Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Sierra Leone:
Stand 22.03.2016
Letzte Änderung:
- Aktuelle Hinweise
- Medizinische Hinweise
Aktuelle Hinweise
Am 17.03.2016 wurde Sierra Leone von der Weltgesundheitsorganisation als ebolafrei erklärt. Der letzte Infektionsfall war im Januar 2016 gemeldet worden. Da Neuerkrankungen nicht ausgeschlossen werden können, wird Reisenden dringend geraten, die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen, sich von sichtbar Kranken fernzuhalten und bei Reisen ins Landesinnere besondere Vorsicht walten zu lassen. Im Nachbarland Guinea gibt es aktuell neue Ebolafälle.
Weitere Informationen zur Ebolainfektion sind unter www.diplo.de/reisemedizin eingestellt.
Die Symptome einer Malaria gleichen denen der Ebolainfektion. Ein Patient mit einer fieberhaften Erkrankung muß damit rechnen, isoliert zu werden. Eine wirksame Behandlung kann sich dadurch verzögern. Die Durchführung einer medikamentösen Malariaprophylaxe wird empfohlen.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Gelbfieber
Sierra Leone ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung (innerhalb der letzten zehn Jahre) gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden älter als neun Monate vorgeschrieben, siehe www.who.int. Jährlich werden Erkrankungen gemeldet. Gelegentlich wird auch der Nachweis von anderen Impfungen verlangt, dies ist jedoch willkürlich und entspricht nicht den Einreisebestimmungen des Landes. Reisenden wird empfohlen, unter Hinweis auf die Einreisebestimmungen beherzt aufzutreten und ggf. Gespräch mit Port Health Officer zu verlangen.
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. gegen Polio, Masern, Mumps, Röteln (MMR), Influenza und Pneumokokken.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Polio, Hepatitis A und bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken ACWY, Tollwut und. Typhus empfohlen.
Dengue-Fieber
kommt während und nach der Regenzeit von Mai bis Oktober vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden auftreten. Mückenschutz ist die einzig mögliche Vorsorgemaßnahme (s.u.).
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Sierra Leone. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (fast 100 % der Fälle in Sierra Leone) bei nicht-immunen Europäern in der Regel tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes, ganzjähriges Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende, helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.
HIV / AIDS
Etwas mehr als 2% der Bevölkerung ist HIV positiv. Bei manchen Riskiogruppen wie z.B. Prostitutierten wird die Zahl auf ein Drittel geschätzt. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit mehreren hundert bis zu mehreren tausend Fällen pro Jahr auf, zuletzt in der 2. Jahreshälfte 2012 mit über 20.000 Erkrankten in Freetown und im Westen des Landes. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesin fektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Eine Choleraschutzimpfung steht zur Verfügung. Bei größeren Epidemien oder besonderer beruflicher Exposition kann diese Impfung vor Ausreise sinnvoll sein.
Weitere Infektionskrankheiten
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Lassa-Fieber
In Sierra Leone ist die Lassa-Fieber-Infektion in einigen Regionen insbesondere im Süden um Kenema endemisch. Alleine in 2010 hat das dortige Lassa-Fieber-Labor der WHO über 150 Fälle bestätigt, von denen 45 verstorben sind. Der Übertragungsweg auf den Menschen ist der orale oder inhalative Kontakt mit Aerosolen und Urin von bestimmten Ratten, beispielsweise über kontaminierte Lebensmittel. Bei Reisen und längeren Aufenthalten im Landesinneren unter einfachen Bedingungen ist deshalb Vorsicht geboten (Hygiene!). Siehe auch Merkblatt des Gesundheitsdienstes.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch äußerst problematisch. Es besteht ein ausgeprägter Mangel an Fachärzten, der sich durch die Ebolaepidemie weiter verschlechtert hat.. Auch in Freetwon ist die ärztliche Versorgung sehr begrenzt. Die Ärzte sprechen in der Regel Englisch, in Freetown gibt es einige deutschsprachige Allgemeinmediziner und Fachärzte. Bei einer Erkrankung im Binnenland behindern zusätzlich die schlechten Straßen einen oft gebotenen raschen Transport nach Freetown bzw. eine Evakuierung ins Ausland. Während der sechsmonatigen Regenzeit können auch Rettungshubschrauber nur eingeschränkt verkehren.
