Motorradfrage - Back to the Roots ...

für den, der es mit dem Zweiradantrieb gemütlicher angehen will

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mikepiller
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Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von mikepiller »

Abschließender Joke:
Ich werde die Schwierigkeit dieser Entscheidung, welches Moped nun für eine Afrikatour geeignet ist, geschickt aushebeln:
Ich fahre mit der Karre, die ich eh schon habe und welche immerhin in großer Zahl quer durch die Pampa von Moskau nach Berlin gerollt ist.

Meiner M72

Immerhin besteht die große Chance, dass ich der Erste bin, der dieses nun wirklich als Stahlross zu bezeichnende Ungetüm durch Afrika bewegt!

Gruß an Alle
Micha

Dies war das "vorläufige Ende" einer Erkenntnis- Suche, um meine bevorstehende Tour zunächst die afrikanische Ostküste entlang exakt so zu planen und umzusetzen, wie man es von einem halbwegs vernünftigen- selbst hier habe ich ja schon den Eindruck erweckt, genau dies irgendwie NICHT zu sein, lach- Menschen erwarten dürfte.

Ich bohre jetzt hier mal ein Loch in den Boden - kratze einen Samen in meinem Kopf zusammen und bin gleich wieder da...



Bild
mikepiller
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von mikepiller »

Okay,

atmet einfach mal tief durch!

Um eine zunächst ganz offensichtlich bescheuert erscheinende Idee auf den Boden der Realität zu bringen, braucht es:

1) Die bescheuerte Idee
2) In diesem Falle das bescheuerte Medium
3) Den Bescheuerten, der sich evt. eines Tages auf den Weg macht

4) Und dieser Punkt sollte eigentlich ganz oben stehen, den es ist der Wichtigste: Es braucht ein paar Leute, die sich mit der Materie drum herum bestens auskennen UND die ZUDEM noch die Phantasie haben, sich für ein paar Minuten mit einer total bescheuerten Idee ernsthaft auseinander zu setzen.

Das seid Ihr!

In meinem ersten Thread zu diesem Thema haben sich höchst erfahrene Leute mit umfangreichen Informationen und Hinweisen mit großem Aufwand eingebracht.

All denen möchte ich noch einmal danken und ganz klar darauf Hinweisen, dass all Eure Informationen nicht umsonst waren, sondern auch für diese Frage hier eine tiefe Rolle spielen.

Der Hinweis z.B., dass jedes Kilo am Motorrad eine eminente Rollte spielt, ist jetzt aktueller den je.
Worum ich Euch bitte, ist der Versuch, einfach mal eine völlig andere Perspektive einzunehmen.

Zu viele Kilo bedeutet:
Keine Dünen, keine schweren Sand-Passagen, keine Schlammpisten etc.
Es bedeutet weiterhin: Nicht zu viele Stürze, weil die Kiste kaum noch hoch zu kriegen ist, wenn doch, dann eben abladen oder auf Strecken bewegen, wo Hilfe in absehbarer Zeit zu erwarten ist usw...

Es bedeutet also zunächst einmal nur eines: Eine völlig andere Problemstellung!

Worauf ich hinaus will:
Versucht doch mal Eure Phantasie spielen zu lassen, ob es nicht möglich ist, mit einem Motorrad, dessen Technik 1942 für den Kriegseinsatz entwickelt und konstruiert wurde- also auch für das Gelände- durch Afrika zu fahren.

Es wird völlig anders sein als alles, was Ihr vielleicht bisher getan hat. Es erfordert Umdenken, die Fähigkeit, einen Standpunkt zu finden, der völlig abgehoben ist....aber vielleicht...

Unmöglich ist sehr oft nichts weiter als ein Synonym für: Ich will mir keinen Kopf darüber machen- warum auch immer.

Ich würde mich sehr freuen- mehr als sehr- wenn es hier ein paar erfahrene Leute gibt, die einen Moment der Langeweile nutzen, um eine völlig bescheuerte Idee einen Zentimeter näher an den Boden zu führen.

100 cm sind ein Meter- viel höher hängt der Hammer nicht, denke ich.

Abschließend:
Steinigt mich, das ist okay. Hinter jedem Stein steckt ein Fakt, der mir sagen wird: SO geht es nicht-

aber dann eben anders...

