Muslime in Deutschland

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

Moderator: Moderatoren

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schu achbar ?

Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von schu achbar ? »

Wieviel Zeit soll ich denn darauf verwenden 20 Behauptungen zu widerlegen ?
Ich bin doch nicht pensionierter Bundesbanker.
Sowas muss sachlich sein, nicht wie PI das macht u. auch nicht wie so ne prinzipiell genau anders gepolte linke Website das macht.

Wenn das jemanden wirklich interessiert, dann bitte sich mal mit Prof. Birg beschäftigen.
Ist natürlich ermüdend und nicht so locker flockig zu lesen wie eine Gebrauchsanweisung gegen "Rassisten" mit vielen Verdrehungen drin.
Hier mal ein Link
http://www.herwig-birg.de/downloads/dok ... enchen.pdf
Für Ungeduldige : Bitte ab PDF - Seite 20 lesen, Taschenrechner nehmen u. staunen.
Zu Beginn der Gastarbeiter Ära in den 60er Jahren war es f. uns eine echte Bereicherung.
Deren Erwerbsquote lag höher als die der deutschen originären Bevölkerung.
Man hatte , genau wie es heute noch USA, Kanada, Golfstaaten, Australien Neuseeland etc. machen, nach seinen eigenen wirtschaftlichen Bedürfnissen Zuwanderung gesteuert ermöglicht.
Auch wenn die Initiative, entgegen der allgemeinen Meinung, vo der türkischen Regierung ausging, war es zu Beginn eine vernünftige Sache.
Seit etwa Zeit des Anwerbestopps, aber nicht des Familiennachzugs, durch Helmut Schmidt stieg in Deutschland die Zahl der zugezogenen Migranten zwischen 1971 und 2000 um drei auf 7,5 Millionen, während sich an der Zahl der Berufstätigen so gut wie nichts änderte: Diese blieb bei 2 Millionen Berufstätigen konstant, quasi festgefroren. Im Jahr 1973 waren 65 Prozent der Immigranten berufstätig, 1983 waren es nur noch ganze 38 Prozent.
Bis heute hat sich die Zahl der ausl. Erwerbstätigen, trotz enormer Zuwanderung, seit Anfang der 70er nicht signifikant verändert !!
Quelle Caldwell, auch kurz erörtert in Miriam Lau´s Beitrag in der Welt
http://www.welt.de/die-welt/politik/art ... ythos.html

Heisst das jetzt , dass die Türken daran schuld sind ? Nein.
Unsere dummen Politiker sind daran schuld.
Sie benehmen sich nicht wie die Politiker der klassischen Einwanderungsländer oder Ländern mit Arbeitskräftemangel.
Eine gut gelaunter Döner Verkäufer ist mir lieber als ein rumpöbelnder volltätowierter deutscher Bierflaschenköpfer vorm Bahnhof.
Die Kleinstunternehmer mit orientalischem Fastfood und Minimaljobs oft innerhalb der Familie u. wenig Ertrag f. den Fiskus ergreifen nur ganz berechtigt ihre Chance wie jeder andere Mensch auch.

Regierungen aber müssen etwas mehr Grips beweisen als Dönerverkäufer.
Braucht man Hochqualifizierte, dann lässt man solche rein.
Besser qualifiziert als die Gruppe unqualifizierter Deutscher.
damit ist es ein Gewinn.
Logisch, oder ?
Braucht man Geringqualifizierte, wie in den 60ern, dann lässt man diese zuwandern.
Auch logisch.
Hat man ja auch gemacht.
Aber man machte den Anwerbestopp durch Familiennachzug zunichte, man verschlimmbesserte sie Lage dadurch sogar.
Dann kamen noch spätere Einwanderungswellen, Russlanddeutsche, alle möglichen Flüchtlinge oder welche die keine waren, dann doch Geduldete, kriminelle Clans etc.

Ich hätte bis ´70 er die Gastarbeiter wesentlich besser behandelt als Helmut Schmidt:
Null Einkommensteuern, eigene Krankenversicherung günstig, jedoch keine Arbeitslosenvers..
Dann nach 5 Jahren u. mit mehr oder weniger know how aber einem kleinen Vermögen zurüch nach Hause u. eine Existenz aufbauen.
Dann wäre es nicht zu den heutigen Verhältnissen gekommen.