Weiterführende Behandlungen und Operationen sollten in Europa durchgeführt werden. Für einen schweren chirurgischen Notfall kommen nur eine Privatklinik (Choitram Memorial Hospital) und ein Krankenhaus einer Nichtregierungsorganisation (Goderich Emergency Surgical Center) in Betracht. Die Mitgliedschaft in einem privaten Rettungsdienst (WARA, Aspenmedical) verschafft Zugang zu medizininscher Erstversorgung, Überwachung über Nacht und einem Rettungsdienst bis hin zur Evakuierung per Flugzeug (Standort Monrovia/Liberia, Aspenmedical).
Das Mitbringen von Medikamenten ist erforderlich für Personen, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Es gibt in Freetown einige Apotheken, die internationale Medikamente führen, sie haben jedoch ein begrenztes Sortiment. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Alle Reisenden nach Sierra Leone sollten über einen ausreichenden auch fürs Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen. Kosten für eine medzinische Evakuierung nach Deutschland belaufen sich z.Zt. auf mindestens 50.000,-- Euro.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Sierra Leone durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten, siehe beispielsweise www.dtg.org / oder www.frm-web.de
Reise-/Sicherheitshinweis Sierra Leone 16.05.2025
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Reise-/Sicherheitshinweis Sierra Leone 22.03.2016
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Reise-/Sicherheitshinweis Sierra Leone 23.05.2016
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Sierra Leone:
Stand 23.05.2016
Letzte Änderung:
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Aktuelle Hinweise
Am 17.03.2016 wurde Sierra Leone von der Weltgesundheitsorganisation als ebolafrei erklärt. Der letzte Infektionsfall war im Januar 2016 gemeldet worden. Da Neuerkrankungen nicht ausgeschlossen werden können, wird Reisenden dringend geraten, die Nachrichtenlage aufmerksam zu verfolgen, sich von sichtbar Kranken fernzuhalten und bei Reisen ins Landesinnere besondere Vorsicht walten zu lassen.
Weitere Informationen zur Ebolainfektion sind unter www.diplo.de/reisemedizin eingestellt.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Gelbfieber
Sierra Leone ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist für alle Reisenden älter als neun Monate vorgeschrieben, siehe www.who.int. Jährlich werden Erkrankungen gemeldet. Gelegentlich wird auch der Nachweis von anderen Impfungen verlangt, dies ist jedoch willkürlich und entspricht nicht den Einreisebestimmungen des Landes. Reisenden wird empfohlen, unter Hinweis auf die Einreisebestimmungen beherzt aufzutreten und ggf. Gespräch mit Port Health Officer zu verlangen.
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. gegen Polio, Masern, Mumps, Röteln (MMR), Influenza und Pneumokokken.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Polio, Hepatitis A und bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken ACWY, Tollwut und. Typhus empfohlen.
Dengue-Fieber
kommt während und nach der Regenzeit von Mai bis Oktober vor. Dengue wird von der tagaktiven Mücke Stegomyia aegypti übertragen. Es lässt sich auf Grund der Symptome allein nicht sicher von Malaria unterscheiden. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden auftreten. Mückenschutz ist die einzig mögliche Vorsorgemaßnahme (s.u.).
Malaria
Sowohl bezüglich Erkrankungsrate wie auch Sterblichkeit gehört Malaria zu den wichtigsten Erkrankungen in Sierra Leone. Die Übertragung erfolgt durch den Stich Blut saugender, nachtaktiver Anopheles Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica (fast 100 % der Fälle in Sierra Leone) bei nicht-immunen Europäern in der Regel tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Es besteht ein hohes, ganzjähriges Malariarisiko im ganzen Land. Eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) ist zu empfehlen. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• körperbedeckende, helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• ganztägig (Dengue, s.u.) und in den Abendstunden und nachts (Malaria!) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen,
• unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen.
HIV / AIDS
Etwas mehr als 2% der Bevölkerung ist HIV positiv. Bei manchen Riskiogruppen wie z.B. Prostitutierten wird die Zahl auf ein Drittel geschätzt. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Cholera tritt immer wieder in Epidemien mit mehreren hundert bis zu mehreren tausend Fällen pro Jahr auf, zuletzt in der 2. Jahreshälfte 2012 mit über 20.000 Erkrankten in Freetown und im Westen des Landes. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden. Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesin fektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Eine Choleraschutzimpfung steht zur Verfügung. Bei größeren Epidemien oder besonderer beruflicher Exposition kann diese Impfung vor Ausreise sinnvoll sein.
Weitere Infektionskrankheiten
Ebola
Ebola ist eine von Mensch zu Mensch übertragbare hochansteckende Viruserkrankung, die häufig zum Tode führt.
