Flüchtlingswelle nach Europa

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

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Turi
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Turi »

Hallo Birgitt

Das sind alles Verleumdungen, Unterstellungen, Du wirst doch nicht auch zu der rechten Szene gehören :wink:
Ob es "aktuelle" Flüchtlinge sind, oder Migranten, die schon etwas länger hier sind, ist schwer zu sagen
Das spielt doch schlussendlich auch keine Rolle.

Es geht um die Mentalität und Kultur und hier gilt die Unsrige.
Das Problem ist doch, sind mehrere Hundert Jungs, was auch immer, auf einem Platz und ein paar wenige Kriminelle, wird sich die Polizei hüten einzugreifen, aus Angst, man könnte ihr hinterher einen Strick daraus drehen.
Eins ist sicher, würden sie eingreifen, wird ein Schusswaffengebrauch unumgänglich sein, da sie in erheblicher Minderzahl sind und die, was auch immer, dann zusammenstehen und es wird eskalieren.
Ich denke wir laufen in ein gewaltiges Sicherheitsproblem, sofern es in vielen Städten nicht schon vorhanden ist.

Aber alles nur Propaganda und ein schlechtmachen der Asylanten :oops:

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Guido3

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Guido3 »

Hallo,
Lothar hat geschrieben:Ja, das stimmt leider, aber es gilt erst recht im umgekehrten Sinne.
Ja, das stimmt wohl. Verschwörungstheoriker begründen das gern mit "von oben" gesteuerten, gleich geschalteten Medien, die bewusst die Bevölkerung verdummen wollen. Je nach Theorie stecken die USA, Bilderberger, Rothschilds, Illuminaten oder sonstwer dahinter. Ursache ist wohl eher, das alle Medien den gleichen Veränderungen unterliegen und vielfach gleich auf diese Veränderungen reagieren. Das bisherige Finanzierungsmodell der Medien zerbröselt. Online zählen Klicks. Mehr Klicks, mehr Werbung, mehr Einnahmen. Und für möglichst viele Klicks braucht man möglichst reißerische Überschriften und Teaser und muss schnell sein, sonst sind andere schneller fischen die Klicks ab. Für aufwändige Recherchen fehlt häufig schlicht das Geld und die Zeit. Die vermeintlich gesteuerte Gleichschaltung resultiert auch daher, dass zunehmend nur noch alle das gleiche Material von wenigen Nachrichtenagenturen verwursten und keine eigenen Korrespondenten mehr vor Ort haben. Einstmals recht vertrauenswürdige Websites wie Focus oder Welt haben mittlerweile ein unterirdisches journalistisches Niveau. SPON geht langsam in die selbe Richtung. GMX, web.de usw. hatten sowieso nie einen journalistischen Hintergrund und da geht es ausschließlich um Clicks.

Da man nicht selbst jeden einzelnen Bericht nachrecherchieren kann, ist auch jeder anfällig, Falschinformationen aufzusitzen - schließt mich selbstverständlich zwingend ein.

