Reifen

Mit dem Allrad, Quad und der Ente ;) über Land und durch die Wüste

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Albrecht(Vorname...)
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Reifen

Beitrag von Albrecht(Vorname...) »

hi,

auf die gefahr hin, dass mich jetzt alle steinigen:
ich bin der meinung, dass auf sand normale strassenbereifung ausreicht. der wichtige punkt ist schlicht das absenken des luftdruckes.

allerdings sind mt´s mit ihrem hohen negativ-profil-anteil nicht empfehlenswert, man graebt sich rascher ein.

cu
albrecht
Manfred Franz
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Re: Reifen

Beitrag von Manfred Franz »

Ja Albrecht, ich teile Deine Meinung bzgl. des eingrabens!
Straßenreifen haben aber einen anderen, schwächeren, Karkassenaufbau. Daher besteht beim Luftablassen die Gefahr der Beschädigung. Ein guter AT-Reifen sollte es schon sein - dann klappt es auch mit dem Luftablassen ...
Ich fahre den Bridgestone Dueller AT und bin sehr zufrieden damit. Laut Bridgestone kann dieser Reifen bis 0,8 bar abgelassen werden. Da ich nie unter 1,5 bar gehe sind noch genügend Reserven drin. Das Profil geht beim "langen" Reifen mit 1,5 bar ziemlich zu, also kein Eingraben !!!

Bild

Von einem MT-Reifen, gleich welchen Herstellers rate ich im Sand ab! Ebenso von Schläuchen im Reifen, denn bei sehr wenig Luft kann der Reifen auf der Felge "wandern" und dann reisst bei einem Schlauch das Ventil ab!
Christoph Hiluxchrigu
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Re: Reifen

Beitrag von Christoph Hiluxchrigu »

Hallo Albrecht
Schön, dass Dich noch niemand steinigen will und der Manfred Dir zumindest in grossen Teilen recht gibt.
Nur zu Deiner allfälligen Unterstützung - sollte es doch jemand mit dem Steinigen Bild noch ernst nehmen wollen - hier unsere Erfahrungen:
Wir sind anno dazumal mit unserem Niva mit 4 fast profillos abgefahrenen 205/16 Michelin Winterreifen (gratis von einem Range Rover erhalten) losgefahren. 4 exakt gleiche, aber neue Winter-Strassen-Michelins hatten wir auf dem Dach, mit dem Gedanken im Hinterkopf, wenn's denn zuviele Pannen gäbe, würden wir halt die Abgefahrenen wegwerfen ... ... aber ... ...
Nix Bild war mit Panne, weder in der Wüste, noch in Westafrika, und schlussendlich haben wir die alten Latschen nach fast 6 Monaten in Kamerun ... verkauft ! ... aber nur, weil wir in die Regenzeit kamen und dachten, mit Profil würde sich's doch etwas besser durch den Schlamm fahren.

In den restlichen 21 Monaten hat's uns dann tatsächlich 2 mal mit einem Platten erwischt, beide am gleichen Tag !!!, in der tanzanischen Steppe durch die berühmten Dornen.

Trotzdem, 2 Platte in 27 Monaten dürften Deine Strassenreifen Theorie doch genügend unterstützen Bild

E Gruess
Chrigu
Albrecht(Vorname...)
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winterreifen

Beitrag von Albrecht(Vorname...) »

hi chris,
besten dank fuer die unterstuetzung.

wir deutschen neigen eben immer ein bisschen zur perfektion.
wenn man sich die bereifung der fahrzeuge in unseren bevorzugten urlaubslaendern anschaut (ganz zu schweigen vom piemont, wo die wirtin von der berghuette auf ihrem 4x4-panda 4 verschiedene, saemtlich abgefahrene reifen drauf hatte!), und ich denke z.b. an beladene isuzu-pick-ups, wird schnell klar, dass auch strassenreifen sehr viel aushalten.

