LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Kultur, Natur, Unterkunft, Reiserouten, Sehenswürdigkeiten, Tourismus Staaten: Marokko/Sahara, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten.

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Kuno
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Kuno »

Die aktuellen Meldungen aus Libyen sind nicht die besten. Nachdem es am Montag einer Miliz aus Tarhuna gelungen war, den Flugplatz von Tripoli zu „übernehmen“ (allerdings nicht einmal für einen Tag) kam gestern noch die Meldung, dass die Leute, die für eine Föderation sind, dem NTC angekündet haben, sie würden den Warenfluss aus dem Osten nach Tripoli kurz östlich von Sirte aufhalten – bis ihnen zugesagt wird, dass die Cirenaica 60 der insgesamt 200 Sitze im neuen Parlament zugesprochen bekommt. Falls diese Massnahme nicht reichen würde, wäre man bereit, die Küstenstrasse für den ganzen Verkehr zu sperren. Und gestern Nacht muss es in Benghazi zu einem Sprengstoffanschlag gegen ein Büro der US Botschaft gekommen sein. Eine Person wurde verletzt.

Es wird wohl noch etwas dauern, bis die Touristenpolizisten und die obligatorischen Führer wieder ausgebucht sind...

...aber ich habe ich heute auch gelesen, dass in Venezuela innerhalb von nur einem Jahr 18'000 Menschen umgebracht worden sind.

Hat natürlich nichts miteinander zu tun und es lässt sich immer ein schlechteres Beispiel finden. Und Venezuela hat keine Wüste. Also will ich da eh nicht sofort hin.
Kuno
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Kuno »

Gestern wurden vor der Kueste Libyens drei Fischerboote aus Italien aufgebracht. 3 Meilen vor der Kuete soll es gewesen sein und die Italiener gaben an, dass ihnen nicht bewusst war, dass sie sich in Libyschen Gewaessern befinden. Ohne die drei Kapitaene nun persoenlich gefragt zu haben - ich gehe davon aus, dass sie ganz einfach dachten, dass die Gelegenheit in dieser Zeit doch nemals guenstiger sein koennte. Europa als Vorbild.

Und heute steht in den Meldungen, dass eine mitarbeiterin des ICC erwischt worden sei, als sie bei einem Besuch bei SaifGhaddafi demMann Dokumente uebergeben wollte, welche fuer die Nationale sicherheit Libyens gefaehrlich gewesen waeren und nichts mit dem "Fall Ghaddafi" zu tun gehabt hatten.

Der ICC kommt immer mehr ins schraege Licht. Aber neu waere so ein Verhalten eines anwalts ja nicht - man kennt es bestens von denen, die damals fuer die RAF gearbeitet hatten :wink:

Und leider ist es in Kufra wieder zu Toten gekommen. wie ein Sprecher der Toubou mitteilte kamen bei einem "Bombardement" der NTC-treuen "Benghazi Desert Shield Brigade" sechs Menschen ums Leben und zehn weitere wurden verletzt.
Götz Krieger
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Götz Krieger »

"Mitarbeiter des Internationalen Strafgerichtshofs festgesetzt

Vier Mitarbeiter des Internationalen Strafgerichtshofs werden seit Donnerstag in Libyen festgehalten. Sie waren für ein Treffen mit Saif al-Islam in das Land gereist. Er soll in Den Haag wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht gestellt werden.

Vier Mitarbeiter des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) werden seit Donnerstag in Libyen festgehalten. Das bestätigte das Den Haager Gericht am Samstagabend. Die vier seien festgenommen worden, nachdem sie am vergangenen Mittwoch für ein Treffen mit Saif al Islam Gaddafi, dem inhaftierten Sohn des gestürzten und getöteten libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi, in das nordafrikanische Land eingereist seien. Gründe für die Festnahme wurden nicht genannt. ICC-Präsident Sang-Hyun Song, forderte die sofortige Freilassung der vier Mitarbeiter...."
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 80087.html

Gruß
Götz
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Bodensee »