Hier mal 2 prominente und durchgehend dokumentierte Beispiele, wie das heute läuft:
http://www.bildblog.de/74353/paris-atte ... gistriert/
http://www.bildblog.de/74949/erschrecke ... einen-job/
Lothar hat geschrieben:Leute, die z.B. vor Monaten schon auf die Problematik der offenen Grenzen aufmerksam gemacht haben, wurden öffentlich von den selbsternannten Gutmenschen mit Dreck beschmissen. Jetzt, wo es zum allgemeinen Konsens wird, steht niemand der ehemaligen Dreckschmeisser auf und entschuldigt sich - sie tauchen ab ..... nur ein Beispiel von vielen.
Laut jüngstem Politbarometer sagen 51% der Deutschen, dass Deutschland die vielen Flüchtlinge verkraften kann. 46% sehen das gegenteilig. 49% sehen Merkels Flüchtlingspolitik negativ, 47% sehen diese positiv. Die Bevölkerung ist zu dem Thema ganz offensichtlich genau in der Mitte gespalten. Worauf gründet sich Deine Erkenntnis, dass der "allgemeine Konsens" in Deiner Anschauung besteht und Du einen Anspruch auf Entschuldigungen hast? Stichwort Filterblase? Nur interessehalber: Dürfen die "selbsternannten Gutmenschen" auch Entschuldigungen von den Hetzern für die unzähligen bewiesenen Falschmeldungen fordern?
Turi hat geschrieben:ich will und kann aber nicht akzeptieren, dass deswegen unsere weibliche Gesellschaft auch verhüllt umherlaufen muss.
Wenn einer meint, eine leicht begleitete Frau in unserer Gesellschaft, gleich Nutte, dann hat er hier nichts verloren.
[...] wie ich deren Mentalität in ihrem Land akzeptiere, so haben sie hier unsere Mentalität zu akzeptieren, ohne wenn und aber.
Mal ein Absatz von Turi, dem ich weitgehend zustimmen kann. Bis auf das der diffuse Begriff "Mentalität" durch den Begriff "Gesetze" zu ersetzen ist. Natürlich hat sich jeder Flüchtling hier an die Gesetze zu halten. Wenn er es nicht tut, soll der Staat mit allem, was das Recht hergibt, dagegen vorgehen. Möglicherweise muss man sogar mal das eine oder andere Gesetz überprüfen und anpassen. Das alles macht einen Rechtsstaat aus. Es ist aber überhaupt nicht mit Rechtsstaatlichkeit zu vereinbaren, wenn 100% der Flüchtlinge in Sippenhaft unter Generalverdacht gestellt werden, weil vielleicht 1% der Flüchtlinge kriminell ist.

In Köln haben übrigens von etwas über 1 Millionen Einwohnern 317.000 einen Migrationshintergrund. Das sind 31 Prozent. Wenn jetzt 12.000 bis 15.000 bzw. 1,5 Prozent Migranten dazu kommen, ist das Ende des Abendlandes nahe und alles bricht zusammen? Besonders witzig: in Dresden, wo man dank PEGIDA besonders besorgt über Migranten ist, liegt der bisherige Migrantenanteil bei 7%.

Beste Grüße

Guido

Edit: Quoting gefixt.
schnorr
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von schnorr »

sag mal, turi, kannst du deine polemischen stammtischparolen nicht mal ein wenig zurückschrauben?
ich weiss, dass ich ja gerne als gutmensch beleidigt werde, aber mir geht das langsam echt auf den s*ck.
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
Turi
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Turi »

Hallo Jörg
Wieso fühlst Du Dich angesprochen? Dein Name ist nie gefallen, oder?
Wenn Du die Tatsachen als Stammtischparolen abtust, dann machst Du Dich mitschuldig an dem was dort abgegangen ist und das ist, meiner Meinung nach, noch lange nicht das Ende.
Wieso verschliessen gewisse Leute die Augen vor den Tatsachen, wollen alles schönreden und können hinterher nichts dafür?
Warten wir's ab wer recht behält.
Gruss Turi
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Turi
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Turi »

Hallo Guido
Es ist aber überhaupt nicht mit Rechtsstaatlichkeit zu vereinbaren, wenn 100% der Flüchtlinge in Sippenhaft unter Generalverdacht gestellt werden, weil vielleicht 1% der Flüchtlinge kriminell ist.
Das geht doch nicht grundsätzlich gegen die Flüchtlinge und die werden auch nicht unter Sippenhaft genommen.
Wenn aber 1 % von einer Million Flüchtlinge kriminell sind ist das statistisch wenig, im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung.
Das bedeutet aber 10 000 Straftäter mehr, dazu kommt, dass die Straftaten vielfach anders gelagert sind als bei uns.
Siehe zB, Köln, wo dann die Polizei, will sie nicht grösseren Schaden anrichten, sich mehr oder weniger raushält.
Unser Rechtsstaat ist für solche Delikte nicht gerüstet, bis da je ein Gesetz greifen könnte, sind viele Opfer zu beklagen.
Soll heissen, dass im nachhinein vielleicht einzelne Täter erwischt werden können und mit einer unbedeutenden Strafe davonkommen, den Schaden tragen die Betroffenen.
Sind jetzt zB. nur 10 Frauen von so einer Sch...e betroffen, brauchen 8 davon hinterher einen Psychiater und tragen einen langjährigen Schaden davon.
Sicher kann man jetzt sagen, wegen 10 Frauen, was soll's, wenn man die hochrechnet auf die Million Flüchtlinge :bang:
Ich denke, das ist erst der Anfang, diese Meinung vertrete ich nicht alleine.
Alles Verschwörungstheorien oder Stammtischparolen??
Sagt das mal den betroffen Frauen.

