EU will ältere Autos häufiger zum TÜV schicken

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Ralf Kiefer
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Re: EU will ältere Autos häufiger zum TÜV schicken

Beitrag von Ralf Kiefer »

Guido3 hat geschrieben: BTW: Die EU ist auch meines Erachtens weit besser als Ihr Ruf.
Für wen? Für die Klasse der Lobbyisten auf jeden Fall, weil sie in Brüssel, Luxemburg und Strasbourg fast nur auf willige Geschenkeempfänger treffen, die so agieren können, weil sie niemand wahrnimmt und kontrolliert. Für die Bundespolitiker ist diese Methode auch gut, weil sie mit einer scheinbar weißen Weste dastehen: "Vorratsdatenspeicherung? Würde ich nie zustimmen! Aber wir müssen, weil uns Brüssel dazu zwingt." Für noch blöder kann man mündige Bürger kaum verkaufen.

Daher mag ich Dir gar nicht widersprechen, ob die EU als Schulnote eine gefühlte 6 oder doch eine bessere 5 bekäme. Aber durchgefallen ist sie bei vielen. Ich wäge die Vorteile und die Nachteile ab. Dabei überwiegen eindeutig die Nachteile. Früher kam ich gut damit zurecht, daß ich einen zweiten Geldbeutel mit Franc hatte, weil ich häufig genug "drüben" bin. Früher hatte ich kein Problem mit gelegentlichen Grenzkontrollen. Von mir aus kann man das sehr gerne wieder einführen, wenn wir bloß die Geldvernichtungsmaschine EU wieder los wären.

Dasselbe sehe ich bei den Grenzgängern, also denen, die z.B. in .fr wohnen und in .de arbeiten, oder umgekehrt. Was die Vorteile der Gleichmacherei sein sollen, können die am allerwenigsten nachvollziehen. Wer z.B. ein Fahrzeug in .de kauft und dieses in .fr (am Wohnort) zulassen möchte, kann viele Geschichten darüber erzählen. Aber es gibt AFAIR seit 1995 eine europäische Zulassung für neu homologierte Fahrzeuge. Reine Theorie! Einheitliche Führerscheinregelungen? Frag mal in .fr nach, wer dort 125ccm-Moppeds fahren darf. Und dann die Frage, ob derjenige damit nach .de fahren darf. Ein Witz! Frag mal den Besitzer eines franz. 750kg-Anhängers, ob der den Anhänger an sein in .de zugelassenes Auto (z.B. Firmenwagen eines Grenzgängers) hängen darf. Natürlich nicht!

So gibt's sehr viele Beispiele, bei denen klar ist, daß die Gleichmacherei auch in einigen Generationen noch nicht funktionieren wird. Also kann man's bleiben lassen. In diesem Fall: wir Badener bleiben Badener, die Elsässer bleiben Elsässer, wir kommen gut miteinander zurecht, brauchen aber weder dieselbe Währung noch dieselben Zinssätze oder Steuergesetze.

D.h. ich würde es bevorzugen, wenn .de die EU mit all ihrer Verlogenheit verlassen würde, besser heute als morgen. Um aufs ursprüngliche Thema zurückzukommen: es ist mir derzeit vollkommen egal, wie häufig ein Franzose mit seinem Auto oder Mopped zur CT muß. Aber ich weiß, an wen ich mich wenden muß, wenn hier in .de ein MdB als Mietmaul von TÜV, DEKRA, GTÜ u.a. Unsinniges fordert.

Gruß, Ralf
Kuno
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Re: EU will ältere Autos häufiger zum TÜV schicken

Beitrag von Kuno »

Meine Damen und Herren.

Als Nichteumitglied bin ich nn nachhaltig irritiert.

Die EU sei besser als ihr Ruf. Das ist nicht schwer, wird aber nicht durhc Beispiele belegt, welche fuer mich als Laien nachvollziehbar waeren.

Die Gurken- und die Bananenkruemmung wurden aufgrund einer Forderung des Handels verbindlich festgelegt weil sonst ein vernueftiger Handel nicht moeglich ist. Da die meisten Leute aber fanden dass so etwas voellig idiotisch sei und da es der EU peinlich war, dauernd mit diesen Kruemmungen konfrontiert zu werden hat man die Regel wieder abgeschaft. Zu nachhaltigen Stoerungen im Internationalen Gurken- und Bananenhandel ist es dadurch nicht gekommen.

Die EU dient mindestens den Verbaenden wie DEKRA etc. die Dank der EU richtig Geld einstreichen koennen. Dies soll aber nicht dazu verleiten, jeden Befuerworter der EU als Nutzniesser anzusehen.

Mindesten DE delegiert praktisch ausschliesslich Vollpfosten, die man nicht einmal mehr in der Politik gebrauchen kann nach Bruessel. Danach beklagt man sich, dass ebendiese Vollpfosten nichts gescheites Zusatande bringen.

Was mir -aus den Medien- auch nicht klar wurde ist, ob DE nun netto einzahlt oder netto profitiert von der EU. Die Unsicherheit kommt verwirrenderweise aus Darstellungen Deutscher Politiker und Sachverstaendiger.

