Der Abstieg nach el Qasr
Ein herabgestürzter Felsblock bildet den idealen Platz für die Mittagspause. Ein schattiger Unterschlupf in der stillen Einsamkeit. In Gedanken ziehen die letzten Tage noch einmal vorbei. Ich zögere, meine Wanderung, meine letzten Kilometer fortzusetzen, denn ich weiss, dass ich in einigen Stunden in el Qasr ankommen werde und die ruhige Zeit vorbei sein wird.
Noch einmal werden meine Anstrenungen mit einem unvergleichlichen Ausblick auf die Oase el Qasr belohnt.
Panoramaansicht von el Qasr. Zur Vollansicht bitte auf das Bild klicken.
Die Piste nach el Qasr
In el Qasr treffe ich auf diese jungen Ägypter. Sie arbeiten in einem Steinbruch und fahren Sand und Steine mit ihren schweren LKWs nach el Qasr, Mut oder andere Teile der Oase Dakhla. Auch hier erfahre ich wieder die ägyptische Gastfreundlichkeit. Das Wenige, was sie besitzen, teilen sie mit mir. Vier Falaffel, etwas Käse, Zwiebeln und Brot. Danach gibt es den traditionellen Tee. Als ich ihnen meine Frage beantworte, woher ich komme, staunen sie nicht schlecht und sie bitten mich, ihnen Fotos meiner Wanderung zu zeigen. Als sie erfahren, dass ich nach Mut möchte, bietet mir einer der Arbeiter an, mich mit seinem LKW mitzunehmen. Das Angebot nehme ich gerne an. Wir warten, bis der LKW beladen werden kann und machen uns auf den Weg nach Mut. Dort angekommen verabschiede ich mich und biete Ahmed, dem Fahrer, ein kleines "Bachschisch" an, was der junge Mann kategorisch ablehnt.
Am Busbahnhof angekommen, beabsichtige ich den nächsten Bus nach Baharia nehmen. Mir wird mitgeteilt, dass heute keine Fahrt mehr geht, da Menschen vor Farafra die Strasse gesperrt hatten, um gegen die Benzinknappheit zu demonstrieren. Erst nach zwei Tagen fährt wieder ein Bus nach Baharia, wo ich die letzten Tage meines Urlaubs bei Stefanies Familie verbringe und in Gedanken schon wieder Pläne für meine nächste Reise schmiede.
Viele Grüsse
Alexander