2004 war ich uebrigens mit mt-bereifung (goodyear g 90) in tun an den seen; es hat super ausgezeichnet geklappt! ausserdem hatte ich schlaeuche aufgezogen (und tatsaechlich einen platten). das sind so sachen, die man sich kaum zu schreiben traut...ist ja auch dilettantisch. :wink:

wenn ich zeit hab´, stell´ ich mal von doug adams ("per anhalter durch die galaxis") einen netten text aus "die letzten ihrer art" ´rein, in der er sich humorvoll ueber die deutsche art und weise, aus jeder reise eine high-tech-expedition zu machen, auslaesst.

bis denne
albrecht
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Uwe Schmitz
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Re: Reifen

Beitrag von Uwe Schmitz »

hallo albrecht,
das es unterschiede bei benutzung versch. reifen gibt, habe ich gemerkt,
als ich 2 neue strassenreifen aus libyen auf der antriebsachse hatte und ich das erste mal ins gelände wollte: nix ging!
also die alten m+s reifen von hinten nach vorne (=antriebsachse, ente, du weisst...), und die neuen nach hinten: und schon ging es wieder besser weiter!
jetzt möchte ich (als ein deutscher) nicht unbedingt als super-higt-tech-expedition starten, aber ich möchte vorher (deutsch-gründlich vielleicht)geklärt haben, dass das, was ich zur benutzung mitnehme, auch wirklich und sogar auch noch möglichst gut funktioniert.
ich hab' unterwegs keine lust, mehr reifen zu flicken oder mehr zu buddeln als unbedingt nötig. also mach' ich mich VORHER schlau, was gut und sinnig zu benutzen ist.
das dumme ist nur, das immer wieder gute tipps wiederlegt werden, zB nie mit MT-reifen in den Sand zu fahren!
vieles ist oft auch nur glück :lol: oder pech gehabt :shock:
ärgere ich mich also unterwegs, dass ich pech habe,...
oder dass ich doch schlecht vorbereitet habe :?: :?: :?:
fragt sich
uwe
Christoph Hiluxchrigu
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Re: Reifen

Beitrag von Christoph Hiluxchrigu »

2004 war ich uebrigens mit mt-bereifung (goodyear g 90) in tun an den seen; es hat super ausgezeichnet geklappt! ausserdem hatte ich schlaeuche aufgezogen (und tatsaechlich einen platten). das sind so sachen, die man sich kaum zu schreiben traut...ist ja auch dilettantisch.
Hallo Albrecht
Der Fairness halber - und auch, dass allfälligen Südtunesien-Neulingen klar ist, dass die Seen meistens nicht "einfach so" anzufahren sind - sollte man da aber doch noch anfügen, dass 2004 der Sand dort so hart war, dass man schon fast mit einem 2WD runtergekommen wäre.
Nachdem wir 2003 mit 0.8 vorwiegend hart gearbeitet ( Bild ) hatten und schlussendlich im kleinen Dekanis umgekehrt sind, haben wir 2004 kaum Luft rausgelassen und sind trotzdem nie richtig eingesandet.

Und Uwe,
natürlich hast Du recht: Je einfacher man es sich machen kann, desto relaxter ist die Reise. Der Spassfaktor beim Schaufeln in der Wüste hat eine sehr kurze Halbwertszeit! Bild

E Gruess
Chrigu
Albrecht(Vorname...)
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reifen und seen

Beitrag von Albrecht(Vorname...) »

hi.
alle haben recht.
lieber uwe, wie sollte ich dir bezueglich eine moeglichst guten vorbereitung widersprechen? :!:
wobei es angesichts moderner fahrzeuge mit abs, traktionskontrolle, airbag und klimaanlage wahnsinn ist, mit der ente zu fahren- dass es da eine versicherung gibt, die dieses risiko traegt? :wink:
ich nehme also an, dass du dem perfektionswahn in wirklichkeit nicht erlegen bist.
ich war schon mit den alten michelin x 4x4 gluecklich in der wueste- reifen, die gerne auch von denen, die sie nie selber gefahren haben, verdammt werden; i.d.r. haben all´ die ratgeber doch auch nur erfahrung mit 2-3 reifensaetzen; das genuegt einfach nicht fuer eine verbindliche aussage- mit der gleichen berechtigung koennte ich ja auch den tipp geben, am besten mit mt´s in den sand zu fahren- was sicherlich schwachsinn ist...
da hat nun wieder chris recht- 2004 war ein sagenhaftes sandjahr...
herzlich
albrecht
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Uwe Schmitz
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Re: Reifen