---

Kuerzlich habe ich gelesen, dass der Inegrationsbambipreistraeger BUSHIDO bald eine eigene Partei gruenden wird (wahrscheinlich wurde er von seinem Gastauftritt bei Horst Schlaemmer inspiriert).

Vielleicht kann er's richten?
Guido3

Re: EU will ältere Autos häufiger zum TÜV schicken

Beitrag von Guido3 »

Ralf Kiefer hat geschrieben:Dasselbe sehe ich bei den Grenzgängern, also denen, die z.B. in .fr wohnen und in .de arbeiten, oder umgekehrt. Was die Vorteile der Gleichmacherei sein sollen, können die am allerwenigsten nachvollziehen. Wer z.B. ein Fahrzeug in .de kauft und dieses in .fr (am Wohnort) zulassen möchte, kann viele Geschichten darüber erzählen. Aber es gibt AFAIR seit 1995 eine europäische Zulassung für neu homologierte Fahrzeuge. Reine Theorie! Einheitliche Führerscheinregelungen? Frag mal in .fr nach, wer dort 125ccm-Moppeds fahren darf. Und dann die Frage, ob derjenige damit nach .de fahren darf. Ein Witz! Frag mal den Besitzer eines franz. 750kg-Anhängers, ob der den Anhänger an sein in .de zugelassenes Auto (z.B. Firmenwagen eines Grenzgängers) hängen darf. Natürlich nicht!
Es hat ja niemand behauptet, dass in der EU alles perfekt ist oder das Projekt EU abgeschlossen wäre. Was Du beschreibst, sind Beispiele, die eindeutig mehr und nicht weniger EU-Harmonisierung bedürfen. Führerscheine, Kennzeichen, Notrufnummern uvm. was den Bereich Straßenverkehr betrifft, wurde im Übrigen auch schon weitgehend harmonisiert.

Die EU hat beispielsweise gegen den Willen der Mobilfunkgiganten die Roamingkosten in Europa drastisch gesenkt. Sie hat auch für einheitliche Standards in der Luftfahrtindustrie gesorgt und damit für deutlich gesunkene Flugpreise innerhalb Europas. Wenn ich angesichts des abartigen Wetters in Norddeutschland ein halbes Jahr in Italien oder Spanien leben will, kann ich das einfach so ohne große Bürokratie tun. Die EU und nicht deutsche Politiker klopfen dem Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk in Deutschland wirksam auf die Finger, wenn der sein Angebot (und in der Folge die Gebührenforderungen) immer weiter ausbauen will (Ich habe grundsätzlich nichts gegen Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk. Aber es fällt mir schwer aktuell 20 TV-Programme und über 50 Radiosender mit dem "Grundversorgungsauftrag" in Einklang zu bringen).

Natürlich läuft im Moment viel verkehrt in Europa und der Zustand von Europa ist teils desolat. Ich bin aber überzeugt, dass es langfristig erstrebenswerter ist, zu versuchen die falsch laufenden Dinge zu korrigieren, als die EU abzuschaffen.
Kuno hat geschrieben:Was mir -aus den Medien- auch nicht klar wurde ist, ob DE nun netto einzahlt oder netto profitiert von der EU.
Wie üblich, kann sich da jeder, je nachdem was er "beweisen" will, die passenden Zahlen aus dem großen Statistikangebot heraussuchen. Betrachtet man rein den EU-Haushalt, dann ist Deutschland in absoluten Zahlen der größte Nettozahler. Pro Kopf zahlen wir netto um die 100 EUR pro Jahr in den EU-Haushalt, damit sind wir bei den Pro-Kopf-Statistik nur auf den mittleren Plätzen der Nettozahler. Andere haben also viel mehr Grund zum Jammern. Wir exportieren pro Kopf jährlich für umgerechnet über 7.600 EUR in EU-Länder. Pro Kopf erwirtschaften wir mit den EU-Ländern einen Handelsüberschuss von rund 800 EUR.

Beste Grüße

Guido
Kuno
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Re: EU will ältere Autos häufiger zum TÜV schicken

Beitrag von Kuno »

Guido3 hat geschrieben:Pro Kopf zahlen wir netto um die 100 EUR pro Jahr in den EU-Haushalt, damit sind wir bei den Pro-Kopf-Statistik nur auf den mittleren Plätzen der Nettozahler. Andere haben also viel mehr Grund zum Jammern. Wir exportieren pro Kopf jährlich für umgerechnet über 7.600 EUR in EU-Länder. Pro Kopf erwirtschaften wir mit den EU-Ländern einen Handelsüberschuss von rund 800 EUR.
Guido, in Mathematik war ich nie wirklich gut aber ist es nicht so, dass "der Deutsche" nicht nur fuer die EUR 100 die er zahlt sondern auch fuer die gueter, die er verkauft zuerst richtig arbeiten muss? Die hundert Euro darf man also nicht gegen die 7'600 aufrechnen; oder?

