LY / Libyen und der Alltag nach der Revolution
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Kuno
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Re: LY / Tripolis und der Alltag nach der Revolution
Mein Highlight von heute ist natuerlich das Ausgehkleid fuer die Revolutionskoenigin:
Re: LY / Tripolis und der Alltag nach der Revolution
KUNO - so gut, wieder etwas von dir zu lesen - und erst noch aus Libyen!
ich kann die Fortsetzung kaum erwarten
machs gut und heb sorg
Grüsse
Ursula
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Flickr bis 2019 https://www.flickr.com/photos/72664388@N00/albums
Flickr ab 2019 https://www.flickr.com/photos/182588035@N04/albums
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Kuno
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Re: LY / Tripolis und der Alltag nach der Revolution
"1. Wie kommt man an ein Visum?
2. In welchen Hotels warst du, ... Empfehlungen, ..?
3. Wie schätzt du die Sicherheitslage allgemein ein, ... (Angst haben wir keine)?
4. Ist alles deutlich teurer geworden, ... Spritpreis?
5. Braucht man immer noch den Begleitpolizisten wie früher oder nicht mehr?
6. Kann man sich frei bewegen, Auto fahren, Straßenzustände, ...
7. Wie kommt man an Libysche Dinar und wie ist der Wechselkurs?
...wir wollen im April reisen."
Leute - die Staedte wurden vonder NATO quartierweise in Schutt und Asche gelegt. Die Infrastruktur des Landes ist zerstoert und die Strassen werden von marodierenden Millizen beherrscht.
Ok. Das musste einfach sein
1) Visa. Der Prozess ist derselbe wie zuvor. Einlandungsschreiben steht zuerst. Welche Touroperators bereits wieder aktiv sind kan ich nicht sagen. Nicht einmal, ob es bereits wieder Touristenvisa gibt. Eine Zeitlang hat man "Bordervisa" bekommen aber nach mW. laeuft mittlerweile wieder alles ueber die Botschaften wie gehabt. Die sind allerdings freundlich und recht speditiv.
2) Die meisten Hotels haben wohl mangels Kundschaft oder auch wegen fehlendem Mobiliar geschlossen. Ich wuerde jedem Reisenden vorschlagen, dass er sich auf eine Tour ohne "Hotelunterstuetzung" einstellen soll. Wie es mit Camps im Sueden aussieht kann ich nicht abschliessend sagen - nehme an, dass die eher auch geschlossen haben.
3) Sicherheitslage? Das ist mE. nicht eine Frage von Angst oder nicht Angst haben. Hektische Bewegungen oder ein zuegiges Zufahren auf einen Checkpoint, der mit nervoesen Jungs besetzt ist kommt eher nicht gut. Waffen sieht man nur noch wenige und auch die MG auf den Pickern sind mit einer Plane abgedeckt. Aber das Zeugs ist natuerlich noch vorhanden. Ich kann und will nichts ueber die Sicherheitslage sagen, mein Blickfeld ist viel zu klein, als das ich hier eine relevante Angabe machen koennte - zumal die Lage von heute schon morgen nicht mehr stimmen kann. Geschweige denn im April.
4) Ob's teurer geworden ist? Benzin ist immer noch (oder wieder)bei 0,15LyD. Futter ist teurer geworden: Charuf 24 LyD/Kg, Cow 18 LyD/Kg, Chicken 7 LyD Kg.
5) Ob's den Shurti noch braucht weiss ich nicht.
6) Frei bewegen? Da traue ich mich nicht, eine Aussage zu machen. Ich wuerde mich zur Zeit auf jeden Fall an eine Schulter anlehnen wollen... und unbekannte Fz, die einfach so kreuz und quer durch die Wuste fahren koennten schon etwas auffallen und im duemmsten Fall auch etwas anlocken, was der Reise ein abruptes Ende bereitet.
7) Kracher zu bekommen ist zZt. wohl auch nicht ganz unproblematisch. Es gibt nicht genug Bargeld und die Banken haben die Ausgabe pro Person limitiert. Kurs? Zwei Kracher fuer einen Euro. Ungefaehr. Auf der Bank etwa 1.40. Haengt wohl davon ab, was schneller zerfaellt der Wert vom Kracher oder der Restwert vom Euro. Und April ist noch recht weit weg...