Sollte diese bekloppte Idee jemals den Boden berühren, kritzel ich den Namen von jedem auf den Tank, der hier einen Stein geworfen hat- versprochen- mehr habe ich nicht, lach.

glimmenden Gruß mit leicht irrem Flackern im Auge- lach
(es ist nicht das erste mal, ich kenne mich ein wenig aus mit dem Umsetzen von zunächst völlig bekloppt erscheinenden Ideen- und es war immer abgrundtief schön!)

Micha
yves
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von yves »

Hi Mike,

natürlich kann man mit so einem Bike eine Afrika Reise unternehmen!
Dünenfahrten liegen eher nicht drin aber harte Pisten und flache, nicht zu tiefe Weichsandpassagen lassen sich mit angepasster Fahrtechnik meistern.

Ich habe mit einer BMW R26 angefangen zu fahren, später kam einen BMW R50 bzw. R60. Mit den Einzylindern bzw. Zweizylindern sind mein Bruder und ich unter anderem auf dem Chaberton gewesen und alle anderen Alpenpisten der Klasse 5 (Denzel) haben auch geklappt. Nur mit den R60/R50 Gespannen haben wir es nicht bis nach oben geschafft.

Marokko 1986 mit R50/R60 hat viel Spass gemacht, wir sind sehr viel Piste gefahren.

Klar, mit den XT600 Enduros waren die Grenzen dann später viel weiter gesteckt und man kam auch schneller voran.

Die BMW waren dank des tiefen Schwerpunkts gegenüber einer XT 600 einfacher wieder aufzurichten. Die Motorcharkteristik war sehr gut zum langsamen Geschicklichkeitsfahren geignet.

Die Telegabel ist eher besser als unsere damaligen Vorderradschwingen.
Die hintere Gradwegfederung natürlich schlechter.

Hat der Motor noch die Schleuderscheibenschmierung? Die würde ich vor Abfahrt reinigen damit die Kurbelwellle auch durchhält. Oelwechsel alle 2000km da kein Filter.

Tschüss, Yves

P.S. auf dem Foto nicht gut zu sehen, aber fehlt da nicht der Luftfilter? Papierfilter Patronen mit einem BMW Lufi Gehäuse müssten passen.
mikepiller
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von mikepiller »

Hi Yves,

danke, dass Du als erster hier das Eis ein wenig gebrochen hast und dies zudem auf eine Weise, wie ich sie mir innerlich erhofft hatte.

Mir ist vollkommen klar, dass ein sportlicher, erfahrener Enduro- Fahrer mit hohem Sandsuchtfaktor natürlich unter einer ganz speziellen Prämisse an die Thematik geht- eben seiner eigenen, in der er seine Sehnsucht stillt.
Auch jeder andere Afrika- Reisende wird- egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, Auto oder eben hier mit dem Motorrad seine Reise IMMER so planen, dass er seine Sehnsüchte, seine Erwartungen auf für ihn maximal erhofft fruchtbaren Boden fallen- und dabei natürlich jedes Problem, welches ihm in die Finger fällt oder ins geschärfte Auge sticht, eliminieren- wenn er kann.

Du kommst nun ganz offensichtlich aus fast prähistorischen Motorradzeiten, lach.
Es waren Zeiten, wo man ganz anders an eine Reise ran gegangen ist- einfach, weil es keine oder kaum eine Alternative gab. Da steht ein Hobel, es gibt nur den, und so, wie er da steht, muss man ihn akzeptieren. Der Sattel ist Scheiße, die Hinterradfederung knallt ins Kreuz, die Spurtreue im Verhältnis zu heute ist die eines besoffenen Schweines und ähnelt bei mir nicht selten einer Lotterie...und und und!

Permanente Ölkontrolle, sie fressen mitunter das Öl schneller, als man schauen kann und genauso schnell verrecken sie. Ständig lockern sich Teile und Schrauben, ich habe meinen Luftfilter- es gibt ihn, Yves, ich komme gleich darauf- am Anfang ständig einsammeln müssen, er hat sich seine eigene Bahn gesucht, genau wie viele andere Teile. Andere mag das wahnsinnig machen, ich sehe es als nette Abwechslung, irgendwann versuche ich, das Problem etwas besser zu lösen, auch das macht Spaß. Man verwächst viel tiefer, finde ich.

