mia-mia
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Moderator: Moderatoren
Danke Gerhard! Ich finde den Artikel gut. Bleibt zu hoffen, daß es in die skizzierte Richtung laufen wird.Gerhard Göttler hat geschrieben:Hallo, Ihr Libyen-Kenner auf Wüschi!
Heute in der TAZ ein interessanter Artikel zum Thema Stammesstrukturen und deren Rolle im zukünftigen Libyen. Hier: http://www.taz.de/Ethnologe-ueber-die-S ... en/!76852/
Gerhard Göttler
Der Artikel ist einer der besseren zum Thema. Er laesst aber doch ein paar nicht unbedeutende historische Begebenheiten aus:Gerhard Göttler hat geschrieben:Heute in der TAZ ein interessanter Artikel zum Thema Stammesstrukturen und deren Rolle im zukünftigen Libyen. Hier: http://www.taz.de/Ethnologe-ueber-die-S ... en/!76852/
Gut das du das gefunden hast. Der Eindruck kam mir schon, als ich den Bericht heute mittag zum ersten Mal las - das "typisch Libysche" hat dabei gefehlt...Bodensee hat geschrieben:Herr Dr. Hüsken hat sich in seiner bisherigen Laufbahn vertieft mit Aegypten befasst, u.a. mit den Beduinen an der Grenze zu Libyen. Dass die TAZ ihn nach zwei kurzen Besuchen in Libyen als Experte ausweist spricht für sich selbst, bzw. halt mehr gegen die Zeitung als gegen Herrn Dr. Hüsken. Siehe hier:
http://www.ethnologie.uni-bayreuth.de/d ... index.html
Ich muesste jetzt nochmals in die alten Buecher steigen. Aber ich glaube, die kleinere Zahl kommt schon besser hin, wenn wir von den eigentlichen Staemmen sprechen... das andere sind "Unterabteilungen". Die Orfelli alleine zahlen etwa 1 Million.Bodensee hat geschrieben:Wie Herr Dr. Hüsken dazu kommt, die angeblichen rund 140 Stämme auf "etwa 30-40 einflussreiche Grossfamilien" zu reduzieren, ist mir schleierhaft. Das würde ja bedeuten, dass jede dieser "Familien" zwischen 150'000 bis 200'000 Personen umfasst...
Das ist als würde man die Indianer in Nordamerika mit Zigeunern vergleichen.frizzzcat hat geschrieben:tja...zieguner habens nirgends leicht- siehe italien, ungarn, tschechien und deutschland- mal so als beispiele....
hier wäre gutes vrobild europas gefragt..
Walter, falls du hier gelegentlich wieder mal vorbei schaust koennte dir dieser heute erschienene Artikel einiges erklaeren, wie wenig Privat und Staat bei der "Familie" unterschieden wurden:Walter hat geschrieben:Kuno kommentierte:Wieso sollte das nicht wahr gewesen sein?Fast etwas laecherlich wirkte der eine Kenner, der ohne Rot zu werden zum Besten gab, dass es in LY zwei unabhaengige & private Mobilfunkanbieter geben wuerde... beide gehoerten von Anfang an Mohammed, Gaddies Erstgeborenem Sohn
Ist Mohammed Gadaffi nicht ein Privatmann?
Und warum sollten die beiden Firmen nicht unabhägig voneinander gewesen sein?
Aber auch die Berber werden sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Sie werden für sich – berechtigterweise – reklamieren, dass sie mit die ersten waren, die sich aufgelehnt haben und auch die, die es am Ende im Wesentlichen „gemacht“ haben.Gerhard Göttler hat geschrieben:... die Mattes-Artikel sind besser! Danke!
Über einen Satz bin ich "gestolpert":
"... mit dem zu erwartenden Ende der Berberdiskriminierung im Post-Qaddafi-Libyen ...". Für mich etwas viel Optimismus!
Gerhard Göttler
Das greift zu kurz. Hierbei fehlen die frühen Hinweise auch im Westen des Landes. Die Aufstände haben ja in allen nördlichen Landesteilen gleichzeitig begonnen.Der 17. Februar war – inspiriert von den Entwicklungen in Tunesien – als Tag des Zorns
ausgerufen worden, und zwar
- von den Opferfamilien der Toten vom 17. Februar 2006 auf das italienische
Generalkonsulat
- von den Opferfamilien der 1200 zumeist aus der Cyrenaila stammenden islamistischen
politischen Gefangenen, die am 28. Juni 1996 im Abuslim-Gefängnis in Tripolis bei
einer Revolte erschossen wurden.
Unterstützt wurde der Tag des Zorns zudem von Rechtsanwälten und
Menschenrechtsaktivisten wie Fathi Tarbil oder Abd al-Hafiz Ghoga.