Hi Micha,
so, nun noch zu den Schraubertypen. Ich vom Typ Pragmatiker, meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass guter Originalzustand in den meisten Fällen mit den geringsten Risiken behaftet ist. Das heisst, ich würde die M72 in den vom Konstrukeur geplanten Zustand versetzen. Modifikationen lösen häufg neue, unerwartete Probleme aus, die natürlich im dümmsten Moment auftreten.
Die beschreibenen Massnahmen erfordern Do It yourself etwas Zeit, verursachen aber nur geringen Unkosten.
Verzichten würde ich auf: "Pleuel und Kolben auf gleiches Gewicht trimmen." Einige Gramm Unterschid verträgt es problemlos.
Kolbenringspiel prüfen würde ich ergänzen. Im Zweifelsfall dickere Kolbenringe einpassen oder neue Kolben.
Die Lager müssen auch nicht unbedingt aus deutscher Fertigung sein, SKF, Timken, Fag sind ok ;-)
Ein Buch aus dem ich extrem viel gelernt habe: "1000-Tricks-fuer-schnelle-BMWs" von Hans Joachim May, gibts evtl. noch in der Bucht.
Rundlauf Kurbelwelle prüfen:
http://www.zellix.de/motorrad/tricks.htm
Ich habe in der Vergangenheit verschiedene Defekte an meinen teils verbastelten Occasions BMW erlebt. Die gingen auf Pfusch bei Reparaturen zurück:
- Kipphebelklemmer wg. verstopften Oelkanälen
- Kolbenbolzenbruch, dann Pleulbruch und Loch im Block wg. krummen Pleul
- Kurbelwellenbruch wg. Rundlauffehler
- Limaschäden wg. Lagerschaden (dann kann man fahren bis der Akku leer ist :-(
- Pleulfusslagerschaden wg. Schmierproblem
- Radlager Fresser (in Marokko)
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Die Schäden hätten alle bei guter Vorbereitung verhindert werden können.
Es gibt Defekte, die bedeuten Abbruch der Reise, solche würde ich versuchen auszuschliessen.
Später habe ich für meine Wüstenreisen beim meinen Land/Rangerovern immer Motor, Getriebe und Achsen vor den Reisen immer genaustenms inspizier und ggf. revidiert und bin damit sehr gut, d.h pannenfrei gefahren.
Weiter viel Spass und Glück bei den Vorbereitungen.
Yves