Von Mai 2014 bis Januar 2016 sind in Sierra Leone im ganzen Land mehr als 14.100 Ebola(verdachts)fälle (aufgetreten. Nähere Informationen zur Ebolainfektion finden Sie unter www.diplo.de/reisemedizin
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung dieser Wurminfektion besteht beim Baden in Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süßwasser sollte daher grundsätzlich unterlassen werden.
Lassa-Fieber
In Sierra Leone ist die Lassa-Fieber-Infektion in einigen Regionen insbesondere im Süden um Kenema endemisch. Alleine in 2010 hat das dortige Lassa-Fieber-Labor der WHO über 150 Fälle bestätigt, von denen 45 verstorben sind. Der Übertragungsweg auf den Menschen ist der orale oder inhalative Kontakt mit Aerosolen und Urin von bestimmten Ratten, beispielsweise über kontaminierte Lebensmittel. Bei Reisen und längeren Aufenthalten im Landesinneren unter einfachen Bedingungen ist deshalb Vorsicht geboten (Hygiene!). Siehe auch Merkblatt des Gesundheitsdienstes.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch äußerst problematisch. Es besteht ein ausgeprägter Mangel an Fachärzten, der sich durch die Ebolaepidemie weiter verschlechtert hat. Auch in Freetwon ist die ärztliche Versorgung sehr begrenzt. Die Ärzte sprechen in der Regel Englisch, in Freetown gibt es einige deutschsprachige Allgemeinmediziner und Fachärzte. Bei einer Erkrankung im Binnenland behindern zusätzlich die schlechten Straßen einen oft gebotenen raschen Transport nach Freetown bzw. eine Evakuierung ins Ausland. Während der sechsmonatigen Regenzeit können auch Rettungshubschrauber nur eingeschränkt verkehren.
Weiterführende Behandlungen und Operationen sollten in Europa durchgeführt werden. Für einen schweren chirurgischen Notfall kommen nur eine Privatklinik (Choitram Memorial Hospital) und ein Krankenhaus einer Nichtregierungsorganisation (Goderich Emergency Surgical Center) in Betracht. Die Mitgliedschaft in einem privaten Rettungsdienst (WARA, Aspenmedical) verschafft Zugang zu medizininscher Erstversorgung, Überwachung über Nacht und einem Rettungsdienst bis hin zur Evakuierung per Flugzeug (Standort Monrovia/Liberia, Aspenmedical).
Das Mitbringen von Medikamenten ist erforderlich für Personen, die auf spezielle Medikamente angewiesen sind. Es gibt in Freetown einige Apotheken, die internationale Medikamente führen, sie haben jedoch ein begrenztes Sortiment. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
Alle Reisenden nach Sierra Leone sollten über einen ausreichenden auch fürs Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen. Kosten für eine medzinische Evakuierung nach Deutschland belaufen sich z.Zt. auf mindestens 50.000,-- Euro.
Lassen Sie sich vor einer Reise nach Sierra Leone durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben ( siehe z.B. www.dtg.org/ oder www.frm-web.de).
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Sierra Leone 19.12.2016
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Sierra Leone:
Stand 19.12.2016
Letzte Änderung:
Allgemeine Reiseinformationen
Infrastruktur
Die Straßenqualität ist mit Ausnahme einiger Hauptverbindungsachsen sehr schlecht. In der Regenzeit können auch wichtige Orte manchmal vom Verkehr abgeschnitten sein. Es wird geraten, vor Reisen genaue Erkundigungen einzuholen.
Der internationale Flughafen Lungi liegt auf einer Halbinsel. Um nach Freetown zu gelangen muss eine Fähre genommen werden. Auf dem Landweg werden 4-5 Stunden Fahrt benötigt. Bitte informieren Sie sich vorab, welche Transfermöglichkeit am Reisetag für Sie in Frage kommt.
Auch wenn der Wiederaufbau des Landes deutlich voranschreitet, sind die Auswirkungen des Bürgerkrieges immer noch allgegenwärtig. Das rohstoffreiche Land (Diamanten, Bauxit, Rutil, Eisenerz) gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die touristische Infrastruktur an den landschaftlich schönen Stränden außerhalb Freetowns erholt sich nur langsam. An den Stränden ist wegen der teils starken Strömungen beim Schwimmen äußerste Vorsicht geboten.
Größere Menschenansammlungen sollten generell gemieden werden. Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl ist verbreitet; Gewaltverbrechen nehmen zu. Besonders an Feiertagen ist besondere Vorsicht geboten, da die dann oft großen Menschenansammlungen die Hemmschwelle senken.