2. In welchen Hotels warst du, ... Empfehlungen, ..?
3. Wie schätzt du die Sicherheitslage allgemein ein, ... (Angst haben wir keine)?
4. Ist alles deutlich teurer geworden, ... Spritpreis?
5. Braucht man immer noch den Begleitpolizisten wie früher oder nicht mehr?
6. Kann man sich frei bewegen, Auto fahren, Straßenzustände, ...
7. Wie kommt man an Libysche Dinar und wie ist der Wechselkurs?
...wir wollen im April reisen."
Leute - die Staedte wurden vonder NATO quartierweise in Schutt und Asche gelegt. Die Infrastruktur des Landes ist zerstoert und die Strassen werden von marodierenden Millizen beherrscht.
Ok. Das musste einfach sein
1) Visa. Der Prozess ist derselbe wie zuvor. Einlandungsschreiben steht zuerst. Welche Touroperators bereits wieder aktiv sind kan ich nicht sagen. Nicht einmal, ob es bereits wieder Touristenvisa gibt. Eine Zeitlang hat man "Bordervisa" bekommen aber nach mW. laeuft mittlerweile wieder alles ueber die Botschaften wie gehabt. Die sind allerdings freundlich und recht speditiv.
2) Die meisten Hotels haben wohl mangels Kundschaft oder auch wegen fehlendem Mobiliar geschlossen. Ich wuerde jedem Reisenden vorschlagen, dass er sich auf eine Tour ohne "Hotelunterstuetzung" einstellen soll. Wie es mit Camps im Sueden aussieht kann ich nicht abschliessend sagen - nehme an, dass die eher auch geschlossen haben.
3) Sicherheitslage? Das ist mE. nicht eine Frage von Angst oder nicht Angst haben. Hektische Bewegungen oder ein zuegiges Zufahren auf einen Checkpoint, der mit nervoesen Jungs besetzt ist kommt eher nicht gut. Waffen sieht man nur noch wenige und auch die MG auf den Pickern sind mit einer Plane abgedeckt. Aber das Zeugs ist natuerlich noch vorhanden. Ich kann und will nichts ueber die Sicherheitslage sagen, mein Blickfeld ist viel zu klein, als das ich hier eine relevante Angabe machen koennte - zumal die Lage von heute schon morgen nicht mehr stimmen kann. Geschweige denn im April.
4) Ob's teurer geworden ist? Benzin ist immer noch (oder wieder)bei 0,15LyD. Futter ist teurer geworden: Charuf 24 LyD/Kg, Cow 18 LyD/Kg, Chicken 7 LyD Kg.
5) Ob's den Shurti noch braucht weiss ich nicht.
6) Frei bewegen? Da traue ich mich nicht, eine Aussage zu machen. Ich wuerde mich zur Zeit auf jeden Fall an eine Schulter anlehnen wollen... und unbekannte Fz, die einfach so kreuz und quer durch die Wuste fahren koennten schon etwas auffallen und im duemmsten Fall auch etwas anlocken, was der Reise ein abruptes Ende bereitet.
7) Kracher zu bekommen ist zZt. wohl auch nicht ganz unproblematisch. Es gibt nicht genug Bargeld und die Banken haben die Ausgabe pro Person limitiert. Kurs? Zwei Kracher fuer einen Euro. Ungefaehr. Auf der Bank etwa 1.40. Haengt wohl davon ab, was schneller zerfaellt der Wert vom Kracher oder der Restwert vom Euro. Und April ist noch recht weit weg...
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Kuno
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Re: LY / Tripolis und der Alltag nach der Revolution
Heute habe ich mir mal Bab Azizia angeschaut. Oder das, was davon noch uebrig ist. Die Libyer haben mittlerweile die Mauern und die Gebaeude eingerissen. Vieles stand ja trotz mehrerer Bombentreffer noch. Interessant war auch, dass grad ueber die schmale Strasse hinweg an den Wohnhaeusern keine Schaeden auszumachen waren und dass selbst die Scheiben alle noch drin waren (die Leute haben jeweils die Fenster aufgelassen, damit es sie nicht raushaut):
"How can somebody tell us that he loves his people, if he is using armoured cars and tanks against us?"
