Ruanda - Transit von DR Kongo nach Uganda

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Birgitt
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Ruanda - Transit von DR Kongo nach Uganda

Beitrag von Birgitt »

Auf unserer Reise von :arrow: Tansania über :arrow: Nord-Sambia und :arrow: Ost-Kongo ging es Ende Dezember 2009 im Transit durch Ruanda, vom Lake Kivu zum Lake Bunyonyi in Uganda.


Grober Routenverlauf:

Uvira - Kamanyoka * Bugarama - Gishoma - Cyangugu - Kamembe - Gisuma - Nyungwe NP - Gikongoro - Butare - Gitarama - Kigali - Byumba - Catuna * Kabale

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Grenzübergang Kamanyoka (DRC) - Bugarama (Ruanda)

Herzlicher Empfang mit einer mit getrockneten Bananenblättern dekorierten Welcome-Card durch die Rwanda-Immigration. Eine solche Begrüßung haben wir noch an keiner Grenze bisher erlebt.

Visum für deutsche Staatsbürger nicht erforderlich, Abfertigung in weniger als 5 Minuten. Grenze schließt um 18 Uhr.

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Birgitt
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Cyangugu Hotel des Chutes Bukavu Lake Kivu DRC Ruanda

Beitrag von Birgitt »

Ruanda ist extrem dicht besiedelt, wild campen wird demnach zu einer ganz besonderen Herausforderung. Wir haben es gar nicht erst versucht ;-)


Cyangugu, Hotel des Chutes - Koordinaten S 02°29.403 / E 28°53.383 - Preis DZ 15.000 Rfr, Frühstück 1.500 Rfr p.P., Abendessen 4.200 Rfr p.P. - zahlbar wahlweise in Rfr oder US-$. €uro werden nicht akzeptiert. Parken möglich auf Parkplatz an Straße oder auch direkt vor den Zimmern (Allrad erforderlich, da Zufahrt über nasse Wiese). Ruhiges, einfaches aber sauberes Haus, jederzeit fließend kaltes Wasser - Zuschaltung Warmwasser muss gesondert bestellt werden (dauert dann ca. 30 Minuten).

Traumhafter Blick von der Frühstücksterrasse des Hotels auf die kongolesische Seite des Lake Kivu

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Blick nach Bukavo ...

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... und ein Blick nach Norden

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Birgitt
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Nyungwe Nationalpark Cyamudongo Forest Chimps Schimpansen

Beitrag von Birgitt »

Wenige km hinter Cyangugu auf der Asphaltstraße in Richtung Butare werden wir von einem überdimensionierten Affen aufgehalten 8)

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Wir sehen das Hinweisschild auf den :arrow: Nyungwe Nationalpark und den 12 km entfernten :arrow: Cyamudongo Forest - von Neugier getrieben biegen wir vom Asphalt ab ...

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... hinein in das endlose Labyrinth der sich durch die Teeplantagen steil die Berge hinaufschlängelnden Wege ...

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... die später in morastige Waldwege übergehen.

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Nach einigen Irrungen und Wirrungen - es ist nichts ausgeschildert - treffen wir endlich einige Ranger, die zufällig irgendwo auf der Piste stehen. Wir erfahren, dass der Cyamudongo Forest eine Art Insel in den Teeplantagen darstellt, die zum weiter in Richtung Butare liegenden Nyungwe Nationalpark gehört. In diesem Waldstück hier leben - wie auch im Nationalpark selber - noch einige Schimpansen-Familien und man kann im 40 km entfernt liegenden Nyungwe HQ einen Schimpansen-Trek buchen. Gegen Vorzeigen der Quittung des HQ führen die Ranger einen dann auf einen etwa 4 stündigen Trek durch den Wald.
Birgitt
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Kongo-Nil-Wasserscheide Nyungwe National Park Uwinka HQ

Beitrag von Birgitt »

Es regnet mittlerweile wie aus Kübeln und wir fahren die matschige Piste zurück auf den Asphalt. Die Haupttransitstrecke führt West-Ost mitten durch den Nyungwe Nationalpark!

Besucherzentrum Uwinka und das Park HQ werden gerade ganz neu gebaut (müsste zwischenzeitlich alles fertiggestellt sein).

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Es ist eine grandiose Regenwaldlandschaft ...

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Die Wasserscheide -
ein erhebender Moment.

Denn die Namen der beiden Flüsse auf dem Schild haben einen faszinierenden Klang ...

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Kongo und Nil !
Hier entscheidet sich, welcher Fluss gespeist wird ...

Vom Asphalt gehen links und rechts oft kleine Wanderwege in den Wald hinein

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Und ständig huschen irgendwelche Affen, die ich teilweise nie vorher gesehen habe, über die Straße und verschwinden schnell im dichten Grün

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Immer wieder sieht man auch Orchideen am Wegesrand

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Der Nyungwe Nationalpark ist sicherlich ein kleines Juwel, der es wert ist, einige Tage besucht zu werden. Allerdings macht es in der Regenzeit weder Sinn, noch Spaß - abgesehen davon, dass es in diesem zwischen 1.700 und knapp 3.000 m hohen Bergmassiv dann auch verdammt kühl ist. Die trockeneren Monate Juni bis September eignen sich nach Aussage der Ranger am besten für einen Besuch.