Die Sierra Leonische Polizei erhebt für das Ausstellen eines Polizeiberichts für Versicherungszwecke für Ausländer eine Gebühr in Höhe von 300.000,-- SLL. Es ist nicht möglich eine „Crime Reference Number“(nötig für Versicherungszwecke) ohne Polizeibericht zu erhalten.
Bevor ein Polizeibericht mit „Crime Reference Number“ erstellt wird, muss die fällige Gebühr bei der „Bank of Sierra Leone“ für „Sierra Leone Police Revenue Generation Fund Account“ bezahlt und die dafür erhaltende Quittung der Polizei vorgelegt werden. Zahlen Sie nicht direkt bei der Polizei. Wollen Sie nur ein Verbrechen melden fallen keine Gebühren an.
Geld / Kreditkarten
Kreditkarten sind nicht verbreitet, werden aber in den größeren Hotels zunehmend akzeptiert. Bargeldumtausch ist in den großen Hotels an der Rezeption möglich. Ansonsten kann Bargeld (USD, britische Pfund, Euro) in den Banken und Wechselstuben in der Innenstadt umgetauscht werden.
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Sierra Leone 15.08.2017
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Sierra Leone:
Stand 15.08.2017
Letzte Änderungen:
- Aktuelle Hinweise
Aktuelle Hinweise
In Freetown ist es nach extrem starken Regenfällen zu erheblichen Überschwemmungen und in den Bergen über der Stadt zu einem massiven Erdrutsch gekommen. Es gibt zahlreiche Opfer.
Reisende sollten die betroffenen Gebiete meiden, die Medien verfolgen und Hinweise der Sicherheitskräfte befolgen.
Gruß
Birgitt
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Alexander
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Reise-/Sicherheitshinweis Sierra Leone 25.11.2019
Auswärtige AmtDas Auswärtige Amt hat geschrieben:Sierra Leone:
Stand: 25.11.2019
Letzte Änderungen:
- Gesundheit (Lassa-Fieber)
Gesundheit
Lassa-Fieber
In Sierra Leone kommen wiederkehrende, lokal begrenzte Ausbrüchen in einigen Regionen, insbesondere im Osten, aber auch in nördlichen und südlichen Teilen des Landes vor. Alleine in 2010 hat das dortige Lassa-Fieber-Labor der WHO über 150 Fälle bestätigt, von denen 45 verstorben sind. Im November 2019 waren auch mehrere Europäer betroffen, die sich in Gesundheitseinrichtungen bei medizinischen Maßnahmen angesteckt hatten.
Betroffen ist meist die Landbevölkerung. Die Virusinfektion wird durch Kontakt mit Ausscheidungen von infizierten Nagetieren, einer bestimmten Spezies von Feldratten übertragen. Dies geschieht hauptsächlich durch zerstäubten Rattenurin im Bereich der Rattenbiotope, über die verletzte Haut, die intakte Schleimhaut oder als Aerosol über die Atemwege. Eine Ansteckung kann auch über die Nahrungszubereitung und durch kontaminierte Nahrungsmittel erfolgen. Ratten werden von der lokalen Bevölkerung gegessen.
Erkrankte Personen sind über alle Körperflüssigkeiten, wie Rachensekret, Speichel, Urin, Blut und Sperma infektiös. Bei engem Krankenkontakt ist eine Ansteckung auch auf aerogenem Wege möglich, weshalb Erkrankte in Spezialeinheiten von Krankenhäusern isoliert werden sollen. Der größte Teil der Infektionen verläuft jedoch ohne klinische Symptome, also asymptomatisch.
Eine Behandlung kann in der frühen Phase der Erkrankung mit speziellen antiviralen, lokal aber meist nicht verfügbaren Medikamenten erfolgen (Ribavirin). Eine Impfung existiert nicht, siehe Merkblatt Lassa-Fieber.
• Seien Sie bei Reisen unter einfachen Bedingungen in den Ausbruchsgebieten in Westafrika vorsichtig.
• Der Kontakt zu den Reservoir-Tieren und deren Ausscheidungen sollte durch eine effiziente Unterkunfts- und Nahrungsmittelhygiene unterbrochen werden.
• Meiden Sie den Kontakt zu Lassa-Fieber-Infizierten.