Meiner Meinung nach funktioniert die Multi-Kulti Gesellschaft nicht, zu gross sind die Unterschiede, darum nochmal.
Die europäischen Grenzen dicht machen und vor Ort helfen, sei es in Nachbarländern oder im Land selbst.
Dann hätten wir auch keine Wirtschaftsflüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien, soweit sie nicht schon in der EU sind und nicht dem nördlichen und mittleren Afrika.
Aber die Länder sind ja schon daran, nur leider wieder mal zu spät.

Gruss Turi
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schnorr
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von schnorr »

Turi hat geschrieben: Wenn Du die Tatsachen als Stammtischparolen abtust, dann machst Du Dich mitschuldig an dem was dort abgegangen ist...
da lehnst du dich aber sehr, sehr weit aus dem fenster.

und plötzlich sind die noch unbewiesenen 1000 täter der bild schon eine tatsache.

mir geht es nicht um die diskussion, wer recht hat, sondern um den ton dieser diskussion.

ich höre schon aus deinem geschriebenen eine große angst vor überfremdung, steigender kriminalität, angst vor der ohnmacht der behörden und einiges anderes. und diese angst teilst du mit sehr vielen anderen menschen auch. in teilen sogar mit mir selber.

aber hier helfen keine sprüche, die auch auf unserem dorfstammtisch auch breitgetreten werden. hier helfen auch keine pegidazitate und auch keine schlecht recherchierten artikel aus print- und anderen medien.
ich schätze dieses forum als eine möglichkeit, differenzierter an diese thematik ranzugehen. mit menschen zu diskutieren, die sogar aus eigener erfahrung die länder bereist haben und persönliche kontakte zu den menschen haben.
deine - ich nenne sie mal parolen - machen es mir, und da kann ich nur meine persönliche meinung schreiben, schwer, dem, was du eigentlich ausdrücken willst, zu folgen.
und daher meine bitte, etwas weniger stammtisch hier reinzubringen.
ich habe deine posts oft geschätzt, aber in der letzten zeit grenzten deine aussagen schon fast an hetze. ich hoffe, du mögest meinen ausdruck verzeihen.
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
Guido3

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Guido3 »

Nein, Ihr habt ja alle nichts gegen wirklich hilfebedürftige Flüchtlinge. Richtig? Aber Ihr sorgt Euch um steigende Kriminalität? Richtig? Und braun ist keiner von Euch. Auch richtig? Und Ihr seid ganz empört, wenn Euch trotzdem jemand in die rechte Ecke stellt.

Dieser Thread hat mittlerweile 800 Postings. Davon die Mehrheit thematisch gegen Flüchtlinge. Von den um Kriminalität Besorgten hier im Forum wurden unzählige Berichte über angebliche kriminelle Taten von Flüchtlingen aufgegriffen.

Wenn ein Flüchtling eventuell im Supermarkt nicht bezahlt hat, dann wird das hier gepostet und Ihr seid empört und besorgt über die Kriminalität. Nicht ein einziges Mal wurde von den um Kriminalität Besorgten hier die massiv steigende rechte Kriminalität aufgegriffen. Mittlerweile werden Molotowcocktails auf bewohnte Flüchtlingsheime geworfen. In Hessen wurde gestern auf ein Flüchtlingsheim geschossen und ein schlafender Syrer durch die Fensterscheibe angeschossen. All diese Kriminalität ist überhaupt kein Thema für Euch.

Wenn Ihr das Thema Kriminalität so dermaßen selektiv und einseitig behandelt, soll man Euch abnehmen, dass Ihr nicht im Geringsten rechts seid, dass Ihr nichts gegen Flüchtlinge habt? Und die mitschuldigen "linken Vögel" sollen sich gefälligst mal bei Euch Rechtschaffenden entschuldigen? Sorry, aber ich bekomme Eure Selbstwahrnehmung da nicht mit meiner Wahrnehmung von Euch in Einklang gebracht.