Und fragen moechte ich auch noch, wer denn mehr einzahlt als DE (also den "Prokopfwert" und den Gesamtbetrag).
Guido3

Re: EU will ältere Autos häufiger zum TÜV schicken

Beitrag von Guido3 »

Kuno hat geschrieben:Guido, in Mathematik war ich nie wirklich gut aber ist es nicht so, dass "der Deutsche" nicht nur fuer die EUR 100 die er zahlt sondern auch fuer die gueter, die er verkauft zuerst richtig arbeiten muss? Die hundert Euro darf man also nicht gegen die 7'600 aufrechnen; oder?
Ja, lock mich ruhig :shock: Nein natürlich kann man das nicht 1 zu 1 aufrechnen. Wir erwirtschaften wie gesagt pro Kopf im EU-Außenhandel 800 EUR Überschuss. Zieht man die 100 EUR Nettozahlung ab, bleiben 700 EUR "Nettogewinn", die sicherlich schrumpfen würden, wenn die EUR nicht unterentwickelten Regionen auf die Beine helfen würde.

In der Praxis ist das alles 100 mal komplizierter. U.a. gibt es schwer zu kalkulierende Währungseffekte. Dadurch dass Griechenland, Spanien, Italien, Portugal, ... den Wert des Euro massiv drücken, sind deutsche Waren im Nicht-EU-Ausland aktuell wohl mindestens 20-50% billiger, als sie es mit der DM wären. Das ist einer der Hauptgründe, warum Deutschland derzeit international so brutal wettbewerbsfähig ist und deutsche Exporte in Nicht-EU-Länder schneller wachsen als in EU-Länder. Würden wir wieder die DM bekommen, so würde diese wohl auch gegen die meisten anderen Währungen in der EU massiv aufwerten und unsere Exporte auch in EU-Länder entsprechend eindampfen. Natürlich würden gleichzeitig die Importe für uns billiger. Unterm Strich würden wir als "Exportnation" aber stark leiden. Die Schweiz bekommt solche Effekte ja gerade zu spüren und strampelt sich ab, um das in den Griff zu bekommen.
Kuno hat geschrieben:Und fragen moechte ich auch noch, wer denn mehr einzahlt als DE (also den "Prokopfwert" und den Gesamtbetrag).


Absolut sind wir wie gesagt der größte Nettozahler. Je nachdem welches Land Referenzjahr man sich heraus pickt, sieht die Reihenfolge immer etwas anders aus, aber pro Kopf zahlen Luxemburg, Dänemark, Belgien, Schweden, Niederlande meistens netto mehr ein als die Deutschen.

Beste Grüße

Guido
Kuno
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Re: EU will ältere Autos häufiger zum TÜV schicken

Beitrag von Kuno »

Guido3 hat geschrieben:Die Schweiz bekommt solche Effekte ja gerade zu spüren und strampelt sich ab, um das in den Griff zu bekommen.
Naja. In den Griff bekommen wird man das in der CH wohl kaum - man druckt einfach auf Teufel komm raus Geld um den Franken gegenueber dem Euro uniteressant fuer den Anleger zu machen. Da steckt schon lange nichts Substantielles mehr dahinter - unser Geld ist doch eigentlich nur noch etwas wert, weil sich alle verzweifelt an den Glauben klammern, dass es tatsaechlich etwas wert sei...
Ralf Kiefer
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Re: EU will ältere Autos häufiger zum TÜV schicken

Beitrag von Ralf Kiefer »

Guido3 hat geschrieben: Es hat ja niemand behauptet, dass in der EU alles perfekt ist oder das Projekt EU abgeschlossen wäre.
Das wird nie zu einem Abschluiß kommen, denn vorher wird erweitert und erweitert und erweitert, bis auch noch die Mongolei und der Senegal zur EU gehören werden. Einen glorreichen Abschluß wirst weder Du noch ich noch die Generation nach uns erleben, vermutlich gar niemand. Weswegen sollte man dann die Bereicherungseinrichtung einiger Politiker und Lobbyisten weiterhin unterstützen?
Guido3 hat geschrieben:Was Du beschreibst, sind Beispiele, die eindeutig mehr und nicht weniger EU-Harmonisierung bedürfen.
Es sind einige wenige konkrete Beispiele, weil pauschale Bemerkungen immer so schnell vom Tisch gefegt werden mit dem Hinweis, daß da keine Substanz dahinterstecke. Wie lange existiert diese EU schon? Wie lange soll es dauern, bis wir eine einheitliche Gesetzgebung, einen einzigen Haushalt und ein demokratisch gewähltes Parlament haben werden? Ich behaupte, daß das mit den aktuellen Mitgliedern nie zu schaffen sein wird. Und mit Hilfe der Drohung den ersten asiatischen Staat (Türkei) mit durchzufüttern wird's erst recht nichts.
Guido3 hat geschrieben: Führerscheine, Kennzeichen, Notrufnummern uvm. was den Bereich Straßenverkehr betrifft, wurde im Übrigen auch schon weitgehend harmonisiert.
Was seid ihr EU-Profiteure doch nur so leichtgläubig! Ich habe einige wenige Beispiele von vielen mehr nur aus der Beziehung zwischen .de und .fr erwähnt. Glaubst Du wirklich, daß das mit den anderen Beziehungen "harmonischer" verläuft?
Guido3 hat geschrieben: Wenn ich angesichts des abartigen Wetters in Norddeutschland ein halbes Jahr in Italien oder Spanien leben will, kann ich das einfach so ohne große Bürokratie tun.
Ach!? Wird im Berufsumfeld Dein Diplom oder Deine Ausbildung anerkannt? Bei einigen wenigen Berufsgruppen geht das, bei vielen nicht. Das ist allerdings eher weniger ein Verdienst dieser EU, sondern der Tatsache geschuldet, daß z.B. diverse deutsche Hochschulabschlüsse, Meisterbriefe u.ä.im Ausland schon immer angesehen und anerkannt waren.