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Reise-/Sicherheitshinweis Sierra Leone 26.10.2020
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Sierra Leone
Stand 26.10.2020
Letzte Änderungen:
- Sicherheit
Sicherheit
TerrorismusInnenpolitische Lage
- Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Die politische Lage in Sierra Leone ist relativ stabil. Demonstrationen kommen gelegentlich vor und können zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und Verkehrsbehinderungen führen.Kriminalität
- Informieren Sie sich zur Lage über die lokalen Medien.
- Meiden Sie Demonstrationen, größere Menschenansammlungen und insbesondere Veranstaltungen vor Parteizentralen weiträumig.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl und Handtaschenraub sind verbreitet; besonders vor und an Feiertagen und insbesondere an von Besuchern stark frequentierten Orten. Auch Gewaltverbrechen gegen Ausländer wie bewaffnete Überfälle z.B. auch an Stränden und Einbrüche in Wohnungen treten vermehrt auf wie z.B. an Stränden. Auch Internetkriminalität ist verbreitet.
- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtige Dokumente sicher auf.
- Nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld, Passkopien und keine unnötigen Wertsachen mit.
- Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Fähren, im Bus und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln und am Strand besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.
Hinweise zum Corona-Virus in Sierra Leone siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus
Gruß
Birgitt
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Birgitt
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Reise-/Sicherheitshinweis Sierra Leone 26.07.2021
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Sierra Leone
Stand 26.07.2021
Letzte Änderungen:
- Sicherheit (Kriminalität)
- Einreise und Zoll (Visum)
- Gesundheit (Impfschutz)
Sicherheit
Kriminalität
Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl und Handtaschenraub kommt vor; besonders vor und an Feiertagen und an stark frequentierten Orten. Auch Gewaltverbrechen gegen Ausländer wie bewaffnete Überfälle z. B. an Stränden und Einbrüche in Wohnungen treten auf.Einreise und Zoll
- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein, Flugscheine und andere wichtige Dokumente sicher auf.
- Nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld, Passkopien und keine unnötigen Wertsachen mit.
- Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Fähren, im Bus und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln und am Strand besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei.
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum, das rechtzeitig vor der Einreise bei der Botschaft von Sierra Leone in Berlin beantragt werden muss.
Eine Verlängerung des Visums in Sierra Leone ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Für deutsche Staatsangehörige ist es außerdem möglich, für touristische Aufenthalte ein Visum bei Einreise am Flughafen zu erhalten.
Gesundheit
Impfschutz
Sierra Leone ist gemäß WHO Gelbfieber-Infektionsgebiet. Eine gültige Gelbfieberimpfung ist für alle Reisenden älter als neun Monate vorgeschrieben. Jährlich werden Erkrankungen gemeldet. Gelegentlich wird auch der Nachweis von anderen Impfungen verlangt, dies ist jedoch willkürlich und entspricht nicht den Einreisebestimmungen des Landes. Reisenden wird empfohlen, unter Hinweis auf die Einreisebestimmungen beherzt aufzutreten und ggf. Gespräch mit dem Port Health Officer zu verlangen.
- Bitte beachten Sie, dass laut WHO Einwohnern und Langzeitreisenden über 4 Wochen eine Impfung gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) 4 Wochen bis 12 Monate vor Ausreise benötigen, siehe Merkblatt Poliomyelitis . Falls Sie kürzer als 4 Wochen im Land sind, ist ein vollständiger Impfschutz gegen Poliomyelitis empfohlen.
- Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
- Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Meningokokken ACWY, Tollwut und. Typhus empfohlen.
- Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen .
- Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
Hinweise zum Corona-Virus in Sierra Leone siehe:
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Reise-/Sicherheitshinweis Sierra Leone 07.07.2022
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Sierra Leone
Stand 07.07.2022
Letzte Änderungen:
- Gesundheit (Impfschutz, Lassa-Fieber, Medizinische Versorgung)
Gesundheit
Impfschutz
Impfbestimmungen können aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 derzeit abweichen, siehe Aktuelles.
Sierra Leone ist Gelbfieberinfektionsgebiet. Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen älter als neun Monate zur Einreise vorgeschrieben und auch medizinisch sinnvoll. Eine einmalig durchgeführte Gelbfieberimpfung wird akzeptiert.Lassa-Fieber
- Stellen Sie einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) sicher, siehe Merkblatt Poliomyelitis.
- Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
- Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Polio, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Meningokokken (ACWY) empfohlen.
- Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung im Merkblatt Reise-Impfempfehlungen .
- Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.
In Sierra Leone kommen wiederkehrende, lokal begrenzte Ausbrüchen in einigen Regionen, insbesondere im Osten, aber auch in nördlichen und südlichen Teilen des Landes vor.