Ich spreche das auch gerne bei Ausländern an, genau wie Kriminalität oder die Angst der Deutschen vor extremen Predigern oder die schnelle Ausbreitung von Moscheebauten.
Immer schön in Abgrenzung zu Rassisten und Zionisten und meiner seit Jahre hochgehaltenen u. ehrlichen Solidarität mit Palästinensern.
Einfach meine ehrliche Einschätzung.

Erstaunlicherweise stösst man auf viel Staunen, manchmal Unwissenheit u. relativ häufig Verständnis.
man erweitert auf jeden Fall Horizonte und das ist sicher unbequem , aber
erleichtert das Zusammenleben sicher mehr als Falschheit oder Lobhudelei.
Man sensibilisiert Ausländer f. die Ängste v. Deutschen und macht ihnen auch klar dass es f. ihr eigenes Standing besser ist sich von Idioten zu distanzieren u. stattdessen den Schulterschluss mit Deutschen zu suchen.
Das vermindert auch den deutschen Zulauf zu israelischen Propagandisten oder Rechtsradikalen.
Das leuchtet ein und ist einigermaßen schlüssig.
Aber oft fruchtet es auch garnicht.
Was dann so an Fehleinschätzungen u. Unwissen kommt ist auch wieder ernüchternd.
Nachdem ich von PImaten oder anderen die auf der Welle der Probleme reiten schon als Moslemverbrecher, ali Babas Freund u. Kanackenfreundchen bezeichnet wurde u. das nicht nur in Blogs sondern auch in Gesprächen, kann ich hier mit Kritik ganz gut umgehen
:mrgreen:
Roger-Tecumseh
Beiträge: 2066
Registriert: Mi 6. Jun 2007, 16:37

Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von Roger-Tecumseh »

schu achbar ? hat geschrieben:.... kann ich hier mit Kritik ganz gut umgehen
:mrgreen:
Das ist der Heuler des Abends!! :lach:

Ja, Du kannst mit Kritik gut umgehen - indem Du sie ignorierst (Alex hatte darauf auch gerade hingewiesen.)
@Schu, Du bist der produktivste Troll, der mir je im Net begegnet ist; wenn niemand dagegen haelt, sprichst Du auch gern mit Dir allein - seitenlang! Vor Widerworten duckst Du Dich weg, bis der Sturm vorbei ist und dann kommen wieder die duesteren Ausblicke in die schreckliche Zukunft, getragen von barmender Sorge um Witwen und unmuendige germanische Kinder, gespickt mit allfaelligen Links, immer aber unbeirrbar auf Spur wie Jehovas Zeugen!
Ab und an ein unflaetiger Wutausbruch, dessen harsche Vokabeln einem pubertaeren Koma-Saufgelage entkommen sein koennten - ein echtes Gewissen voelkischer Reinheit in der abendlichen Kleingartenkolonie! :D
Alexander
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von Alexander »

Hallo Schu,

diese ausführliche themaverfehlende Erklärung hätte ich jetzt nicht erwartet. :mrgreen:
Ich hätte eigentlich Erwartet, dass du auf meinen Aspekt eingehst.
Alexander hat geschrieben: Auch wenn bei den 600.000 "nicht viel Steuern bei rum kommen", handelt es sich immerhin um 600.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. 600.000 Menschen, die nicht auf Arbeitslosenhilfe bzw Hartz 4 angewiesen sind.
Scheint aber für dich eine zu grosse Herausforderung darzustellen :wink:

Den Rest deiner Ausführung hat Roger bereits treffend analysiert ;-)

Grüsse
Alexander
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LudwigH
Beiträge: 196
Registriert: Mi 12. Mär 2008, 08:57

Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von LudwigH »

Die Eltern dieser sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer, die in der Türkei leben sind beitragsfrei !! bei der AOK in D krankenversichert!

Die AOK bezahlt PAUSCHAL pro Monat in die Türkei einen Betrag X !

Dieser Betrag ist übrigens das bestgehütete Geheimniss in D.

Es sollte sich mal jeder Kommentator hier fragen warum seine Eltern nicht beitragsfrei bei ihm mitversichert sind.

Oder noch besser er soll mal seine Eltern fragen wieviel Krankenkassenbeitrag sie hier im Monat bezahlen.

Das ganze läuft schon seit 1964 !

Warum?
schu achbar ?

Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von schu achbar ? »

Hallo Foristen,
wieso beisst ihr Euch so an meinem überspitzten Döner-Beispiel fest ?
Ich hab doch weiland sogar "überspitzt" dazugeschrieben um die eher neutrale aber nicht gerade bereichernde Charakteristik von Kleinunternehmen mit familiärer Beschäftigung hart an der Gewinnschwelle deutlich zu machen.

Ich habe keine genaue Dönerbuden Zahl zu bieten u. natürlich hat sicher auch noch niemand eine Durchschnittsangestelltenzahl dort herausgearbeitet.
Vielleicht der Döner -Verband....

Es geht doch darum, dass Kleinstgewerbe in der Regel nur prekäre Beschäftigungsverhältnisse bieten, die zudem auch noch f. Duldungen bei
Bleiberechtsamnestien ausgenutzt werden.

Das ist völlig ok u. es gibt ja auch genug Deutsche die so handeln und es gibt auch grössere türkische Unternehmen.
Von Bäckereien über Öger Tours etc.


Aber wollt ihr echt bestreiten, dass es unterm Strich eben doch keine finanzielle Bereicherung ist ?
Das hat doch Birg klar dargelegt u. darum geht es doch.
Habe auch noch 2 andere Berechnngen von VWL ern, die das klar aussagen.
Es war mal vwl mäßig ein Geschäft für uns, aber die Zeit ist lange her.

Und da sind noch keine Kosten drin wie Knast, tausende Gewaltopfer , Integrationsbrimborium, Sozialarbeit u. Migrationsidustrie etc.

Ludwigs Krankenkassenbeispiel ist auch so ein Posten den die Öffentlichkeit nicht kennt. Das Abkommen existiert mit Türkei, ex Jugoslawien u. ev. noch ein paar die ich nicht kenne.


Warum gibt es diesen Drang sich alles schön zurecht zu biegen ?
Es spricht doch Niemand den Gastarbeitern die Schuld zu.
Ausser vielleicht den Gewalttätern u. andere Schwerkriminellen.
Es ist aus deutscher Unfähigkeit heraus einfach so passiert. Punkt.
Und man kann auch zB. türkische legale Geschäftskarrieren klardoch lobend als Beispel erwähnen u. deutlich machen: Opfa abziehn tut keine Not, Alder, geht auch anders.Bewerb Dich mal.

Jetzt kann man nur aus der bestehenden Lage das beste machen, sprich
keine neuen Baustellen anfangen, also Schluss mit Gefühlsduselei beim aktuellen
Boots-Eindringlinge Problem, Kündigung der absurden KK Verträge,Abschieben von Gewalttätern u. Sozialbetrügern ohne deutsche Staatsangehörigkeit und keine Passverteilerei mehr. Nur mal so als ein paar Punkte.
Das reicht doch schon, oder meint ihr etwa die sollen alle verscheucht werden wie Türken das mit Armeniern u. anderen Christen in ihrer Bevölkerung so "beispielhaft" vorgeturnt haben ?
Wenn "wir" eine derart hohe Zahl an Gewaltverbrechen dort erreicht hätten, kein Zweifel die jenigen welche nicht am nächsten Baum gelandet wären hätten sicher ein oneway mit Pegasus oder Turkish Airlines zurück nach Almania bekommen.

Einfach ein bisschen Kante zeigen u. sich von Adolf Erdogan u. seinen Kolonie-Vorstellungen nicht bevormunden lassen. Das reicht doch schon.

Wenn man die Sachen so unbeachtet lässt oder schönredet wie die verlinkte Website neulich , dann tut man garnix f. Integration, nur f. die eigene Konfliktscheu und das Wohlfühl-Gefühl.

Wenn ich noch neue Zahlen finde reiche ich sie gern nach, aber das hier ist zeitlich auch nicht immer drin.

Der Strang heisst übrigens "Muslime in Deutschland" und nicht VWL und die Dönerschmiede.
Mal sehn was es neues zum Thema gibt.
Roger-Tecumseh
Beiträge: 2066
Registriert: Mi 6. Jun 2007, 16:37

Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von Roger-Tecumseh »

schu achbar ? hat geschrieben:Ludwigs Krankenkassenbeispiel ist auch so ein Posten den die Öffentlichkeit nicht kennt. Das Abkommen existiert mit Türkei, ex Jugoslawien u. ev. noch ein paar die ich nicht kenne.
Koenntest Du den genauen TEXT der Verordnung, des Abkommens, mal hier reinsetzen?
schu achbar ?

Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von schu achbar ? »

Ja ,ich such es gern raus.
Es muss Dich nicht sorgen, dass Du das nicht kanntest.
Das geht selbst KK Sachbearbeitern so.
Mathilda
Beiträge: 330
Registriert: Sa 31. Jul 2010, 11:20

Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von Mathilda »

Schu , ich spiel mal deine Sekretoese .

Fand da ein wenig unkonventionelles Papier hierzu.

http://www.vergiportali.com/doc/TR-ALMA ... GUV-GR.pdf

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 67,00.html

Und hier ein richtiges Papier, das Rentenabkommen der Versicherung.

http://www.hermesprojekt.de/downloads/s ... kommen.pdf
schu achbar ?

Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von schu achbar ? »

Antwort auf eine Anfrage:
""Bundestagsdrucksache 15/337 der 15. Wahlperiode "In der Türkei lebende Familienangehِrige von in Deutschland krankenversicherten türkischen Arbeitnehmern, die nicht ihrerseits erwerbstنtig sind, erhalten nach dem deutsch-türkischen Sozialversicherungsabkommen vom 30. April 1964 im Krankheitsfall Leistungen der türkischen Krankenversicherung (sog. Sachleistungshilfe.
Die der türkischen Krankenversicherung hierdurch entstandenen Kosten werden von der deutschen Krankenversicherung erstattet.
... Der Bundesregierung liegen keine Zahlen darüber vor, wie viele Familienangehِrige in der Türkei von bei deutschen Krankenkassen versicherten Arbeitnehmern Leistungen der türkischen Krankenversicherung erhalten haben, deren Kosten von den deutschen Krankenkassen zu erstatten sind.""


""Auf Anfrage von WELT am SONNTAG erklärte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums: "Uns liegen keine aktuellen Zahlen vor - weder über bezugsberechtigte Personen noch über die Summe der geleisteten Zahlungen."
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Das Ministerium lehnt aber eine Abschaffung der Ungleichbehandlung von Ausländern und Deutschen ab. "Wir sehen keinen Anlass, da tätig zu werden", sagte die Sprecherin.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach hatte die rot-grüne Bundesregierung gefragt: Trifft es zu, dass in der Bundesrepublik Deutschland krankenversicherte ausländische Arbeitnehmer bestimmter Staaten damit auch die in ihrer Heimat lebenden Eltern mitversichert haben?

Anstoß für ihre Anfrage gab Professor Bert Rürup, dessen Kommission alle Sparpotenziale in den Sozialsystemen ausloten soll. Dabei hatte er auch die Familienversicherung infrage gestellt, in der in Deutschland 20 Millionen Familienangehörige kostenfrei mitversichert sind - ausgenommen Eltern.

Im Auftrag der Bundesregierung antwortete der Parlamentarische Staatssekretär Franz Thönnes (SPD) aus dem Bundesgesundheitsministerium, der just am Tage der Veröffentlichung überraschend als SPD-Landesvorsitzender in Schleswig-Holstein abgewählt worden war. Er bestätigte, dass Eltern in der Türkei, in Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Leistungen aus deutschen Krankenversicherungen haben.

Die Fakten laut Thönnes:

Grundlage ist ein deutsch-türkisches Abkommen vom 30.4. 1964 für die Türken sowie ein deutsch-jugoslawisches Abkommen vom 12.10.1968 für die Bewohner in den vier genannten Balkan-Staaten. Der Kreis der anspruchberechtigten Familienangehörigen richtet sich nach den Rechtsvorschriften des Wohnsitzstaates der Familienangehörigen, also auch der Eltern.

WELT am SONNTAG hatte vorigen Sonntag über diese weithin unbekannte Tatsache berichtet. Die Vorzimmer-Sekretärin des Parlamentarischen Staatssekretärs Thönnes sagte dieser Zeitung: "Das hat ein großes Echo. Das haben wir hier auch gemerkt." Zu spüren bekam das beispielsweise auch die im Bereich "Migration" der SPD-Bundestagsfraktion tätige wissenschaftliche Mitarbeiterin Gerlinde P., die sich Fragen einer empörten Berliner Anruferin anhören musste, die den Sachverhalt nicht glauben konnte.

Die Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums sieht allerdings keinen Grund zur Aufregung über die beitragsfreie Mitversicherung der Eltern. "Als die Sozialabkommen in den sechziger Jahren geschlossen wurden, galt in der Türkei und auf dem Balkan halt noch ein anderer Familienbegriff", sagte sie. Daran werde nicht gerüttelt - auch nach rund vierzig Jahren nicht.