Und ob die freie Arbeitsplatzwahl in den Kernstaaten der EU so was positives sind, wage ich ebenso zu bezweifeln. Ja, es sind nur die Kernstaaten. Da wird mit unterschiedlichen Maßstäben gemessen. Warum denn nur? Wo liegt jetzt die Gemeinsamkeit in dieser EU?
Guido3 hat geschrieben: Die EU und nicht deutsche Politiker klopfen dem Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk in Deutschland wirksam auf die Finger,
Und genau deshalb haben deutsche Landtage das Haushaltsgeld für den Rundfunk ab nächstem Jahr beschlossen, weswegen ich plötzlich 36DM pro Monat zahlen muß für etwas, was ich seit Jahren nicht nutze. 420DM pro Jahr für nichts! Erkläre mir mal, was da die EU unternimmt!
Guido3 hat geschrieben: Natürlich läuft im Moment viel verkehrt in Europa und der Zustand von Europa ist teils desolat. Ich bin aber überzeugt, dass es langfristig erstrebenswerter ist, zu versuchen die falsch laufenden Dinge zu korrigieren, als die EU abzuschaffen.
Erkläre mir mal bitte, weswegen die Deutschen kurz nach Einführung der temporären Ersatzwährung vor 10 Jahren Strafzahlungen an die anderen leisten mußten, weil die Neuverschuldung 3% vom BIP überstieg (oder so ähnlich). Was haben währenddessen die Griechen, die Italiener, die Spanier, die Portugiesen, die Iren und die Holländer gemacht? Ihre Finanzen schöngerechnet, oder anders ausgedrückt, sie haben betrogen. Wir hatten seinerzeit wie auch heute keine Volksvertreter in der Bundesregierung, die den Mumm hatten das anzuprangern. Zahlen denn die Länder, die heute ihre Neuverschuldung auf über 3% betreiben, irgendwelche Strafzahlungen an die Gemeinschaftskasse? Nein, im Gegenteil, die erhalten derzeit ein Vielfaches hinterhergeworfen. Von unserem deutschen Steueraufkommen, das wir an anderen Stellen viel produktiver einsetzen könnten und müßten.
Guido3 hat geschrieben: Betrachtet man rein den EU-Haushalt, dann ist Deutschland in absoluten Zahlen der größte Nettozahler.
Haben wir nur einen adäquaten Nutzen? Ich sehe nicht einen.
Guido3 hat geschrieben: Pro Kopf zahlen wir netto um die 100 EUR pro Jahr in den EU-Haushalt
Von wann ist denn diese Zahl? Das, was wir Deutschen den anderen alleine im Laufe der vergangenen Monate geschenkt haben, liegt aber deutlich drüber. AFAIK lag der Spendenbetrag alleine im Laufe der vergangenen Monate bei rund 1000DM pro Kopf.