All dies und noch viel mehr erfordert eine völlig andere Herangehensweise, welche ich erhoffe, hier mit Euch zu vertiefen.
Denn absolut NICHTS von dem bedeutet, dass eine Afrikatour auf diese Weise schrecklich, furchtbar, unbequem und vieles mehr ist- dass sind subjektive Empfindungen.
Man muss nur anders heran gehen, einiges geht eben nicht, dafür eröffnet sich aber vieles völlig neu. Auf Hilfe angewiesen zu sein etwa bedeutet auch, immer offen auf Menschen zuzugehen- zwangsweise.

Okay, ich mach gleich anschließend noch einmal zwei oder drei einzelne Postings hier auf, einmal Technik, einmal Gegebenheiten vor Ort... um ein wenig System in die Vielfalt der möglichen Probleme zu bringen in der Hoffnung, dass es noch andere gibt wie Dich, Yves, die Spaß daran haben, einer schrägen Idee ein wenig zu folgen und sie zu erden.

Um es ganz deutlich zu machen- ich folge hier keiner Idee mehr- ich plane die Umsetzung!

Gruß
Micha
mikepiller
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von mikepiller »

Technik:

Sie hat einen Luftfilter, wenn er nicht gerade seinem Namen entsprechend durch die Luft hindurch irgendwo in die Landschaft kollert:

Bild

Drinnen, in einem Ölbad aus Motoröl getränkt- die Russen waren da sehr pragmatisch- liegt ein Knäuel aus Stahlwolle, abgedeckt von einem Gittersieb ebenfalls aus feinstem Russen- Stahl.

Allgemein: Meine ist lt. Papieren 1959 geboren, von 1942 bis etwa 1960 hat man dieses hoch technologisierte Meisterwerk unverändert gebaut.

Der Motor mit 750 ccm entstammt dem Nachfolgemodell mit leicht modifiziertem Rahmen ab ca. 1960- hier hat man die eh schon kaum zu bändigende Kraft der sogenannten Molotow von sage und schreibe 22 PS schlichtweg aufgebohrt auf fast flugfähige, selbstmörderische 27 PS- da klappen die Wangen nach hinten, das kann ich Euch sagen!
Und bei rasanten 110km/h - ihrem maximalen Schub- macht sie, was jede Rakete macht- die Krümmer glühen in tiefem, satten orangerot.
Nach etwa einer Stunde bei diesem irrsinnigen Tempo erlischt das Glühen, weil ihr Herz aufhört zu schlagen.

Aber auch die maximal sichere Geschwindigkeit ohne Exitus- etwa 90 Km/h ist keineswegs zu unterschätzen- es ist wie beim Wetter:
Gefühlte 300!!
Und sie hat eine irre Kraft im Keller, mit einer alten 650er BMW lasse ich mich locker auf ein Stechen ein- und verliere nur knapp.

Ungewöhnlich- deshalb wollte ich diese Ursau haben- ist die seitliche Ventilsteuerung- die gab es danach meines Wissens nie wieder an einem Boxermotor.
Diese Ventile sind dadurch immer deutlich markant zu hören, eine ganz spezielle Charakteristika- wie das Klischee einer Frau ständig am Plappern.
Ich höre an ihnen den Ölstand/ Öldruck, die Betriebstemperatur und vieles mehr- was ja Sinn macht, sie hat keine Instrumente bis auf einen nicht funktionierenden Tacho.

Der Karren wurde auschließlich mit Beiwagen produziert und technisch auch dafür entwickelt. Es gibt einen neckischen Rückwärtsgang!
Ein Umbau auf eine Solomaschine ist äußerst selten, weil sie auch bei Wechsel der Vorderradgabel immer deutlich fühlbar so unterwegs ist, als hätte sie ein Rad ab. Die Einfahrzeit des Fahrers- nicht des Mopeds- liegt bei etwa 1000 km, dann gleicht man diese physikalisch oft unerklärlichen Verhaltensweisen weitgehend aus.

Die beiden Vergaser ( Java) und die Zündanlage ( Fiat 500) sind schon modifiziert- das hat viel Sinn gemacht, ich muss jetzt nur noch einmal im Jahr synchronisieren und nicht einmal im Monat.