Bundestagspetition aktuell zu dieser Vereinbarung, kannst Du mitzeichnen
https://epetitionen.bundestag.de/index. ... tion=14686
Nein stimmt nicht - Frist abgelaufen.


Nun zu RTs eigentlicher Frage.
Es müsste diese PDF sein, allerdings ist das ganze ja von Anfang der 60er Jahre.
ich bin mir deshalb nicht ganz sicher, ob das der Originaltext ist.
Aber ich denke, diese ganzen Infos geben schon mal etwas Durchblick.
http://www.vergiportali.com/doc/TR-ALMA ... %201964%22
Zuletzt geändert von schu achbar ? am Mi 13. Apr 2011, 15:23, insgesamt 1-mal geändert.
schu achbar ?

Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von schu achbar ? »

Oh danke Mathila, Du warst schneller als ich und auch etwas besser strukturiert :wink:

Das laut Spiegel die Petition "nervt" macht schon klar wie "objektiv" darüber geschrieben wird.

""Um diese scheinbare Ungerechtigkeit zu verstehen, ist ein Blick in die Vergangenheit notwendig: Die Regelung ist in einer Zeit entstanden, als Deutschland viele türkische Gastarbeiter anwarb - und als Lockmittel gute soziale Standards auch für die in der Heimat verbleibenden Angehörigen versprach. Aber selbst heute ist die Regelung für den deutschen Staat dienlich, weil sie kostengünstig ist. So schreibt das Bundesarbeitsministerium in einem Informationsblatt: "Die Ausgaben der Krankenkassen wären deutlich höher, würden die Familienangehörigen nicht in ihren Heimatstaaten leben, sondern von ihrem Recht nach Deutschland nachzuziehen bzw. hier zu wohnen, Gebrauch machen.""

Wieso meint der Spiegel die Eltern oder andere die unter die türkische
Definition v. FAMILIE fallen könnten sich hier sonst niederlassen ?

Es gab beim Anwerbestopp noch 3 Millionen türkische Arbeitssuchende auf den Listen, wieso sollte man irgendwelche Lockmittel gebraucht haben ?

Denn in erster Linie handelt es sich bei dem Abkommen um eine Familienversicherung, wie sie in Deutschland üblich ist. Krankenversicherte Männer und Frauen können auch hierzulande ihre Ehepartner und Kinder mitversichern, wenn sie nicht berufstätig sind. Der entscheidende Unterschied zu der deutsch-türkischen Vereinbarung besteht nur darin, dass sich die Mitversicherten im Ausland befinden - und es sich möglicherweise auch um ihre Eltern handelt.

Das ist definitiv falsch, da die Familie versichert ist nach Definition des in ihrem Heimatland üblichen Definition v. Familie .
Hier nur Ehepartner u. Kinder.

Zuletzt lag die monatliche Pauschale bei 48,50 Euro

Aha, in den 90ern lag die Pauscale schon bei 300 Euro pro Familie.

Irgendwas stimmt da wohl nicht ganz.

Egal, diese Regelung ist jedenfalls veraltet u. passt nicht mehr zu den ganzen Einsparungen, die Versicherte hier zu verzeichnen haben.
Selbst wenn es sich angeblich nur um einen 2 stelligen Mio.-Betrag handelt.
Roger-Tecumseh
Beiträge: 2066
Registriert: Mi 6. Jun 2007, 16:37

Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von Roger-Tecumseh »

Danke fuer die informativen - und aktuellen - Links! :wink:

Da steht dann u.a. auch:"...Zuletzt lag die monatliche Pauschale bei 48,50 Euro. Insgesamt wurden der türkischen Krankenversicherung im Jahr 2009 - aktuellere Zahlen liegen nicht vor - rund zehn Millionen Euro überwiesen. Zum Vergleich: Das deutsche Gesundheitssystem verschlingt jedes Jahr rund 165 Milliarden Euro. Unterm Strich macht das Sozialversicherungsabkommen damit nur 0,01 Prozent der Gesamtausgaben aus.

Das Arbeitsministerium betont, dass es sich bei dem deutsch-türkischen Abkommen nicht um eine Besonderheit handelt, es entspreche vielmehr internationalen Standards. Teil des Abkommens ist auch der Versicherungsschutz deutscher Touristen oder der von Auslandsrentnern in der Türkei, wie er in solchen Vereinbarungen üblich ist. Würde man also das Abkommen abschaffen, hätten auch deutsche Urlauber ein Problem."