Wieviel zahlen wir eigentlich für diese unsägliche EU-Bürokatie in Strasbourg, Luxembourg und Brüssel?
Guido3 hat geschrieben: Wir exportieren pro Kopf jährlich für umgerechnet über 7.600 EUR in EU-Länder. Pro Kopf erwirtschaften wir mit den EU-Ländern einen Handelsüberschuss von rund 800 EUR.
Und Du glaubst, daß diese Zahlen wesentlich anders ausfallen würden, wenn wir nicht mehr in der EU seien? Außerdem ist's mir relaltiv egal, wohin die deutschen Waren exportiert werden. Ob das Europa ist oder woanders in der Welt, spielt keine Rolle.
Guido3 hat geschrieben: Wir erwirtschaften wie gesagt pro Kopf im EU-Außenhandel 800 EUR Überschuss. Zieht man die 100 EUR Nettozahlung ab, bleiben 700 EUR "Nettogewinn", die sicherlich schrumpfen würden, wenn die EUR nicht unterentwickelten Regionen auf die Beine helfen würde.
Wen interessiert alleine der Überschuß im Handel mit europäischen Ländern? Der gesamte Außenhandel ist von Bedeutung. Und genau der sollte ausgeglichen sein. Ist er aber nicht. Seit vielen Jahren nicht. Dieser Überschuß kommt also nicht den Deutschen zugute, die ihn erwirtschaftet haben, sondern wird den anderen einfach geschenkt.
Guido3 hat geschrieben: Dadurch dass Griechenland, Spanien, Italien, Portugal, ... den Wert des Euro massiv drücken, sind deutsche Waren im Nicht-EU-Ausland aktuell wohl mindestens 20-50% billiger, als sie es mit der DM wären.
Entspricht das nicht zufällig der Lebenszeit, die wir deutsche Arbeitnehmer länger arbeiten müssen? Sowohl täglich wie auch bei der Lebensarbeitszeit? Warum nur gehen die Leute in fast allen anderen Ländern erheblich früher in Rente als wir Deutsche? An dieser Stelle geht's nicht mehr um irgendwelche hypothetischen öffentlichen Haushalte, sondern um meine eigene Lebensqualität.
Guido3 hat geschrieben: Das ist einer der Hauptgründe, warum Deutschland derzeit international so brutal wettbewerbsfähig ist
Das ist keine Wettbewerbsfähigkeit, sondern ein Verramschen unserer Produkte und Dienstleistungen.
Guido3 hat geschrieben: Würden wir wieder die DM bekommen, so würde diese wohl auch gegen die meisten anderen Währungen in der EU massiv aufwerten und unsere Exporte auch in EU-Länder entsprechend eindampfen. Natürlich würden gleichzeitig die Importe für uns billiger.
Genau das. Wir würden für unser Geld wieder das bekommen, was es wert ist. Wir in .de haben nichts davon, wenn wir unsere Exportüberschüsse den anderen EU-Ländern schenken, aber zu deren Konditionen außerhalb einkaufen müssen. Unterm Strich wäre es für jeden Einzelnen günstiger in einer unabhängigen DM-Welt zu leben.

Weiterer Gedanke: Früher regelten die Zölle die Außenhandelsströme. Das war gar nicht so schlecht, konnte doch so auf staatlicher Ebene der Außenhandel beeinflußt werden. Damals wurde die Allgäuer Milch nicht nach Griechenland gefahren, um daraus "griechischen Feta" für deutsche Supermärkte zu produzieren. Weniger LKW-Einsatz, weniger unnötiger Verkehr, weniger unnütze Warentransporte. Nebenbei erwähne ich in einigen Gegend Afrikas das Ergebnis der tollen EU-Agrarpolitik: gibt es in Westafrika noch einheimische Zwiebeln? AFAIK nicht viele, denn die meisten kommen aus Holland. D.h. mit dieser EU-Politik zerstören wir ganze Wirtschaftskreisläufe in Ländern, die sich nicht wehren können.
Guido3 hat geschrieben: Unterm Strich würden wir als "Exportnation" aber stark leiden.
Genau das wird von den EU-Profiteurn immer wieder behauptet, ohne daß es dafür Belege gäbe. Das Gegenteil wird der Fall sein.
Guido3 hat geschrieben: Die Schweiz bekommt solche Effekte ja gerade zu spüren und strampelt sich ab, um das in den Griff zu bekommen.
Die Schweiz hat als kleines Land ohne großartige Industrie und besonders als kleine Insel inmitten eines übermächtigen Nachbarn ganz andere Probleme, die sie in diesem Maße nicht hätte, wären souveräne Staaten mit eigener Währung außenherum.

Gruß, Ralf
Guido3

Re: EU will ältere Autos häufiger zum TÜV schicken

Beitrag von Guido3 »