Für die Reparatur reichen wenige Werkzeuge- ein Hammer jedoch ist zwingend!

Soviel erst mal, um einen kleinen, objektiven und subjektiven Eindruck zu vermitteln,

Gruß
Micha
mikepiller
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von mikepiller »

Gegebenheiten vor Ort:

Hier würde ich mich nun freuen, wenn es erfahrene Hinweise gibt, was geht und was in JEDEM Fall unmöglich erscheint.

Ein Beispiel: Wadi Haifa- die Anfangsstrecke in Richtung Khartoum- hier sind ja weitgehend zwei Routen möglich, die einzigen zwei Möglichkeiten. Viele Weichsandpassagen....hier könnte nun der Kenner darauf hinweisen, dass speziell DIESE Strecke mit großer Wahrscheinlichkeit NICHT zu schaffen ist mit der Molotow.

Soweit ich weiß, fährt ein Zug die komplette Strecke entlang, evt. müsste ich also verladen und eine nette Zugfahrt machen- ich war in Indien, mich schreckt da NICHTS mehr!

Einen freundlichen Reisenden treffend, könnte ich dann mit einem Begleitfahrzeug vielleicht trotzdem die eine oder andere Tour in die Wüste machen...

Jeder kleine Hinweis ist eine Überlegung.

Vielen Dank zunächst
Micha
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Uwe Schmitz
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von Uwe Schmitz »

hallo micha,
wie du sicher selbst weisst, ist eigentlich jede strecke mit jedem fahrzeug zu bezwingen: es ist nur eine frage des aufwandes!!!
die frühen entdecker mit ihren ersten kfz's haben (auch in ermngelung von strassen) tlw. ihren wagen von ochsenkarren ziehen lassen und von endlos vielen einheimischen den busch zur durchfahrt roden lassen!
das muss damals gedauert haben... :shock:

es ist also nur eine frage für dich, wieviel du mit dem reinen vorwärtskommen und dem moped beschäftigt sein willst, und wieviel du von den ländern sehen/geniessen willst/kannst (ich weiss, es ginge auch beides zusammen, doch wenn die mühe des vorwärtskommens steigt, sinkt meist die lust/zeit fürs sich umschauen/land erleben) .

ich bin mit der ente dunnemals auch den den zaire, nicht weil ich da unbedingt hin wollte, sondern weil's nur so nach ostafrika ging.
wie oft hing ich am haken, um aus der matsche wieder raus zu kommen, man fühlt sich dann etwas als klotz am bein der anderen mitreisenden, aber es gibt immer möglichkeiten, das wieder gut zu machen (vielleicht bist du ja begnadeter koch und kümmerst dich abends damit verstärkt um deine begleitenden helfer vom tage, oder ähnliches... :P )

also wie bei deinem beispiel sudan:
fahr die bahntrasse oder am nil lang, eine der beiden hauptrouten musst du nach süden, beides wird mit zeit, gutem willen und netter reisegruppe machbar sein, die entscheidung fällt dann oft vor ort auf grund der meinungen des reisegrüppchens oder von sehenswürdigkeiten, die am weg liegen. abstecher würde ich allerdings oft einschränken, wenns noch schwieriger oder einsamer wird.
doch auf den hauptrouten durch afrika gehts immer, ohne sich zu viele sorgen machen zu müssen

ich finde, dieses thema hat einen umfang, da säße man besser zusammen bei 'nem treffen am lagerfeuer und könnte den ganzen abend (und noch länger) drüber quatschen :D mir tut langsam der tipp-finger weh und die ideen geraten durcheinander. . ... .

micha, ich bin mir sicher: du verwirklichst diese deine idee, und du wirst glücklich damit sein!!!
alles gute wünsch' ich dir schon jetzt
uwe
Jeanette
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von Jeanette »

Uwe Schmitz schrieb:
...micha, ich bin mir sicher: du verwirklichst diese deine idee, und du wirst glücklich damit sein!!!


Hallo Micha,

dieser Meinung wollen wir uns anschließen und Dir für die Vorbereitungen und Durchführung viel Erfolg wünschen :!:

Gruß von Jeanette, Paul und "Seiner Wenigkeit" :wink: Markus
mikepiller
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von mikepiller »

Hi Uwe,

auch Dir vielen Dank für Deine Zeit, Deine Mühe und Deine Lust, hier zu antworten.