Allein 2010 hat das dortige Lassa-Fieber-Labor der WHO über 150 Fälle bestätigt, von denen 45 Erkrankte verstorben sind. Im November 2019 waren auch mehrere europäische Staatsangehörige betroffen, die sich in Gesundheitseinrichtungen bei medizinischen Maßnahmen angesteckt hatten.
Der Großteil der Infektionen verläuft asymptomatisch. Ein schwerer Verlauf ist gekennzeichnet durch Gesichts- und Kehlkopfschwellung, Blutungsneigung (Hämorrhagie) sowie neurologische Erscheinungen bis hin zu Schock und Multiorganversagen. Die Sterblichkeit liegt bei schweren Verläufen bei 15%.
Eine Behandlung kann in der frühen Phase der Erkrankung mit speziellen antiviralen, lokal aber meist nicht verfügbaren Medikamenten erfolgen (Ribavirin). Eine Impfung existiert nicht, siehe Merkblatt Lassa-Fieber.Medizinische Versorgung
- Seien Sie bei Reisen unter einfachen Bedingungen in den Ausbruchsgebieten in Westafrika vorsichtig.
- Der Kontakt zu den Reservoir-Tieren und deren Ausscheidungen sollte durch eine effiziente Unterkunfts- und Nahrungsmittelhygiene unterbrochen werden.
- Meiden Sie den Kontakt zu Lassa-Fieber-Infizierten.
Die medizinische Versorgung in Sierra Leone entspricht nicht dem europäischen Standard. Es gibt kein garantiertes Rettungstransportsystem. Moderne Intensivmedizin ist nicht zuverlässig verfügbar. Hygienische Bedingungen und apparative Ausstattung sind problematisch. Planbare Diagnostik und Therapie sollten verschoben werden.
Diagnostik und Therapie ist für die Basisversorgung akuter Erkrankungen vorhanden. Medikamente für den Eigenbedarf sollten mitgebracht werden. Apotheken in Sierra Leone haben ein begrenztes Sortiment. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
- Schließen Sie möglichst eine lokale Evakuierungsversicherung, z.B. bei der Deutschen Luftrettung DRF, ab.
- Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen, siehe Merkblatt Reiseapotheke.
- Lassen Sie sich vor einer Reise durch tropenmedizinische Beratungsstellen, Tropen- oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.
Hinweise zum Corona-Virus in Sierra Leone siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus
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Reise-/Sicherheitshinweis Sierra Leone 10.08.2022
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Sierra Leone
Stand 10.08.2022
Letzte Änderungen:
- Aktuelles (Gewalttätige Ausschreitungen und Ausgangssperre)
Aktuelles
Gewalttätige Ausschreitungen und Ausgangssperre
Am 10. August 2022 haben in Freetown und anderen Landesteilen Sierra Leones gewalttätige Auseinandersetzungen im Zuge von Demonstrationen stattgefunden. Es kam zu Ausschreitungen, dem Einsatz von Tränengas und scharfer Munition. Dabei ist es zu Todesopfern gekommen. Die Lage ist unübersichtlich und kann sich schnell entwickeln, derzeit gibt es keine gesicherten Erkenntnisse zum örtlichen Ausmaß der Ausschreitungen.
Es wurde eine Ausgangssperre ab 15 Uhr ausgerufen, deren Einhaltung vermutlich mit Strenge durchgesetzt wird. Ein Ende wurde bislang nicht bekannt gegeben.
- Bitte tragen sie sich in unsere Krisenvorsorgeliste ein.
- Meiden Sie den östlichen Teil Freetowns sowie den Central Bank District und seien Sie aufmerksam.
- Bitte beachten Sie die geltende Ausgangssperre.
- Meiden Sie bis auf weiteres Demonstrationen, größere Menschenansammlungen und betroffene Stadtgebiete weiträumig.
- Informieren Sie sich über lokale Medien, einschließlich sozialer Medien.
- Reduzieren Sie Ihre Bewegungen auf ein Minimum und bleiben Sie während der Proteste in sicheren Unterkünften.
- Folgen Sie unbedingt den Anweisungen der Sicherheitskräfte.
