Libyen / Meine letzte Reise...

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abacus
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Re: Libyen / Meine letzte Reise...

Beitrag von abacus »

... man könnte ja mal einen Ländie-lester-Fred erstellen ... 8) :mrgreen:

Ach, ich glaub ich muss dringend mal wieder in die Wüste.

Grüße
sven
mikepiller
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Re: Libyen / Meine letzte Reise...

Beitrag von mikepiller »

Hi Kuno,

auch von mir ein dickes Dankeschön für Deine Mühen, uns hier mit Deinem schönen Bericht den "freundlich neidvollen" Sabber aus dem Mundwinkel zu treiben.

Das abschließende Foto....
naja, wir kennen ja Deine ambivalente Beziehung zum englischen Blech-

bald wirst Du Dich weinend bei Deinem Landy entschuldigen!

So ist es halt,

Gruß an Dich
Micha
Wenn der Wind des Wandels weht,
bauen die einen Windmühlen,
die anderen bauen Mauern.
(chin. Sprichwort)
Franz (UNI)Murr
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Re: Libyen / Meine letzte Reise...

Beitrag von Franz (UNI)Murr »

Hallo Kuno,

Dein Bericht vermittelt den Eindruck über einen schlechten Zustand der Fahrzeuge.

Bei allem Respekt, ein kaputter Wasserschlauch ist ein schwerer Wartungsmangel im Vorfeld. Der geht nicht überraschend kaputt.
Ist bei mir ein Verschleißteil, dass nach 10 Jahren prophylaktisch erneuert wird. Bei Rover nach 5 Jahren. :wink:

Ein schöner Bericht, der Lust auf Libyen macht und excelente Fotos.

@Sven, Landrover baut im Prinzip hervorragende Autos. Was sie bis heute nicht geschafft haben, ist ein Qualitätsmanagement ala Japan.
Wer sich die Mühe macht, einen neuen Defender komplett zu zerlegen und nach kontinentalen Qualitätsvorstellungen wieder zusammen baut, wird ein sehr zuverlässiges Fahrzeug über Jahrzehnte haben.

Kuno, du brauchst einen Organisator, der sich der Technik und der Ausrüstung mal richtig annimmt.

Grüße aus Kairo

Franz
Zuletzt geändert von Franz (UNI)Murr am Mo 5. Okt 2009, 12:12, insgesamt 1-mal geändert.
Der Mensch braucht zuweilen etwas Wüste. Das Sein in der Wüste ist wie Yoga für meine Seele.
Kuno
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Re: Libyen / Meine letzte Reise...

Beitrag von Kuno »

Meine lieben Forumsmitglieder und -innen. Das auf dem Foto ist NICHT mein Landrover. Ich hatte den sogar zeitweise geschleppt, aber als es dann weicher wurde, ueberliess ich es gerne dem Toyo, den Patienten zu ziehen - der hatte schliesslich einen 4,5Liter Motor und nicht nur ein 2,4 Liter wie ich (das hatte ich dummerweise vor zwei Jahren gemacht - tat dann der Kopfdichtung nicht so gut...)
Kuno
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Re: Libyen / Meine letzte Reise...

Beitrag von Kuno »

Hallo Franz, also in Bezug auf Technik waerest du bei mir immer willkommen... da bin ich nicht so stark. Aber am Ende hilft oft alles Vorbereiten nichts - denn es geht immer was anderes kaputt. Gut, wenn man es unterwegs beheben kann oder wenn man wenigstens in der naechsten Oase / Oelfeld jemanden kennt, der weiterhelfen kann. Da habe ich mittlerweile schon ein paar kleine Vorteile gegenueber dem normalen Touristen.

Aber an der Ausruestung lasse ich nicht meckern. Ich denke, dass wir da schon gut dabei sind. Meine Philosophie ist es halt, das Auto nicht auszubauen sondern alles in Kisten & Kanistern dazuzupacken. Erstens habe ich mir dann den Wagen fuer den Alltag nich 'versaut' und zweitens kann ich im Notfall die Ladung / Ausruestung ganz einfach in einem anderen Auto verstauen...

Aber zurueck zum Thema. Den Zeitplan haben wir natuerlich nicht mehr eingeholt. Denn der Sand m Umfeld von Tazerbo ist doch ziemlich weich. Und so geschah, was geschehen musste:

Bild

Es dauerte ein wenig laenger :?
Kuno
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Re: Libyen / Meine letzte Reise...

