Motorradfrage - Back to the Roots ...

für den, der es mit dem Zweiradantrieb gemütlicher angehen will

Moderator: Moderatoren

Jürgen
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von Jürgen »

Hallo Micha, Hallo "Rahmenverstärker" :D

War heut´mal in diversen Märkten und Fachgeschäften unterwegs auf der Suche nach einer Möglichkeit, Reparaturen am Rahmen so einfach wie möglich zu machen.
Dabei bin ich folgendes gestossen:

In einem Baumarkt fand ich einen s.g. "Hartstoff" dieser wir mit Wasser angemischt. (hat mich net so überzeugt :cry: )

Weiter gings dann in ein Werkzeugfachgeschäft mit KFZ-Zubehör.

Hier hat man mir mehrere Möglichkeiten aufgezeigt :D
1. Power-Stahl: 2 Komponenten Knetmasse
2. Flüssig-Metall: 2 Komponentenbasis

Hier die techn. Daten:


Bild
Es gibt Leute die WISSEN ALLES - es gibt Leute die WISSEN es BESSER - aber am schlimmsten sind die die meinen ALLES BESSER ZU WISSEN!

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Alexander
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von Alexander »

Jürgen hat geschrieben:1. Power-Stahl: 2 Komponenten Knetmasse
Du meinst das Zeug, mit dem wir als Kinder immer gespielt haben? :lach:

Grüsse
Alexander
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Jürgen
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von Jürgen »

:mrgreen: JAWOLL
Es gibt Leute die WISSEN ALLES - es gibt Leute die WISSEN es BESSER - aber am schlimmsten sind die die meinen ALLES BESSER ZU WISSEN!

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Gerhard Göttler
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von Gerhard Göttler »

Hallo Reparierer!

Mindestens mit einer an einem Stein eingeschlagenen Alu-Ölwanne hab ich mit dem Flüssigmetall schon gute Erfahrungen gemacht. Alles gut mit Benzin gesäubert, trocknen lassen und dann wie Spachtelmasse eindrücken. Blieb während einer langen Reise dicht. Zu Hause hab ich dann für sündhaft viel Geld eine neue Wanne erworben und montieren lassen.

Gerhard Göttler
mikepiller
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von mikepiller »

Hi,

kurze, emotionale Ansage:
Ich finde es total Klasse!!! wie ihr alle Euch bemüht, mir hier ein wenig zur Seite zu stehen.
Und wenn der Jürgen nun auch schon die Baumärkte und Fachgeschäfte abklappert, um meine Olga durch Afrika zu bringen....affengeil!

Alex:
Es stimmt, ich bin da ein wenig...übertrieben stur in manchen Dingen, Du könntest mich NIEMALS überreden, weisse Socke anzuziehen- mit Ringen dran noch nicht einmal NACH meinem Tod- ich würde Dir an die Gurgel gehen. Kein Aufschrei bitte: Ich akzeptiere das, aber ich selbst.... es gibt Dinge, die gehen einfach NICHT ( für mich!). Ich würde die Edelstahlklemme benutzen, aber sie vorher wenigstens anpinseln und damit tarnen, lach.

Spaß beiseite:
Jürgen- Gerhard:
Ich denke auch, dass diese Kaltstahlgeschichten Sinn machen, ich hatte das auch immer dabei. Ich befürchte nur- hier sind Profis gefragt- das ein Rahmen, der ja nun extreme Kräfte abfangen muss, nach einem Bruch- also extremer Einwirkung- NICHT mehr mit Paste und Elaste zu kitten ist.

Ölwanne- wie Gerhard schreibt- ganz sicher, aber einen Rahmenbruch?

Es wäre schön, wenn es jemanden gäbe, der diesen Punkt etwas spezifizieren könnte- meine These ist ja nun rein subjektiv und somit:
Nichts wert!

Gruß an Euch alle,
glücklich über jeden, der hier am Ball ( an der Olga) bleibt

Micha
ursula
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Afrika Ostroute ägypten Sudan

Beitrag von ursula »

hallo - schön, dass du wieder da bist...