Ralf Kiefer hat geschrieben:Wie lange soll es dauern, bis wir eine einheitliche Gesetzgebung, einen einzigen Haushalt und ein demokratisch gewähltes Parlament haben werden? Ich behaupte, daß das mit den aktuellen Mitgliedern nie zu schaffen sein wird. Und mit Hilfe der Drohung den ersten asiatischen Staat (Türkei) mit durchzufüttern wird's erst recht nichts.
Das EU Parlament wird demokratisch gewählt oder spielst Du auf die nicht proportionale Sitzplatzzuteilung der einzelnen Länder an? Sicher ging die Erweiterung teilweise zu schnell, aber die Türkei "droht" nicht wirklich mehr. Formal haben die zwar noch das Ziel, der EU beizutreten, aber praktisch haben die sich doch längst abgewandt, forcieren das nicht mehr und schauen nach Osten.
Ralf Kiefer hat geschrieben:Und genau deshalb haben deutsche Landtage das Haushaltsgeld für den Rundfunk ab nächstem Jahr beschlossen, weswegen ich plötzlich 36DM pro Monat zahlen muß für etwas, was ich seit Jahren nicht nutze. 420DM pro Jahr für nichts! Erkläre mir mal, was da die EU unternimmt!
Zwangsabgaben für den ÖRR gibt es in anderen Ländern auch. Ohne die EU wären sie in Deutschland aller Wahrscheinlichkeit noch weitaus höher.
Ralf Kiefer hat geschrieben:Erkläre mir mal bitte, weswegen die Deutschen kurz nach Einführung der temporären Ersatzwährung vor 10 Jahren Strafzahlungen an die anderen leisten mußten, weil die Neuverschuldung 3% vom BIP überstieg (oder so ähnlich).
Quelle? Soweit ich weiß musste Deutschland im Zuge der berechtigten Defizitverfahren niemals Geldbußen oder Kürzungen von Fördergeldern hinnehmen.
Ralf Kiefer hat geschrieben:
Guido3 hat geschrieben: Pro Kopf zahlen wir netto um die 100 EUR pro Jahr in den EU-Haushalt
Von wann ist denn diese Zahl? Das, was wir Deutschen den anderen alleine im Laufe der vergangenen Monate geschenkt haben, liegt aber deutlich drüber.
2011.
Ralf Kiefer hat geschrieben:Wieviel zahlen wir eigentlich für diese unsägliche EU-Bürokatie in Strasbourg, Luxembourg und Brüssel?
Das Thema ist wie Abgeordnetendiäten in Deutschland usw. ein beliebtes Stammtischthema. Moralisch mag man da Einiges zurecht kritisieren. Die absolute Höhe der Kosten sind eher Peanuts und es gibt weit größere Probleme.
Guido3 hat geschrieben:Und Du glaubst, daß diese Zahlen wesentlich anders ausfallen würden, wenn wir nicht mehr in der EU seien?
Eindeutig ja. Schätzungsweise 98% der exportierenden Unternehmen glauben das auch.
Guido3 hat geschrieben:Wen interessiert alleine der Überschuß im Handel mit europäischen Ländern? Der gesamte Außenhandel ist von Bedeutung. Und genau der sollte ausgeglichen sein. Ist er aber nicht. Seit vielen Jahren nicht. Dieser Überschuß kommt also nicht den Deutschen zugute, die ihn erwirtschaftet haben, sondern wird den anderen einfach geschenkt.
Die Logik habe ich nicht ganz verstanden.
Ralf Kiefer hat geschrieben:Weiterer Gedanke: Früher regelten die Zölle die Außenhandelsströme. Das war gar nicht so schlecht, konnte doch so auf staatlicher Ebene der Außenhandel beeinflußt werden. Damals wurde die Allgäuer Milch nicht nach Griechenland gefahren, um daraus "griechischen Feta" für deutsche Supermärkte zu produzieren. Weniger LKW-Einsatz, weniger unnötiger Verkehr, weniger unnütze Warentransporte.
Nur hat sich die Welt im Vergleich zu "früher" entscheidend verändert und die frühere Kleinstaaterei funktioniert heute nicht mehr. (Volks)Wirtschaft fand jahrhundertelang primär in einem regionalen bzw. staatlichen Rahmen statt und konnte dort halbwegs effektiv reguliert werden. Durch die Globalisierung können sich global aufgestellte Unternehmen dem entziehen, können Ländern und Arbeitnehmer gegeneinander ausspielen und sitzen aktuell einfach am längeren Hebel. Es fehlt ein Gegengewicht zu global aufgestellten Unternehmen. Das kann nur international gelöst werden. Wenn Deutschland allein Regulierungen und Zölle hoch zieht, erreicht es genau nichts, außer sich selbst durch dann unvermeidbare Gegenreaktionen zu schaden. Mit der EU können wir da ein anderes Pfund in die Waagschale werfen. Ich stimme Dir zu, dass das in der Vergangenheit nicht ausreichend geschehen ist. Mit der EU haben wir aber wenigstens ein Potential, Deutschland als Einzelkämpfer hat das nicht. Es gibt viele weitere Themen, wie den sich zukünftig verschärfenden Kampf um Rohstoffe, wo die EU äußerst hilfreich sein kann, weil Deutschland darauf im Vergleich zu anderen westlichen Ländern wie den USA schlecht vorbereitet ist.

Ich habe aber das Gefühl, das wir für die Argumente des Anderen jeweils wenig zugänglich sind und die Diskussion wenig bringt. :roll:

Beste Grüße

Guido
Kuno
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Re: EU will ältere Autos häufiger zum TÜV schicken

Beitrag von Kuno »

Guido3 hat geschrieben:
Ralf Kiefer hat geschrieben:Wieviel zahlen wir eigentlich für diese unsägliche EU-Bürokatie in Strasbourg, Luxembourg und Brüssel?
Das Thema ist wie Abgeordnetendiäten in Deutschland usw. ein beliebtes Stammtischthema. Moralisch mag man da Einiges zurecht kritisieren. Die absolute Höhe der Kosten sind eher Peanuts und es gibt weit größere Probleme.
Guido, solche Aussagen kommen immer gut. Das "Gefühl" des Volkes (welches am Ende ja alles zu bezahlen hat) wird gerne mit dem grundsätzlich negativ besetzten Begriff "Stammtischthema" abgetan.