Insgesamt kann man also nicht von einer Bevorzugung der Angehoerigen tuerkischer Arbeitskraefte sprechen, sondern sogar von einer - fuer die deutsche Versicherung - vorteilhaften, weil billigeren, Regelung!

Interessant ist auch, dass diese in der Tuerkei lebenden Familienangehoerigen sich bei Inanspruchnahme des Abkommens nur in der Tuerkei - und NICHT in D - behandeln lassen koennen, wie einige Leute gern luegen!

Fazit: Wie oft - viel Laerm um wenig; getragen von billiger Demagogie!
schu achbar ?

Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von schu achbar ? »

Schön , dass Du alles glaubst, zuvorderst diesem tendenziösen Artikel.
Genauso wie "die Renten sind sicher " oder "Gorleben ist sicher" kriiegen unbequeme Frager, die ja nur veranlassen, dass man sich mal mit der Frage beschäftigt ne blöde Antwort.
Es gibt laut Wiki 1,6 Millionen türk. Staatsbürger in der BRD plus nochmal etwa
0,7 Millionen mit inzwischem deutschen Pass.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Leistungen bei den Eingebürgerten plötzlich wegfallen , wäre sehr unattraktiv, bei Doppelpass wie ROTGRÜN will schon garnicht, aber sagen wir mal sie würden es.
Also 1, 6 Millionen Türken. Und dann nur Zahlungen f. 35.000 Patienten in der Türkei im genannten Jahr ?
Eine t. Familie hier mit insgesamt 5 bis 8 Personen hat doch mindestend schonmal vier Elternteile.Und selbst wenn einige tot sind oder hier leben.
Bei nur enem Elternteil kommst Du trotzdem auf mindestens 200.000 Personen.
Und da ist die türk. Definitio v. Familie, die ja im Abkommen gilt nicht mit drin. Nur Eltern.
Das glaubst Du doch selbst nicht, zumal die Grüne Karte, die in der Türkei eine KV auch f. Arme garantiert erstmal alles mögliche an eigenen Mitteln beim Klienten abzockt, wie bei uns Hartz 4.
Es gibt f. Angestellte u. Arbeiter natürlich gesetzlich vorgeschriebne KV , aber die Arbeitgeber zahlen das ein u. leider gibt es verbreitet Fälle v. Missbrauch durch diese u. de facto viele Unversicherte.
Es ist also reizvoll in den Genuss der deutschen Hilfen zu kommen.
Möglicherweise gilt die auch für bessere nicht-staatliche Kliniken, was ich aber nicht weiss.

Folgende Fragen sind dann aber auch offen: Hat die Familie in der T. der hier lebenden mitversicherten Ehefrau auch die Versicherung ?
Hat die angeheiratete Anatolierin , die ev. garnicht hier wohnt f. ihre Familie auch die Versicherung ?
Warum gilt sie laut der Spiegel Tante nur zusätzlich f. Eltern, wo doch ausdrücklich die türkische Familiendefinition ilt, wie man im Abkommen nachlesen kann ?

Die deutsche KV Karte gilt wegen des Abkommens in der T. natürlich nicht.
Ich hab mich insgesamt dreimal in der Türkei behandeln lassen müssen u. es war auch in den öffentlichen Krankenhäusern niemand bereit mich ohne cash zu behandeln. Der Zettel, den ich zuvor beim Amt dafür bekam hat auch nichts genutzt,
Ich bin dann zu einer Privatklinik gegangen, weil ich es ja eh bezahlen musste.

Angesichts dieser Erfahrungen glaube ich nicht, dass deutsche Touristen da
das Gesundheitssystem wirklich etwas kosten, zumal viele ja private Reisekrankenversicherungen abgeschlossen haben.
Das deutsche expatriates ,wohnhaft in Antalya , ihre möglichen Angehörigen in D´land über die türkische Versicherung mitversichert haben - diesen Fall hätte ich gern mal bewiesen.

Wie auch immer, rein zahlenmäßig ist das sicher ein schlechter Deal f. uns , auch wenn das Ministerium das angeblich nicht so sieht.
Aber wer bitte schön will es sich wahltechnisch schon mit eingebürgerten Migranten vermiesen ?
Der Wettlauf um deren Stimmen hat schon lange begonnen.
Diese Regelung war als Lockmittel gedacht, wie der Speigel selbst schreibt.
Brauchen wir nicht mehr, ist 50 oder 60 Jahre alt, kann man kippen.