Carnet und Ägypten
- wie wärs mit 2 Carnets - eins nur für Ägypten, welches du dann bei Verlassen des Landes zurückschicken kannst per Kurier, dann wird die Kohle frei
das zweite, billige Carnet, falls das weiter unten verlangt/empfohlen wird (ich kenn mich dort nciht aus) für den Rest Afrikas

Sudan
fahr ja nicht die sandige Bahn-Strecke über Hamid/Abu Hamed, sondern wie beschrieben in "Wadi Halfa - Khartum" über Dongola - Abu Dom - Omdurman - Khartum
oder Dongola - Nubische Wüste (dürfte bis dann durchgehend geteert sein) - Merowe/Karima - Bayuda Wüste (ist schon durchgehend geteert) - Atbara - Khartum

träum erst mal schön
Ursula
mikepiller
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von mikepiller »

Hi

Yves, Dein letztes Posting beschäftigt mich etwas tiefer, weshalb ich bisher noch nicht darauf eingegangen bin-

Ursula schrieb:
hallo - schön, dass du wieder da bist...
Nun, ganz offen, es sind explizit Menschen wie Du, die dieses Forum unter seiner positiv engagierten und zutiefst motivierten Leitung zu etwas so faktisch wertvollem als auch tolerant menschlichem gestalten-
ein kleines Zuhause, in dem man sich mit seinen Fragen und Problemen ungewöhnlich gut aufgehoben fühlt!
Wir neigen ja oft dazu, unser Leben an den Enttäuschungen zu orientieren-
Völlig FALSCH, wie ich mich überzeugen lassen durfte von einem wundervollem Menschen hier!

Dein Hinweis auf das Carnet:
So habe ich es mir erhofft, nach meiner Erinnerung diverser Postings hier meine ich, das Carnet erst wieder in der Südafrikanischen Zollunion zwingend zu benötigen- ich gehe da mal über die Suchfunktion.

Gerade kürzlich lief diesbezüglich ein Thread, in dem jemand meinte, das Carnet wird erst dann entgültig ausgestempelt, wenn das Fahrzeug beim deutschen Zoll wieder vorgeführt wird- DAS war es, was mich irritiert hatte.

Zur Sudanstrecke: Danke für Deinen expliziten Hinweis, NICHT die Strecke an den Gleisen entlang zu nehmen.
träum erst mal schön
Neben Euch allen, die Ihr mir hier so hilfreich zur Seite steht, gibt es inzwischen schon einige andere Menschen außerhalb dieses Forums, die von diesem "Traum" nicht unerheblich infiziert sind und die sich auf eine Weise engagieren....einfach nur unbeschreiblich Klasse!!!

Es sind längst keine 100ch mehr bis zum Boden, es erdet rasant!

Gruß und Dank Euch allen
Micha
yves
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von yves »

Hi,

falls noch nicht bekannt: Website mit M72 Manuals:
http://www.dogsowar.com/dogsowar/CJ750/

Gruss, Yves
mikepiller
Beiträge: 952
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von mikepiller »

Hi Yves,

noch mal direkt an Dich:

die Seiten sind mir weitgehend bekannt, zudem hat sich ein Liebhaber mal die Mühe gemacht und eine CD gebastelt, auf der alle verfügbaren Manuals, Betriebs- und Reparaturanleitungen, Explosionszeichnungen und vieles mehr bis hin zu Videos und Tonaufnahmen von dem unverwechselbaren Geblubber ( und Geschepper- will ehrlich sein, lach) gesammelt und abgelegt sind.

Trotzdem hat mich z.B. der Link zu den "unbedingten Modifikationen" noch einmal über eine wichtige Entscheidung nachdenken lassen:

Wie überall gibt es auch hier bei den russischen Alteisen diverse Religionsgemeinschaften in tiefer Gläubigkeit vereint.