Und exakt wie Du sagst: Klar bin ich bereit, auch einmal pro Woche eine Schneise zu schlagen und einmal in der nächsten Woche auf einem Ochsenkarren zu reiten, die Karre hinten dran durch den Dreck schleifend.

Klar werde ich das eine oder andere mal auf Hilfe anderer Reisender angewiesen sein und DAS auch irgendwie gut machen- meine Kochkünste sind zwar äußerst beschränkt, ich müsste eine Büffelgrasbrühe bereiten...
ABER; Glaub es oder nicht, ich bin ein guter und spannender Erzähler, ich quatsche alle so überzeigend voll, dass sie denken, sie würden Kaviar löffeln!

Auf diese Weise werde ich mich ganz sicher auch auf die eine oder andere Tour mogeln, die mit dem Mopped nicht geht- bis auf wenige Ausnahmen kommen die Leute sehr gut mit mir klar.

Menschen gibt es in Afrika überall, dort gibt es Wasser und irgendwas zum drauf beissen (ich stelle keine Fragen) und kann ein paar Tage warten, bis die Piste wieder so trocken ist, dass ich ohne große Probleme weiterkomme. Wird es mal hart- okay, was uns nicht umbringt....

Sudan- BEIDE Strecken also durchaus zu machen- okay, danke.

Dir tun die Finger weh- ich habe ein schlechtes Gewissen, aber nur etwas, lach.
Lass es uns so machen: Ich zerhacke ein großes Problem immer in kleine Teile und fresse sie dann- geht besser.

Auf Dich bezogen: Schreib alle paar Tage nur ein wenig von dem, was da noch durcheinander geraten ist- ich würde mich total freuen darüber!
( und der Thread bleibt oben, lach) Auf diese Weise machen wir das Lagerfeuer hier.
Uwe Schmitz schrieb:
...micha, ich bin mir sicher: du verwirklichst diese deine idee, und du wirst glücklich damit sein!!!
Jeanette schrieb:
Hallo Micha,

dieser Meinung wollen wir uns anschließen und Dir für die Vorbereitungen und Durchführung viel Erfolg wünschen!

Gruß von Jeanette, Paul und "Seiner Wenigkeit" Wink Markus
Zur Durchführung: Ich bin erfahren genug, zu wissen, wie schnell man anfängt, bei einer verrückten Idee irgendwann zu Zweifeln und vielleicht kaputt zu zweifeln.
Auch deshalb stehe ich hier mit dem Ding- ich bin gnadenlos eitel, die Schmach, JETZT nicht mehr zu fahren.....Geht nicht, lach!

Abschließend an Uwe, Jeanette, den mir bisher nur vom Hörensagen bekannten Paul und Markus-

Ich bin ein wenig gerührt, dass sieht nach Fanclub aus-
Vielen Dank Euch allen für Eure Beteiligung und aufmunternden Worte-

Das waren schon EINIGE Zentimeter Richtung Boden!

Gruß
Micha
mikepiller
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von mikepiller »

Noch mal etwas spezieller was mir gerade so einfällt:

Anreise über Land, ich möchte Freunde in Syrien und Jordanien besuchen-
Carnet für Ägypten- doppelter Einstiegspreis.

Dann?? Wie sieht es aus die Ostküste runter zunächst mal bis Kenia- dort bleibt die Kiste dann ein Jahr und dann weiter. Brauche ich in einem der Länder Ostafrika das Carnet zwingend?
Kann ich es- wenn nicht- unmittelbar nach der Ausreise aus Ägypten zurücksenden- gestempelt und nicht mehr benötigt- und die Kohle wieder frei eisen?

Wer hat Erfahrung gemacht mit dem Versand von Ersatzteilen nach Afrika- hier insbesondere mit dem Zoll, der ja sicherlich nicht ganz dem unseren entspricht, Zeit, Aufwand, Schmiergeld....was kann da an Horror auf mich zukommen?

Gruß Micha
mikepiller
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von mikepiller »

Hi, der Faden glüht weiter....


Frage an Yves und andere, die sich damit auskennen.