Auch den Begriff "Peanuts" im Zusammenhang mit Geldverschwendung und Spesenreiterei zu verwenden ist seit mehreren Jahren nicht mehr opportun. Vielleicht sind diese Beträge im Vergleich zu dem, was man jetzt gerade in den Olivengürtel hineinbuttert wirklich vernachlässigbar klein - aber es bedeutet immer einen Affront gegen die kleinen Leute, denen man das Geld abgreift. Zudem ist es ein sehr starkes Indiz, welcehs Rückschlüsse auf die Denk- und Handlungsweise der Abgeordneten und Beamten zulaesst.

Der Spruch "Es gibt grössere Probleme" verhilft der EU auch nicht unbedingt zu einer grösseren Glaubwürdigkeit.

Die Türkei hast du vorher angesprochen - die hat sich wahrscheinlich nicht von der EU abgewandt, weil sie darin die goldene Zukunft sah... :wink:
Guido3

Re: EU will ältere Autos häufiger zum TÜV schicken

Beitrag von Guido3 »

Kuno hat geschrieben:Guido, solche Aussagen kommen immer gut. Das "Gefühl" des Volkes (welches am Ende ja alles zu bezahlen hat) wird gerne mit dem grundsätzlich negativ besetzten Begriff "Stammtischthema" abgetan.

Auch den Begriff "Peanuts" im Zusammenhang mit Geldverschwendung und Spesenreiterei zu verwenden ist seit mehreren Jahren nicht mehr opportun. Vielleicht sind diese Beträge im Vergleich zu dem, was man jetzt gerade in den Olivengürtel hineinbuttert wirklich vernachlässigbar klein - aber es bedeutet immer einen Affront gegen die kleinen Leute, denen man das Geld abgreift.
Die Diäten für Bundestagsabgeordnete (622) betragen in Deutschland aktuell 7.960 EUR pro Monat. Sie steigen 2012 zum ersten Mal seit 2009 (um 3,8 Prozent). Wenn wir denen mal die Diäten um satte 30 Prozent zusammen streichen, dann hätte jeder Deutsche im Schnitt 0,22 EUR pro Jahr mehr in der Tasche. Du hast Recht, darum muss man sich kümmern. Mit einem halben trockenen Brötchen mehr pro Jahr wird es den kleinen Leuten viel besser gehen. Ich muss nicht Recht haben, aber nach meiner Meinung ist das Stammtischniveau und vermutlich bei vielen eine neidgetriebene Debatte. Ich will nicht, dass man sich vorrangig um sowas kümmert, auch wenn es dafür sicher viele Befürworter gäbe.
Kuno hat geschrieben:Die Türkei hast du vorher angesprochen - die hat sich wahrscheinlich nicht von der EU abgewandt, weil sie darin die goldene Zukunft sah... :wink:
Zur Zeit ist die EU sicher nicht sehr sexy. Aber die Türkei hat sich eigentlich schon abgewandt, bevor die derzeitige Krise der EU so akut wurde. Führende Politiker in Deutschland und Frankreich hatten eine Perspektive als Vollmitglied immer wieder verneint, die zwingend nötige Lösung des Zypern-Konfliktes war nicht absehbar, usw. Die Chancen für eine Aufnahmen waren gering. Und die Türkei hat sich mittlereweile auch wirtschaftlich berappelt und ist jetzt weniger auf die EU angewiesen. Wie nachhaltig der aktuelle Wirtschaftsboom in der Türkei ist, ist allerdings umstritten.

Beste Grüße

Guido
Kuno
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Re: EU will ältere Autos häufiger zum TÜV schicken

Beitrag von Kuno »

Guido3 hat geschrieben:Die Diäten für Bundestagsabgeordnete (622) betragen in Deutschland aktuell 7.960 EUR pro Monat. Sie steigen 2012 zum ersten Mal seit 2009 (um 3,8 Prozent). Wenn wir denen mal die Diäten um satte 30 Prozent zusammen streichen, dann hätte jeder Deutsche im Schnitt 0,22 EUR pro Jahr mehr in der Tasche. Du hast Recht, darum muss man sich kümmern. Mit einem halben trockenen Brötchen mehr pro Jahr wird es den kleinen Leuten viel besser gehen. Ich muss nicht Recht haben, aber nach meiner Meinung ist das Stammtischniveau und vermutlich bei vielen eine neidgetriebene Debatte. Ich will nicht, dass man sich vorrangig um sowas kümmert, auch wenn es dafür sicher viele Befürworter gäbe.

Guido, du bist ja ganz schön fix mit Zahlen - aaaaber:

Wir haben nicht von BA Abgeordneten geredet sondern von den Leuten bei der EU. Wenn dort einer nicht zur Sitzung erscheint, dafür aber trotzdem euf trickreiche Art das Sitzungsgeld einstreicht, dann wird zwar der gestohlene Betrag verteilt auf die ca. 80 Millionen Einwohner Deutschlands nur etwas um 0,0001 Euro betragen - also noch viel weniger als dein schönes Beispiel vom "trockenen Brötchen".