Am einen Ende stehen die Perfektionisten, welche versuchen, aus der russischen Kopie eine originale BMW zu machen- sprich alles zu tauschen, was irgendwie passt- und da passt ja einiges.

Von ihnen behauptet "man", sie wären der Hauptgrund dafür, dass so wenige dieser Bikes über die Strassen rollen. Nicht allein, weil sie süchtig schrauben und eigentlich gar nicht fahren WOLLEN, sondern weil sie die Dinger ZERSCHRAUBEN.

Diametral gegenüber stehen Leute, die knallhart sagen:
Fahre das Teil, bis es kaputt geht und repariere NUR das, was kaputt ist.
Ihre Begründung liegt auch darin, dass russische Arbeit sowohl in der Fertigung als auch in der Endkontrolle mit einer gewissen Toleranz behaftet ist. Eine offensichtlich krummer Kardan bekommt ein paar gezielte Hammerschläge- passt scho...

Daraus ergibt sich dann ein in sich funktionierendes, im Betrieb gegenseitig krumm geschliffenes und nur leidlich präzises Gesamtkunstwerk, welches mit möglichst dickem Öl am Leben gehalten wird.

Mit dieser Frage- was sollte ich anpacken und "modernisieren", wie viel russische Mentalität sollte ich mir aneignen- Brrrüderrrchen, wsjo harascho!

Hattest Du bei Deiner eh fast perfekten BMW damals bestimmte Dinge umgebaut, angepasst an die besonderen Gegebenheiten?
Was sagst Du z.B. zu dem "ölgelagerten" Luftfilter...besser umrüsten? Deckel möglichst dicht machen? Immerhin ist eine Vollreinigung mit der Entsorgung einer großen Menge Staub verklumpten Öls verbunden....

Bis hier erstmal...
Danke und Gruß
Micha
florian schmidt
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von florian schmidt »

servus mike,

<<"ölgelagerten" Luftfilter...besser umrüsten<<

ein papierfilter hat eine deutlich bessere filterwirkung als ein ölbadluftfilter.
ausserdem ist er wesentlich einfacher zu reinigen.

flüssigmetall eignet sich herrvorragend zum reparieren mechanisch nicht belasteter stellen, kühlerlecks, ölwannenlecks... einen rahmen bekommst du damit nicht repariert.
da würd ich vor antritt der reise verstärkungen reinschweissen oder vor ort reparieren, einen schlosser oder eine werkstatt findet man immer.

bevor du mit dem ding ganz afrika durchquerst und weder weisst ob das moped dafür geeignet ist noch wie das carnetproblem gelöst wird würd ich mich erst mal langsam an die sache rantasten - mit einem ausflug nach senegal/mali/gambia zum beispiel...

schöne grüsse
florian
mikepiller
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von mikepiller »

bevor du mit dem ding ganz afrika durchquerst und weder weisst ob das moped dafür geeignet ist noch wie das carnetproblem gelöst wird würd ich mich erst mal langsam an die sache rantasten - mit einem ausflug nach senegal/mali/gambia zum beispiel...
Hi Florian,

Deine Worte sind bemüht, mich vor einer Dummheit zu bewahren- weil Du mich ja auch nicht kennst. Irgendwann sitzen wir hoffentlich mal an einem Feuer und reden- über dies, über das...

Lass es mich mit den Worten Goethes ausdrücken- dieses Forum ist eines der ganz wenigen, welches mir je begegnet ist, in dem Kultur einen breiten Raum hat:

Wohl unglückselig ist der Mann
der unterlässt das, was er kann
und unterfängt sich, was er nicht versteht
kein Wunder, dass er zu Grunde geht

Niemand wird sich selbst erkennen
sich von seinem Selbst- Ich trennen
doch probier er jeden Tag
was nach außen endlich klar
Was er ist und was er war
was er kann und was er mag

*
Ich tue, was ich kann. Was sie kann, erfahren wir erst, wenn sie rollt- völlig egal ob nach Osten oder Westen.