Hinweise zum Corona-Virus in Sierra Leone siehe:
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Reise-/Sicherheitshinweis Sierra Leone 11.08.2022
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Sierra Leone
Stand 11.08.2022
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- Aktuelles (Gewalttätige Ausschreitungen und Ausgangssperre)
Aktuelles
Gewalttätige Ausschreitungen und Ausgangssperre
Am 10. August 2022 haben in Freetown und anderen Landesteilen Sierra Leones gewalttätige Auseinandersetzungen im Zuge von Demonstrationen stattgefunden. Es kam zu Ausschreitungen, dem Einsatz von Tränengas und scharfer Munition. Dabei ist es zu Todesopfern gekommen. Die Lage ist unübersichtlich und kann sich schnell entwickeln, derzeit gibt es keine gesicherten Erkenntnisse zum örtlichen Ausmaß der Ausschreitungen.
Es wurde eine Ausgangssperre ausgerufen, die bis auf weiteres von 19 Uhr bis 7 Uhr gilt und deren Einhaltung vermutlich mit Strenge durchgesetzt wird.
- Bitte tragen sie sich in unsere Krisenvorsorgeliste ein.
- Meiden Sie den östlichen Teil Freetowns sowie den Central Bank District und seien Sie aufmerksam.
- Bitte beachten Sie die geltende Ausgangssperre.
- Meiden Sie bis auf weiteres Demonstrationen, größere Menschenansammlungen und betroffene Stadtgebiete weiträumig.
- Informieren Sie sich über lokale Medien, einschließlich sozialer Medien.
- Reduzieren Sie Ihre Bewegungen auf ein Minimum und bleiben Sie während der Proteste in sicheren Unterkünften.
- Folgen Sie unbedingt den Anweisungen der Sicherheitskräfte.
Hinweise zum Corona-Virus in Sierra Leone siehe:
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Reise-/Sicherheitshinweis Sierra Leone 12.08.2022
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Sierra Leone
Stand 12.08.2022
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- Aktuelles (Gewalttätige Ausschreitungen)
Aktuelles
Gewalttätige Ausschreitungen
Am 10. August 2022 haben in Freetown und anderen Landesteilen Sierra Leones gewalttätige Auseinandersetzungen im Zuge von Demonstrationen stattgefunden. Es kam zu Ausschreitungen, dem Einsatz von Tränengas und scharfer Munition. Dabei ist es zu Todesopfern gekommen. Die Lage ist unübersichtlich und kann sich schnell entwickeln, derzeit gibt es keine gesicherten Erkenntnisse zum örtlichen Ausmaß der Ausschreitungen.
Die am 10. August ausgerufene Ausgangssperre wurde aufgehoben.
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Reise-/Sicherheitshinweis Sierra Leone 23.08.2022
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Stand 23.08.2022
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- Aktuelles (Gefahr gewalttätiger Ausschreitungen)
Aktuelles
Gefahr gewalttätiger Ausschreitungen
Im Vorlauf zu den im Juni 2023 stattfindenden Wahlen ist die allgemeine politische Situation grundsätzlich angespannt. Am 10. August 2022 kam es in Freetown und anderen Landesteilen Sierra Leones zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Todesopfern. Viele Personen wurden festgenommen. Die Lage hat sich zwar oberflächlich beruhigt, ist aber weiterhin unübersichtlich und volatil.
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Reise-/Sicherheitshinweis Sierra Leone 06.09.2022
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Sierra Leone
Stand 06.09.2022
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- Aktuelles (Gefahr gewalttätiger Ausschreitungen; Neue Sicherheitsgebühr bei der Ein- und Ausreise im Luftverkehr
Aktuelles
Gefahr gewalttätiger Ausschreitungen
Im Vorlauf zu den im Juni 2023 stattfindenden Wahlen ist die allgemeine politische Situation grundsätzlich angespannt. Am 10. August 2022 kam es in Freetown und anderen Landesteilen Sierra Leones zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Todesopfern. Viele Personen wurden festgenommen. Die Lage hat sich zwar oberflächlich beruhigt, ist aber weiterhin unübersichtlich und volatil. Bis voraussichtlich 4. Oktober 2022 findet die Wählerregistrierung statt, die zu entsprechenden Menschenansammlungen an den Registrierungszentren führen kann.Neue Sicherheitsgebühr bei der Ein- und Ausreise im Luftverkehr
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Bei der Ein- und Ausreise müssen alle Flugpassagiere eine Sicherheitsgebühr in Höhe von 25 USD entrichten. Die Bezahlung erfolgt im Vorfeld der Reise über die Website securipass.sl. Dort sind auch weitere Informationen erhältlich.