Nur in einem Punkt will ich RT recht geben: Es sind wirklich keine Summen, die einen umhauen.
Geld wird ganz woanders verbraten.
Deshalb ist die Petiton auch nicht wichtig um Gastarbeitern eins auszuwischen oder Geld zu sparen, sondern was anderes deutlich zu machen:
Das bornierte Gehabe wenn Jemand es wagt sowas anzusprechen.
Auch der Spiegelartikel trieft vor Einseitigkeit und anstatt in die Details zu gehen beschäftigt sich die Dame damit den Petitenten u. seine Gleichgesinnten in schlechtem Licht dastehen zu lassen u. stellt die Leute in NPD Nähe.
Da sollten die Grünen aber aufpassen: Die NPD hatte schon den Atomausstieg im Programm als man Fukushima noch für eine Garnelenplatte hielt.
Nicht das man jetzt in die falsche Ecke gerückt wird :lol:

Die EU , also in grossen Teilen die BRD,zahlt der Türkei dieses Jahr 780 Millionen als Anpasungshilfen an die EU , obwohl man ja garnicht weiss, ob es jemals zur Mitgliedschaft kommt.
Da, RT, haben wir wirklich ganz andere Beträge vor Augen.
Da ist was dran.
LudwigH
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von LudwigH »

Wie Erdogan seine Verachtung vor der EU artikuliert

Es war ein Auftritt, der in Erinnerung bleiben wird: Grob beschimpfte der türkische Premier Erdogan EU-Ratsmitglieder. Besonders hart traf es eine Französin.

http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... liert.html

Was will der in Straßburg?
LudwigH
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von LudwigH »

Türkei-Beitritt „sprengt“ EU-Budget

12.04.2011 | 18:38 | von unserem Korrespondenten OLIVER GRIMM (Die Presse)

Als EU-Mitglied hätte die Türkei Anspruch auf 125 Milliarden Euro Strukturförderungen: mehr als ein Drittel des verfügbaren Geldbetrags. Die Europäische Kommission, wollte diese Zahlen nicht kommentieren.

http://diepresse.com/home/politik/eu/64 ... ta_politik
Alexander
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Re: Muslime in Deutschland

Beitrag von Alexander »

Zum Thema gibt es einige Beiträge, wovon der letztere interessanter sein dürfte, auch wenn es sich beim Ort des Geschehens um Frankreich handelt. Evtl. kann der Eine oder Andere, der in seiner kleinen islamophoben Welt lebt, etwas lernen.

Sonntag, 24.04.2011, TV 5 03:00 - 04:00 Musulmans de France. Indigene, 1904-1945. Für viele Muslime in Frankreich repräsentiert diese Epoche die Zeit der Großeltern, die man damals "Indigènes" nannte. Es ist die Zeit, in der die in den Kolonien eingezogenen Soldaten an der Front verheizt werden und in der die Immigration beginnt. Sie führt zu einer Konfrontation zwischen der kolonialen Scheinwelt und der Realität der Muslime. Von Karim Miské und Mohammed Joseph.

Montag, 25.04.2011, TV 5 03:00 - 04:00 Musulmans de France. Immigranten, 1945-1981. In dieser Epoche finden die mörderischen Unabhängigkeitskämpfe statt. Es ist die Zeit des Rassismus, der Barackensiedlungen und der Explosion der Einwanderungszahlen. Von 1945 bis zu den Gesetzen von 1973 installieren sich die muslimischen Populationen zunehmend, und ihre Kulturen beginnen, die französische Gesellschaft zu durchdringen. Von Karim Miské und Mohammed Joseph.

Dienstag, 26.04.2011, TV 5 03:00 - 04:00 Musulmans de France. Franzosen, 1981-2009. Die Muslime Frankreichs verschiedener Abstammungen und Praktiken fordern von uns einen neuen, nicht mehr von Stereotypen geprägten Blick. Die Integration ist im Vormarsch. Aber gleichzeitig erfolgt eine andere Art von Stigmatisation, Auswirkung des spürbaren Aufschwungs von Integrismen. Der Rassismus weicht der Islamophobie. Von Karim Miské und Mohammed Joseph.

Grüsse
Alexander
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