Insbesondere das erste Modell der M72- also meine- neigt noch verstärkt zu Rahmenbrüchen, insbesondere die Hinterradschwinge muss ja nun verschärft DAS auffangen, was die dekorativen Dämpfer eher nicht bewältigen.
Wäre es sinnvoll, vorab und somit blind ein paar strategische Knotenbleche etc. einzuschweißen- oder wäre es besser, sich von Schmied zu Schmied zu hangeln- interessante, tiefgründige Menschen, wie ich im Hoggar erfahren durfte- und jeweils nur den möglicherweise vorhandenen Bruch zu schweißen?

Danke soweit
Micha
Jürgen
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von Jürgen »

Hallo Micha,
mal nen Vorschlag.

Es gibt im Handel Edelstahl-Rohrleitungsverbinder, in verschiedenen Grössen. Diese werden mit 2-3 Imbusschrauben befestigt. (Art: Rorschelle mit Silikoneinsatz) Bild
das müssste doch bei einer "notdürftigen" Reparatur genügen, das man dann noch bis zum nächstgelegenen "Schmied" :lol: kommt.

grüsse
Es gibt Leute die WISSEN ALLES - es gibt Leute die WISSEN es BESSER - aber am schlimmsten sind die die meinen ALLES BESSER ZU WISSEN!

Mitglied der DTG
Ich war Tot, wurde aber wieder geholt. Gott sei Dank oder leider :!:
mikepiller
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von mikepiller »

Hi Jürgen,

vielen Dank für den wirklich guten Tip,

aber bitte verzeih mir:

E D E L Stahl kommt mir nicht an meine Olga!

ungläubiger Gruß
Micha
yves
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von yves »

Hi Micha,

ausgehend von meinen Erfahrungen mit den BMW Schwingenmaschinen halte ich die Modifikationen beschrieben bei: http://www.dnepr.de/Fahrzeuge/Dnepr_Ura ... motor.html für sinnvoll.
Vieleicht schüttelt sich die M72 sich nicht mehr selbst kaputt wenn die Kurbelwelle und Schwungscheibe genau rundlaufen, Pleul und Kolben korrekt ausgewinkelt sind.

Rahmenbrüche müssen genau analysiert werden. Einschweissen von Verstärkungen kann schnell dazu führen, das der Rahmen an einer anderen, weniger gut reparierbaren Stelle bricht, evtl. neben der Verstärkung (an den R26 gab es häufig Rahmenbrüche). Brüche erfolgen häufig an Stellen, wo die Materialsteifigkeit sich stark ändert. z.B: unmittelbar vor einer Schweissnaht.
Wo brechen die Rahmen?
Für Rahmenverstärkungen möglichst auf bewährte Lösungen zurückgreifen, z.B: von späteren Modellen. Im Web gibt es da sicher Quellen, z.B. http://www.ural-dnepr.net/wbb3/index.ph ... tID=144210

In Bezug auf Rahmenbruch muss die Befestigung des Gepäckträgers sehr gut überlegt werden: Kräfte da einleiten, wo die Bruchanfälligkeit nicht erhöht wird. Evtl. kann der Gepäckträger auch zur Entlastung von überbeanspruchten Rahmenbeuteilen dienen. Er darf auf keinen Fall zusätzliche Spannungen in den Rahmen bringen (besser eine geschraubte als geschweiste Konstruktion).

Meine BMWs hatten damals noch einen einfachen aber wirksamen Unterfahrschutz für die Ölwanne der an Motorhalterungen und Fussrasten verschraubt war.

Hat die M72 eine Solo-Gabel? Eine Gespanngabel hat zuwenig Vorlauf.

Viele Grüsse, Yves
Alexander
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von Alexander »

Hallo Mike,
mikepiller hat geschrieben:Hi Jürgen,

vielen Dank für den wirklich guten Tip,

aber bitte verzeih mir:

E D E L Stahl kommt mir nicht an meine Olga!

ungläubiger Gruß
Micha
Du behandelst dein Motorrad anscheinend auch so wie in der bekannten Seifenwerbung: An meine Haut lasse ich nur Wasser und CD :mrgreen:

Viel Spaß beim Schrauben. ;-)

Grüsse
Alexander
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