Gruß
Micha
florian schmidt
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von florian schmidt »

sprichwort aus mali: Es ist besser, mit drei Sprüngen zum Ziel zu kommen, als sich mit einem das Bein zu brechen.

:-)

wie auch immer - bonne route!

f.
mikepiller
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von mikepiller »

Genau DAS ist es, was ich kann, ein großes Problem in kleine, genießbare Teile zerbrechen- damit das Bein heil bleibt. Und ich tue das OHNE jede Selbstüberschätzung mit Hilfe von Leuten, die vieles besser können als ich selbst- und mir dabei helfen, die Sprünge zu berechnen.
Wie Du es tust!

Und danke AUCH, dass Du noch mal auf die Filterproblematik eingegangen bist.


Gruß
Micha
yves
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Registriert: Fr 30. Dez 2005, 23:42
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von yves »

Hi Micha,

so, nun noch zu den Schraubertypen. Ich vom Typ Pragmatiker, meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass guter Originalzustand in den meisten Fällen mit den geringsten Risiken behaftet ist. Das heisst, ich würde die M72 in den vom Konstrukeur geplanten Zustand versetzen. Modifikationen lösen häufg neue, unerwartete Probleme aus, die natürlich im dümmsten Moment auftreten.
Die beschreibenen Massnahmen erfordern Do It yourself etwas Zeit, verursachen aber nur geringen Unkosten.
Verzichten würde ich auf: "Pleuel und Kolben auf gleiches Gewicht trimmen." Einige Gramm Unterschid verträgt es problemlos.
Kolbenringspiel prüfen würde ich ergänzen. Im Zweifelsfall dickere Kolbenringe einpassen oder neue Kolben.
Die Lager müssen auch nicht unbedingt aus deutscher Fertigung sein, SKF, Timken, Fag sind ok ;-)
Ein Buch aus dem ich extrem viel gelernt habe: "1000-Tricks-fuer-schnelle-BMWs" von Hans Joachim May, gibts evtl. noch in der Bucht.

Rundlauf Kurbelwelle prüfen: http://www.zellix.de/motorrad/tricks.htm

Ich habe in der Vergangenheit verschiedene Defekte an meinen teils verbastelten Occasions BMW erlebt. Die gingen auf Pfusch bei Reparaturen zurück:
- Kipphebelklemmer wg. verstopften Oelkanälen
- Kolbenbolzenbruch, dann Pleulbruch und Loch im Block wg. krummen Pleul
- Kurbelwellenbruch wg. Rundlauffehler
- Limaschäden wg. Lagerschaden (dann kann man fahren bis der Akku leer ist :-(
- Pleulfusslagerschaden wg. Schmierproblem
- Radlager Fresser (in Marokko)
-
Die Schäden hätten alle bei guter Vorbereitung verhindert werden können.
Es gibt Defekte, die bedeuten Abbruch der Reise, solche würde ich versuchen auszuschliessen.
Später habe ich für meine Wüstenreisen beim meinen Land/Rangerovern immer Motor, Getriebe und Achsen vor den Reisen immer genaustenms inspizier und ggf. revidiert und bin damit sehr gut, d.h pannenfrei gefahren.

Weiter viel Spass und Glück bei den Vorbereitungen.

Yves
mikepiller
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von mikepiller »

Hi Yves,

doppelt Dank für Deine Antwort-
zum einen für Dein in langer Erfahrung erworbenes Wissen, welches Du hier freundlich und tiefgreifend weitergibst.

Zum anderen, weil ich auf Grund eigener Erfahrung auch in anderen Fällen exakt Dein Denken nachvollziehen kann- ging vermutlich aus meinem davor liegend Posting auch hervor.

Ich werde mich mit all den von Dir angesprochenen Punkten in Ruhe auseinander setzen.

Freundlichen Gruß an Dich auch hierfür- ich werde beides brauchen, lach.
Weiter viel Spass und Glück bei den Vorbereitungen.
Micha
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