Das war das Gebaeude, vor dem die beruehmte Faust stand.
Nagelmatten, die am Boden lagen und die die Anlage vor Leuten, die ueber die Mauern kommen schuetzen sollten. Gaddie hat sich wohl schon laenger vor seinem eigenen Volk etwas gefuerchtet.
"A BMW - they loved the German cars..."
Wenn ich nicht ganz falsch liege, dann waren das verstaerkte unterirdische Unterstaende. Zeitweilig waren da Kampfpanzer drin (die einmal am Tag ihre Motoren starteten). Leider waren die Dinger draussen, als die NATO die Unterstaende mit Praezision zerstoerte.
"How can somebody tell us that he loves his people, if he is using armoured cars and tanks against us?"
Das war das Gebaeude, vor dem die beruehmte Faust stand.
Nagelmatten, die am Boden lagen und die die Anlage vor Leuten, die ueber die Mauern kommen schuetzen sollten. Gaddie hat sich wohl schon laenger vor seinem eigenen Volk etwas gefuerchtet.
"A BMW - they loved the German cars..."
Wenn ich nicht ganz falsch liege, dann waren das verstaerkte unterirdische Unterstaende. Zeitweilig waren da Kampfpanzer drin (die einmal am Tag ihre Motoren starteten). Leider waren die Dinger draussen, als die NATO die Unterstaende mit Praezision zerstoerte.
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Pmueroki
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Re: LY / Tripolis und der Alltag nach der Revolution
Hallo Kuno
du beschreibst die Lage hier in Tripoli sehr zutreffend.
Ergaenzend moechte ich mitteilen dass die Kriminalitaetsrate drastig gestiegen ist. Die Hemmschwelle ist sehr niedrig.
Fast alle haben Waffen und sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht bereit diese zurueckzugeben.
Vor 2 Tagen wurde ein Franzose in seiner Wohnung erschossen nach dem er beraubt wurde.
Tagsueber ist das Leben hier sicher. Man sieht kaum Polizisten und der Verkehr ist kaotischer als zuvor. Nachts sollte man nicht alleine durch die Stadt streifen. Ab und zu hoert man Knallerei aehnlich am Sivestermogen in meinem Dorf.
Freitag reise ich mit dem Auto nach Sabha und Murzuq.
Gruss aus dem neuen Libyen
Pmueroki
du beschreibst die Lage hier in Tripoli sehr zutreffend.
Ergaenzend moechte ich mitteilen dass die Kriminalitaetsrate drastig gestiegen ist. Die Hemmschwelle ist sehr niedrig.
Fast alle haben Waffen und sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht bereit diese zurueckzugeben.
Vor 2 Tagen wurde ein Franzose in seiner Wohnung erschossen nach dem er beraubt wurde.
Tagsueber ist das Leben hier sicher. Man sieht kaum Polizisten und der Verkehr ist kaotischer als zuvor. Nachts sollte man nicht alleine durch die Stadt streifen. Ab und zu hoert man Knallerei aehnlich am Sivestermogen in meinem Dorf.
Freitag reise ich mit dem Auto nach Sabha und Murzuq.
Gruss aus dem neuen Libyen
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Kuno
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Re: LY / Tripolis und der Alltag nach der Revolution
@ Pmueroki; die neue Freiheit heisst wohl fuer einige auch, einfach zu machen, was sie grad wollen. Das gilt leider auch fuer Sachen, die wir gemeinhin als Kriminalitaet einstufen. Bis dass die Behoerden wieder regulaer im Einsatz sind, wird wahrscheinlich noch einige Zeit vergehen und so lange werden sich die Reisenden auch etwas vorsichtiger verhalten muessen.