Wenn die Leute in Libyen bisher noch einen Rest von Vertrauen in internationale Organisationen hatten, dann dürfte dieses Vertrauen auf ein Minimum geschrumpft sein:
http://www.shabablibya.org/news/icc-law ... d-in-libya

http://www.aljazeera.com/news/africa/20 ... 90413.html

http://www.news.com.au/national/the-car ... 6390048676

http://www.couriermail.com.au/ipad/bris ... 6390576175

http://www.huffingtonpost.com/2012/06/0 ... 83330.html

Kugelschreiber mit Kamera, Armbanduhr mit Voicerecorder, Briefe an Saif , von Saif blanko unterschriebene Blätter,
da hat sich das ICC aber keine Freunde gemacht. Vielleicht untersucht man in Den Haag jetzt mal, wie denn der Kontakt vom flüchtigen Saif-Helfer zu der Frau Anwältin zu Stande gekommen ist...
Waren die Blanko-Zettel für Anweisungen an Banken und Treuhänder vorgesehen oder wollte die Anwältin, die üblicherweise beim ACC als Verteidigerin arbeitet, darauf nachträglich ein Geständnis notieren...
Kuno
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Kuno »

Dass Anwaelte ihre Befugnisse oft ausnutzen ist nichts Neues und hat mit zum schlechten Image dieses Berufsstandes beigetragen. die, die beim ICC arbeiten werden da keine Ausnahme sein. Leider.

Die Zintani werden gerne als "Deppen vom Land" angesehen. Dass sie keine Feiginge sind hatten sie schon damals bewiesen, als sie mit Italienischen Karabindern aus den 1930er Jahren hinter Gaddies Schuetzenpanzern hergerannt sind.
Dass sie ihr Wort halten hat man gesehen, als sie den Flugplatz vereinbarungsgemaess an den NTC uebergeben hatten...
...welcher mit seinen Leuten aber dann trotzdem nicht verhindern konnten, dass letzte Woche die Brigade aus Tarhuna kurzzeitig einmarschierte.
Und "Deppen" sind sie offensichtlich auch nicht:

"We tricked the ICC team by presenting them with one of our men who we told them was deaf and old and illiterate but he is actually a wise man who can speak four languages including English," Attiri said."

Aber ein bischen seltsam sind sie schon - den elefanten aus dem Zoo von Tripoli haben sie ja auch befreit und mit in die Berge genommen :-)
Kuno
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Kuno »

Aus Kufra hoert oder liest man nicht viel.
Bei den vor kurzem wieder aufgeflammten Auseinandersetzungen sollen bereits 29 Personen ums Leben gekommen und hunderte aus dem Land geschickt worden sein.
Zwanzig der Toten sollen Tubu sein.
Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig, den neuen Kampf angfangen zu haben.
Kuno
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Kuno »

An der Grenze TN/LY tut sich auch was.
Anscheinend sind die Tunesier zur Zeit damit befasst, einen Zaun aufzustellen, damit sich der kleine Grenzverkehr wieder etwas mehr ueber die beiden offiziellen Grenzuebergange abwickelt.
Die Grenze bei Ras Ajdir ist grad wieder mal zu.
Das LY Militaer soll sich etwas intensiver mit de LY Grenzkontrolle befasst haben, weil man begruendet annahm, dass sich die Grenzer waehrend der Arbeitszeit auch noch mit privaten Import / Export Geschaeften abgegeben haben.
Bei der Razzia wurden wohl auch etwa ein Dutzend TNs in Gewahrsam genommen.
Letzteres muss dann ihre Haendlerkollegen, die schon wieder auf der TN Seite der Grenze waren empoert haben, so dass sie die sowiso geschlossene Grenze auf TN Seite auch noch blockierten.

Es kann also beim Grenzuebertritt zu VErspaetungen kommen.
Claudia Roth kuemmert's nicht mehr. Die ist schon drueben.
Ist sie eigentlich noch in TN?
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Achim Vogt
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Achim Vogt »

Die Grenze zwischen Libyen und Tunesien bei Ras Jdir ist offenbar geschlossen:
Main Tunisia-Libya border closed amid clashes

(AFP) – 18 hours ago
TUNIS — Tunisia's main border crossing with Libya has been closed after clashes between Libyan armed forces and former rebels over control of the frontier, security sources told AFP Sunday.

The clashes broke out on Saturday night when Libyan soldiers tried to take control of the Ras Jdir border post from former rebels, news agency TAP said.

"The main road has been closed on the Libyan side as a preventive security measure" with only urgent convoys and ambulances allowed to pass Sunday, the sources said.

The border was also blocked on the Tunisian side by demonstrators calling for the liberation of 12 Tunisians who had been arrested during clashes on the Libyan side and prevented from returning to their home country, TAP said.

Long queues of vehicles carrying Libyan passengers were massed at the border, unable to cross back home.