Beste Grüße

Guido
rainer.hiss
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von rainer.hiss »

Danke Guido
"Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben"
Alexander von Humboldt
rainer.hiss
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von rainer.hiss »

Guido schrieb:
Nicht ein einziges Mal wurde von den um Kriminalität Besorgten hier die massiv steigende rechte Kriminalität aufgegriffen....
Hier mal eine Information die von den "Kriminalitäts Besorgten" hier nicht aufgeführt bzw. diskutiert werden....
Warum wohl?
Im laufenden Jahr gab es bis November mehr als 1600 rechtsmotivierte Delikte, die im Zusammenhang mit der Unterbringung von Asylbewerbern stehen - doppelt so viele wie noch 2014.
Quelle: Tagesschau 15.12.2015
https://www.tagesschau.de/inland/straft ... e-101.html
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Turi
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Turi »

Hallo Jörg
ich höre schon aus deinem geschriebenen eine große angst vor überfremdung, steigender kriminalität, angst vor der ohnmacht der behörden und einiges anderes. und diese angst teilst du mit sehr vielen anderen menschen auch. in teilen sogar mit mir selber.
Ich, für mich, habe keine Angst, habe mich bisher immer zu wehren gewusst.
Meine Angst, oder sagen wir mal besser Sorgen bereiten mir immer mehr die Fremden, die nicht unserem Kulturkreis entstammen, die eine andere Mentalität haben in Bezug auf Gewalt und Freiheit des Einzelnen.
Ich verstehe, dass sie anders ticken, da in ihren Ländern anders mit solchen Situationen umgegangen wird und die Politik dort viel repressiver ist, dafür können wir aber nichts.
Wir hatten und haben das Problem immer noch mit einem Teil der Flüchtlinge aus dem Kosovo, und die sind nicht so gross an der Zahl.
Wir haben das Problem mit Flüchtlingen aus Nigeria, die den Drogenhandel schon überwiegend kontrollieren, zumindest bei uns.
Der Ausländeranteil in Schweizer Gefängnissen hat 74 % erreicht, bei 23 % Ausländeranteil in unserer Gesellschaft.
Zieht man jetzt noch aus den 74 % die mit Migrationshintergrund oder Flüchtlingen heraus, das gibt mir zu denken.
Zieht man die ständig hier wohnenden mit B und C Bewilligung, soll heissen Jahresaufenthalter und die mit Niederlassung, so sind das immer noch 45 %, das sind eindeutig zu viele.


Und ich sehe, dass die Politik keine Antwort auf dieses Problem hat und Lösungen erst versucht zu finden, wenn's aus dem Ruder läuft, siehe die Flüchtlingspolitik im Moment.

Wieso muss man gegen Flüchtlinge sein, wenn man hier keine will?
Das Eine schliesst das Andere doch nicht aus.

Versucht den Menschen vor Ort zu helfen, was spricht dagegen, ausser die Geschäftemacher mit den Flüchtlingen bei uns.

Hallo Guido

Rechts ist nicht gleich Rechts, ich bin eher Mitte Rechts orientiert,
allerdings ist das gleich wie wenn man alle Linke in die ganz linke Ecke steckt.
Moderat links wie rechts braucht es als Ausgleich, auf extrem rechts wie links kann man getrost verzichten.
Ich will hier auch nicht die eher links orientierten anmachen, solange man nicht beide Augen verschliesst.
Man sollte einen Mittelweg finden, der der Mehrheit gerecht wird.
Nur, bevor man zu allem Hurra schreit, so wie Merkel und hinterher dann zurückkrebsen muss, wie die Selbige, sollte man sich Gedanken machen, wie langfristig die Willkommenskultur weitergeführt werden kann, das ist nicht fertig gedacht.
Ganz abgesehen von den Kosten, da zieht auch nicht der Vergleich mit den Kosten der Banken, das ist Wirtschaft, die mal hoch mal runter geht, mit den Kosten der Flüchtlinge geht's nur runter.
Hätte man rechtzeitig die europäischen Grenzen dicht gemacht, was auch in Bezug auf das Schengen Abkommen richtig gewesen wäre und die ganzen finanziellen Mittel die jetzt auflaufen für die Grenzsicherung und die Hilfe vor Ort verwendet, hätten wir die besseren Zukunftsaussichten.
Wenn man die Fakten anschaut, in den letzten Jahrzehnten, dann muss man sagen, die Flüchtlingspolitik der Vergangenheit ist gescheitert in Bezug auf Arbeit und Integration.
Mit den neuen Flüchtlingen wird sich die Situation noch verschlechtern, so meine Meinung.

