Motorradfrage - Back to the Roots ...

für den, der es mit dem Zweiradantrieb gemütlicher angehen will

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abacus
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von abacus »

Hallo Micha,

da begibt sich noch einer mit einem Ostmoped, allerdings der etwas leichteren Art, auf diese Route:

http://slowwaydown.com

Na immerhin hat der schon eine Website :mrgreen:

Grüße
abacus
mikepiller
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von mikepiller »

Hi abacus,

danke für den Link, ich schau nachher mal rein.

Und keine Sorge, grins- ich suche zwar etwas Hilfe bei Euch, aber ich teile Deine Skepsis über die pompöse Vermarktung einer insgesamt simplen Sache zur mörderischen Expedition mit webweiter Beifallssuche.

Ich erfreue Dich lediglich hier,

freundlicher Gruß
Micha
pantoffelos
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von pantoffelos »

Hi Mike,

Dein Vorhaben erinnert mich an meine Anfangszeiten. Da wollte ich das erste mal mitm Mototrrad durch Afrika.

Mir standen 3 Maschinen zur Auswahl. Moto Guzzi V7 700 (Bj 1970), Dnepr Gespann (Bj 1952) und BMW R25 (Bj 1950).
Meine Entscheidung fiel zugunsten der R25.
Guzzi hat zwar mehr PS aber Radstand und Oktanabhängigkeit sprachen eindeutig dagegen.
Die Dnepr hatte sehr viel hinter sich. zum Zeitpunkt der Entscheidung hatte sie einen Kolbenfresser sowie ein Bruch an der Kraftübertragung zum Beiwagen (Damals, 85, liess die Ersatzteilbeschaffung sehr zu wünschen übrig).

Das Projekt scheiterte leider ansehr große Veränderungen in meinen Leben aber ich trauer es immer noch nach.

Zu Folge hat es aber, dass ich sehr gut nachempfinden kann, wie Du dich fühlst - und ich verspüre eine gewisse Erregung im Abenteurerstammhirn.

Eines kannst Du Dir sicher sein - in Afrika kommt man mit der "Kordel und Draht Methode" viel weiter als in Deutschland, mit moderste Technik. Jeder Dorfschmied wird Dein Rahmenbruch angemessen zu Leibe rücken - was vielleicht nicht sehr toll und vertauenserweckend aussieht, wird Dich aber viele 1000 Km weit bringen.

Auf die Originalbereifung würde ich allerdings verzichten.

Mein Augenmerk richtete sich bei der r25 auf die Elektrik (6V). Eine wirklich große Schwachstelle an der Maschine. Für alle Fälle hätte ich einen dicken Kondensator mitgenommen, sodass ich im Notfall ohne Batterie starten und fahren könnte.

Ansonsten würde ich die Wartung der Maschine wie ein Pferd behandeln. Jeden Abend - erst die Pferde, dann der Mensch.

Freue mich, das Projekt weiter zu verfolgen.

Gruß
Steve
Abenteuergeist verdient weite Horizonte
mikepiller
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von mikepiller »

Das Projekt scheiterte leider an sehr großen Veränderungen in meinen Leben aber ich trauer es immer noch nach.
Hi Steve,

genau das ist es doch meist. Ich war kaum volljährig das erste mal in der Sahara, das war 1976. Dort wurde der Traum Afrika geboren- und geschoben und geschoben, es passte irgendwie nie...die halbe Welt bereist, bergauf geklettert, bergab geseilt, gelaufen, gefahren, geflogen, gepaddelt...und immer ein Auge auf Afrika- dieser Faden ist nie gerissen.

Vielleicht war DAS auch ein Grund, warum ich gesagt habe, ich möchte es nicht auf die einfachste und praktischste Art und Weise machen.
Ein uralter Traum, der sich durchgebissen hat, ein noch älteres Motorrad, welches sich durchbeißen muss... Jedem seine kleine Macke.

Deinen Bericht habe ich mit Freude gelesen, technisch sehr interessiert und deutlich fühlend- Der ist ein wenig dabei, sitzt auf der Schulter, lach.

Sie ist ein Pferd, der Vergleich ist gut, ich habe es bisher nicht einen einzigen Tag gewagt, einfach so den Kickstarter durchzutreten nach einer vorhergehenden, längeren Fahrt.
Allein schon die Startzeremonie- weit entfernt von rauf und los....
Und wie Du schon sagst: Ich lasse lieber einen "Schmied" an ihr doktern- der weiß noch, wie sie tickt.

Danke für Deinen Bericht, Deinen Impuls..