Preislich liegen die Tracks deutlich unter den Gorilla Tracks. Und interessant ist die Tatsache, dass die Nationalparkgebühr nur einmalig entrichtet wird, egal wieviele Tage man im Park bleibt.
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Ruanda Kigali Übernachtung Camping One Love Guest House

Beitrag von Birgitt »

Kigali - Wir haben die Stadt auf der Umgehung umfahren.
Als Übernachtungsadresse für Traveller wurde uns das :arrow: One Love Guest House empfohlen.
Ob dort evtl. auch Camping möglich ist, kann ich nicht sagen, wir waren nicht dort.


Auf weitere Fotos in Ruanda habe ich verzichtet -
sie wären zu nass geworden ;-) es hat ohne Unterlass geregnet!


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Und hier geht es weiter :arrow: Uganda - Transit von Ruanda nach Kenia

Gruß
Birgitt
Kuno
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Re: Ruanda - Transit von DR Kongo nach Uganda

Beitrag von Kuno »

Grad' mal was voellig anderes dein Bericht - vor allem, wenn man sich "nur" Wueste gewohnt ist :!: Gefaellt mir gut, all das Gruen.

Hast du den Urwald gezielt fotografiert und links und rechts vom Foto ist alles abgeholzt - oder gibt es da tatsaechlich noch was, wo sich Tarzan zuhause fuehlen wuerde?
Birgitt
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Re: Ruanda - Transit von DR Kongo nach Uganda

Beitrag von Birgitt »

Hallo Kuno,

da ist nichts gezielt fotografiert - außer dem weglaufenden Affen :mrgreen:

"All das Grün" hat gegenüber der Wüste allerdings einen ganz gewaltigen Nachteil, nämlich dass man ständig auf einen grünen Vorhang schaut! Es ist außerordentlich schwer, in diesem Blätterdickicht Tiere auszumachen. Man hört es zwar ständig rascheln, quieken und zirpen, aber man sieht nichts ... noch nicht mal Jane ;-)

Der Nyungwe ist ein wunderschönes Stückchen Erde, eingebettet in ein Bergmassiv, wo nur leider eine Asphaltstraße mitten durch führt. Es ist der größte zusammenhängende Bergwald in Ost- und Zentralafrika, 970 km². Ich kann es nicht mehr genau sagen, aber ich denke, dass wir ca. 1 Stunde nur durch dichten Nebelwald gefahren sind. Außerhalb der Parkgrenzen ist dann aber auch gleich Ende mit dem Wald, dann siehst du entweder Teeplantagen oder Felder. Ich glaube es gibt nur wenige Länder in Afrika, die so dicht besiedelt sind wie Ruanda, da ist für Wald kein Platz.

Jedenfalls war ich total begeistert von dem wenigen, was ich vom Nyungwe gesehen habe. Da Ruanda in unseren Reiseplänen ursprünglich überhaupt keine Rolle gespielt hat, hatten wir auch keinen Reiseführer dabei und ich hatte keine allzu große Vorstellung von Ruanda. Das einzige, was mir dazu immer klischeehaft einfiel, war "Hotel Ruanda", Hutu, Tutsi, Mord und Totschlag. Es war so wie ich schrieb, wir sahen diesen Riesenaffen am Straßenrand und sind abgebogen. Und das Gespräch mit den Rangern hat mich neugierig auf mehr gemacht.

Bevor ich viel Geld für eine Stunde Gorillatrack zahle, würde ich viel eher einige Tage im Nyungwe verbringen und dort mit den Rangern durch die Wälder streifen. Es war unglaublich, wieviele Affenfamilien wir alleine beim Durchfahren gesehen haben. Da war eine Sorte, dunkelbraun mit weißen Gesichtern, die sahen aus, als wären sie aus dem Steifftier-Regal gepurzelt ;-) und dann zwischendurch immer Orchideen, selbst am Straßenrand schon! Abseits des Asphalts ist der Nyungwe sicher ein Traum, wenn man auch an solch kleinen Dingen - jenseits von Giraffe und Elefant - Freude hat. Auch die Staff dort machte einen freundlichen und kompetenten Eindruck.

Ein Besucht lohnt jedoch in der Tat nur während der Trockenzeit, d.h. Juni - August, evtl. noch September. Und das ist momentan nicht meine Reisezeit.

Auf dieser Karte erkennt man ganz gut den Nyungwe NP inkl. Straße und auch den Cyamudongo Forest, den Inselwald in den Teeplantagen - hier siehst du das Größenverhältnis des Waldes zum restlichen Land.

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Karte: https://sites.google.com/a/aag.org/myco ... --gishwati


Gruß
Birgitt
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