Man darf anderer Meinung sein, man sollte aber hinterher auch dazu stehen.
Ich hoffe, dass durch meine, eher skeptische Meinung, in Bezug auf die Flüchtlingspolitik, nicht das Gefühl aufkommt ich bin prinzipiell gegen die Flüchtlingshilfe, das stimmt so nicht, nur nicht in diesem Stil.
Das betrifft allerdings nicht nur die Flüchtlinge, das betrifft die ganze "Völkerwanderung", nur weil die Einen meinen Europa ist der Platz wo Milch und Honig fliesst, dem ist leider nicht so.

Nun, ich hoffe habe mich hier klar ausgedrückt, ohne Stammtischparolen und Vorverurteilung.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Turi
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Turi »

Hallo Rainer
Im laufenden Jahr gab es bis November mehr als 1600 rechtsmotivierte Delikte, die im Zusammenhang mit der Unterbringung von Asylbewerbern stehen - doppelt so viele wie noch 2014.
Quelle: Tagesschau 15.12.2015

bin auch dafür, dass diese Delikte verfolgt und bestraft werden.
Die Zunahme hat allerdings auch etwas mit der Zunahme der Flüchtlinge zu tun.

Auch dies ist zu relativieren, die Hetze im Netz fällt darunter, und was da abgeht ist eh krank.
Wir sind zwar hier auch im Netz, allerdings kennen sich einige persönlich und es ist schon nicht gleich als bei Twitter und Facebook, ich hoffe zumindest.
Es wird viel geschrieben, was die Einen so nicht sagen würde, täte man dem oder den Kontrahenten gegenüber sitzen.
Aus dieser Sichtweise ist dann ein " Stammtischgespräch" manchmal ehrlicher, da man Denjenigen seine Meinung direkt ins Gesicht sagen muss.

Gruss Turi
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Guido3

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Guido3 »

Hallo,
Turi hat geschrieben:Ich will hier auch nicht die eher links orientierten anmachen, solange man nicht beide Augen verschliesst.
Nur mal für das Protokoll: Ich habe nie PDS, Linke oder Grüne gewählt. Möglicherweise habe ich 1998 einmal SPD gewählt (16 Jahre Kohl waren genug), aber sonst auch nicht. Ich sehe mich selbst mit "links" eigentlich gar nicht so passend etikettiert. Möglicherweise habe ich da auch eine etwas verquere Selbstwahrnehmung - soll ja häufiger vorkommen.
Turi hat geschrieben:Ganz abgesehen von den Kosten, da zieht auch nicht der Vergleich mit den Kosten der Banken, das ist Wirtschaft, die mal hoch mal runter geht, mit den Kosten der Flüchtlinge geht's nur runter.
Hätte man rechtzeitig die europäischen Grenzen dicht gemacht, was auch in Bezug auf das Schengen Abkommen richtig gewesen wäre und die ganzen finanziellen Mittel die jetzt auflaufen für die Grenzsicherung und die Hilfe vor Ort verwendet, hätten wir die besseren Zukunftsaussichten.
Naja, es gibt halt die mit den einfachen Lösungen, die auch ganz genau wissen, dass sie Recht haben. Die effektive Grenzsicherung würde allein an den deutschen Außengrenzen ca. 20 bis 30 Mrd. pro Jahr kosten. Ich habe bisher auch nichts gehört, wie man allein 36.500 km Europagrenze am Mittelmeer effektiv dicht machen kann? Wir haben das anhand der USA hier doch schon mal besprochen, die mit großem Aufwand versuchen, die Grenze zu Mexiko dicht zu bekommen. Trotzdem kommen jedes Jahr immer noch Hunderttausende neu über die Grenze und die USA haben mittlerweile 12 Millionen illegal eingereiste und nicht registrierte "Wirtschaftsflüchtlinge" im Land. Nicht mal wenige Kilometer Grenze in den europäischen Enklaven Ceuta und Melila bekommt man dicht. Was soll da die Forderung Grenzen dicht? Da finde ich 17 oder 20 Mrd. Ausgaben für Flüchtlinge weitaus besser investiert.
Richtig ist sicher, dass man die Unterstützung vor Ort vernachlässigt hat und sich das jetzt rächt.

