführt werden. Aufgrund der hohen Allgemeinkriminalität und der Gefahr terroristischer Anschläge bleibt ein Restrisiko für die persönliche Sicherheit bestehen.

Bitte beachten Sie die unten genannten Verhaltens- und Vorsichtsmaßnahmen.

Die Kriminalitätsrate (insbesondere Straßendiebstähle und Wohnungseinbrüche) und die allgemeine Gewaltbereitschaft sind hoch. Dies gilt sowohl für landschaftlich reizvolle Gegenden/Wanderwege als auch für die Hauptstadt Bogotá und Touristenzentren. Selbst tagsüber muss mit Raubüberfällen und Trickdiebstahl gerechnet werden. Mit Einbruch der Dämmerung besteht bei Überfällen eine erhöhte Gefahr der Gewaltanwendung. Diese hat in Bogota nach der im Mai 2016 erfolgten Räumung des als „Bronx“ bezeichneten Squatterviertels im gesamten Stadtgebiet zugenommen.

Reisende können die Gefahr, Opfer von Straftaten zu werden, verringern, wenn sie die nachfolgenden Verhaltenshinweise beachten:
  • Leisten Sie auf keinen Fall Widerstand, wenn es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem bewaffneten Überfall kommt.
  • Achten Sie bei Menschenansammlungen wie z.B. in Einkaufzentren, auf Märkten, an Flughäfen oder Busbahnhöfen besonders gut auf Ihre Wertgegenstände und Ihr Gepäck.
  • Vermeiden Sie bei Dunkelheit einsame Viertel und Straßen, Vorsicht ist nachts auch in der Altstadt von Bogotá angebracht. Seien Sie abseits der Touristenzentren nicht allein unterwegs, insbesondere wenn Sie keine Ortskenntnis besitzen.
  • Vermeiden Sie einsame Haltestellen bei Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Auf Fahrten als Anhalter sollten Sie unbedingt verzichten. Auch sollten Anhalter grundsätzlich nie mitgenommen werden.
  • Verzichten Sie auf auffälligen (auch Mode-)Schmuck und nehmen Sie Geld und Wertsachen nur im erforderlichen Umfang mit.
  • Verzichten Sie auf Reisen, bei denen Reiserouten, Übernachtungsmöglichkeiten und Transportmit tel nicht im Voraus fest stehen.
  • Vorsicht an Geldautomaten: Ziehen Sie Geld möglichst nur tagsüber in Begleitung und achten Sie auf auffällige Personen in Ihrer unmittelbaren Umgebung.
  • Wichtige Dokumente (Reisepass, Flugticket, etc.) sollten im Hotelsafe deponiert werden. Eine Passkopie sollten Sie aber immer bei sich führen. Es empfiehlt sich, einen Scan aller wichtigen Dokumente beispielsweise in einem E-Mail-Fach zu deponieren, um jederzeit darauf zugreifen zu können, falls die Originale abhandenkommen. Dies erleichtert die Neubeschaffung erheblich.
  • Fahrzeuge sollten nur auf bewachten Parkplätzen abgestellt werden. Legen Sie keine Taschen etc. sichtbar auf die Autositze, sondern verstauen Sie diese unter den Sitzen oder im Kofferraum.
  • Nehmen Sie möglichst keine Getränke, Esswaren, Süßigkeiten oder Zigaretten von Fremden an und lassen Sie Essen/Getränke im Restaurant nicht unbeaufsichtigt. Auf diese Weise wurden Opfern sog. „K.O.-Tropfe n“ wie Scopolamin oder ähnliche Mittel verabreicht.
  • Reisende sollten keine Taxis am Straßenrand heranwinken sondern stets einen Telefon- oder Internetservice benutzen, um ein Taxi zu bestellen (z.B. die Taxi-App TAPPSI), oder autorisierte Taxis an den kenntlich gemachten autorisierten Taxiständen benutzen (i.d.R. erkennen Sie diese am mit offizieller Kleidung kenntlich gemachten Personal, welches vor Abfahrt Ihren Namen und die Nummer des Taxis notiert). Andernfalls laufen Sie Gefahr, Opfer einer Kurzzeitentführung zu werden, bei der die Täter in der Regel Kreditkarten samt PIN-Nummern abpressen, um an Geldautomaten Bargeld vom Konto des Opfers abzuheben.
  • Kreditkarten sollten niemals aus der Hand gegeben werden. Bei der Benutzung eines Geldautomaten sollte dieser auf mögliche Präparierungen zum illegalen Auslesen der Karte überprüft werden. Geld sollte generell nur tagsüber in belebten Straßen, großen Banken oder Einkaufszentren abgehoben werden.
Reisen über Land
Die kolumbianischen Sicherheitsbehörden haben in den vergangenen Jahren erhebliche logistische und personalintensive Anstrengungen unternommen, um die Sicherheit der Straßenverbindungen zwischen den wichtigsten Städten des Landes zu gewährleisten (insbesondere an den wichtigsten Feiertagen und an den Wochenenden werden die Hauptrouten gesichert). Die Hauptrouten zwischen den wichtigsten Städten des Landes können daher in der Regel befahren werden, jedoch nur tagsüber und möglichst an Wochenenden oder Feiertagen. Ausflüge in der Umgebung von Bogotá und (mit Einschränkungen) in den Umgebungen anderer Städte sind ebenfalls möglich. Benutzen Sie möglichst unauffällige Fahrzeuge. Ein persönliches Restrisiko (Überfälle, Entführungen, hohe Zahl von Unfällen) bleibt. Wegen der erhöhten Unfall- und Überfallgefahr sollten Nachtfahrten (auch mit Bussen) im ganzen Land vermieden werden.

Auf den großen Hauptverkehrswegen des Landes kann es durch unangekündigte Streiks zu Straßenblockaden kommen, die Überlandfahrten mangels Ausweichrouten erheblich beeinträchtigen können.

Drogen
Gelegentlich werden Touristen gegen ihren Willen und in Unkenntnis als „Drogenschmuggler" missbraucht. Reisende sollten daher kein Gepäck für Fremde mitnehmen und den Inhalt des eigenen Gepäcks kontrollieren.

Reisende müssen an den Flughäfen mit eingehenden Kontrollen des Gepäcks und mit körperlichen Durchsuchungen rechnen. Bei Gepäckdurchsuchungen wegen Drogenverdachts sollte unbedingt ein unabhängiger Zeuge hinzugezogen werden. Drogenbesitz führt zu hohen Strafen in kolumbianischen Gefängnissen.
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