Beitrag von Uwe Schmitz »

hallo albrecht,
wieso versicherung, welche versicherung :?:
das risiko trage ich !
ist das nicht auch ein kleines bisschen der reiz von afrikafahrten, dass ich wieder mehr verantwortung für mein leben übernehmen muss, als es je zu hause möglich wäre :?:
und wieder eine neue IDEE von mir:
könnten leute, die jedes jahr im gleichen gebiet unterwegs sind, nicht mal ihre zeitlich abhängigen sanderfahrungen mitteilen?
konkreter: wer die strecke douz ksar ghilane auf jeder tour abspult, kann schön beurteilen, ob der sand auf der aktuellen reise besser trägt, ob der boden wegen feuchtigkeit nur fester ist, oder ob der sand bodenlos weich ist dieses mal.
und das dann gleich nach der reise hier posten....
z.B.:
okt.1998 bin ich mit schwer beladener transafrika-ente obengenannte strecke ohne einmal schaufeln gefahren, okt.2003 mit leichterer ente und breiteren reifen mit viel arbeit in 2 tagen durchgekommen, dez.2004 bin ich nicht mal die halbe direttisima vom pool zum fort gekommen (1997 ohne probleme gerade hin und zurück!)
ich meine, alte daten interessieren nicht so, aber wenn ich nun schreiben könnte, diesen winter liefs ganz easy, dann ist das bestimmt 'ne hilfe für den einen (zB mit schwer beladenen kfz) oder anderen...
nur 'ne idee von mir,
umsetzen müssten's die, die gerade zurück kommen ausse sahara

uwe
Manfred Franz
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Re: Reifen

Beitrag von Manfred Franz »

Uwe Schmitz hat geschrieben:hallo albrecht,
wieso versicherung, welche versicherung :?:
das risiko trage ich !
Bei der Versicherung handelt es sich um eine Haftpflichtversicherung und die ist Pflicht, auch in Deutschland! Nur die deutsche ist dort nicht gültig, darum muß an der Grenze eine "einheimische" abgeschlossen werden.

Deine IDEE finde ich gut, also her mit den aktuellen Erfahrungen !!!
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Uwe Schmitz
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Re: Reifen

Beitrag von Uwe Schmitz »

hallo manfred,
ich glaube, der albrecht meinte nicht die haftpflichtvers. (die ich natürlich auch immer habe, die aber schäden abdeckt, die ich anderen zufüge), sondern kasko- oder kranken- oder ersatzteil- und rückholversicherungen a la ADAC.
und darauf spielte ich ein bisschen an !
natürlich hab' ich auch den auslandsschutzbrief, aber ich fahre mit meiner alten kiste nicht los mit dem hintergedanken: wenn sie zusammenbricht, wird der ADAC sie schon irgendwie zurückschaffen.
da trage ich das risiko alleine.
bei irgend'nem treffen kann ich dir bei 'nem bier mal meine geschichte der endlosen getriebeschäden erzählen... (gelöst ohne den adac)
grüsse
uwe
Manfred Franz
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Re: Reifen

Beitrag von Manfred Franz »

Aha, Uwe - jetzt wird mir die Geschichte etwas deutlicher :roll:

Der ADAC hilft doch nur in Europa und den Mittelmeeranrainerstaaten.
Da ist es in Mauretanien doch schon vorbei.
Die ADAC Kranken-Rückholsache ist weltweit.

Was eine evtl. Vollkasko betrifft (die hab ich), so habe ich gute Erfahrungen mit den Versicherungen von "Jahn & Partner" gemacht. Ich habe dort, nach vorheriger Benachrichtigung, immer Vollkaskoschutz für Westafrika bekommen - und das ohne Aufpreis!