Mir ist aber nicht ganz klar, warum du immer alles "pro Kopf" aufteilen willst. Wenn ich morgen dem Staat 1000 Euro mehr verrechne, als meine geleistete Arbeit eigentlich rechtfertigen wuerde, dann kann ich ja auch nicht zu meiner Verteidigung anbringen, dass der Betrag verteilt auf alle Bundesbürger ja marginal sei und man mich deshalb nicht nur freisprechen sondern sogar weitermachen lassen soll... :wink:
Guido3

Re: EU will ältere Autos häufiger zum TÜV schicken

Beitrag von Guido3 »

Kuno hat geschrieben:Wenn dort einer nicht zur Sitzung erscheint, dafür aber trotzdem euf trickreiche Art das Sitzungsgeld einstreicht,
Das ist dann wohl Betrug und gehört entsprechend sanktioniert. Aber das vermixt jetzt die mehr oder weniger moralische Grundsatzdiskussion um eine angemessene Politikervergütung mit eher kriminellen Aktivitäten.
Kuno hat geschrieben:Mir ist aber nicht ganz klar, warum du immer alles "pro Kopf" aufteilen willst.
Weil große Zahlen dann greifbarer werden und man Einiges entkräften kann. Es wird ja gern behauptet, dass "wir einfachen Leute" alle sooo viel Steuern zahlen und sparen müssen und die Politiker sich auf unsere Kosten die Taschen voll machen. Das kann man mit dem halben trockenen Brötchen entkräften. :mrgreen: Natürlich bekommen die Bundestagsabgeordneten neben den Diäten auch noch Aufwandspauschalen, Funktionsbezüge usw. und es gibt auch noch Landtagsabgeordnete, Europabgeordnete, .. Aber selbst wenn man das alles zusammen kräftig eindampfen würde, kommen da keine Summe zusammen, die für den einzelnen Bürger einen großen Unterschied machen.
Kuno
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Re: EU will ältere Autos häufiger zum TÜV schicken

Beitrag von Kuno »

Du drehst dich im Kreis, Guido.
Gegen einen angemessenen Lohn habe ich nichts.
Aber ungerechtfertigte Bezüge bleiben das, was sie sind - Diebstahl.

Und ob diese unseelige Herunterrechnerei auf "pro Kopf" nun tatsächlich etwas "entkräftet" oder nicht doch eher "verfälscht" können wir wohl ewig diskutieren.

Fakt bleibt: Die EU und ihre Truppe in Brüssel verliert immer mehr das Vertrauen der kleinen Leute - und für die sollte sie ja eigentlich da sein, oder nicht?
Wolfgang K
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Re: EU will ältere Autos häufiger zum TÜV schicken

Beitrag von Wolfgang K »

Die Diäten für Bundestagsabgeordnete (622) betragen in Deutschland aktuell 7.960 EUR pro Monat.
Der vergleichsweise niedrige Betrag erklärt zum Teil sicher auch die Qualität des Personals.
Für viele der Abgeordneten ist es dennoch ein Einkommen, welches sie in der freien Wirtschaft niemals erzielen könnten. (wobei ja da noch ein par Sachen obendraufkommen, aber egal)

Viele Diskussion um die Abgeordnetengehälter halte ich auch für neidgetrieben und populistisch, genau wie die Diskussion um eine sog „Reichensteuer“, die genau von etlichen dieser Abgeordneten geführt wird. Andererseits: Wer Neid schürt, darf sich nicht wundern wenn er ihn erntet. :mrgreen:
Wolfgang K
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Re: EU will ältere Autos häufiger zum TÜV schicken

Beitrag von Wolfgang K »

Noch mal zur EU:

Der schlechte Ruf der EU ist sicher nicht im Bemühen um die Europäische Einigung in wirtschaftlichen, politischen, sozialen und auch ökologischen Aspekten begründet. Ein vernünftiger Grad an Vereinheitlichung bringt in der Tat erhebliche Vorteile. Jetzt gibt es aber einen Haken an Gebilden dieser Größenordnung:
Ganz dem Trend folgend, dass „die Politik was machen müsse“ macht sie es auch. In allen Lebensbereichen.
Wie in jedem Konstrukt einer gewissen Größe – auch schon deutlich unter der der EU – ist vieles zu einem Selbstläufer geworden. Die Rechfertigung eines Ressorts besteht in der Sichtbarkeit seiner Handlung. Darum muss anständiger „Verbesserung“ und etwas neuem gearbeitet werden. Das führt zu immer kürzeren Zyklen bei der Überarbeitung von Verordnungen und die eigentlichen Kosten entstehen bei der Umsetzung.
Vieles was noch in der Umsetzung bis runter in die Kommunen steckt ist schon wieder überholt bis die Konsequenzen bekannt oder gar verdaut sind. Gesetze und Verordnungen auf das allernötigste zu beschränken ist leider gegen den Zeitgeist – nicht nur in der EU.
Ich bin täglich mit neuen Segnungen dieser Art in Berührung, und das in der Gewissheit nur einen Bruchteil dessen was mich beruflich oder privat betrifft überhaupt zu überschauen, denn was durch (Fach)Presse geht ist noch nicht mal die Spitze des Eisbergs.

Grüße
Wolfgang
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