Gruß an Dich
Micha
Carlo
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von Carlo »

Moin,
pantoffelos hat geschrieben:Eines kannst Du Dir sicher sein - in Afrika kommt man mit der "Kordel und Draht Methode" viel weiter als in Deutschland, mit moderste Technik. Jeder Dorfschmied wird Dein Rahmenbruch angemessen zu Leibe rücken - was vielleicht nicht sehr toll und vertauenserweckend aussieht, wird Dich aber viele 1000 Km weit bringen.
Ich will weder den afrikanischen Schmieden, noch den Leuten, die deren Arbeit in Anspruch nahmen/nehmen (und schon gar nicht den Leuten hier im Forum) zu nahe treten. Aber diese Aussage halte ich für ein Gerücht von "technisch wenig versierten Leuten". Meiner Beobachtung nach haben die meisten Schweißnähte kaum von der "Schmiede" bis zum Ortsausgang gehalten - Ausnahmen bestätigen die Regel, z. B. mein in MA geschweißter Gepäckträger ;-). Ich habe mich auch schon über eine genähte Reifenflanke gefreut, aber nicht über die halb zerstörte Felge, beim Versuch den Reifen mit Hammer und Schraubenzieher runter und wieder rauf zu machen - daran wäre fast die Weiterfahrt gescheitert.

Unbenommen ist aber die Bereitschaft der Leute, überhaupt ein Problem mit kaum vorhandenen Mitteln anzugehen und das finde ich lobenswert. In Mitteleuropa kommt oft nur ein Schulterzucken, "... geht nicht!" oder "... komm'se mal morgen wieder, ich hab jetzt Feierabend!" Aber auch da gibt es Ausnahmen.

In dem Zusammenhang finde ich wichtig, dass man selbst weiß was wie zu tun ist (ich bleib jetzt mal beim Beispiel schweißen), z. B. die Vorbereitung der Schweißstellen, die Art und Weise der Stabilisierung usw. und dann die eigentliche Schweißnaht dem "Schmied" überlassen.

Vielleicht sehe ich die Sache nur anders, weil ich eine technische Ausbildung habe. Einem reinen Schreibtischtäter (und das ist gewiss nicht negativ gemeint), fehlt oft selbst das Hintergrundwissen, um eine Arbeit wirklich beurteilen zu können - außer natürlich hält oder hält nicht während der Weitereise :mrgreen: .

Ciao Carlo
mikepiller
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von mikepiller »

Ich will weder den afrikanischen Schmieden, noch den Leuten, die deren Arbeit in Anspruch nahmen/nehmen (und schon gar nicht den Leuten hier im Forum) zu nahe treten. Aber diese Aussage halte ich für ein Gerücht von "technisch wenig versierten Leuten".
Hi Carlo,

ich kann und will nicht für andere sprechen, aber mir als technisch nur "Teilversierten" bist Du ganz sicher nicht zu nahe getreten. Es macht Sinn, zu seiner Unkenntnis zu stehen und Antworten bei fachlich Versierteren zu suchen- statt störrisch von der eigenen Unkenntnis abzulenken- meine ich.

Ich hatte ja eingangs mal geschrieben: ..von Schmied zu Schmied hangeln...
Andererseits habe ich mit meinem alten G- Modell schon in Frankreich keine Hilfe mehr gefunden- Mercedes in Toulouse und Tarbes haben nur abgewunken allein beim Anblick dieses für sie als prähistorisch empfundenen Modells. Hilfe fand ich dann in der Scheune bei einem alten Mann, welcher als Traktorenspezialist gehandelt wurde- nicht unpassend, wie ich fand. Und der hatte es drauf!

Ich war eh dabei, einen Deal mit einer Russen- Werkstatt zu schließen:
Ich arbeite die nächsten Monate immer wieder mal umsonst bei denen, sie bringen mir grundsätzliches und explizit bei, wie mein Ross von innen aussieht- und aufgeschnitten wird dabei nicht meine Olga!
Nichts geht über eigenes Wissen- da Vinci folgend an fremden Leichen erringend, lach.


Gruß
Micha
Jeanette
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von Jeanette »

mikepiller hat geschrieben:Hi Uwe,

auch Dir vielen Dank für Deine Zeit, Deine Mühe und Deine Lust, hier zu antworten.

Und exakt wie Du sagst: Klar bin ich bereit, auch einmal pro Woche eine Schneise zu schlagen und einmal in der nächsten Woche auf einem Ochsenkarren zu reiten, die Karre hinten dran durch den Dreck schleifend.

Klar werde ich das eine oder andere mal auf Hilfe anderer Reisender angewiesen sein und DAS auch irgendwie gut machen- meine Kochkünste sind zwar äußerst beschränkt, ich müsste eine Büffelgrasbrühe bereiten...
ABER; Glaub es oder nicht, ich bin ein guter und spannender Erzähler, ich quatsche alle so überzeigend voll, dass sie denken, sie würden Kaviar löffeln!

Auf diese Weise werde ich mich ganz sicher auch auf die eine oder andere Tour mogeln, die mit dem Mopped nicht geht- bis auf wenige Ausnahmen kommen die Leute sehr gut mit mir klar.