Ras Jdir is the main border crossing between the two countries. It was here that tens of thousands of Libyans fled during the 2011 uprising against Moamer Kadhafi's regime.

In peace times, southern Tunisian regions bordering north-west Libya survive on trade with their neighbour. A million Libyans travel to Tunisia annually for tourism or healthcare.
Originalquelle (wird vermutlich nur einige Tage online sein, deshalb oben kopiert):
Main Tunisia-Libya border closed amid clashes

Viele Grüße
Achim
Götz Krieger
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Götz Krieger »

"Rebellen kopieren Gaddafi-Methoden

Libysche Aufständische halten vier Uno-Mitarbeiter des internationalen Strafgerichtshofs gefangen. Es ist nicht das erste Mal, dass die neuen Machthaber ein eigenwilliges Verständnis von Rechtsstaatlichkeit zeigen. Droht der Rückfall in alte Chaoszeiten?

Tripolis - Eigentlich müssten Libyens Rebellen gut auf den Uno-Sicherheitsrat zu sprechen sein. Es war schließlich seine Resolution 1973 vom März 2011, der sie das Eingreifen der Nato-Truppen zu ihren Gunsten verdanken. Ohne diesen Beschluss wäre Muammar al-Gaddafi vielleicht noch immer an der Macht...."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/l ... 38193.html

Gruß
Götz
Kuno
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Kuno »

Die negativen Meldungen von heute:

Nachdem es in Benghazi bereits Anschlaege auf...

Den Konvoy des US Gesandten,
das Rote Kreuz,
das Buero der US Botschaft gegeben hat,
kam es heute zu einm Angriff auf den Konvoy des Britischen Botschafters.

Es waren keine Steinwerfer sondern die Attacke wurde aus einem Fahrzeug mit einer RPG ausgefuehrt.
Mia
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Mia »

Kuno hat geschrieben:Es kann also beim Grenzuebertritt zu VErspaetungen kommen.
Claudia Roth kuemmert's nicht mehr. Die ist schon drueben.
Ist sie eigentlich noch in TN?
Claudia Roth wurde quietschvergnügt in den Abendnachrichten in Deutschland gesichtet, in der sie schnell zu einem empörten Gesichtausdruck wechselte und schnell einen empörten Kommentar zu irgendwas zum Besten blubberte. Allerdings nicht über die schnell mal verschwendeten Steuergelder über die Rettung aus ihrer misslichen Lage (immerhin mit einem "fröhlichen Gedicht" von Berthold Brecht auf den Lippen) in die sie sich gebracht hatte, trotz der Warnungen des Auswärtigen Amtes.
Gruß Mia
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Franz
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Franz »

Die gute Frau Roth scheint die letzte echte Abenteuerin der Republik zu sein,- in Nordkorea und im Irak wurde sie auch gesichtet. Ich denke mal, sie erweitert gerne ihren persönlichen Horizont. Die Steuerzahler unterstützen selbstverständlich gerne derartige Ambitionen. Oder hört man irgendeinen Aufschrei?
Grüße Franz
Jürgen Kempe
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Jürgen Kempe »

Meine Güte,

was seid Ihr für Neider :shock:

(Die Frau ist gewählt worden [nein, von mir nicht :roll: ]; sollte das vielleicht ein Grund sein, ihr das allgemeine Recht auf Beistand in Not zu verwiegern? )

:shake: : Jürgen Kempe
Wolfgang K
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Wolfgang K »

Die Frau hat kein politisches Amt ausser dem BT Mandat. Der hat sie aber nicht entsand. Daher ist ihre Reise privat (oder für ihre Partei - ist also auch privat)

Das hat nix mit Neid zu tun ("Neiddebatten" sind doch so pfui), sondern schlicht mit der Messung mit zweierlei Mass.
Wenn ich jetzt in Libyen strande werde ich bestimmt nicht mit der Botschafts Limo nach TN gefahren sondern medial geschlachtet.

Es geht also nicht um die Hilfestellung, sondern einfach darum dass Mitglieder des BT Bürgern versuchen Vorschriften zu machen und den Zeigefinger zu zeigen, wenn sie aber selbst genau da rein tappen sich keiner aufregt. Es geht also gar nicht mal gegen Frau Roth - ihr ist ja kein Vorwurf zu machen, sondern um das Gebaren des Gouvernantenstaats. :!:
Mia
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Re: LY / 17. Februar - ein Jahr danach

Beitrag von Mia »

Sie hat bestimmt für Mülltrennung geworben :mrgreen:
Gruß Mia
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