Die Gechichte mit dem Franzosen, der ermordet wurde, habe ich auch gelesen und gehoert. Vor allem die Franzosen hat das nervoes gemacht. Interessanterweise wurde in allen Meldungen darauf hingewiesen, dass es sich um einen ehemaligen Armeeangehoerigen gehandelt hat, der jetzt inTripolis gearbeitet hat. Man kann sich da eine ganze Reihe von Gedanken machen, wie wohl die Hintergruende ausgesehen haben. Unterstellen will ich niemandem was, aber ich kann mir nur schlecht einreden, dass der Mann hier war, um den lokalen Kaninchenzuechterverein beim bauen von neuen Gehegen fuer die Tierchen zu unterstuetzen
Touriste habe ich gestern im "Bab Africa" gesehen. Oder mindestens deren Bedienstete mit dem Falken auf dem Arm...
Die Gechichte mit dem Franzosen, der ermordet wurde, habe ich auch gelesen und gehoert. Vor allem die Franzosen hat das nervoes gemacht. Interessanterweise wurde in allen Meldungen darauf hingewiesen, dass es sich um einen ehemaligen Armeeangehoerigen gehandelt hat, der jetzt inTripolis gearbeitet hat. Man kann sich da eine ganze Reihe von Gedanken machen, wie wohl die Hintergruende ausgesehen haben. Unterstellen will ich niemandem was, aber ich kann mir nur schlecht einreden, dass der Mann hier war, um den lokalen Kaninchenzuechterverein beim bauen von neuen Gehegen fuer die Tierchen zu unterstuetzen
Hier muss ich mich grad selber etwas revidieren. Mindestens in Tripolis haben die Hotels zumeist auf. Das "Four Seasons" gab heute an, ausgebucht zu sein, das "Tobacts" sagt auch, dass sie gut belegt sind, das "Safari" hat grad eben wieder aufgemacht und das "Dar Tellile" in Sabratha ist ebenfalls offen. Corinthia "Bab Africa" war die ganze Zeit offen und das "Radisson" ebenfalls (das ehemalige "Mehari". In letzterem residiert abr wohl ein guter Teil vom NTC.Kuno hat geschrieben:Die meisten Hotels haben wohl mangels Kundschaft oder auch wegen fehlendem Mobiliar geschlossen. Ich wuerde jedem Reisenden vorschlagen, dass er sich auf eine Tour ohne "Hotelunterstuetzung" einstellen soll. Wie es mit Camps im Sueden aussieht kann ich nicht abschliessend sagen - nehme an, dass die eher auch geschlossen haben.
Touriste habe ich gestern im "Bab Africa" gesehen. Oder mindestens deren Bedienstete mit dem Falken auf dem Arm...
Re: LY / Tripolis und der Alltag nach der Revolution
Kuno,
zum Franzosen:
Hughes de Samie, 60, Oberst, ehemals Offizier bei der Fremdenlegion, seit 2008 in Libyen für französische Werft als Lobbyst tätig, im Oktober letzten Jahres in Tripolis ein neues Büro eröffnet für die Interessen der französischen Industrie, seit 1.1.2012 mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet.
Seine Ermordung hat m.E. mit der in dieser Zeit "normalen Unsicherheit" gar nichts zu tun. Der Ablauf deutet auf einen klassischen Auftragsmord hin. Wie in diesem Milieu leider nur zu oft üblich, hat Herr de Samie sein Wissen zu teuer bezahlen müssen. R.I.P.
Frankreich nimmt Abschied von ihm mit einer Messe im "Invalides", ein Zeichen hoher Wertschätzung.
Die Legion trauert und wird sich im Stillen um die Hintergründe kümmern.
http://lignesdedefense.blogs.ouest-fran ... itale.html
http://www.lepoint.fr/chroniqueurs-du-p ... 493_53.php
Zwei neue Bücher
http://www.epee.fr/2012/01/04/%C2%AB-tr ... zi-%C2%BB/
Marie-Lys Lubrano, von Kairo über Bengazi bis Tripolis
http://www.epee.fr/2012/01/04/pour-mieu ... pulations/
Ehemaliger Offizier beschreibt Libyen und Libyer
zum Franzosen:
Hughes de Samie, 60, Oberst, ehemals Offizier bei der Fremdenlegion, seit 2008 in Libyen für französische Werft als Lobbyst tätig, im Oktober letzten Jahres in Tripolis ein neues Büro eröffnet für die Interessen der französischen Industrie, seit 1.1.2012 mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet.
