Auswärtiges AmtAuswärtiges Amt hat geschrieben:Israel und Palästinensische Gebiete
Stand: 30.04.2026
Letzte Änderungen:
- Eilmeldung (gestrichen)
- Aktuelles (Aktuelles; Sicherheitslage)
- Sicherheit (Sicherheitshinweis)
Aktuelles
Vor Reisen in den Gazastreifen und in das Westjordanland wird gewarnt.
Deutsche Staatsangehörige, die sich derzeit im Gazastreifen oder im Westjordanland aufhalten, sollten – sofern möglich - ausreisen.
Vor Reisen in den Norden Israels (nördlich der Straße 85 und deren Verlängerung) wird gewarnt.
Von Reisen in andere Landesteile Israels sowie nach Ost-Jerusalem wird dringend abgeraten.
Israel befindet sich formell im Kriegszustand.
Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer
Sicherheitslage
Ende Februar 2026 griffen die USA und Israel den Iran an. Seitdem kam es zu Angriffen von Iran und Iran-nahen Milizen auf verschiedene Ziele in der Region, u.a. auch auf zivile Einrichtungen wie Hotels, Flughäfen und Büro- und Wohngebäude. Die Hisbollah-Miliz in Libanon ist Anfang März 2026 an der Seite Irans mit in den Krieg eingetreten und griff seitdem v.a. den Norden Israels, vereinzelt aber auch Zentral-Israel mit Raketen und Drohnen an. Israel ging in diesem Zusammenhang zunehmend gegen den Wiederaufbau von Terrorstrukturen in Libanon vor, seit dem 3. März 2026 auch unter Einsatz von Bodentruppen, siehe Reise- und Sicherheitshinweis Libanon.
Am 8. April 2026 haben die USA, Israel und Iran eine Waffenruhe bekannt gegeben. Die USA verkündeten ebenfalls eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah.
Die Sicherheitslage in der gesamten Region bleibt dennoch höchst volatil. Das Risiko einer kurzfristigen Verschärfung der Sicherheitslage und erneuter Einschränkungen des Flugverkehrs besteht unvermindert fort.
Der Waffenstillstand zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas in Gaza ist seit Oktober 2025 in Kraft. Auch wenn der Waffenstillstand weiterhin brüchig ist, wird er bislang von keiner Seite grundsätzlich in Frage gestellt. Es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass im Fall eines Scheiterns des von USA verhandelten 20-Punkte-Plans die israelische Militäroperation wiederaufgenommen wird.
Zudem droht die Huthi-Miliz in Jemen immer wieder damit, Israel erneut mit Raketen und Drohnen anzugreifen.
Aufgrund der angespannten Gesamtsituation besteht weiterhin ein hohes Risiko terroristischer Anschläge auf touristische Ziele, Verkehrsknotenpunkte, Märkte und Einkaufszentren sowie lokale Behörden. Orte, an denen sich gewöhnlich ausländische Reisende aufhalten, können einem höheren Risiko für Anschläge ausgesetzt sein. In den letzten Wochen und Monaten wurden in Israel, einschließlich in Tel Aviv und Jerusalem, mehrfach Anschläge verübt. Die israelische Armee hat eine große Anzahl von Truppen in die militärisch besetzten Palästinensischen Gebiete verlegt. Insbesondere im Westjordanland kommt es regelmäßig zu Militäreinsätzen und in der Folge zu massiven gewalttätigen Ausschreitungen mit zahlreichen Todesopfern und Verletzten.
Zudem hat Israel im Westjordanland eine große Zahl sogenannter „fliegender“ Checkpoints eingerichtet und die Kontrolle an den bestehenden Checkpoints verschärft; einige wurden über längere Zeit geschlossen. Angriffe israelischer Siedler auf ausländische Besucher und Aktivisten haben, insbesondere in der Nähe der palästinensischen Städte Nablus und Hebron deutlich zugenommen.Sicherheit - Teilreisewarnung
- Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung.
- Registrieren Sie sich und Ihre mitreisenden Familienangehörigen in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Sollten Sie Israel und die Palästinensischen Gebiete inzwischen verlassen haben, vermerken Sie dies bitte dort ebenfalls.
- Bereiten Sie sich darauf vor, über längere Zeiträume hinweg immer wieder Schutzräume aufsuchen zu müssen und wegen Luftraumsperrungen und Flugausfällen das Land nicht verlassen zu können. Machen Sie sich mit den vorhandenen Schutzvorkehrungen (Lage der Schutzräume) und Hinweisen des israelischen Zivilschutzes vertraut. Vergewissern Sie sich stets über die genaue Lage des nächstgelegenen Schutzraums.
- Suchen Sie beim Ertönen von Alarmsirenen umgehend (innerhalb von 90 Sekunden) nahegelegene Schutzräume auf und verweilen sie dort für mindestens zehn Minuten nach Abklingen der Sirenen. Sollten keine Schutzräume zur Verfügung stehen, halten Sie sich im Inneren des Gebäudes auf und bleiben Sie Fenstern fern.
- Befolgen Sie ggf. die Anweisungen des israelischen Zivilschutzes Home Front Command (nur in Israel aufrufbar) oder erkundigen Sie sich telefonisch unter der Rufnummer 104 in englischer Sprache.
- Befolgen Sie unbedingt die Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte, verfolgen Sie Meldungen in Medien aufmerksam, laden und nutzen Sie die App „Red Alert (Nofzam)“ vor Ort.
- Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf.
- Verfolgen Sie die Lageentwicklung aufmerksam und verhalten Sie sich stets vorsichtig.
- Beachten Sie die Sicherheitshinweise im Abschnitt Sicherheit – Terrorismus.
- Bei Fragen zu gebuchten Flügen/Reisen in die Region kontaktieren Sie Ihre Fluggesellschaft oder Ihren Reiseveranstalter.
Siehe Aktuelles
Vor Reisen in den Gazastreifen und in das Westjordanland wird gewarnt.
Deutsche Staatsangehörige, die sich derzeit im Gazastreifen oder im Westjordanland aufhalten, sollten – sofern möglich - ausreisen.
Vor Reisen in den Norden Israels (nördlich der Straße 85 und deren Verlängerung) wird gewarnt.
Von Reisen in andere Landesteile Israels sowie nach Ost-Jerusalem wird dringend abgeraten.
Israel befindet sich formell im Kriegszustand.
Gruß
Birgitt