Menschen gibt es in Afrika überall, dort gibt es Wasser und irgendwas zum drauf beissen (ich stelle keine Fragen) und kann ein paar Tage warten, bis die Piste wieder so trocken ist, dass ich ohne große Probleme weiterkomme. Wird es mal hart- okay, was uns nicht umbringt....

Sudan- BEIDE Strecken also durchaus zu machen- okay, danke.

Dir tun die Finger weh- ich habe ein schlechtes Gewissen, aber nur etwas, lach.
Lass es uns so machen: Ich zerhacke ein großes Problem immer in kleine Teile und fresse sie dann- geht besser.

Auf Dich bezogen: Schreib alle paar Tage nur ein wenig von dem, was da noch durcheinander geraten ist- ich würde mich total freuen darüber!
( und der Thread bleibt oben, lach) Auf diese Weise machen wir das Lagerfeuer hier.
Uwe Schmitz schrieb:
...micha, ich bin mir sicher: du verwirklichst diese deine idee, und du wirst glücklich damit sein!!!
Jeanette schrieb:
Hallo Micha,

dieser Meinung wollen wir uns anschließen und Dir für die Vorbereitungen und Durchführung viel Erfolg wünschen!

Gruß von Jeanette, Paul und "Seiner Wenigkeit" Wink Markus
Zur Durchführung: Ich bin erfahren genug, zu wissen, wie schnell man anfängt, bei einer verrückten Idee irgendwann zu Zweifeln und vielleicht kaputt zu zweifeln.
Auch deshalb stehe ich hier mit dem Ding- ich bin gnadenlos eitel, die Schmach, JETZT nicht mehr zu fahren.....Geht nicht, lach!

Abschließend an Uwe, Jeanette, den mir bisher nur vom Hörensagen bekannten Paul und Markus-

Ich bin ein wenig gerührt, dass sieht nach Fanclub aus-
Vielen Dank Euch allen für Eure Beteiligung und aufmunternden Worte-

Das waren schon EINIGE Zentimeter Richtung Boden!

Gruß
Micha
Hi Micha,
wir gehören nicht mehr zum "Fanclub" wünschen aber weiterhin viel Erfolg
Gruß Jeanette
mikepiller
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von mikepiller »

Hi Jeanette,

vielen Dank,

Gruß auch an Euch
Micha
Birgitt
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von Birgitt »

Alle weiteren Beiträge haben sich ausschließlich mit dem Projekt "Slow Way Down - Auf einem Moped durch Afrika"
von Florian Rolke befasst, der unterwegs ist mit einer Simson Schwalbe von Hamburg nach Kapstadt.
Der besseren Übersichtlichkeit wegen haben wir diese Beiträge in einem neuen Thread zusammengefasst,
den ihr :arrow: hier findet.

Hier an dieser Stelle könnt ihr nun wieder zurück zu den Wurzeln gehen, zum Ursprungsthema
"Motorradfrage - back to the roots ..."


Viel Spaß beim tüfteln und diskutieren

Gruß :)
Birgitt
mikepiller
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Re: Motorradfrage - Back to the Roots ...

Beitrag von mikepiller »

Hi,

ein guter Moment, um einen Zwischenbericht einzustellen.

Bitte denkt nicht, die Idee ist begraben- ganz im Gegenteil, sie hat sich extrem verfestigt.

Mir ist jedoch klar, dass ich selbst mit einem solchen Motorrad, an dem eigentlich ständig alles kaputt gehen und vieles eine Störung verursachen kann- einfach weil die Technik von 42 nicht so ganz ausgereift ist- keine große Chance habe.

Meine technischen Fähigkeiten reichen für dieses Moped nicht aus und ich werde sie auch in der kurzen Zeit nicht so verfestigen können.

Nun gibt es einen Freund in Südfrankreich- dort steht mein Moped ja auch- der ein Daniel Düsentrieb für Motoren aller Art ist- vom Helikopter bis zum Rasenmäher- und passionierter BMW- Fuchs.
Ich stehe mit ihm in Verbindung, er hat mir auf Anhieb viele Vorschläge gemacht, die auch Ihr hier angesprochen habt und viele darüber hinaus, hat einen Logistikplan in Minutenschnelle entworfen, wie man den Betrieb unterwegs sicherstellt etc...

kurz: Ich versuche, den Kerl zu gewinnen für das Projekt- aber Tüftler und Eigenbrötler wie ihn....naja, es braucht Geduld und ich hoffe, er beteiligt sich an der Idee.

Also nochmal vielen Dank an Euch alle für Eure Mühe und Beteiligung hier- es war keineswegs umsonst, im Gegenteil.
Ich versuche lediglich, in vorausschauender, "gesunder" Selbsteinschätzung den Gegenpart für meine Defizite zu gewinnen.

Lieber etwas später, aber dafür mit einem Höchstmaß an Erfolgsgarantie.

Gruß an Euch
Micha
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