Seine Ermordung hat m.E. mit der in dieser Zeit "normalen Unsicherheit" gar nichts zu tun. Der Ablauf deutet auf einen klassischen Auftragsmord hin. Wie in diesem Milieu leider nur zu oft üblich, hat Herr de Samie sein Wissen zu teuer bezahlen müssen. R.I.P.
Frankreich nimmt Abschied von ihm mit einer Messe im "Invalides", ein Zeichen hoher Wertschätzung.
Die Legion trauert und wird sich im Stillen um die Hintergründe kümmern.
http://lignesdedefense.blogs.ouest-fran ... itale.html
http://www.lepoint.fr/chroniqueurs-du-p ... 493_53.php
Zwei neue Bücher
http://www.epee.fr/2012/01/04/%C2%AB-tr ... zi-%C2%BB/
Marie-Lys Lubrano, von Kairo über Bengazi bis Tripolis
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Ehemaliger Offizier beschreibt Libyen und Libyer
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Kuno
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Re: LY / Tripolis und der Alltag nach der Revolution
Sind ehemalige hohe Offiziere der Fremdenlegion irgendwie praedestiniet dafuer, franzoesische Schiffe zu verkaufen? Will nichts unterstellen, man kann sich ja auch beruflich umorientieren.
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Kuno
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Re: LY / Tripolis und der Alltag nach der Revolution
Fruehlingswetter hatten wir heute. So gefaellt mir der Winter... war super in der Gartenwirtschaft beim Markus Aurelius Bogen.
Die Uhr am Turm laeuft auch wieder. Sicher nicht dank der kuerzlichen Revolution. Aber frueher ist sie immer kaputt gewesen.
Wieder ein Wandgemaelde fuer die Sammlung:
Und einfach wieder mal zur Erinnerung (fuer die, die Gaddie immer noch nachtrauern): Die Schrift und die Sprace der Berber war unter Gaddies Regime verboten:
Ein paar Pins mit den neuen Flaggen habe ich mir auch gleich zugelegt.
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Kuno
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Re: LY / Tripolis und der Alltag nach der Revolution
Zeitungen gab es schon unter Ghaddafi. Aber keine "freie Presse". Das hat sich offensichtlich sehr schnell geaendert. Selbst die in Englisch gehaltene "Tripoli Post" aeussert sich haeute durchaus kritisch.
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Kuno
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Re: LY / Tripolis und der Alltag nach der Revolution
Die Vertreter der auslaendischen Fernsehsender und der Presse sind wohl mittlerweile weitergezogen. Fernsehteams sieht man etwa so selten, wie bewaffnte Milizen in der Stadt. Viel sensationelles gibt es natuerlich im Moment auch nicht mehr zu berichten und dann wird man wohl schnell abberufen und von der Firma woanders hingeschickt.
In der Altstadt war man heute richtig am Aufraeumen - Muell wegkarren. So etwas ist natuerlich keinen Bericht wert obwohl es doch sehr schoen zeigt, wie der Alltag wieder eingekehrt ist. Und jetzt, wo ich das so schreibe, faellt mir auf, dass ich auch kein Foto davon gemacht habe
Dafuer noch dasda:
In der Altstadt war man heute richtig am Aufraeumen - Muell wegkarren. So etwas ist natuerlich keinen Bericht wert obwohl es doch sehr schoen zeigt, wie der Alltag wieder eingekehrt ist. Und jetzt, wo ich das so schreibe, faellt mir auf, dass ich auch kein Foto davon gemacht habe
Dafuer noch dasda:
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Alexander
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Re: LY / Tripolis und der Alltag nach der Revolution
Tut sich irgend etwas politisch in Libyen?
In Agypten sehen wir z.B. Wahlen. Gibt es ähnliche Bemühungen auch in Libyen?
