Hallo Eva,
zunächst einmal herzlich willkommen im Wüstenschiff-Forum!
fangen wir beim leichten Teil an, das Wetter ...
traumhaft im Dezember/Januar ... Nairobi 22° und Sonne, je nördlicher in Kenia, desto heißer wurde es, ab Lodwar
ständig um die 38°, ebenfalls keine Wolke am Himmel .... von daher ist der Dezember schon eine perfekte Reisezeit.
Nairobi - Lake Baringo
Von Nairobi bis zum Lake Baringo hast du guten Asphalt, es sei denn, du biegst hier und da mal auf 'ne
Gravel-Road ab. Infos (teilweise mit Fotos) zu den Seen sowie Parks unterwegs findest du
hier.
Lake Baringo - Lodwar
Ab Lake Baringo bis Lokori (besonders auf dem ersten Stück zwischen Loruk und Kapedo) sind die Pisten
unglaublich staubig im Dezember, mit extremem FeschFesch. Der Staub schwappte uns teilweise in großen
Wellen - ähnlich wie Wasser - über die Motorhaube. Ich bin kein Mopedfahrer, ich habe keine Ahnung wie
sich pulvriges Mehl mit dem Motorrad fahren lässt, aber ich weiß mittlerweile, wie es schmeckt, wenn es
in großen Mengen zum Seitenfenster reinschwappt
Wir sind von Lokori über Lokichar nach Lodwar, die Strecke Lokichar-Lodwar ist asphaltiert,
auf einem Teil der Strecke ist vom Asphalt allerdings nicht mehr allzu viel übrig.
Lake Turkana
Der Ausflug von Lodwar nach Eliye Springs (Lake Turkana) ist absolut lohnenswert, die Straße in Richtung
Kalekol ist sogar neu asphaltiert, die Piste, die nach Eliye führt, ist eine sehr gut befahrbare Sandpiste.
Ab Eliye Springs besteht die Möglichkeit (teilweise am See entlang) direkt nach Norden zu fahren bis Todenjang.
Von schwedischen Enduro-Fahrern, die in Begleitung von 2 Toyos waren, haben wir gehört, dass die Fahrzeit
wohl ca. 6 Stunden beträgt, die Piste ganz eben geradeaus verläuft.
Lodwar - Grenze Äthiopien
Da wir in Lodwar nochmals auftanken wollten, sind wir von dort nach Norden gestartet.
Lodwar bietet übrigens die nötigen Versorgungsmöglichkeiten, inkl. kleinem Supermarkt, Internet-Café, Bank ...
Die Straße von Lodwar bis Lokichokio (Grenze Südsudan) ist neu asphaltiert und perfekt.
Die Piste von Makutano nach Lokitaung ist - neben dem üblichen Staub - teilweise etwas rauh, lässt sich
aber gut befahren. Lokitaung nach Kibbish/Bume ist auch gut zu befahren, teilweise ein wenig sehr rauh,
teilweise wieder extremer FeschFesch, aber landschaftlich superschön. Ab und zu ists etwas verwirrend, wenn
mehrere Pisten zusammentreffen und man zwischendurch schon mal mitten in einem Dorf und damit in
einer Sackgasse landet ... aber das führt immer zu sehr interessanten Begegnungen mit den Tribes dort ...
Hier geht es zur
Streckenbeschreibung auf äthiopischer Seite
Omorate - Moyale - Nairobi
Wenn ihr über Omorate fahren wollt, könnt ihr ja eventuell die
Fähre der Brückenbaufirma über den Omo
nutzen, falls sie bis dahin noch funktioniert. Ansonsten gibts immer Boote rüber, für euch Motorradfahrer
ist deshalb ein Fluss niemals ein solches Hindernis wie für ein Auto
Traveller unterwegs haben mir berichtet, dass die Strecke Moyale-Marsabit für Mopedfahrer (auch für
alle anderen) wohl grauenhaft zu fahren sein muss, aufgrund der extrem tiefen Spurrillen. Ich selber kenne die
Strecke nicht, aber alle Traveller sind sich einig, dass dies das schlimmste Stück Piste ist, was sie kennen,
besonders weil es sich über sehr viele km hinzieht.
Spritversorgung
Was ihr bei eurer Planung auf jeden Fall bedenken solltet, ist die Spritversorgung. Wir hatten reichlich Reserven
dabei, mit Motorrädern ist das evtl. etwas schwierig. Funktionierende Tankstellen waren in Nakuru und Lodwar.
Nördlich von Lodwar keine Chance auf Sprit! Auch nicht aus Kanistern! Die wenigen Fahrzeuge, die dort unterwegs
sind, haben ihre eigenen Reserven dabei. Die Polizeistation Kibbish/Bume erhält ihren Treibstoff aus Lodwar.
In Omorate denke ich, wird es wieder Sprit geben, zumindest aus Fässern, und in Moyale gibts definitiv Sprit.
Viel Spaß bei den weiteren Reisevorbereitungen
Birgitt