Beitrag von Kuno »

Fast haett’ ich’s vergessen. Ich musste mich ja auch mal ueber eine laengere Strecke abschleppen lassen. Und da hatte ich ein laaaaaanges Band genommen. Die Idee war, dass das Schleppfahrzeug und der ‘Anhang’ nicht gleichzeitig in ein weiches Sandstueck kommen. Hier hat man aber den Versuch mit einem kurzen Band gemacht. Und wie wir ja wissen hat der Toyo hinten keine Schmutzfaenger mehr. Also fliegen halt die Steine. Und die Steine werden von der Roverwindschutzscheibe aufgefangen. Mindestens so lange, bis sie bricht. Sie brach 150km vor Tazerbo.

Angekommen zeigte sich, dass auch eine Wuestenoase nicht gerade mit erfahrenen Wuestenfahren ueberbesetzt ist. Eigentlich haette ich nur einen gebraucht. Der ist wirklich gut. Aber er hing grad’ unten im Uweinat herum. Ansonsten fand sich keiner, der eben mal fuer zwei Wochen Zeit gehabt haette. Und Benzin gab’s wieder mal auch nicht. Benzin konnte aber ueber nach gefunden werden, es musste ja auch nur bis Kufra reichen. Denn in Kufra hatten wir uns ein paar Liter bereitstellen lassen um damit die 1’000km nach Giarabub zu fahren.

Frontscheiben fuer Landrover gab’s auch keine. Der, der noch eine haette haben koennen hatte sie gerade eine Woche zuvor verkauft. Und der Mechaniker hiess Omar. Was mir an ihm gefiel: Er sagte nicht “No Problem” sondern er wollte sich den Motor mal ansehen. Die Werkstatt haette auch die Kulisse fuer einen ‘Mad Max’ Film geben koennen. Ich war zugegebenermassen Leicht genervt und sah eigentlich die Reise nicht mehr so im besten Licht. Aber dann kam der Toyo mit vollem Tank zurueck. Schon mal etwas.

Zwischenzeitlich traf ich auf der Strasse auch Moussa, der damals im 2006 bei meiner ersten Reise zum Jebel Sherif dabei war. Irgendwie geht es immer nu rein paar Minuten, wenn ich in Tazerbo bin und ich treffe ihn. Er freut sich riesig, als ich ihm zwei Kopien meines Buches ueberreiche – gehoert sich ja auch, den schliesslich hat er auch zum Gelingen des Projekts beigetragen!

Und dann irgendwann nach Mitternacht meldet Omar, dass der Motor wieder laeuft. War irgendwas mit den Ventilen. Ist mir egal, Hauptsache es laeuft. Ich schlafe etwas ruhiger…


Bild[
Kuno
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Re: Libyen / Meine letzte Reise...

Beitrag von Kuno »

Leider kamen wir wieder erst spaet los (wir hofften, doch noch ein zusaetzliches Fahrzeug zu finden) und fuhren dann hinaus in die Wasserfelder. Dort gab es dann eine ausfuehrliche Erklaerung & Demonstration vom zustaendigen Ingenieur. Ich haette zwar lieber etwas Zeit gut gemacht - aber so eine Gelegenheit wollte man sich dann doch nicht entgehen lassen.


Bild
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Kuno
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Re: Libyen / Meine letzte Reise...

Beitrag von Kuno »

So. Und jetzt wird's wieder historisch: Wir folgten der alten Italienischen Palificata.

Bild

Ziel fuer den Tag war die verlassene Oase Buzema. Aber dazwischen wollten wir noch zwei Lastwagenwracks aus dem Wuestenkrieg anfahren.

Das eine kannte ich auch noch nicht - und leider konnten wires nicht finden. Aber beim anderen war ich schon zweimal gewesen. Ein schoener Ford der SDF - ein seltenes Stueck, da kein CMP. Nur als wir bei der Stelle ankamen, war da kein Wrack mehr. Ein paar kleine Teile aber das Fahrzeug war einfach weg! 1942 hat man es dort liegenlassen und es blieb dort fuer 67 Jahre. Und jetzt war es einfach weg.

(Ich komme zum Thema noch in einem separaten Thread)
Wolfgang K
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Re: Libyen / Meine letzte Reise...

Beitrag von Wolfgang K »

Abwrackprämie ! Dafür fahren jetzt zwei chinesische Pickups mehr in Tazerbo rum :-)
Kuno
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Re: Libyen / Meine letzte Reise...

Beitrag von Kuno »

Wie gesagt, ich komme noch zum Verbleib des einen Wracks.

Erstmal fuhren wir weiter nach Sueden. Auf Buzema zu. Den Sonnenkompass konnten wir da natuerlich auch 'laufen lassen'. Erstaunlicherweise kommt da meist genug Licht hin, so dass er einen Schatten wirft. Funktioniert im Rover also nicht nur am Norpol zur Mittagszeit!

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Roger-Tecumseh
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Re: Libyen / Meine letzte Reise...