Nur, man kann sich nie gegen alles absichern - wer das Risiko scheut, der sollte ... :?
Albrecht(Vorname...)
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versicherungen

Beitrag von Albrecht(Vorname...) »

hi!

uwe hatte recht, ich meinte die allenthalben notwendige haftpflicht. ansonsten sehe ich das genau so wie er- weitere risiken kann man selbst tragen; alle versicherungen sind ein geschaeft mit der angst, und es haengt davon ab, was fuer ein sicherheitsbeduerfnis man hat.

das mit den aktuellen sandverhaeltnissen finde ich klasse; kann aber erst wieder im oktober dazu beitragen...

cu
albrecht
Christine
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Re: Reifen

Beitrag von Christine »

@ Manfred
Ich kann Deine Sand-Erfahrungen nicht beurteilen, aber die Ablehnung von MT-Reifen generell ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Wir und auch unsere Mitfahrer haben auf unseren Saharatouren beste Erfahrungen mit dem BFG MT in 255/85 R 16 gemacht. Der Reifen verträgt Fahren mit niedrigem Druck sehr gut, dazu ist er sehr hoch. Ausserhalb des Sandes ist er stabil genug, um auch Felspisten wegzustecken. Was Load- und Speedindex und Höhe angeht, ist dieser Reifen bisher konkurrenzlos. Für Infos über andere geeignete Reifen bin ich natürlich immer offen.
Das Fahren mit Schläuchen ist sicherlich ein kontroverses Thema, wir sind meist mit Schläuchen gefahren (wegen vorhandener Schlauchfelgen), Probleme mit abgerissenen Ventilen hatten wir nicht. Wenn wir schlauchlos unterwegs waren, hatten wir für Notfälle dennoch Schläuche dabei, die gelegentlich auch zum Einsatz kamen. Ob das allerdings z.B. mit modernen Alufelgen funktioniert, weiss ich nicht.
Gruss
Christine
Gerhard Göttler
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Re: Reifen

Beitrag von Gerhard Göttler »

Hallo Christine,

ganz vorsichtig formuliert: Alufelgen auf einer Sahara-oder Afrika-Reise sind eh nicht angebracht. Und Schlauch auf Alu funktioniert nur dann, wenn das Ventil so lang ist, dass es auch durch das bei Alu meist sehr tiefe Ventilloch noch erreichbar ist. Das sollte man zuvor ausmessen.

Ob ein Reifen auf der Felge wandert und dann das Ventil abreißt, ist nicht vorhersagbar. Ich war schon jahrelang mit dem Tube-Typ XSF unterwegs gewesen; doch auf einer Reise (ausgerechnet Ténéré-Termit)stellte sich dieses Problem nicht nur bei mir sondern viel schlimmer noch bei meinem Mitreisenden (selber Fahrzeugtyp: HJ60, ebenfalls XSF). Warum, wieso, weshalb - keine Ahnung, die Reifen waren auch nicht von ein und demselben Reifenhändler montiert worden. Nur reduzierte es die mitgeführten Schlauchvorräte ratz-fatz und radikal: Schläuche sind mit abgerissenem Ventil nicht reparierbar. Seither bin ich in Start-Ausrüstung nur noch TL unterwegs!

Problemfreies Reisen wünscht

Gerhard Göttler
Manfred Franz
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Re: Reifen

Beitrag von Manfred Franz »

Ja, der liebe GG hat es wieder auf den Punkt gebracht! :lol:

Was den MT-Reifen betrifft bin ich nicht ganz Deiner Meinung, Christine,
Der Karkassenaufbau ist stabiler - ohne Frage, aber das Profil bleibt beim Luftablassen immer noch offen und somit ist die Gefahr des Eingrabens sehr groß. Vielleicht auch abhängig vom Power des Fzg., denn ob ich mit 80 PS im Sand beschleunige oder mit 220 PS, das ist schon ein Unterschied!

Mit Sicherheit muß man unterwegs immer einen Kompromiss machen, denn den Reifen, der überall gut ist, gibt es nicht. Darum bezog sich mein Kommentar bzgl. des MT ja auch ausschließlich auf Sand! Bei nassem Asphalt ist er übrigens auch nicht geeignet!
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