In Zarzis suchten wir dann das Hotel Odyssee auf. Und das war nun die erste Anlage seit Beginn unserer Reise, die richtig voll war. Aber es handelte sich um eine spezielle Art von Touristen...
UN, UNICEF, UNHCR, Al Jazeera, Organisation fuer Migration, Italienisches Rotes Kreuz und was auch immer...
...wir wurden im Keller einquartiert und mussten an der Bar gleich feststellen, dass der Preis fuers Bier dank der Praesenz der Helfer von 3,50 auf 5 Dinar gestiegen war.
Die Reporter erkannte man am besten daran, dass sie nicht ohne die 1'000 Taschensurvivalexpeditionsweste und ein lockeres Halstuch auskamen. Die meisten nahmen sich sehr wichtig und taten irgendwie... geckenhaft. Die Teams waren jeweils begleitet von mindestens einem Tunesier vom Typ "Icansolveyoualltheproblemsyouwouldnothavewithoutme". Wenn ihr wisst, was ich meine. Sehr wichtig war fuer die Schurnies auch, ihren Blog aktuell zu halten.... "reporting from Zarzis, directly at the Frontline...."
Viel sympathischer waren mir da all die jungen Maedchen von den diversen UN Organisationen. Die waren nicht nur jung sondern oft auch noch riiiichtg huebsch. Und leider hat man ihnen die blauen T-Shirts jeweils drei Nummern zu klein abgegeben
Ich nehme an, die Girls hatten keine Muehe, die abgekaempften Fluechtlinge bei den Lagerbesuchen wieder auf die Beine zu bringen
Da es bei der UN offenischtlich weltweit nicht vorgesehen ist, etwas anderes als Landcruiser zu fahren - auch wenn es nur ein paar Kilometer die Teerstrasse runtergeht, mussten natuerlich nagelneue Ausgaben dieses Wagens her (mit Seilwinde und llem, was man sonst noch so braucht).
Quatsch. Die meisten der Leute konnten sich bei den Autovermietungen lokal nur noch mit einem richtig Scheisse aussehenden Renault SYMBOL eindecken

Wenigstens hatten somit die lokalen Autovermieter und Fahrer ein gues Einkommen. Geparkt wurde recht wild vor dem Eingang des Hotels - man war ja in dringender Mission unterwegs.