Beitrag von Roger-Tecumseh »

Kuno hat geschrieben:
Bild

Es dauerte ein wenig laenger :?



Hallo Kuno,

Was Franz zum Wasserschlauch schreibt, ist schon sehr richtig - das hat auch nichts mit dem Ausbau des Fahrzeuges zu tun. Vielleicht ist es Dir ganz unbemerkt gelungen, Dich staerker als von Dir selbst vermutet und sehr konsequent in Dein (mechanisch meist sorgloses) Umfeld einzugliedern. :)

Wer immer der Fahrer des Landy's war - er hat, so entnehme ich dem Foto - doch ein paar Fahrfehler gemacht:
Der Luftdruck laesst sich beim Bild nur schwer schaetzen, aber ich vermute doch, dass er dort zu hoch war - so um 2-2,3, wenn nicht noch mehr! Hier waeren eher 1,5-1,7 angesagt gewesen. Auch scheint mir die Geschwindigkeit in dieser leichten Kurve zu gering; gerade bei einem etwas anaemischen Motor, sollte man die nicht geringe Masse des Landy's vor kritischen Stellen entschlossen beschleunigen. Es ist dabei nicht gut, im Weichsand in der Spur dem Vormann zu folgen, wenn man nicht jeder Zeit mit einem leichten Druck auf's Gaspedal beeindruckende Kraefte mobilisieren koennte.
Kurz: dort waere es - durch einen sanften Bogen ueber den unberuehrten Sand - gut moeglich gewesen, ohne erzwungenen Aufenthalt dem Ziel zuzustreben. :)
(Beim Entsanden wirken die Reise-Figuren uebrigens nicht gerade stuermisch engagiert; jedenfalls laesst ihr diplomatisch beobachtender Abstand zum im Sand leidenden Objekt eine gewisse Kuehle vermuten. :wink: )

Ich hoffe, Du siehst meine Bemerkungen nicht als Kritik, sondern als sehr interessierte (und durchaus neidische :lol: ) Anteilnahme an Deiner schoenen Fahrt!

Gruss

Roger-T.
Kuno
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Re: Libyen / Meine letzte Reise...

Beitrag von Kuno »

Lieber Roger-Tecumseh...

Du hast das Photo voellig falsch interpretiert. Der Rover blieb haengen, weil er vom Toyo nicht durch die weiche Sandstelle geschleppt werden konnte - da war er schon ueber 100km am Seil. Das Schleppen ist auch der Grund, warum der Rover in der Spur des Vordermannes war.

Wenn du genau hinsiehst, dann siehst du auch das Seil (hinten befestigt), an dem das Auto zurueckgeschleppt (rueckwaerts) werden soll um wieder auf festeren Grund zu kommen. Die Buddelei ist eigentlich hier schon abgeschlossen, nur einer will noch eine letzte Handvoll Sand wegmachen...

Der Reifendruck war 1,5.
Roger-Tecumseh
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Re: Libyen / Meine letzte Reise...

Beitrag von Roger-Tecumseh »

Na dann ist ja alles gut, will sagen, wie immer viel komplizierter, als ein simpler Sahara-Fahrer es sich so vorstellen kann: vorgeschleppt - im weichen Sand - festgefahren - zurueckgeschleppt! :D

(Mach doch bitte demnaechst ein Panoramafoto, dann gibt's statt Wundern nur noch Be-wundern! :) )
Kuno
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Re: Libyen / Meine letzte Reise...

Beitrag von Kuno »

Panoramafotos waeren schon was Feines!

Aber erstmal geht es weiter Richtung Sueden. Den Plateauberg von Buzema sieht man schon von weitem. Und irgendwie will er einfach nicht naehekommen. Er wirkt auf mich immer sehr fremdartig, hat auf die Distanz doch auch fast schon etwas vom 'Ayer's Rock'; oder nicht?

Bild

Und wenn man dann naeher kommt loest sich ploetzlich alles in die Details auf... die eigentliche Oase und der See befinden sich ganz am westlichen Rand

Bild

Das 'evakuierte' Dorf befindet sich gleich ausserhalb vom rechten Bildrand. Der sichelfoermige See hat massiv an Wasser verloren. Das ist mindestens mein Eindruck. Muss mir gleich mal ein Foto von vor ein paar Jahren suchen...

Bild

So sieht's im Oktober 2009 aus...

Bild

...und das war Ende November 2006.

Viel ist nicht uebrig. Beeilen, wer noch was sehen will :cry:
Werner Lenz
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Re: Libyen / Meine letzte Reise...

Beitrag von Werner Lenz »

Hallo Kuno,

mit dem See hast Du wohl recht.
Wir waren vor einigen vielen Jahren (199x) dort und da war er gewaltig groß!!

Gruß
Werner
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