Grüsse
Alexander
In Agypten sehen wir z.B. Wahlen. Gibt es ähnliche Bemühungen auch in Libyen?
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Kuno
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Re: LY / Tripolis und der Alltag nach der Revolution
Mindestens auf der Strasse konnte ich bis anhin nichts feststellen, was in Richtung "Wahlwerbung" zielt. Man darf nicht vergessen, dass es in LY bisher keine Parteien, Verbaende, Gewerkschaften gegeben hat. Mein persoenlicher eindruck ist, dass sich jeder nun erstmal wieder auf den Alltag einzupendeln versucht.
Es ist aber auch nicht so, dass man einfach nichts tut. Die Uebergangsregierung versucht mit alln ihr zur Verfuegung stehenden Mitteln den Karren am Laufen zu halten. Fuer Lebensmittel, Medizinische Versorgung und Energie wurde die Prioritaet gesetzt. Desweiteren ist man dabei, in muehsamer Kleinarbeit "Wunden zu verarzten". Dabei setzen sich auch viel Leute ehrenamtlich ein, ohne dass sie einen Lohn bekommen wuerden oder mit dem Gedanken, sich den Posten auf laenger zu ergattern.
Es ist aber auch nicht so, dass man einfach nichts tut. Die Uebergangsregierung versucht mit alln ihr zur Verfuegung stehenden Mitteln den Karren am Laufen zu halten. Fuer Lebensmittel, Medizinische Versorgung und Energie wurde die Prioritaet gesetzt. Desweiteren ist man dabei, in muehsamer Kleinarbeit "Wunden zu verarzten". Dabei setzen sich auch viel Leute ehrenamtlich ein, ohne dass sie einen Lohn bekommen wuerden oder mit dem Gedanken, sich den Posten auf laenger zu ergattern.
Re: LY / Tripolis und der Alltag nach der Revolution
Hier gibts Neuigkeiten von der ach so lieben Tochter:
Aicha möchte nach Israel, nur dort könne sie sich sicher fühlen...
http://www.afrik.com/breve37936.html
Die Meldung enthält auch einen Hinweis, wonach G's Grossmutter als ursprüngliche Jüdin konvertiert habe und A deshalb das Gesetz über die Rückkehr "benützen" könnte! Kommt Zeit, kommt Wahrheit oder so ähnlich.
Aicha möchte nach Israel, nur dort könne sie sich sicher fühlen...
http://www.afrik.com/breve37936.html
Die Meldung enthält auch einen Hinweis, wonach G's Grossmutter als ursprüngliche Jüdin konvertiert habe und A deshalb das Gesetz über die Rückkehr "benützen" könnte! Kommt Zeit, kommt Wahrheit oder so ähnlich.
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Kuno
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Re: LY / Tripolis und der Alltag nach der Revolution
Alexander; hier vielleicht ein kleines Beispiel fuer die politischen Aktivitaeten. Das war heute in Zawia. Die Leute stellen Staende auf, koecheln einen Tee und schreiben ihre Anliegen auf Plakate. Jeder kann dazukommen und mitdiskutieren. Das hat es sei Jahrzehnten nicht mehr gegeben...
"We think, that this is Democrathy; you do it as well this way, no?" Wahrscheinlich kamen einige auch einfach nur um "hallo" zu sagen und einen Tee zu trinken. Ud ein richtiger Massenauflauf war es auch nicht. Ok, ist ja auch noch waehrend der Arbeitszeit
Wirkt alles noch recht provisorisch aber sowas gefaellt mir um einiges besser als eine professioneller "Gewerkschaftsevent",wie man ihn bei uns etwa kennt.
"We think, that this is Democrathy; you do it as well this way, no?" Wahrscheinlich kamen einige auch einfach nur um "hallo" zu sagen und einen Tee zu trinken. Ud ein richtiger Massenauflauf war es auch nicht. Ok, ist ja auch noch waehrend der Arbeitszeit
Wirkt alles noch recht provisorisch aber sowas gefaellt mir um einiges besser als eine professioneller "Gewerkschaftsevent",wie man ihn bei uns etwa kennt.