Hinweise zum Corona-Virus in Sierra Leone siehe:
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Reise-/Sicherheitshinweis Sierra Leone 10.10.2022
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Sierra Leone
Stand 10.10.2022
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- Aktuelles (Gefahr gewalttätiger Ausschreitungen)
Aktuelles
Gefahr gewalttätiger Ausschreitungen
Im Vorlauf zu den im Juni 2023 stattfindenden Wahlen ist die allgemeine politische Situation grundsätzlich angespannt. Am 10. August 2022 kam es in Freetown und anderen Landesteilen Sierra Leones zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Todesopfern. Viele Personen wurden festgenommen. Die Lage hat sich zwar oberflächlich beruhigt, ist aber weiterhin unübersichtlich und volatil.
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- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen.
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Hinweise zum Corona-Virus in Sierra Leone siehe:
Reisebeschränkungen durch Coronavirus
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Reise-/Sicherheitshinweis Sierra Leone 04.01.2023
Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Sierra Leone
Stand 04.01.2023
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- Aktuelles (Entfall Gefahr gewalttätiger Ausschreitungen; COVID-19)
- Sicherheit (Innenpolitische Lage)
- Reiseinfos (Geld/Kreditkarten)
Aktuelles: COVID-19
Einreise
Bestimmungen zur Einreise können sich weiterhin mit der Pandemielage rasch ändern. Bitte informieren Sie sich zusätzlich über die aktuellen Einreisebestimmungen auf der Webseite der Regierung Sierra Leones.
Alle Flugreisenden müssen sich vor Reiseantritt über das Reiseportal von Sierra Leone online registrieren. Nicht oder nicht vollständig Geimpfte müssen mit der Registrierung ein negatives PCR-Testergebnis mit QR-Code nachweisen, das bei Abflug nach Sierra Leone nicht älter als 72 Stunden sein darf. Bei Einreise ist für nicht oder nicht vollständig Geimpfte die Durchführung eines kostenpflichtigen Tests verpflichtend. Ungeimpfte Passagiere sind nach der Einreise verpflichtet, auf eigene Kosten eine Quarantäne einzuhalten, bis ihr negatives PCR-Testergebnis vorliegt. Weitere ausführliche Hinweise finden sich auf dem Reiseportal von Sierra Leone.
Ausreise und Transit
Bei Ausreise muss eine Registrierung auf dem Reiseportal vorgenommen und von allen nicht oder nicht vollständig geimpften Reisenden, die mindestens fünf Tage im Land waren, ein negatives PCR-Testergebnis, welches nicht älter als 72 Stunden sein darf, am Flughafen nachgewiesen werden.
Beschränkungen im Land
Für nicht und nicht vollständig geimpfte Personen besteht in der Öffentlichkeit sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln Maskenpflicht. Verstöße können mit hohen Bußgeldern geahndet werden.
EmpfehlungenSicherheit
- Achten Sie auf die Einhaltung der AHA-Vorschriften und befolgen Sie zusätzlich die Hinweise lokaler Behörden. Verstöße gegen die geltenden Bestimmungen können mit hohen Bußgeldern geahndet werden.
- Informieren Sie sich über detaillierte Maßnahmen und ergänzende Hinweise beim sierra-leonischen Directorate of Health Security and Emergencies.
Innenpolitische Lage
Im Vorlauf zu den am 24. Juni 2023 stattfindenden Wahlen ist die allgemeine politische Situation grundsätzlich angespannt. Am 10. August 2022 kam es in Freetown und anderen Landesteilen Sierra Leones zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Todesopfern. Viele Personen wurden festgenommen. Die Lage hat sich zwischenzeitlich beruhigt, ist aber weiterhin volatil.Reiseinfos
- Bitte tragen sie sich in die Krisenvorsorgeliste ein.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Informieren Sie sich über lokale Medien, einschließlich sozialer Medien.
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Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der Leone (SLE). Bargeld kann in der Regel in den großen Hotels, ansonsten bei Banken und Wechselstuben in der Innenstadt umgetauscht werden.
Die Zahlung mit Kreditkarten ist (noch) nicht weit verbreitet. In den größeren Hotels werden sie allerdings angenommen, vorzugsweise Visa und Mastercard. Kleinere Beträge in Landeswährung, in der Regel nur unter dem Gegenwert von 50 EUR, können von Geldautomaten in größeren Städten abgehoben werden. Der Einsatz von Kreditkarten kann jederzeit an technischen Problemen scheitern. Eine Versorgung über internationale Anbieter von Auslandsüberweisungen ist landesweit möglich und üblich. Derartige Überweisungen erfordern teilweise nur wenige Minuten.
Gruß
Birgitt