Wirklich Angst habe ich vor den Folgen eines größeren Terroranschlages hier und ob dann die Stimmung kippt. Deutschland dürfte mittlerweile weit oben auf der Prioritätenliste der nächsten Anschlagsziele von Daesh stehen. Nicht weil Deutschland jetzt ein paar AWACS über Syrien kreisen lässt.

Das Deutschland muslimische Flüchtlinge freundlich und hilfsbereit aufnimmt, dürfte ein Riesenproblem für Daesh sein. Die versuchen den Endkampf "Der Westen/Die Welt gegen die Muslime" zu inszenieren. Wenn Teile des Westens nicht nur ein paar freundliche Worte für Muslime absondern (wie z.B. Obama), sondern Muslime für jeden sichtbar wirklich freundlich behandeln, ist das für Daesh ein großes ideologisches Problem. Das wird wahrgenommen in muslimischen Ländern.

Daneben sollen sich Muslime aus Syrien, Irak, Afghanistan natürlich Daesh im Kampf anschließen. Und wenn sie schon nicht kämpfen wollen, dann sollen sie doch wenigstens im für alle Muslime angeblich so verheißungsvollen Kalifat leben wollen. Wenn sie statt dessen lieber in großer Zahl nach Deutschland flüchten, stehen der selbst ernannte Kalif und seine Gesinnungsgenossen richtig Scheiße da. Nix Strahlkraft für das Kalifat.

Insofern dürfte Daesh mittlerweile vermutlich großes Interesse haben, hier eine Anti-Stimmung gegen Flüchtlinge und Muslime zu entfachen. Geht natürlich am besten mit einem durch muslimische "Flüchtlinge" verübten Anschlag.

Und dann werden die Flüchtlingskritiker lautstark und triumphierend sagen, das sie das ja schon immer gewusst haben, dass sie Recht hatten - auch mit allem anderen. Und man wird sie dann schwerlich widerlegen können. Eine wütende Masse, ein Seehofer, eine auf die Prozentwerte der CDU drückende AfD wird die Politik dann vermutlich zu einer wesentlich härteren Flüchtlingspolitik treiben. Verlierer des Ganzen: Die Flüchtlinge. Gewinner: Daesh - Strategisches Ziel erreicht.

Beste Grüße

Guido
Lothar
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Lothar »

Guido hat geschrieben:Verschwörungstheoriker begründen das gern mit "von oben" gesteuerten, gleich geschalteten Medien, die bewusst die Bevölkerung verdummen wollen. Je nach Theorie stecken die USA, Bilderberger, Rothschilds, Illuminaten oder sonstwer dahinter. Ursache ist wohl eher ..... das alle Medien den gleichen Veränderungen unterliegen ...... Das bisherige Finanzierungsmodell der Medien zerbröselt........Online zählen Klicks. Mehr Klicks, mehr Werbung, mehr Einnahmen.......
du gleitest vom Thema ab, aber kurz dazu:

Wenn mir gegenüber jemand den Begriff “Verschwörungtheoretker“ verwendet, dann stellen sich mir immer erst einmal 3 Fragen:

1. Bezeichnet derjenige alles, was er aufgrund mangelndes Wissens und Unfähigkeit Informationen zu kombinieren nicht versteht, bereits als „Verschwörungstheorie“ ?
-> Auf diese Leute reagiert man besser nicht.


2. Kann ich denjenigen aufgrund seines Backgrounds zum Thema ernst nehmen und lohnt sich eine Diskussion ?
-> Problem: Aufgrund der ausufernden Tipparbeit (Komplexität der Thematik) ist es per Internet nicht praktikabel.

3. oder gehört er zu denjenigen, die den Begriff „Verschwörungstheoretiker“ gezielt einsetzen, um unliebsame Denker zu diskreditieren.
-> Diese Leute und ihre Motivation sollte man mal etwas genauer unter die Lupe nehmen
----------------------------------

Deine weitergehenden Überlegungen zur Situation der Presse fasse ich mal so zusammen:

Die schreibende Zunft wird aufgrund ihrer Finanzierungsprobleme zunehmend käuflicher - aber das ist auch nur ein Teilaspekt, den du hier vorträgst.

Wenn du deinen Beitrag so verstanden haben möchtest, dass die Vorfälle in Köln etc. nur medial aufgebauscht wurden, also der Clicks wegen, dann erkläre das bitte den über 100 betroffenen Personen..



Guido hat geschrieben:
Lothar hat geschrieben: Leute, die z.B. vor Monaten schon auf die Problematik der offenen Grenzen aufmerksam gemacht haben, wurden öffentlich von den selbsternannten Gutmenschen mit Dreck beschmissen. Jetzt, wo es zum allgemeinen Konsens wird, steht niemand der ehemaligen Dreckschmeisser auf und entschuldigt sich - sie tauchen ab ..... nur ein Beispiel von vielen.
Laut jüngstem Politbarometer sagen 51% der Deutschen, dass Deutschland die vielen Flüchtlinge verkraften kann. 46% sehen das gegenteilig...................Die Bevölkerung ist zu dem Thema ganz offensichtlich genau in der Mitte gespalten. Worauf gründet sich Deine Erkenntnis, dass der "allgemeine Konsens" in Deiner Anschauung besteht und Du einen Anspruch auf Entschuldigungen hast?
Mit „offenen Grenzen“ meine ich sinngemäß den "offenen Schlagbaum", durch den viele unregistriert/ungeprüft gehen können, im Gegensatz zum "geschlossenen Schlagbaum", der sich nur nach verfassungskonformen Kriterien öffnet.

Darin besteht nun langsam allgemeiner Konsens, darüber sind wir uns doch wohl einig - oder ?
(mal von einigen erkenntnisresistenten Sozialromantikern abgesehen), du brauchst das also nicht auf mich zu personalisieren, es wurden nämlich so einige Personen öffentlich angegangen, die so etwas frühzeitig gefordert hatten, und an denen bleibt der Dreck lange kleben, während an den lautstark Empörten der Nimbus des "großartigen, weltoffenen Menschens“ weiterglänzen darf.
Und ich betone - das ist nur ein Beispiel von vielen.
Guido hat geschrieben:Nein, Ihr habt ja alle nichts gegen wirklich hilfebedürftige Flüchtlinge. Richtig? Aber Ihr sorgt Euch um steigende Kriminalität? Richtig? Und braun ist keiner von Euch. Auch richtig? Und Ihr seid ganz empört, wenn Euch trotzdem jemand in die rechte Ecke stellt
Richtig !

Guido hat geschrieben:Wenn ein Flüchtling eventuell im Supermarkt nicht bezahlt hat, dann wird das hier gepostet und Ihr seid empört und besorgt über die Kriminalität. Nicht ein einziges Mal wurde von den um Kriminalität Besorgten hier die massiv steigende rechte Kriminalität aufgegriffen. .................
Wenn Ihr das Thema Kriminalität so dermaßen selektiv und einseitig behandelt, soll man Euch abnehmen, dass Ihr nicht im Geringsten rechts seid, dass Ihr nichts gegen Flüchtlinge habt?
Deine Argumente werden schlechter bzw. unlogischer - nein wirklich !

Wir diskutieren hier über Migration und deren Auswirkungen und sind unterschiedlicher Meinung, was sich durch 800 Postings ausdrückt.

Über die Angriffe auf Migranten brauchen wir hier nicht diskutieren, da sind wir wohl alle einer Meinung, davon gehe ich verstärkt aus, oder nenne mir Beiträge, die auch nur ansatzweise die Angriffe auf Flüchtlinge gutheissen.

Deine Schlussfolgerung ist an den Haaren herbeigezogen - ich hoffe, deine Argumente werden wieder besser. Das was du hier vorbringst, ist schon fast bösartig.

"The fundamental cause of the trouble is, that in the modern world the stupid are cocksure while the intelligent are full of doubt." Bertrand Russel
... sehr treffend - manche bezweifeln, dass die Integration gelingt, andere sind sich sicher „Wir schaffen das“.
Ein kluger Mann, der Herr Russel - Vielen Dank !


Gruss
Lothar
Turi
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Turi »

Hallo Guido und alle die sich evtl. auf den Schlips getreten fühlen

Ich versuche, wenn irgend möglich Fakten darzustellen und in der Flüchtlingsproblematik meine Meinung zu erläutern.
Habe in keiner Weise irgend ein Interesse hier irgend jemand zu diskreditieren oder zu verleumden.
Manchmal ein wenig hart formuliert, aber nie persönlich beleidigend, dafür kenne ich die Diskussionspartner zu wenig.
Jeder sollte hier seine Meinung kundtun dürfen, nur persönlich sollte es nicht werden, aus dem vorgenannten Grund.

Ok und nun weiter:
Die effektive Grenzsicherung würde allein an den deutschen Außengrenzen ca. 20 bis 30 Mrd. pro Jahr kosten. Ich habe bisher auch nichts gehört, wie man allein 36.500 km Europagrenze am Mittelmeer effektiv dicht machen kann? Wir haben das anhand der USA hier doch schon mal besprochen, die mit großem Aufwand versuchen, die Grenze zu Mexiko dicht zu bekommen.
Man muss auch nicht die deutschen Aussengrenzen dicht machen, für was eigentlich ein Schengen Abkommen, wenn die Grenzen eh nicht dicht zu bekommen sind??
Dann vergesst Schengen und jeder Staat kocht wieder sein eigenes Süppchen, der Anfang ist schon gemacht und das nicht von der Schweiz, sondern von EU Mitgliedstaaten.
Um Europa, 28 Staaten, dicht zu machen, sind auch 28 Staaten an der Finanzierung beteiligt, da braucht es keine eigene Landesgrenzen mehr, die bewacht werden müssten.

Dazu kommt, dass viele Aussengrenzen auf dem Wasser sind und die sollten mit den heutigen Mitteln dicht zu bekommen sein, Bilder vom Mars sind ja auch möglich, nur muss man die Grenzen dann auch mit aller Konsequenz verteidigen.
Das heisst, jedes Boot zB., wird nach der 2. Aufforderung zur Umkehr versenkt, nur so als Beispiel, spricht sich ein konsequentes Handeln herum, werden keine Boote mehr kommen, oder sehe ich das falsch.
Das läuft dann unter Kollateralschaden.
Klingt hart aber, versuch mal irgend eine Grenze in einem afrikanischen Land illegal zu überqueren und sie erwischen dich.
Da finde ich 17 oder 20 Mrd. Ausgaben für Flüchtlinge weitaus besser investiert
fragt sich nur für welchen Zeitraum und nur für ein Land, es sind aber deren 28.

Das Deutschland muslimische Flüchtlinge freundlich und hilfsbereit aufnimmt, dürfte ein Riesenproblem für Daesh sein
Die Einen sehen das so, die Anderen haben da eher Invasionstheorien, ich lass das mal hier im Raum stehen.

Insofern dürfte Daesh mittlerweile vermutlich großes Interesse haben, hier eine Anti-Stimmung gegen Flüchtlinge und Muslime zu entfachen. Geht natürlich am besten mit einem durch muslimische "Flüchtlinge" verübten Anschlag.

Und dann werden die Flüchtlingskritiker lautstark und triumphierend sagen, das sie das ja schon immer gewusst haben,
Das beisst sich doch, Du rechnest mit einem Anschlag, der meiner Meinung nach kommen wird und entschuldigst Dich im gleichen Moment dass die Flüchtlingskritiker dann triumphieren würden.
Wie wäre es, würde man es gar nicht so weit kommen lassen und das Risiko schon an den Aussengrenzen minimieren, so schliesst sich der Kreis wieder.

Ich versuche die Befürworter zu verstehen, aber warum in Gottes Namen, setzt man so viel aufs Spiel?
Nur um kein schlechtes Gewissen zu haben?
Oder anders gefragt, wieso müssen so viele der muslimischen Freunde, die die Möglichkeit hätten ihre Glaubensbrüder aufzunehmen, kein schlechtes Gewissen haben?

Und bitte nehmt's nicht persönlich, fände es schade, vielleicht bleibt sogar auf beiden Seiten etwas positives hängen.

Gruss Turi
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Lothar
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Lothar »

Hallo,

ein Bericht vom 25.Juni 2015 direkt vom UNHCR (also keine Verschwörungstheorie), der beklagt, dass die zugesagten Mittel nur zu sehr zögerlich eintreffen (zu 23% !) und sich eine humanitäre Katastrophe abzeichnet, die einen Flüchtlingsstrom nach Europa zu Folge haben wird.

http://www.unhcr.org/558acbbc6.html

Gruss
Lothar
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